mipa hat geschrieben:...vielleicht wird uns jetzt erst bewusst was da zwischwen 1998 und 2003 verbockt wurde.
so etwas bügelt man nicht in 1-2 jahren aus und man steht wieder da wo man vorher war und spielt um meisterschaften. so etwas dauert zig jahre um wieder den alten stand zu haben während sich andere auch weiterentwicklen, mainz wurde genannt.
Jammerei und Legendenbildung!
Der große Unterschied ist, die Borussia wird seit 2004 von einem wirtschaftlich orientierten und hochkompetenten Präsidenten Rolf Königs geführt. In diesem Bereich ist die Borussia wirklich top, auch die Entscheidung nicht WM Arena zu werden, hat der Borussia nicht geschadet, im Gegenteil, so konnte das Stadion weitaus pragmatischer und auf Vereinsbedürfnisse, insbesondere preiswerter gestaltet werden. Sicher hat dabei auch geholfen, dass es auf der grünen Wiese gebaut wurde und dass das Land NRW großzügig bürgte, aber die Finanzierung war ursprünglich sehr ähnlich der des FWS.
Königs hat allerdings insbesondere in seiner Anfangszeit viele sonderbare Personalentscheidungen im sportlichen Bereich getroffen, auch bedingt durch den besonderen Gladbacher Klüngel. Seit er damit brach, geht es aufwärts.
-De Versuch von Effenberg sich wieder zu installieren, war auch so ein Versuch diesen Klüngel wieder in Position zu bringen.-
Da geht es natürlich auch um wirtschaftliche Interessen, denn rund um die Borussia ist auch viel Geld zu verdienen.
Glücklich war sicher die Entscheidung für Eberl, der sich vom Praktikantenimage eines Elton langsam löste und nach einer gewissen Lernkurve heute ein anerkannter Sportdirektor ist. Der zweite Erfolgsfaktor ist Lucien Favre und seine langfristige unaufgeregte Arbeit, die schnell wieder in die Bundesliga führte und eine ganz andere Dimension von Transferergebnissen brachte als dies in der zweiten Liga möglich ist.
Bei Stefan im Gegenzug ist es leider umgekehrt, nach einem Erfolg im wirtschaftlichen Bereich, auch bedingt durch den Sanierungskurs unter Ohlinger, und dem Erfolg des Wiederaufstiegs, gelang es leider nicht den Verein wirtschaftlich und sportlich zu konsolidieren.
Anerkennenswerte Initiativen und Projekte, wie die Betzeanleihe, der Rückkauf des Fröhnerhofs oder auch die notwendige Umgestaltung des Mietvertrages werden leider immer wieder durch handwerkliche Fehler und die fragile Finanzsituation torpediert und das rare Geld versickert effektlos.
Der erneut verpasste Aufstieg - den man ja garnicht wollte - tut dazu ein Übriges.
Solange es aber noch irgendwie geht, solange die Karre nicht endgültig vor die Wand gefahren wird, solange es gelingt sich irgendwie durchzuwurschteln und die Finanzlücke zum wiederholten Maße durch Abgabe von Spielern zu schließen, die man eigentlich für einen kontinuierlichen Aufbau gebraucht hätte, solange wird es Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzenden geben.
Stefan ist für den FCK alternativlos, der FCK für Stefan aber auch.
