Spiel gedreht: 4:2-Sieg in Fürth
Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt am 16. Spieltag 4:2 gegen die SpVgg Fürth.
Bei klirrender Kälte erwischen die Gastgeber den besseren Start. In der siebten Minute scheitert Robert Zulj nach einem Konter freistehend am überragend reagierenden Marius Müller. Kurz darauf macht es sein Mannschaftskollege Sebastian Freis besser: Spielend leicht dribbelt sich der Fürther durch die FCK-Abwehr und trifft flach zum 1:0 (9.). Die beste Chance zum Ausgleich bietet sich fast im Gegenzug: Alexander Rings Schuss aus 12 Metern wird aber geblockt. Danach neutralisieren sich beide Teams und kommen zu wenig gefährlichen Möglichkeiten, ehe in der 34. Minute erneut Sebastian Freis zur Stelle ist und für die Hausherren auf 2:0 erhöht.
Auch nach dem Seitenwechsel sieht es zunächst so aus, als ob der FCK einen schwarzen Tag erwischt – ehe die Roten Teufel aufdrehen. Den Anfang macht Kacper Przybylko (68.), der sehenswerte den Anschlusstreffer markiert. Wenig später ist es der eingewechselte Tim Heubach, der aus 20 Metern einfach abzieht und den Ausgleich erzielt. Fürth nun völlig von der Rolle taumelt und kassiert nur zwei Minuten später den dritten Gegentreffer, wieder durch Kacper Przybylko (83.). Am Ende ist es Maurice Deville, der kurz vor Schluss den vielumjubelten 4:2-Sieg herstellt.
Der FCK steht damit an diesem Freitagabend auf Rang 8 mit 22 Punkten und erwartet nächste Woche den FC St. Pauli.
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Quelle: Der Betze brennt
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---Update um 21:15 Uhr---
Jubel und Selbstkritik bei den Roten Teufeln
Vier Tore innerhalb von 23 Minuten, das Spiel gedreht und als Sieger vom Platz gegangen: Die Stimmung beim 1. FC Kaiserslautern ist nach der Partie in Fürth bestens. Vor allem der seit längerer Zeit glück- und erfolglose Kacper Przybylko, heute gleich zweifacher Torschütze, gab sich nach dem Spiel erleichtert. „Annehmen, Schießen und nicht überlegen“, erklärte der 22-Jährige den Moment vor dem Anschlusstreffer. Später legte er mit dem Führungstor zum 3:2 nach und hätte sogar nach Vorbereitung von Manfred Osei Kwadwo den vierten FCK-Treffer erzielen können. „Manni hat das gut gemacht. Er hätte ihn direkt querlegen können, dann hätte ich ihn reingemacht. Aber er hat verzögert und dann hat ihn Maurice Deville eben verwertet. Danach waren wir uns sicher, dass hier nichts mehr passiert.“
Ähnlich äußerte sich auch Innenverteidiger Tim Heubach. „Es gibt schlimmere Ausgänge für mich“, erklärte der Verteidiger, der zur Halbzeit beim Stand von 0:2 ins Spiel kam und 45 Minuten später den 4:2-Sieg mit der Mannschaft feierte. Heubach traf sogar per Distanzschuss selbst zum wichtigen 2:2-Ausgleich. „Ich war noch ein bisschen kalt von der Bank, deshalb ist er wahrscheinlich reingegangen“, ergänzte er augenzwinkernd. Gleichzeitig warnt er aber davor, die schlechte erste Halbzeit zu vergessen: „Wir wurden phasenweise vorgeführt. Die Fürther haben uns gut laufen lassen. Das müssen wir ganz klar ansprechen, das dürfen wir auf keinen Fall aus Acht lassen.“
Selbstkritische Töne schlug auch Sascha Mockenhaupt an: „Dass beim 2:0 kein Mensch in der Nähe von Freis steht, das kann einfach nicht sein. Du gehst in die Halbzeit und willst nur irgendwie dein Gesicht wahren.“ Ähnliches sagte auch Konrad Fünfstück, der angesichts von 68% Ballbesitz für die Spielvereinigung zur Pause ordentlich angefressen war. „Da kann ich mich eigentlich nur bei den Fans in der Pfalz und den mitgereisten hier entschuldigen“, erklärte der FCK-Coach und fügt an: „Es gab zur Halbzeit zwei Möglichkeiten: Koffer packen und in die Bus steigen oder endlich mal anfangen sich zu wehren. Das haben wir so auch der Mannschaft mitgeteilt.“
Und die deutlichen Worte kamen an. „Der Trainer hat die richtigen Worte gefunden. Wir dürfen uns nicht abschlachten lassen, wir müssen uns jetzt wehren. Und dann ist der Anschlusstreffer gefallen und wir haben gemerkt, dass hier was geht“, sagte Kacper Przybylko, ehe er lächelnd den Kopf schüttelte. „Ich hab noch nie zwei so kuriose Halbzeiten erlebt wie hier.“
Quelle: Der Betze brennt
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