Es wird bald der Punkt erreicht sein, andem mich der ein oder andere als "LDH's Fanboy betitelt"LDH hat geschrieben:Das stimmt, Ausreden gibt es keine mehr. Aber sie werden folgen. Als einfaches Mitglied und als Fan kann man jetzt eh nichts mehr machen außer mit den Füßen abstimmen. Sprich man geht. Nicht mehr ins Stadion oder aus dem Verein raus.
Ich frage mich wie Funkenmariechen, ob ich das noch mit finanzieren will. Emotional ist da ohnehin schon viel verloren gegangen. Seit Freitag noch viel mehr. Bin mir nicht sicher ob ich den FCK noch unterstützen kann so wie er ist. Quasi mit dem einzigen Ziel einem alten Mann doch noch die Entscheidungsmacht zu ermöglichen, der als Funktionär beim FCK krachend gescheitert ist und den Verein an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Der es danach nicht mehr geschafft hat in ein Amt zu kommen oder durch sein Geschrei auf den JHVs auch nur ernst genommen zu werden.
Ich bin auch noch Mitglied in anderen Vereinen mit denen ich eigentlich nichts mehr zu tun habe. Dort zahle ich einfach weiter meinen Beitrag aus Dankbarkeit und alter Verbundenheit. Ob ich das beim FCK, so wie er aktuell ist, noch weiter tun möchte frage ich mich gerade ganz ernsthaft. Ein Austritt würde natürlich nichts ändern. Aber wenn noch mal hunderte Mitglieder davonlaufen, wäre das ein starkes Zeichen.
Seit Freitag ist mir klar, einen Ankerinvestor wird es nicht geben. Das ist völlig unrealistisch. So etwas wäre vllt. in der 1.Bundesliga möglich. Was wiederum mit den aktuell verantwortlichen und der Einmischung der Investoren unmöglich ist. Und selbst in der Champions League könnte ich mir nicht vorstellen, ein seriöser Ankerinvestor würde sein Geld in dieses Konstrukt geben.
Seit Freitag frage ich mich auch, warum man die SPI, der man ja so dankbar ist in den Verein und die KGaA weiterhin investieren lässt obwohl laut Keßler alles auf des Messers Schneide steht aber die Fans nicht. Kann man es einem mündigen Fan/ Mitglied nicht zumuten zu entscheiden ob es in seinen FCK eV investieren möchte anstatt einen weiteren Sitz abzugeben? Kann man es ihnen nicht zumuten in die KGaA zu zahlen auch wenn das Risiko hoch ist, dass die Kohle (erneut) weg ist? Oder will man es nicht? Will man es nicht aufgrund der dadurch zwangsläufig entstehenden Transparenz die dann zum Teil entstehen würde?
Hätten alle, auch die Herren regionalen Investoren, nur das Ziel dem FCK zu helfen und ihn wieder nach oben zu führen, dann dürfte man abseits des sportlichen mMn nur ein Ziel haben. Und das wäre einen Ankerinvestor zu finden! Aktuell sehe ich außer Versprechungen dahingehend nichts. Im Gegenteil, man kündig eine Offensive an. Aber verhindert durch dieses Konstrukt gleichzeitig einen ordentlichen Ankerinvestor zu finden. Man hat ja alle Macht an die SPI abgegeben.
Das Gebolze auf dem Platz ist schwer zu ertragen. Daher wird das einzig spannende in nächster Zeit sein zu sehen ob Herr Koblischek zu seinen (guten) Aussagen steht und öffentlich auf den Tisch haut a la Wilhelm oder ob er innerlich aufkündigen wird.
Von daher bleibt mir nur zu sagen: Der FCK an sich existiert so eigentlich nicht mehr. Es bleibt eine Hülle auf der FCK drauf steht ohne Inhalt.
Und daher macht’s gut. Bleibt tapfer. Und bleibt wachsam.
Vllt. sieht man sich in ein paar Jahren wieder. In die Diskussionen, nachdem 50+1 umgangen wurde schalte ich mich wieder ein.
Aber ganz im Ernst: danke für deine Beiträge! Immer wieder treffend, was du schreibst.
Ich komm online, überlege wie ich mich ausdrücke, lese deine Beiträge und denk mir "jo Pino, Arbeit gespart, LDH hat das was du sagen willst bereits besser formuliert, als du es selbst könntest".
@GT79: "Müde". Genau das ises! Müde und ausgelaugt. Resigniert. Niedergeschlagen. Traurig. Machtlos. Nichtmal mehr wütend, das soll was heißen...
Den Freitag und das von den Mitgliedern beschlossene "weiter so" wird man mal noch eine Weile verdauen müssen.
Man muss nun einfach versuchen zu akzeptieren, dass es für eine große Mehrheit absolut OK ist, was in den vergangenen Monaten verdummbeutelt wurde (einzelne Beispiele aufzuzählen spare ich mir, das wurde alles schon 1000fach geschrieben). Und es scheint für die große Mehrheit auch absolut ok zu sein, dass die SPI uns nun komplett an den Eiern (sorry für die Ausdrucksweise @Thomas!) hat. Es scheint ok zu sein, dass man -entgegen der Ausgliederungsvereinbarungen- nun einfach einen zweiten Beiratssitz verschenkt hat. Es scheint ok zu sein, dass man als Mitglied gnadenlos übergangen wurde.
Und beim niederschreiben dieser Gedanken spüre ich es wieder, dieses Gefühl der Müdigkeit. Resignation. Niedergeschlagenheit.
