! hat geschrieben:Der Aufstiegsmacher hat geschrieben:
Das ist wahr, die Frage ist jedoch, ob der SWR sich bereits so an seinen Hau-Drauf-Kurs gewoehnt hat, dass er in einer Nach-Rombach-Aera und einer eventuellen Nach-Kuntz-Aera die Kurve nicht mehr bekommt, und positive Veraenderungen nicht mehr wahrnimmt.
Selbiges gilt fuer die Rheinpfalz, die wohl die Kurve zu einer ausgewogenen Berichterstattung nicht mehr kriegen wird.
Interessant, was passiert, wenn Kuntz geht bzw. gegangen wird und einer neuer Vorstandsvorsitzender kommt, der eventuell einen Gegenentwurf von Kuntz darstellt und die Arbeit seiner Vorgaenger offenlegt und kritisch analysiert.
Der Spagat zwischen einer "Dolchstoss-Legende" um den "gemeuchelten" Superman Kuntz und der notwendigen Arschkriecherei in den Allerwertesten des Neuen, welche durch finanzieller Abhaengigkeit der Rheinpfalz vom FCK notwendig ist, wird sehr spannend.
Meine Vermutung: Konzok tritt mit Kuntz ab mit dem Statement: "In so einer Welt moechte ich nicht mehr Schreiberling sein!"
finanzielle Abhängigkeit der Rheinpfalz vom FCK? inwiefern?
Zunaechst einmal, die Auflage der Rheinpfalz ging in den letzten Jahren stark zurueck, und der FCK ist das letzte grosse Aushaengeschild der Zeitung. Die jungen Leute und somit potenzielle Neuabonennten interessieren sich kaum fuer Lokaljournalismus, was wiederum das Spezialgebiet der Rheinpfalz darstellt. In Sachen Politik, Weltgeschehen oder Finanzen liest man seit jeher eher andere Blaetter, was heutzutage sehr leicht online moeglich ist. Das einzige Thema, bei dem die Rheinpfalz anderen Zeitungen voraus und naeher dran ist und fuer das sich eben auch junge Leute interessieren, ist der "Betze", der FCK. Es gibt eben viele Sportinteressierte U30er, aber wenig, die wissen wollen, was am Samstag im Kindergarten Gundersweiler los war. Deshalb ist es von groesstem Interesse, die exklusivsten Informationen vom Berg zu bekommen. Voraussetzung dafuer ist eben ein gutes, positives Verhaeltnis zum Berg. Die Rheinpfalz muss bei der FCK-Berichterstattung die Nummer 1 bleiben, sonst gehen die Lichter bald aus. Man ist also bereits hier indirekt finanziell vom FCK abhaengig. Umso positiver man berichtet, desto mehr Leute interessieren sich fuer den FCK. An einem "kaputten" Verein ohne Zukunftsperspektiven wuerden die Leser schnell frustriert die Lust verlieren, falls der FCK das einzige Rheinpfalz-Thema war, das sie interessierte, die Rheinpfalz in der Folge abbestellen. Sowohl die Rheinpfalz auch der FCK haben nicht die besten Zukunftsperspektiven. In Zeiten des modernen Onlinejournalismus ist eine bodenstaendige Lokalzeitung mit wenig reisserischen Ueberschriften dem Untergang geweiht. Da haelt man eben zusammen.
Das bereits Beschriebene spielt eine grosse Rolle, doch wenn du es konkreter willst, lies den folgenden Teil.
http://fck.de/de/1-fc-kaiserslautern/bu ... rtner.html
Die Rheinpfalz ist offiziell Sponsor beim FCK, und zwar im "Betze-Partner"-Paket. Ich zitiere von der verlinkten Seite auf fck.de zur "Betze-Partnerschaft":
"Neben Werbebanden und der Präsenz auf Sponsorenboards sind Partner bei allen Heimspielen mit Anzeigen im Stadionmagazin vertreten. Business Seats und Tickets ermöglichen die Bewirtung von Gästen und die Aktivierung des Sponsorships mit der Schaffung unvergesslicher Erlebnisse für die Kunden der Unternehmen. Die werbliche Einbindung der Partner auf der Internetseite des Vereins, die Teilnahme an Sponsorenevents und die Nutzung der Mannschaft für PR-Aktionen sind weitere Bausteine der Partnerschaft."
Hier ist bereits eine direkte finanzielle Abhaengigkeit vorhanden. Man investiert bares Geld in den FCK, um im Gegenzug einen finanziellen Vorteil durch Praesenz auf Werbebanden, Internetanzeigen auf fck.de und sogenannten PR-Aktionen zu generieren. Hier ist klar:
Umso positiver die Berichterstattung um den FCK, umso groesser die Euphorie, desto mehr Leute gehen ins Stadion bzw. besuchen die Internet-Auftritte des FCK, desto mehr Leute werden auf die Werbeauftritte der Rheinpfalz aufmerksam, desto mehr Geld verdient die Rheinpfalz.
Eine ausgewogene, kritische Berichterstattung ist hier finanziell von klarem Nachteil fuer die Rheinpfalz. In je negativerem Licht der FCK oeffentlich erscheint, desto schlechter steht auch die Rheinpfalz als exklusivem "Betze-Partner" dar.
Eine objektive Berichterstattung waere unter diesen Umstaenden selbstschadend.
Die Rheinpfalz ist also finanziell und imagetechnisch mit dem FCK verknuepft und abhaengig, genau wie der FCK abheangig von der Rheinpfalz ist.