In Unterzahl: FCK verliert 0:3 gegen Nürnberg
Der 1. FC Kaiserslautern verliert am achten Spieltag 0:3 gegen den 1. FC Nürnberg im heimischen Fritz-Walter-Stadion.
Die Roten Teufel finden besser ins Spiel und haben nach 15 Minuten durch Daniel Halfar die große Chance zur Führung. Sein Schuss aus gut 15 Metern landet allerdings an der Latte. Drei Minuten später fliegt Patrick Ziegler vom Platz, nachdem er den durchstartenden FCN-Stürmer Guido Burgstaller mit einer Grätsche am Knie trifft. In einer von nun an zerfahrenen Partie sind die dezimierten Lautrer engagiert, kommen selbst zwar zu keiner richtigen Chance mehr, halten aber auch die Gäste bis zur 42. Minute vom eigenen Kasten fern. Dann allerdings verliert Kacper Przybylko seinen Gegenspieler Even Hovland bei einem Eckball aus den Augen, der daraufhin das Führungstor für die Gäste köpft.
Neun Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhen die Franken auf 0:2. Eine Flanke von Guido Burgstaller köpft Alessandro Schöpf vorbei am chancenlosen Marius Müller ins Tor. Nürnberg lässt nun den Ball durch die eigenen Reihen laufen und trifft in der 60. Minute zum 0:3 durch Guido Burgstaller, der wieder bei einem Eckball seinem Gegenspieler Kacper Przybylko enteilt. Danach tut sich bis zum Achlusspfiff nur noch wenig, ehe Schiedsrichter René Rohde das Spiel abpfeift.
Der 1. FC Kaiserslautern steht nach diesem Spieltag mit 9 Punkten mindestens bis morgen auf Tabellenrang 12 und tritt schon am Freitag beim Tabellenführer Bochum an.
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Zur Spielerbenotung: 1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg
Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung: 22. September 2015: 21:33 Uhr
Runjaic: "Die Verantwortung übernimmt der Trainer"
Der Schock nach der 0:3-Heimpleite gegen Nürnberg sitzt beim 1. FC Kaiserslautern tief. Auch Kosta Runjaic wollte nach dem Spiel keine Ausreden finden. "Es lag heute nicht am Schiedsrichter, sondern an uns", sagte der FCK-Trainer und fügte bemerkenswert deutlich an: "Die Verantwortung dafür übernimmt der Trainer." Vor allem bezog sich Runjaic auf die beiden Tore nach Standardsituationen: "Fehler passieren auch auf diesem Niveau. Wir haben bei den Standardsituationen gepennt. Wir haben die Zuteilung vor dem Spiel definiert. Und wir haben die Zuteilung auch nochmal in der Halbzeitpause neu definiert", sagte er und stellte dieser Analyse noch einmal voran: "Ich habe die Verantwortung."
Auf die Frage, welche Konsequenzen die dritte Niederlage im vierten Spiel haben könnte, antwortete der seit September 2013 amtierende Coach: "Es geht momentan nicht um Konsequenzen. Es geht immer um den 1. FC Kaiserslautern und die Gesamtsituation." Raum für Spekulationen hinterließ aber vor allem sein Schlussstatement: "Ich kann jetzt kurz nach dem Spiel kein Fazit ziehen. Lassen Sie uns eine Nacht drüber schlafen oder vielleicht setzen wir uns auch heute Abend noch zusammen und dann können wir darüber sprechen, was das Beste für den 1. FC Kaiserslautern ist."
Rückendeckung bekam Runjaic indes von seinem Kapitän Chris Löwe: "Wir brauchen weder über den Trainer, noch über den Sportdirektor, noch über einen Vorstand reden. Wir sind die 11 bzw. 14, die am Ende auf dem Platz stehen", sagte der Linksverteidiger und ergänzte: "Glauben Sie mir eines: Der Trainer bereit uns akribisch vor. Aber wenn wir es dann auf dem Platz nicht umsetzen, bei Standardsituationen pennen - wer trägt dann die Schuld?"
Ähnlich selbstkritisch äußerte sich auch Marius Müller: "Wir müssen uns einfach jetzt mal fragen, ob wir alle mit dem Kopf immer auf dem Platz sind." Der Keeper wollte auch keine Ausreden wie die rote Karte gelten lassen: "Generell haben wir drei Tore zu einfach bekommen. Wir müssen von jetzt an mit der Einstellung ins Spiel gehen, jedes Ding gewinnen zu wollen."
Für morgen Vormittag ist ein Mannschaftstraining angesetzt, denn schon am Freitag tritt der FCK beim Tabellenführer Bochum an. Bis dahin könnten es stürmische Tage auf dem Betzenberg werden.
Quelle: Der Betze brennt