swappy123 hat geschrieben:Also für die Aktion zum Erhalt des Stadionnames habe ich keinerlei Verständnis. Natürlich wünscht sich das jeder, aber jeder der ein bischen nachdenkt, weiß auch, dass der Verein sämtliche Einnahmemöglichkeiten ausschöpfen muss und dazu gehört nun einmal den Namen des Stadions unter Umständen zu verkaufen. Lieber mit Fritz-Walter-Stadion in der 2. oder 3. Liga oder mit einer anderen Arena in der Bundesliga? Ich bin ganz eindeutig für die zweite Variante.
Grüße
swappy
P.S: werauchimmer ich gebe Dir zu 100% recht
"Wir machen alles zu Geld, was sich zu Geld machen lässt" ist doch viel zu einfach gedacht. Was man eher bräuchte wäre eine langfristige Strategie, wie man den Verein aufstellen kann, um auch zukünftig möglichst viele Fans und vor allem Sponsoren anzulocken. Es ist nicht mehr so wie früher, dass man nur den SV Waldhof als richtige Konkurrenz weit und breit hat, wobei diese doch nie so wirklich groß war, schließlich sprachen und sprechen die Waldhöfer im Wesentlichen nur ganz bestimmte Gesellschaftsschichten an.
Heutzutage fragt sich ein Sponsor, warum er zum FCK und eben nicht zu Mainz oder Hoffenheim gehen soll, wenn er in dieser Region investieren will. Schließlich sind diese Vereine momentan, so bitter es ist, sportlich und v.a. finanziell stärker aufgestellt als der FCK.
Und fantechnisch haben diese Vereine in unseren Einzugsgebieten viel mehr "gewildert", als es so mancher, der in KL oder westlich davon wohnt, mitbekommen hat.
Wenn wir uns dauerhaft in der Bundesliga halten wollen (und in einer anderen Liga ist der FCK auf Dauer nicht überlebensfähig) müssen wir uns ein ganz spezielles Image aufbauen, dass uns von anderen Vereinen unterscheidet. Da ist harte ehrliche Arbeit wichtig. Eine gute Jugendabteilung, eine gute Scoutingabteilung die immer wieder hungrige, talentierte Spieler ohne großen Namen findet, die auf dem Platz alles geben. Da ist eine große Fankultur wichtig. Vor allem aber Tradition. Nicht nur dass wir sie haben, wir müssen auch mit diesem Image spielen es geschickt einsetzen. Einen Kontrast zum Zeitgeist setzen, mit Geschick so Dinge wie Beständigkeit und Ehrlichkeit in den Vordergrund rücken. Was das besondere Image angeht kann man vielleicht St. Pauli als Beispiel nennen (auch wenn wir nicht DEREN Image haben sollten). In Sachen harte ehrliche und auf lange Sicht angelegte Arbeit wäre vielleicht Werder Bremen ein Beispiel. Nur damit man überhaupt versteht was ich meine.
Und genau deswegen kann es aber auch sinnvoll sein, den Stadionnamen ganz bewusst nicht zu verkaufen bzw. bestimmte Dinge nicht zu tun, die andere Vereine machen. Aber eben nicht aus Sturheit, sondern nur wenn man einen Plan dahinter hat.