Ein Frohes Weihnachtsfest auch von mir an alle geneigten Musikliebhaber hier.
Die Advents- und Weihnachtszeit gehört halt zum Leben dazu wie die Roten Teufel vom Betze. Ich bin ja nun beileibe kein fleißiger Kirchgänger mehr, trotzdem machen diese Tage auch für mich weiterhin einen tiefen Sinn. Das Fest gehört zu unserem Kulturkreis, von Portugal bis Polen, von Irland bis Italien, die Protestanten Skandinaviens ebenso wie viele, viele Christen überall in der Welt feiern dieses Fest.
Dabei geht es mir nicht um die transzendentale, die metaphysische Bedeutungshoheit. Ich denke, die verschiedenen Religionen liegen da gar nicht so weit auseinander. Es geht um kulturelle Identität, die das Weihnachtsfest mit sich bringt. Der Geruch von Tannenbaum oder Spekulatius, das Leuchten des Weihnachtsbaums, die Lichter in den Fenstern, in den Straßen, der Klang der Glocken und Glöckchen, die aufgestellten Krippen, die Weihnachtsgeschichten, die Rituale und Symbole in dieser Zeit und natürlich auch die Musik.
Fernhalten kann ich mich bis heute von der Kommerzialisierung der Weihnachtszeit. Die USA haben es geschafft, den Weihnachtskommerz bis ins Letzte hinein perfekt zu organisieren. Das war nie mein Ding, dazu gehört auch der musikalische „Schmalz“. Ich brauche keinen blinkenden Tannenbaum, keine Riesengeschenke, keinen Illuminationswahnsinn, keine Dominosteine und Lebkuchen schon Anfang September bei +25°, schon gar keine geöffneten Geschäfte an einem Tag wie heute: Sonntag + Heiligabend. Wer es am heutigen Tag nötig hat, sich zum Fest noch alles Mögliche besorgen zu müssen, der macht in seinem Leben doch irgendetwas falsch.
Der Baum ist fertig, der kulinarische Plan steht, die Gaben sind schon für später am Tag in Stellung gebracht, und wenn es dann los geht:
es ist wie jedes Jahr, wir feiern Weihnachten.
Weihnachtsmusik aus dem 15ten und 16ten Jahrhundert
Es ist ein Ros entsprungen - und anderes
p.s.:
und nicht vergessen: Lemmy wird heute "72"