0:2-Niederlage in Karlsruhe
Der 1. FC Kaiserslautern verliert am zwölften Spieltag gegen den Karlsruher SC 0:2.
Die Pfälzer finden in den ersten Minuten besser in das Derby, können sich allerdings keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Mit der Zeit wird die Partie umkämpfter und zerfahrener. Echte Gefahr auf beiden Seiten gibt es nur nach Standardsituationen. Quasi mit dem Pausenpfiff gehen die Badener dann in Führung: Sascha Mockenhaupt stellt KSC-Stürmer Jimmy Hoffer und zieht ihn leicht an der Hose, weshalb Schiedsrichter Knut Kircher auf Elfmeter entscheidet. Den verwandelt Dimitrij Nazarov sicher im rechten Eck.
Nach der Halbzeitpause baut der KSC seine Führung aus. Grischa Prömel zieht aus 20 Metern ab und lässt Marius Müller keine Chance. Der FCK ist damit geschlagen und nähert sich dem Karlsruher Tor nur noch einmal durch Daniel Halfar gefährlich an (65.). Dessen flacher Distanzschuss geht aber am rechten Torpfosten vorbei.
Die Roten Teufel stehen nach diesem Spieltag mit 15 Punkten auf dem elften Tabellenrang und empfängt am kommenden Freitag Arminia Bielefeld im heimischen Fritz-Walter-Stadion. Vorher reist die Mannschaft von Trainer Konrad Fünfstück am Dienstag zum Pokalspiel nach Bochum.
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Quelle: Der Betze brennt
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------Update um 16:20-----
Halfar: "Wir waren heute einfach schlecht"
Der 1. FC Kaiserslautern hat im Südwest-Derby 0:2 gegen den Karlsruher SC verloren. Eine Niederlage, die nach einer der schlechtesten Saisonleistungen auch in Ordnung geht. „Heute hatten wir es einfach nicht verdient, das muss man ehrlich sagen“, sagte Daniel Halfar nach dem Spiel. „Wir waren heute einfach schlecht.“ Für Frust sorgte das Ergebnis nicht nur in der Mannschaft, sondern natürlich auch bei den rund 4.500 mitgereisten Lautrer Anhängern. „Wir haben die Fans enttäuscht. Deshalb ist es eine Frage des Respekts, dass man nach dem Spiel da hingeht und sich auch mal das eine oder andere Schimpfwort anhört“, erklärte Daniel Halfar.
Klartext wurde allerdings nicht nur auf den Tribünen gesprochen. Auch FCK-Torhüter Marius Müller fand in den Katakomben des Wildparkstadions deutliche Worte: „Es sah scheiße aus, was wir hier abgeliefert haben und das im Derby, in dem es für den ganzen Verein um viel geht. Nicht um die Punkte. Hier geht’s um Stolz und Ehre“, sagte der 21-Jährige sichtlich angefressen. „Dass man so spielt ist Wahnsinn. Ich kann mir nicht erklären, warum wir so auftreten“, harderte Müller weiter. „Ich spiele mein Leben lang beim FCK. Mir bedeutet es verdammt viel, solche Spiele nicht so zu verlieren.“ Angesichts von Platz 11 in der Tabelle forderte Müller außerdem: „Nach vorne brauchen wir gerade nicht mehr schauen.“ Dem stimmt auch Daniel Halfar zu. „Wir müssen uns jetzt nicht nach irgendwas orientieren, sondern Woche für Woche unsere Leistung bringen“, sagte der FCK-Kapitän.
Nach dem Spiel stellte sich auch Sascha Mockenhaupt den Fragen der wartenden Journalisten. Der Innenverteidiger hatte kurz vor der Halbzeit in einem Zweikampf mit Erwin Hoffer den Elfmeter verursacht und damit die Niederlage eingeläutet. „Ich tue mich immer schwer, Entscheidungen der Schiedsrichter zu kritisieren, weil die einen schweren Job haben. Aber für einen Elfmeter war das heute zu wenig“, sagte er zur Schlüsselszene. „Ich führe viele Zweikämpfe auf diese Weise und war schon überrascht, dass er das abpfeift.“ Mockenhaupt wollte den Elfmeterpfiff als Begründung für die Niederlage aber nicht gelten lassen. „Wir haben danach noch viel Zeit das Spiel zu drehen. Insgesamt war das heute von vorne bis hinten zu wenig.“
Dieser Meinung schloss sich auch Konrad Fünfstück an. „Wir sind sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie wir hier heute gespielt haben. Alles was wir uns während der Woche für das Derby vorgenommen hatten,, haben wir leider nicht auf den Platz gebracht“, sagte er FCK-Coach, der dann aber fast schon zweckoptimistisch den Blick nach vorne richtete: „Wir haben keine Zeit jetzt am Boden liegen zu bleiben. Denn am Dienstag haben wir das nächste Spiel im Pokal in Bochum, was auch wieder eine Riesenaufgabe wird. Und da müssen wir ganz anders auftreten, um dort bestehen zu können.“
Quelle: Der Betze brennt
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