indian_summer hat geschrieben:Und dies der zweite, eine der Antworten/Reaktionen stellvertretend zitierend.
Devils-Supporter hat geschrieben:Und wir wären nicht der BETZE, wenn wir jedesmal erst darübernachdenken würden, ob es jetzt fair oder gerecht ist, diesen oder jenen Spieler der gegnerischen Mannschaft auszupfeifen oder nicht!
Darum, den einen oder anderen Spieler der gegnerischen Mannschaft fallweise auszupfeifen, geht es nicht!
Denn hierfür gibt es in der Tat eine ganze Reihe guter Gründe, und zwar mehrheitlich situationsspezifische - oder aber solche, die in der Vergangenheit liegen - Beispiel: Neuville.
Meine Rede hingegen ging über das >voraussetzungslose< Auspfeifen der Gästeelf in ihrer Gesamtheit als eine publikumsseitig herzustellende Rahmenbedingung, welche den Erfolg des FCK herbeiführen helfen soll;
--> hier aktuell unter dem Signet 'HASS' gehandelt und geadelt.
Keine Frage: Dies gelang und gelingt.
Fragwürdig jedoch, ob man sich - also dem Verein, dem FCK, sowie einem selbst als Mensch - damit nicht einen Bärendienst erweist, um nicht zu sagen: sich am Ende in's Knie f***t.
Denn: In den Sechzigern und Siebzigern - Zeiten, die ich aus eigener Anschauung beurteilen kann - mochte solches Verhalten ja noch angehen (auch wenn es schon damals ein, wie man heute sagen würde: Alleinstellungsmerkmal des FCK war [... ich weiß, ich weiß ... e i n Grund, stolz zu sein ...]).
Waren die Schiris damals doch vergleichsweise alte Säcke, deren Sozialisation noch in den Vierzigern und Fünfzigern vonstatten ging. Daß diese ein Fußball - S p i e l durchaus mal mit
Krieg, geführt nur mit anderen Mitteln, verwechselten, milder ausgedrückt: der Ästhetik einer Kneipenschlägerei etwas abgewinnen konnten, und sodann wahlweise dementsprechend pfiffen resp. es unterließen - all das verwunderte einen dann nicht mehr so sehr.
Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Sollte man jedenfalls meinen. Nur hat es sich augen-/ohrenscheinlich wohl noch nicht überall herumgesprochen.
Und so möchte ich, FCK-Patient, Part-Time-Auswärtsfahrer, Familienfriedenriskierer in exile seit 35 Jahren, von den amtierenden Schiris hoffen, daß sie sich von diesem gottlob [sic!] minoritären Getue n i c h t beeinflussen lassen - for the sake of civilisation.
Übrigens: Die aktuelle FCK-Mannschaft macht keineswegs den Eindruck, als sei sie auf solcherart Unterstützung sonderlich angewiesen, gar: erpicht - spielt sie doch offensichtlich einen vom Wesen der Fußballmoderne auf's Trefflichste durchdrungenen Fußball, der heuer auch deshalb so wunderschön zur Entfaltung kommt, weil er zunächst eines zur Voraussetzung hat,
nämlich: R E S P E K T! F ü r den Gegner.
Respekt in einem universellen Sinne, i.e. die Achtung der körperlichen und geistigen Integrität der/des Kontrahenten,
sowie Respekt in einem persönlicheren Sinne, nämlich in der Würdigung ihrer je verschiedenen fußballerischen Besonderheiten.
Noch jedes Interview dieser Saison, ob gedruckt oder gesendet, ob mit Kuntz, Kurz oder Kevin - es kündete davon.
Dies stimmt zuversichtlich dafür, daß wir gerade nicht nur Zeuge dessen sind, wie
a- von einer jungen und überaus symphatischen Mannschaft - fachlich/menschlich betreut von einem im besten
Wortsinne: Fußballlehrer, kaufmännisch abgesichert/in den public relations gesteuert von einem weltgewandten und zugleich bodenständigen Tausendsassa - nun endlich auch in Kaiserslautern
ein zeitgemäßer + zugleich schöner + hinzu noch erfolgreicher, mit einem Wort: ein geiler Fußballstil ins Werk gesetzt wird, sondern wie
b- auch samstags, dann, wenn's die Massen hin zum Betze zieht, in so manchen Blöcken des Fritz-Walter-Stadions eine kulturelle Zeitenwende beginnt dergestalt, daß der Erfolg auf dem Rasen nicht mehr in Zusammenhang mit der Dezibelzahl des
VORRAUSSETZUNGLSLOSEN DAUERGEPFEIFES der Hassfraktion und ihrer Epigonen zu bringen ist.
Diese Mannschaft, da bin ich mir sicher, sie wird den Beweis erbringen.
Den Beweis dafür, daß dies (also a-) ohne die Hassebrüder und ihr unseliges Treiben gelingen und somit (b-) einst Wirklichkeit werden wird.
Jede Wette!