"Jetzt geht es richtig los!"
Lukas Görtler wird ein roter Teufel
Am gestrigen Dienstag, einen Tag nach seinem 21. Geburtstag unterzeichnete Lukas Görtler einen bis 2018 datierten Profivertrag beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff.info sprach exklusiv mit dem Vollblutstürmer über seine neue Herausforderung, den kometenhaften Aufstieg und die Erwartungen an die Bastion Betzenberg…
Herr Görtler, am heutigen Dienstag haben Sie Ihren ersten Profivertrag beim 1. FC Kaiserslautern unterschrieben. Wie lief der Wechsel ab?
Lukas Görtler: Sportdirektor Markus Schupp hat mich seit beinahe einem halben Jahr immer wieder beobachtet. Wir standen daher schon in Kontakt und nun hat sich der Transfer ergeben, weil ich auch den nächsten Schritt gehen wollte. Kaiserslautern sehe ich als großen Traditionsverein und es ist eine Ehre für mich, dort zu spielen.
Was gab für Sie letztlich den Ausschlag für den Zweitligisten und gegen ein weiteres Engagement beim Rekordmeister?
Lukas Görtler: Im letzten halben Jahr habe ich für mich selbst nach drei Jahren in der Regionalliga gemerkt, dass ich den nächsten Schritt gehen muss. Beim FC Bayern muss man realistisch sein und feststellen, dass die Chancen auf Einsätze in der Bundesliga eher gering sind. Für mich kommt die 2. Liga jetzt genau richtig, um eine neue Herausforderung anzunehmen.
Stand denn ein Ausleihgeschäft im Raum, so dass Sie weiterhin an den FC Bayern gebunden wären?
Lukas Görtler: Nein, das war kein Thema. Ich hatte ohnehin nur noch ein Jahr Vertrag in München. Ein Ausleihgeschäft wäre also nur dann sinnvoll gewesen, wenn ich meinen Vertrag dort verlängert hätte.
Nicht erst nach Ihren 18 Bundesliga-Minuten gegen Bayer 04 Leverkusen dürfte es auch andere Angebote gegeben haben…
Lukas Görtler: Es gab in der Tat Interessenten und auch gute Alternativen aus dem Ausland, der 2. Liga und sogar der Bundesliga. Aber die beste Perspektive sehe ich momentan beim FCK und ich denke, dass ich da alles richtig mache!
Wenn Sie das letzte Jahr Revue passieren lassen: Bamberg, Bayern, Betze! Was kommt Ihnen da in den Sinn?
Lukas Görtler: Es ist unglaublich. Da fehlen mir selbst fast die Worte. Vor einem Jahr und einem Monat war ich noch auf der Arbeit im Büro gesessen. Auf einmal spiele ich beim FC Bayern, schieße im Derby das goldene Tor, spiele in der Bundesliga mit Weltmeistern unter Pep Guardiola und bin faktisch Deutscher Meister. Für manche mag mein Wechsel vielleicht schwer nachvollziehbar sein, aber wenn man es richtig betrachtet wechsele ich von der vierten in die 2. Liga – das ist ein Riesensprung. Aber jetzt bin ich Fußballprofi. Jetzt geht es richtig los! (...)
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