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Kolumne: Der FCK auf Sparflamme (Der Betze brennt)

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
FCK-Ralle
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Beitrag von FCK-Ralle »

wkv hat geschrieben:.

Es ist überall so, dass man sich als alter Hase nicht sagen lässt von einem Juangen, man soll sich hinteragen, ob man alles gibt....,zumindest zu meiner Zeit hätten die Alten anders geantwortet.
Auch wenn ich oft mit dir übereinstimme werter Vetran aber, dass dies nicht mehr so ist, bin ich nicht unglücklich. Und das meine ich allgemein, nicht (nur) auf den FCK bezogen und schon gar nicht auf den Fall von dir und Overdurch.
Nur weil man "jung" ist hat man noch lange nicht weniger Ahnung.

Wobei... bin ich mit meinen 31 Lenzen jetzt "jung" oder schon "alt"... :nachdenklich:


@paet

Sehr schöner Artikel. Danke dafür.
FCK 4-life
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Betze-Bub10
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Beitrag von Betze-Bub10 »

Wir teilen doch alle wie schon mehrfach erwähnt die Angst vor dem Verlust unserer Ausnahmestellung (es gibt nicht wenige, die sagen wir haben sie schon verloren). Ich bin der Meinung wir sind kurz davor, haben sie aber noch nicht ganz verloren. Und an diesem Punkt finde ich, auch wenn es sich sehr utopisch anhört sind wir gefragt:

Wir, die wissen, was wir vom FCK erwarten.

Wir, die wissen, was den FCK ausmacht.

Wir, die wissen, was für ein Gefühl es ist ein verlorengeglaubtes Spiel noch zu drehen.

Wir, die wissen, was es bedeutet, wenn der Gegner Angst vor dem FCK hat.

Und so weiter...

Ich bin der Meinung, wir Fans, sollten ein Konzept aufstellen, in welche Richtung sich der FCK bewegen muss. Ich weiß, wie utopisch sich so etwas anhört, aber wir sind zigtausende die doch alle um den FCK besorgt sind.

Stehen wir gemeinsam auf und versuchen, den totalen Absturz zu verhindern!!!
zet
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Beitrag von zet »

werauchimmer hat geschrieben:[...]
Die Frage, die ich allen stelle, die sich wie OWL hier offen und gut nachvollziehbar erklären: Sind wir wirklich so machtlos? Können wir das Geschehen beim FCK nicht auch irgendwo doch beeinflussen?
Und damit sind wir am Kern dessen, was Dich seit drei oder vier Jahren umtreibt und genau deshalb bleibt Du für mich, egal wieviele Argumente Du derzeit aufgrund der Lage auf Deiner Seite hast, ein ganz übler Hetzer.
"Es ist ein schwerer Fehler, wenn man theoretisiert, ohne Prämissen zu haben. Unmerklich fängt man dann nämlich an, Tatsachen zurechtzubiegen, sie Theorien anzupassen, statt Theorien nach Tatsachen zu bilden."

Arthur Conan Doyle, Die Abenteuer des Sherlock Holmes
Fischi
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Beitrag von Fischi »

chou hat geschrieben:Hattest Du auch Patrick Tessier als Trainer? Den scheint es immer noch zu geben.

Bei mir hat es auch nicht gereicht. Ich war einfach kein Kopfballungeheuer. :lol:
Krass,ich habe auch unter Tessier gespielt. Bei mir hat der Körper dann leider letztenendes nicht mitgemacht. Seltsam mitanzusehen, wie ehemalige Mannschaftskollegen jetzt reihenweise mit Profiverträgen ausgestattet werden und deren Namen in den Schlagzeilen auftauchen.

Meine Gefühlslage ist zu 100% übereinstimmend mit den meisten Beiträgen hier. Kein kribbeln vor Spielen, Gleichgültigkeit bezüglich der Ergebnisse und vorallem keine Identifikation mit Spielern und ausgegebenen Werten. Der FCK und ich, wir triften auseinander und ich fühle mich machtlos dem entgegenzuwirken.

Die Frage an die Community ist jetzt, wie man sich als Fan mit diesem Gefühlsleben verhalten soll. Habt ihr Ratschläge? Oder seid ihr selbst noch nicht so weit um Entscheidungen fällen zu können?
werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

zet hat geschrieben:
werauchimmer hat geschrieben:[...]
Die Frage, die ich allen stelle, die sich wie OWL hier offen und gut nachvollziehbar erklären: Sind wir wirklich so machtlos? Können wir das Geschehen beim FCK nicht auch irgendwo doch beeinflussen?
Und damit sind wir am Kern dessen, was Dich seit drei oder vier Jahren umtreibt und genau deshalb bleibt Du für mich, egal wieviele Argumente Du derzeit aufgrund der Lage auf Deiner Seite hast, ein ganz übler Hetzer.
Sagt der Hetzer über den Hetzer, Du Hetzer, oder was? Warum eigentlich? Vor allem, wenn Du noch im ersten Halbsatz mir quasi Recht gibst?
Ich musste mir von Leuten wie Dir Vorwürfe machen lassen, ohne sachliche Begründung.
Heute machen die Leute von sich aus den Schritt und wenden sich vom Verein ab. Was hat das mit mir zu tun, glaubt Du OWL würde eine solche Entscheidung wegen meiner Hetzparolen treffen?

Achja: Wie findest Du eigentlich den Artikel?
Zuletzt geändert von werauchimmer am 18.12.2012, 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Hier im übrigen ein schöner Artikel über die Eintracht aus Braunschweig...super interessant und mit dem FCK in vielen Punkten vergleichbar bzgl Erwartungshaltungen, Tradition usw...:

http://www.zeit.de/sport/2012-12/eintra ... -tradition
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
zet
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Beitrag von zet »

werauchimmer hat geschrieben: Sagt der Hetzer über den Hetzer, Du Hetzer, oder was? Warum eigentlich? Vor allem, wenn Du noch im ersten Halbsatz mir quasi Recht gibst?
Ich musste mir von Leuten wie Dir Vorwürfe machen lassen, ohne sachliche Begründung.
Heute machen die Leute von sich aus den Schritt und wenden sich vom Verein ab. Was hat das mit mir zu tun, glaubt Du OWL würde eine solche Entscheidung wegen meiner Hetzparolen treffen?

Achja: Wie findest Du eigentlich den Artikel?
Nein, Dir gebe ich nicht recht.
Ich habe Verständnis für den Unmut, teile ihn sogar in manchen Bereichen, aber das hat mit Dir oder Dir recht geben rein gar nichts zu tun.

Du schreibst hier, übrigens oft genug ohne jede sachliche Begründung, im Prinzip seit Jahren gegen den aktuellen Vorstand. Da kommt so eine Stimmung natürlich gerade recht und der von mir zitierte Absatz zeigt deutlich, worauf alle Deine Post seit Anfang deiner "Karriere" abzielen - und diesmal fallen sie endlich, endlich auf fruchtbaren Boden.
Mit Dir sachlich diskutieren zu wollen ist auch zwecklos, sobald Du wirklich einmal argumentieren müsstest, bist Du einfach raus aus der Nummer und schreibst mal ein, zwei Wochen gar nix mehr, bis die Gelegenheit wieder günstiger ist.
Im Moment hast Du die Stimmung auf Deiner Seite, also mach nur weiter und hab weiterhin viel Spaß, ...
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YouriDjorkaeff
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Beitrag von YouriDjorkaeff »

Als die Mannschaft im DFB Pokal gegen Bayern spielte, war die Vorfreude doch sehr groß, der Betze-Geist war da. Nein, der Spirit ist nicht weg, die Horror-Saison 11/12, die 2. Liga und der Winter haben ihn zermürbt. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn wir in München gewonnen hätten... oder in Köln... oder das erste Spiel gegen Union... Wir hätten eine ganz andere Situation! Um erfolgreich zu sein, braucht man halt auch ERFOLGSERLEBNISSE!
Erfolgserlebnisse motivieren und schweißen eine Mannschaft zusammen. Leider hatten wir solche Erlebnisse (noch) nicht.
Die Mannschaft muss sich enorm steigern, das Glück muss zurückkehren (man muss es sich wieder erarbeiten), der FCK muss GUTE und ERFOLGREICHE Spiele bestreiten, dann gibt es hier auch wieder eine bessere Stimmung. :teufel2:
ks_969
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Beitrag von ks_969 »

Man kann denke ich aus der Diskussion hier etwas grundsätzliches ableiten:

Der FCK und unserer Fussballkultur stehen vor einem Wandel! Wir denken oft zurück an glorreiche Zeiten, an Mannschaften mit Ehre die unsere Tugenden verkörperten, an Heimatverbundenheit, an Vereinstreue usw. Und dieser Mythos findet sich plötzlich im Jahre 2012/2013 wieder. Die Fussballwelt hat sich doch extrem verändert in den letzten 10-15 Jahren! Sei es durch Kommerz, durch das Internet oder Facebook. Der Verein hat sich in den letzten 10 Jahren zu wenig diesen neuen Gegebenheiten angepasst! Es gibt keine Spieler mehr wie Kuntz, Ehrmann, H.Koch, und wie sie alle heißen.

Aber mit der Vergangenheit gewinne ich keine neuen Vereinsanhänger oder wenn nur wenige. Da hat WernerL schon recht, die jungen oder jugendlichen schauen selbst in Deutchland lieber nach Hannover oder Wolfsburg oder Hoffenheim. Da bringt alles Tradition nichts. Leider!!

Viellecht haben auch selbst die Speiler keinen Bock auf unserer Tradition. Wollen sich vielleicht gar nicht so wirklich mit dem Verein identifizieren. Vielleicht gibt es solche Spieler nicht mehr, oder wir finden nicht genug davon.

Die Mehreit der Fussballprofis in D tickt halt nicht mehr wie ein Kuntz.

Meiner Meinung muss der Verein sein Strukturen und das gesamte Geschäftswesen an diese neue Fussballwelt anpassen, sonst sehe ich die Zukunft Mittelfristig nicht unbedingt in der 1.Buli. Auch Vereine wie Dortmund haben ihre Strukturen engepasst ohne ihre Tradition zu verkaufen. Die Kunste liegt darin, Tradition und Moderne zu verbinden. Unserer Tradition alleine wird uns nicht in der Bundesliga etablieren und sie wird auch nicht alleine das Stadion füllen.

Dazu braucht man leider auch Erfolg....und um Erfolg zu haben braucht man Spieler die Siegermentalität besitzten und diese kosten meist etwas mehr Geld. Oder sie kosten Geld sobald sie zu Siegertypen herranreifen (stichwort eigene Jugend).

Egal wie ich es drehe und wende ich komme immer wieder an den den Punk....nämlich Geld! Und von dem haben wir eher wenig. Und eine Mannschaft die ohne entsprechende Mittel die letzten 10 Jahre Buli kickt kenne ich nicht. Alles andere sind nur Fahrstuhlmannschaften.


Meiner Meinung ist Tradition sehr wichtig, weil sie Identifikation schafft. Aber die Tradition alleine wird uns, also den FCK, im hier und heute nicht alleine Erfolgreich machen.


Gruß
1.FCK - Unzerstörbar
Ktown2Xberg
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Beitrag von Ktown2Xberg »

chou hat geschrieben:Die Konstellation, die wir heute haben ist doch auch nicht schlimmer, als unter der Ägide von Jäggi.

Wenn man die Kommentare hier liest, dann muss man festsetellen, dass eigentlich alle Trainer seit Rehagel unglaublich unfähig waren. Das kann aber eigentlich auch nicht sein. Vielleicht liegt das Problem tiefer...
Nk-Town hat geschrieben:
wkv hat geschrieben:Du würdest die Symptome behandeln mit Platz 1, aber nicht die Krankheit.
Aber die Krankheit hat doch auch nicht der FCK exclusiv, die Krankheit ist auch nicht Kuntz oder die Führungsmannschaft da oben.

Die Auswüchse produziert doch das moderne Fussballsystem selbst. Das gipfelt doch darin, das bei Misserfolg selbst bei einem halbbankrotten Verein wie dem FCK halbe Mannschaften zur Winterpause ausgetauscht werden. Und der Rest der Mannschaft wird nach der Saison komplett entsorgt.

Die Auswüchse sind doch, dass ein Aufsteiger wie D´dorf die neue Saison mit 18 neuen Spielern bestreitet.

Und wir machen das nur solange mit, weil es sich einzig und allein nur noch über Erfolg definiert. Und wenn der ausbleibt, dann springen die Leute ab. Dann bleibt nur noch die "Tradition". Aber wer von den Nachwuchsleuten kennt die denn noch live? Ja, der 18. Mai... aber das war ein Tag zum Vergessen, da wurden keine Legenden geboren...

Tut mir leid, da könnt ich noch so viel zu sagen, da reichen die Tasten nicht...
sic!
werauchimmer hat geschrieben:
zet hat geschrieben:Und damit sind wir am Kern dessen, was Dich seit drei oder vier Jahren umtreibt und genau deshalb bleibt Du für mich, egal wieviele Argumente Du derzeit aufgrund der Lage auf Deiner Seite hast, ein ganz übler Hetzer.
Sagt der Hetzer über den Hetzer, Du Hetzer, oder was? Warum eigentlich? Vor allem, wenn Du noch im ersten Halbsatz mir quasi Recht gibst?
Ich musste mir von Leuten wie Dir Vorwürfe machen lassen, ohne sachliche Begründung.
Heute machen die Leute von sich aus den Schritt und wenden sich vom Verein ab. Was hat das mit mir zu tun, glaubt Du OWL würde eine solche Entscheidung wegen meiner Hetzparolen treffen?

Achja: Wie findest Du eigentlich den Artikel?
@zet hat ja selbst schon geantwortet, deshalb von meiner Seite nur etwas "Kompilation" (s.o.) und Moderation; denke, die Posts von @chou und @nk-town lassen sich sehr gut mit der von Euch diskutierten Frage verbinden.

Und was @zet in seiner ersten Antwort an Dich, werauchimmer, kommuniziert:

Es ist ein Unterschied, ob man Kritik übt oder diese den Eindruck einer durchgängigen Ultima Ratio ("Vorstand weg!") erweckt. Du arbeitest immer mit Fragen ("Sind wir denn wirklich so machtlos?"; "Ist das Problem nicht eins der Führung?" usw.) - ich denke Du unterschätzt in dem Fall die Leute, die hier mitlesen. Dass Du den Vorstand in Frage stellst ist hier jedem klar, da muss keiner "mitgenommen" werden.

Deshalb von mir - abermals, andere haben es schon versucht - die Frage an Dich: Was ist denn Deine Vorstellung vom "danach"? Wie sieht denn Dein konstruktiver Ansatz aus?

So viel ist bisher klar: SK, FG und FF weg. Dann neuer Manager plus Trainer plus präsidiales Ehrenamt.

Nur: Wer soll's denn machen? Und vor allem - wenn Du schon so oft betonst, dass SK und Co. Konzeptlos seien - : Wie soll sich dieser Wechsel denn inhaltlich auswirken? Was für ein Konzept erwartest Du denn? Womit könntest DU Dich denn identifizieren?

So lange Du diese Frage nicht adressierst, musst Du damit leben, dass einige den Eindruck gewinnen, Dir ginge es nur darum dass auf dem Berg ein paar Stellen anders besetzt bzw. vakant werden...
Ruhrpott_Teufel
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Beitrag von Ruhrpott_Teufel »

Jetzt muss ich aber auch mal die Hosen runterlassen:

Ich muss gestehen, dass ich scheinbar wohl zulange die rosarote FCK-Brille aufhatte und einfach nicht wahrhaben wollte, wass bei „meinem“ Verein los ist. Nach den vielen Meinungen und Berichten die ich hier mitlesen durfte, muss ich erkennen erkennen, dass es schon genau die Gefühlslage trifft, in der ich mich momentan befinde. Irgendjemand schrieb mal was von einer Art „Depression“. Ja, so ähnlich kann man das wohl bezeichnen. Die Freude, Euphorie, Spannung (insbesondere vor und während der Spiele) – weg. Was bleibt ist Angst. Angst vor dem, was noch kommt – nicht mittelfristig wenn das gesetzte Saisonziel verfehlt wird - langfristig wenn wir vielleicht weitere Jahre in der 2. Liga (im schlimmsten Fall auch tiefer) versauern müssen oder ungebremst in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Ja, ich gebe zu, ich habe mich lange geweigert, Kritik am Verein, Vorstand, Umfeld etc. überhaupt zuzulassen. Doch so langsam fehlen mir die Gegenargumente. Es ist einfach so, die „alten Hasen“ haben (meistens) recht und wissen am besten dass es auch mal anders, vor allem besser lief. Das muss man einfach so akzeptieren. Punkt.

Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. Stimmt schon, bringt mir momentan aber garnichts. Fest steht nur, ich kann halt nicht anders. Ich liebe diesen Verein und leide mit ihm, ob ich will oder nicht, mein Problem (momentan).
…gibt es auch den FCK…
harryyy
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Beitrag von harryyy »

Betze-Bub10 hat geschrieben:Wir teilen doch alle wie schon mehrfach erwähnt die Angst vor dem Verlust unserer Ausnahmestellung (es gibt nicht wenige, die sagen wir haben sie schon verloren). Ich bin der Meinung wir sind kurz davor, haben sie aber noch nicht ganz verloren. Und an diesem Punkt finde ich, auch wenn es sich sehr utopisch anhört sind wir gefragt:

Wir, die wissen, was wir vom FCK erwarten.

Wir, die wissen, was den FCK ausmacht.

Wir, die wissen, was für ein Gefühl es ist ein verlorengeglaubtes Spiel noch zu drehen.

Wir, die wissen, was es bedeutet, wenn der Gegner Angst vor dem FCK hat.

Und so weiter...

Ich bin der Meinung, wir Fans, sollten ein Konzept aufstellen, in welche Richtung sich der FCK bewegen muss. Ich weiß, wie utopisch sich so etwas anhört, aber wir sind zigtausende die doch alle um den FCK besorgt sind.

Stehen wir gemeinsam auf und versuchen, den totalen Absturz zu verhindern!!!
gefällt mir, dein post. samt seines ganzen utopiegehaltes...
OttoR
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Beitrag von OttoR »

Tja, eigtl. eine sehr gute Kolumne, aber was sollen die Kommentare zum Trainer? Hier wird unnötig, weil man auf dem Relegationsplatz steht, am Trainerstuhl gesägt. Der Trainer habe kein Herzblut und passe nicht zum FCK, blabla.

Foda hat hier gespielt und Herzblut aufm Platz gezeigt. Ein paar Jahrzehnte später darf man auch ruhiger werden, oder muss man als FCK-Trainer das Rumpelstilzchen an der Seitenline spielen? Nicht, dass ich wüsste.

Pro Foda!

Damit wären wir dann bei der Mannschaft, die einfach zu wenig Biss zeigt. Und das liegt nicht am Trainer, sondern an der Mannschaft.
Ein Baumjohann erzählt, dass die Niederlagen gg. Union und Pauli unglücklich waren? Wie bitte? Wie wärs mal mit "Jetzt erst recht"?

Und dann ein Bugera, der vorm Union-Spiel auch erzählt, dass er davon ausgeht, dass man wieder anders auftreten wird. Von nix kommt nix, das geht nicht von alleine!

Also Ärmel hochkrempeln, Pass- und Laufwege einstudieren, Ecken gleich mit, und nach einer Führung weiter nach vorne spielen und nicht um den Ausgleich betteln. Wir sind doch nicht Meppen!
"Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen."
Nk-Town
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Beitrag von Nk-Town »

OttoR hat geschrieben:Also Ärmel hochkrempeln, Pass- und Laufwege einstudieren, Ecken gleich mit, und nach einer Führung weiter nach vorne spielen und nicht um den Ausgleich betteln. Wir sind doch nicht Meppen!
Um keinen falschen Eindruck zu hinterlassen: Siss wiesiss :lol:

Deshalb: 100% Zustimmung, OttoR :teufel2:
RedDevil82
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Beitrag von RedDevil82 »

Neue Gelder zu generieren hier mal 2 Vorschläge:

- Stadionname verkaufen

- Fananleihen
FCK OLE OLE
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Irgendwie erinnert mich dieser Thread hier an einen dieser ominösen Spieltagthreads in dem aus der Emotion heraus maßlos übertrieben wird, in die eine oder die andere Richtung. Und irgendwie lieben wir Sie doch auch, die emotionale Achterbahn zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.
Doch jetzt, aus der Enttäuschung heraus, daß der Stefan in Frankfurt sich geoutet hat, indem die Hand hob, daß diese Truppe aus Schwäbisch-Sibirien uns so scheiße hat aussehen lassen, daß die Rheinpfalz so einen Gruber'schen Schwachsinn schreibt, das ist doch wohl wieder zumindest etwas übertrieben.
Wir definieren uns alle über das Erlebnis Betze, auch wenn darunter die Jungen sich etwas anderes vorstellen, als sich das Erlebnis Betze für die Älteren darstellt. War für mich ein Europapokal Zweitrundenspiel, das recht unspektakulär gegen Zürich 2:0 gewonnen wurde, meine Einstiegsdroge, die dann durch ein 6:1 über einen unaussprechlichen Verein aus Ungarn zur Abhängigkeit führte, übrigens vor gerade mal 17.000 Zuschauern, so haben Jüngere die Meisterschaftsfeier 98 oder den Aufstiegstaumel in Erinnerung. Das letzte Tor des Spiels war ein Elfmeter durch Sepp Stabel, dem Ersatztorwart, bei dem ich meine Karten in seinem kleinen Sportgeschäft kaufte, wenn es bei Werner Liebrichs Zeitungsladen keine mehr gab. So hat jeder von uns seine kleinen Erinnerungsstücke von Fußballerlebnissen, guten und schlechten, die seine emotionale Bindung an den FCK erzeugen. Doch mal ehrlich. Lasst ihr euch eure eigene Geschichte und euer Erleben von anderen so schnell kaputtmachen? Wo bleibt euer Kampfgeist, wo der Betze-Fighting Spirit?
Sicher, die Zeiten haben sich geändert. Seit 1991 der Meisterschaft des Alten Betze hat sich vieles gewandelt, nicht nur das Stadion. Der Verein ist doch schon von so vielen Blendern und Profiteuren geführt worden, die Liste können wir alle runterbeten, von Gutmenschen, welchen mit mangelndem Durchblick und solchen, die einfach überfordert waren, sogar Lügner und Politiker haben wir schon ertragen.
Ich denke ein Großteil der Enttäuschung ist immer noch eine Folge der Entwicklung der letzten 3 Jahre. Hatte es doch so gut mit dem Stefan angefangen, ein weißer Ritter, der den FCK vor dem Odem des Drachen rettete. Diese Geschichte wurde dann fortgesponnen, Aufstieg - oberes Drittel der Tabelle. Für viele Fans war es Stefan Kuntz, der große Vorsitzende, der das alles machte, der alles lenkte, der alles wusste.
Wurden irgendwelche Zweifel daran geäußert, wurde auch nur der Schatten einer Kritik geäußert oder wurde einfach nur darauf hingewiesen, daß auch andere beteiligt waren, wurde sofort die Keule des Kritikers, Spalters, Majestätsbeleidigung Wehrkraftzersetzung ausgepackt. Einige, so zum Beispiel zet sind immer noch in diesem Zustand.
Doch der FCK Fan ist nicht unendlich belastbar. War bei der AOMV die tröge Masse immer noch vom Abstieg schier betäubt und ließ sich von den Tränen des großen Vorsitzenden in ihrem unendlichen Leid bestätigen, so ist nach dem zum wiederholten Mal ein Versprechen gebrochen wurde, das Maß voll. Die wahre Enttäuschung des betrogenen Liebenden hat Besitz von vielen Ergriffen und eine gewisse Müdigkeit macht sich breit.
Ich hab keine Tränen mehr... heißt es in einem Lied.
Das ist die andere Seite des Furor Palatinus - die Melancholia Palatina, die Traurigkeit der tiefen Wälder und der Kartoffelfelder im Herbst.

Mensch Leute, verarscht werdet ihr doch schon lange, das Geld wird euch doch seit geraumer Zeit aus den Taschen gezogen. Die Kommerzialisierung schreitet doch schon länger voran, in Bierpreisen, Trikots und VIP-Plätzen.
Das Heulen hilft doch nicht, das Wegbleiben noch viel weniger und Geschwiegen haben wir doch jetzt genug.
Brüllt doch einfach mal. Seid doch nicht immer so menschlich korrekt.
Wenn Baumjohann nicht rennt und zum dritten mal einen Scheißpass spielt, dann pfeifft, daß ihm die Ohren dröhnen. Und dem Stefan schreit jeden Spieltag entgegen, daß er euch verraten hat.
Wir sind die Fans, das ist unser Spiel! Holen wir es uns wieder!
Hasta la Victoria - siempre!
Weschtkurv
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Beitrag von Weschtkurv »

@mac41
Danke.
Resignation is nicht. Hast Recht. Ich werde mir doch nicht von egal wem, oder wemauchimmer meinen FCK vermiesen lassen.
Sei dir gewiss - ich bin beim ersten Heimspiel wieder da.
Und ich werde alles rausbrüllen - eigentlich wie immer.
NUR : Ab jetzt kriegt Kuntz auch von mir sein Fett weg.
Eigentlich war er mein Held - unantastbar - aber sein "Outing" (tolle Formulierung übrigens) bei dem DFL - Fetzen hat mir wirklich körperlich weh getan, und mir kurzzeitig den Rest gegeben.

Aber weisste was ?
Wenn er auf uns scheisst - so what.
Dann scheiss ich halt zurück.
Den FCK wirds auch nach Kuntz noch geben - und ich bin dabei !

Holen wir uns unser Spiel zurück ! :teufel2:
BernddasBrot2
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Beitrag von BernddasBrot2 »

Tradition kann etwas herrliches sein, aber uns erdrückt diese Tradition immer mehr.
Kein Feuer, das erlischt nicht erst seit HEUTE.
Seit unserer 91 Meisterschaft, dem Spiel gegen Barcelona haben einige die Bodenhaftung verloren.
Das Ergebnis sehen JETZT alle.
... und wenn du glaubst es könnte nicht schlimmer werden, lass mal TH machen, der zeigt DIR wie es noch schlimmer werden wird.
Lautern-Fahne
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Beitrag von Lautern-Fahne »

Hier mal meine Emotionen/Meinungen zu dem Thema FCK. Bin 20 Jahre alt, gehe seit der Seuchensaison 2007/2008 uff de Betze (Dauerkarte + Vereinsmitglied).

Dienstag letzte Woche ärgerte ich mich tierisch als ein Klassenkamerad von mir, seit der Kindheit auch Lautrer, mit einem Mainz Trikot und Leverkusenhosen in den Sportunterricht kam. Senste ihn beim Warmmachen kurzerhand um- aber das brachte mir auch keine Ruhe.
Weil ich mir, obwohl ich diesen "richtigen Betze" nie erlebte (außer vielleicht gegen Stuttgart, Vizekusen und Bayern) leider einen Reim darauf machen konnte, weshalb er vom Glauben abgefallen ist.

Betze so wie ich ihn aus Höhrensagen kenne heißt giftig spielen (also mit Fouls und Nicklichkeiten) , ohne Angst mit Zug und Wut nach vorne wie hinten. Auf der Tribüne wird getobt, gepfiffen, böse Lieder angestimmt (eine schöne Liste hatte Lonely Devil in einem anderen Thread aufgesetzt- die ich mir als Inspiration auf den PC kopierte 8-) )
Diesen Betze habe nie kennengelernt. Das Bild vom Betze, welches ich mir gebildet habe ist zum einen zwar manchmal kampfbetonter (Nichtabstiegssaison 07/08 und Fastaufstieg 08/09), aber immer defensiv geprägter Fußball (Sasic, Kurz jetzt meiner Meinung nach Foda). Ruhiges Aufbauspiel von hinten, saubere Standarts in Glanzzeiten, ein zwei Männer auf dem Platz, die dem Gegner wehtaten (Bellinghausen, Bilek, Dick Rodnei seitdem ich dabei bin) sowie ein, zwei überragende Offensivkräfte, die nach einer Saison weg waren (Ziemer-Jendrisek-Sam/Lakic).

Das ist für mich das typische Betzesystem der letzten Jahre. Die einzigen Spieler, die ich mir auf mein Trikot machen würde wären Bellinghausen (verteufelt mich von mir aus dafür), Sippel, Dick und Bugera. Das sind für mich verdiente Spieler; Kämpfernaturen.
Bei den Restlichen kann ich keine Identifikation aufbauen, die so weit geht, ihren Namen zu tragen.

Aber es gibt für mich 2 Personen, die der FCK sind und mich faszinieren. Die Vorbilder sind. Und die auch emotional beide Seiten des FCK zeigen: Fritz Walter und Gerry Ehrmann. Fritz ist für mich die familiäre, bodenständige und Ehrmann die leidenschaftliche, aggressiv tobende Seite. Das ist eigentlich das, was mich beim FCK hält. Aber beide Seiten geht für mich verloren.

Als ich damals in unserer kleinen Bäckerei im Ort hörte, dass Stefan Kuntz das Ruder übernimmt schrie ich einfach nur laut „JA!!!“. Das war eigentlich der Moment, an dem ich wieder daran glaubte, dass es der FCK nochmal packen kann. Endlich ein Mann an der Spitze, mit dem ich mich, obwohl ich nur Berichte über ihn kannte, 100%ig identifizieren konnte. Einer, der wirklich was drauf hat (sehr gute Arbeit in Bochum zu diesem Zeitpunkt) und vor allem Charisma hat. Ein Meisterspieler. Kultfigur. Durch das ganze FCK-Umfeld ging ein Ruck.

Und jetzt soll er ein mehr oder weniger machtgeiles Arschloch sein, welches die Fans verraten hat und Meinungen unterdrückt. Der im Alleingang den FCK wieder in die zweite Liga brachte und eh keine gute Arbeit leiste. Wenn der auf der AOMV anfängt nach seiner Rede zu heulen, in der er sich gegen Anträge und Verleumdungen ala „Gib eine eidesstattliche Erklärung ab, dass du kein Geld veruntreut und Kurz Frau nicht gevögelt hast“ wehrte, von denen es ca. 6,7 Stück gab, ist es nur gespielt. Wenn er auf der JHV ruhig spricht, ist er ein kaltblütiger Drecksack, weil er ja nicht wie der gemeine Pfälzer spricht und vielleicht eher ein Anzugmensch ist.

Wenn er von der Politik den Druck bekommt ein Konzept zu unterzeichnen, wird er ausgestoßen und ist ein Verräter und will bei der DFL Karriere machen. Wenn sein Presseheini dieselben „professionellen“/ lahmen Texte wie seit Jahren herausposaunt, wird der Vergleich mit Goebbels Propagandaministerium bemüht. Ich weiß ja nicht was damals mit unserem Vorsitzenden dem Herren Thines abging. Der, soweit ich weiß ja äußerst fanfreundlich war. Und wohl von den Mitgliedern/Fans gelyncht und abgesägt wurde. Nach Jahren guter Arbeit- und einem Abstieg. Und ähnlich sieht es für mich grad hier aus. Die Basis zerfleischt sich und den Verein. Ultras gegen Fans, Fans gegen Ultras. Oben gegen unten, unten gegen oben. Es müssen ja immer Köpfe rollen. Mich kotzt auch an, dass unsere Jugend jahrelang keine Chance hatte. Das uns dieser überdimensionierte Betonklotz an der Backe klebt und wir gefühlt mehr Zweit- als Erstligist sind. Wenn man aber mal mit Grünewald und Kuntz spricht erfährt man auch, was die da oben treiben und wie sie versuchen Probleme zu lösen. Beim Thema Jugendabteilung war Grünewald auf der Fanversammlung im September uff’em Betze (auf der Kuntz übrigens durch die Blume auch ANKÜNDIGTE das DFL-Papier zu unterschreiben!) sehr gesprächig und gab Auskunft was getan werden muss um die Jugendarbeit zu verbessern. Und was getan wird. Wenn ein verdienter Exspieler, der den FCK stückweise reformiert, früher als geplant aufsteigt und sich nicht wie ein Bauer wirkt es nicht schafft Vettrauen aufzubauen, wer dann?

Ich kann, so Leid und weh es mir tut, nachvollziehen weshalb mein Klassenkamerad zu M05 gewechselt ist. Besserer vor allem kampfbetonter Fußball, Erfolg, gute Jugendarbeit, Erstligist, zuhause Bayernschreck. Das lockt leider und bereitet Freude. Für meine Generation ist die Hierarchie FCK/Mainz sportlich nichtmehr so klar verteilt wie für die Alten. Mainz scheint mit den Tugenden zu locken, die den FCK vor einigen Jahren auszeichnete während dem aktuellen FCK auf vielen Ebenen Identität und Anziehungskraft fehlen.

Und das sehe ich als bedrohlichstes Problem an. Verein und Fans entfernen sich voreinander. Ob man ein klärendes Gespräch braucht oder nicht, oder ob sowas überhaupt von einer der beiden Seiten gewünscht ist, kann ich nicht beantworten. Wobei z.B. die Fragerunde von dbb mit dem Verein eine Möglichkeit wäre, die Facebook Geschichte aus dem Weg zu räumen. Schnellstmöglich.

Man muss nicht alles Gutheißen was auf dem Berg abgeht- aber hier scheint mittlerweile ein ähnliches Misstrauen Kuntz gegenüber zu herrschen wie damals gegenüber Göbel (was auch gerechtfertigt war). Ich frage mich momentan, was man als Fan tun kann um zu helfen. Kuntz ähnlich wie Göbel abzusägen abzusägen ist für mich keine Alternative. Kuntz ist unsere/meine letzte Hoffnung. Jemand Besseren bekommen wir nicht. Aber was soll man tun? Soll man als Rentner evtl. als ehrenamtlicher Scout anfangen, wie es laut Grünewald wohl schon 3 Leute praktizieren? Soll man nen Brief an Kuntz schreiben; der Fanvertretung beitreten? Oder doch den Aufstand wagen und alles auf gut Glück plattmachen wie’s ein Mac41 vorschlägt?
Momentan ist es für mich als Jüngeren schwierig Argumente für den FCK zu finden. Sportlich gibt’s seit Jahren recht wenige- sowohl vom Ergebnis als auch von der Art des Fußballs her. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, den Verein ähnlich wie Union an die Basis heranzuführen und mit den Fans an Projekten zu arbeiten (siehe Umbau Alte Försterei). DAS wäre mal wieder was einmaliges, mit dem man wuchern könnte. Das könnte ein mögliches Konzept sein. Ob hier der Funke von Vereinsführung oder den Fans selbst kommen muss, weiß ich nicht.

Ich hänge momentan einfach in der Luft, bin hin und hergerissen zwischen Emotion und Rationalismus. Soll man sich noch den Berg hochquälen? Soll man sich einbringen? Einfach rebellieren? Soll ich die Klappe halten, wenn der Mainzer wieder seine Hetzreden schwingt? Dagegen gehen? Obwohl der FCK, seitdem ich hochgehe, nicht die schlechteste Ausgangsposition hat, fand ich es nie schwerer FCK-Fan zu sein als jetzt. Man hat seltsamerweise wenig bis nichts in der Hand um zu argumentieren. Gerade jetzt, wo sich auch die alten Fans langsam verziehen und nichts zurücklassen, an das man anknüpfen und sich orientieren kann.

Werde in der Weihnachtszeit mal in mich gehen und überlegen wie’s weitergeht. Irgendwas muss ich machen um diese Unruhe loszuwerden. Eine Flucht nach vorne ist angesagt. Fragt sich nur wie.
"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
Thoreandon
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Beitrag von Thoreandon »

Wie war das mit der Herzblut Kampagne vor einigen Jahren ?

Mittlerweile haben die Fans soviel Blut gespendet das sie kaum noch laufen können.

Wir sind mittlerweile fast alle so schwach das man gar nicht mehr anderst kann als die Kanüle irgendwann rauszuziehen.

Bei vielen ist dieser Punkt wohl erreicht.

Wir haben genug gespendet.
betzebub65
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Beitrag von betzebub65 »

...alles schon wieder verpufft... ?!?!

Am Anfang der Saison als der FCK auf einem direkten Austiegsplatz stand war überall Euphorie zu spüren.
Die meisten gingen ohne wenn und aber davon aus das
Lautern im nächsten Jahr wieder im Oberhaus spielt.

Die Zeiten der Demütigungen schienen vorbei.
Wohl niemand hätte geglaubt das die Mannschaft das
Jahr so beschissen beendet.Mal wieder ein Schlag in die Fresse der FCK Gemeinde...
Die beiden direkten Aufstiegsplätze sind wohl vergeben.
Kurzum - im nächsten Jahr steigen wir nicht auf- weil-
so wie sich die Mannschaft repräsentiert kaum eine Chance besteht über die Relegation aufzusteigen.
Da braucht sich keiner was vorzumachen oder sich selbst zu belügen.
Ich arbeite selbst in Mainz - glaubt mir - es gibt kaum was schlimmeres als von den Sch... 05ern belächelt oder verarscht zu werden.
Da fragt man sich ob die auf dem Berg nichts zustande bekommen als mit warmen Worten die Meute bei Laune zu halten oder grinsend alles schönredet...
Es ist frustrierend und beschämend wie sich beim Fussball die Entwicklung in unserem Land verändert hat.Das wir die Nummer eins in unserem Land sind spiegelt sich nur in den Köpfen derjeniger wieder die nicht wahrhaben wollen das wir auf Dauer nur noch die 2. Rolle spielen werden.Wir hatten einen grossen Vorsprung zu den Mainzern.Jetzt hinken wir nur noch hinterher.
Und über Jahre Zweitligafussball kann unser Anspruch nicht sein.Über diese Entwicklung soll sich unser Vortand mal Ernsthaft Gedanken machen.Viele Leute sind
einfach nicht mehr bereit einem Verein das Geld in den Rachen zu werfen wo die Weiterentwicklung stagniert oder sogar rückläufig ist.Was erschreckend
ist ist die Tatsache als hätten sich die meisten mit dieser Situation bereits abgefunden und resignieren
was sich bei den Zuschauerzahlen wiederspiegelt.
Wenn ich sehe wieviel Geld man in den letzten Jahren an
Spielern verbraten hat die dann keine Rolle mehr beim FCK gespielt haben frage ich mich was die Scouts für Pfeifen sind.Wir hamn´s ja...

...und ich war mir sicher es geht aufwärts... :cry:
Lieber ne Ratte im Bett als nen 05er im Keller
Ktown2Xberg
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Beitrag von Ktown2Xberg »

Wow, so langsam kriegt diese Diskussion echt einen konstruktiven Dreh.

Danke an Mac, Lautern-Fahne (und viele andere) für ihre tollen, inspirierenden Beiträge.

Und ein dickes Danke an paet_fck dafür, dass er die richtigen Worte gefunden hat, diese Diskussion hier anzustoßen.

Und - last but not least - ein XXL-Danke an Marky, für das Spenden der kleinen Flamme, die hier zwischen den Zeilen zu lodern beginnt.

Es ist unser Spiel...
Zuletzt geändert von Ktown2Xberg am 18.12.2012, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
ezrider

Beitrag von ezrider »

chou hat geschrieben:Ich finde es mehr als beachtlich, dass jemand in den letzten zwei Jahren FCK Fan wurde. Da würden jede Menge anderer Vereine näher liegen. Stehst Du auch sonst auf Schmerzen und Demütigungen? :wink:
Keineswegs. :) Es war immerhin die Saison, die mit dem 7. Platz endete, in der es mich packte. Aber wenn nur der Erfolg zählen würde, müssten wir alle Bayern-Fans sein, also muss es noch andere Begeisterungsfaktoren geben. Tolle Spiele, großartige Stimmung im Stadion durch außergewöhnliche Fans. Eine große Fußballgeschichte. Dass der FCK ein besonderer Verein ist, wusste ich schon vorher und fand es bei meinen ersten Stadionbesuchen nur bestätigt. Und was mich einmal begeistert, lässt mich so schnell nicht mehr los. Schließlich gibt es noch einen pragmatischen Faktor: Die Entfernung zum Stadion. Alternativen wären da für mich, also rein theoretisch, nur Mainz oder Hoffenheim. :lol:

Mensch Leute, der FCK ist ein geiler Verein. Grund genug für viel bessere Stimmung! Ich wünsche allen viel positive Energie fürs nächste Jahr, den Fans und der Mannschaft.

Und keine Schweigeaktionen mehr. "Der FCK auf Sparflamme" heißt der Titel des Artikels. Es wird Kampf und Leidenschaft von der Mannschaft verlangt. Und wie sieht's auf den Rängen aus? Selbst mitspielen können wir nicht, aber 90 Minuten Schweigen auf den Rängen sind keine gute Idee, egal aus welchem Grund. Aber das ist schon genug diskutiert worden.
salamander
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Beitrag von salamander »

YouriDjorkaeff hat geschrieben:Um erfolgreich zu sein, braucht man halt auch ERFOLGSERLEBNISSE!
Erfolgserlebnisse motivieren und schweißen eine Mannschaft zusammen. Leider hatten wir solche Erlebnisse (noch) nicht. :teufel2:
Klar braucht man Erfolgserlebnisse. Vor allem braucht man aber auch ein Ziel und die Aussicht, es zu erreichen. Keiner hat doch Bock auf diese abtörnenden Zweitligaspiele vor leerem Haus gegen destruktive Gegner. Deshalb haben alle gehofft und gebangt, befördert durch die ständig wiederholte offizielle Zielsetzung und die lange Zeit akzeptable Tabellensituation, dass es wieder hoch geht in Liga 1.

Und dann wurde in wenigen Wochen der direkte Wiederaufstieg verspielt (jedenfalls nach menschlichem Ermessen) und was uns bleibt, ist die vage Hoffnung auf Platz 3, wo wir dann auf Gegner wie Hoffenheim oder Nürnberg treffen. Dann da zu verlieren ist ja fast noch bitterer als Platz 4.

Wir haben gerade mal Halbzeit und das Saisonziel ist fast schon weg. Da ist wenig, was Lust macht auf die Rückrunde. Die Spieler reden von Pech, der Trainer redet von Einstellung und der VV möchte mal wieder Spieler-wechsle-Dich spielen mit irgendwelchen Hoffnungsträgern aus unterklassigen Ligen. So richtig heiss macht ads nicht.

Im letzten Jahr in der Pause war die Stimmung auch nicht gut, aber da war Zuversicht und ein erreichbares Ziel. Das ist uns in dieser Winterpause durch den Höhenflug Braunschweigs abhanden gekommen. Hätte sich Braunschweig wie erwartet irgendwo bei Platz 10 eingereiht, dann wäre jetzt noch ein klares Ziel da, man würde zwar auch Kritik üben und unken, aber mit der bangen Hoffnung, das es doch klappt. Aber so?

Und wenn dann noch die Diskussion um das DFL-Papier dazu kommt, da vergeht einem der Fußball eben.
maxsz
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Beitrag von maxsz »

@Laudrer1988 und wkv: wkv, auch wenn du momentan berechtigterweise etwas angriffslustiger als üblich bist, führt ihr beiden glaube ich eine Diskussion auf unterschiedlicher Ebene, da sich - so lese ich es zumindest aus des Beiträgen raus - Laudrer1988 mit dem juristischen Begriff des Vereins vielleicht noch nicht vertraut gemacht hat. Das ist nicht böse gemeint, aber wenns so ist, dann würde es zur Befriedung beitragen, wenn man erläutert, dass WIR als EINGETRAGENER VEREIN - und nicht: AG oder sonst ein wirtschaftlich orientiertes UNTERNEHMEN (nämlich genau das sind wir nicht) - eine Mitgliederversammlung als oberstes Organ haben.

Manchmal sollte man sich das ins Gedächtnis rufen und nicht resignieren: Wir sind die Mitglieder - Wir sind der Verein !

Und natürlich ist auch jeder Nicht-Mitglied-Fan ein elementarer Bestandteil dieses Vereins, nur eben nicht im juristischen Sinne (bitte nicht übel nehmen ;))
Was annerschdwu e Blumevas', des is bei uns e Schobbeglas
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