debele hat geschrieben:Wenn Ich schon wieder lese " wir spielen mit diesem Kader gegen den Abstieg und der Trainer kann eh nix " Denkt an letzte Saison da war es Genau so Trainer schlecht Mannschaft schlecht , und dann heißt es von den selben Nörglern plötzlich Top Trainer klasse Mannschaft , bis 4 Tage vor Schluss und alles war schlecht in erster Linie der Trainer , Schuld am Nichtaufstieg ist GANZ ALLEIN DIE MANNSCHAFT FERTIG

So einfach ist das nicht!
Deiner Meinung kann nur jemand sein, der nie selbst Fußball gespielt hat oder den FCK-Fußball erst nach 1998 verfolgt. Am Erhalt der Liga und an dem Meisterschaften hatten jeweils die Trainer entscheidenden Anteil (Lorant, Ribbeck, Feldkamp, Rehagel). Du würdest Dich wundern, was ein Trainer aus Spielern und einer Mannschaft machen kann.
Und Runjaic hatte im Vergleich zu den anderen Zweitligisten sehr gutes "Spielematerial". Der "Pädagoge" Runjaic hat nicht nur keine Spieler entwickelt, die was geworden sind, waren schon vor seinem Eingreifen entwickelt, ihre Chance haben die nur aus Not bekommen,sondern vielversprechende Spieler zurückentwickelt und demotiviert. Ganz zu Schweigen davon, daß der große "Taktikfuchs" mit seinen vielen Umstellungen nie eine eingespielte Mannschaft hervorbringen wird.
Aber am Nichtaufstieg trägt Runjaic nicht die alleinige Schuld. Die halbherzige Vereinsführung mit ihrer Politik hat großen Anteil. Es sieht jedenfalls so aus, daß in der Endphase der letzten Saison Berater erheblichen Einfluß auf einzelne Spieler genommen haben. Nach meiner Meinung mit Wissen und Duldung der Vereinsführung.
So beginnt wieder das Spiel: Viel Wechselei, an jedem Transfer ist viel Geld für Berater und deren Erkenntlichkeiten für die jeweils Vertragsbeteiligten zu verdienen, mit den offiziellen Erlösen für den Verein werden die Vorstandgehälter und die Verwaltungsausgaben stabil gehalten und am eigentlichen Produktiven, dem Spielbetrieb, wird gespart. Das ist der Hintergrund für Schupps Aussage "ein Teil des Transfererlöses...".
Übrigens:
Mainz ist erst kurze Zeit in der 1. Liga. Die haben in dieser Zeit mehr Transfererlös kreiert durch Spielerentwicklungen und sogar Trainer herausgebracht wie der FCK in seiner ganzen über 40-jährigen Erstligazeit mit allen Meisterschaften, selbst wenn man die Mainzer Erlöse abzinst.
Woran das wohl liegen mag?
Eine mögliche Antwort könnte die Regel sein, daß gute Fußballspieler meist weniger von Fußball verstehen bzw. ihn bewußt theoretisch verarbeitet haben wie Nicht-Profifußballer (Ausnahme Runjaic), und daß sie von Geschäft mehr verstehen, weil sie sich in den Jahren, wo die guten Spieler nur grünen Rasen egsehen haben, sich ausgebildet, manche sogar gebildet haben. Mit Ausnahme von Schupp werden diese Tatsachen beim FCK und im Vergleich zu Mainz besonders beweiskräftig.
