@ Wolfgang Stark
Ich denke, dass uns Wolfgang Stark generell nicht gut gesonnen ist. Was wohl auch schon vor der Saison 2011/2012 öfters der Fall war. Für den 1.FCK war die Saison 2011/2012 das bekanntlich schwere zweite Jahr 1.Liga nach der Euphorie des Aufstiegs 2010/2011.
Sehr stark geblendet vom 7.Tabellenplatz, musste man in der Offensive dann doch einen gewaltigen qualitativen Umbruch vollziehen. Schon vor der Saison galt es den Wechsel von Lakic, Moravek, Ilicevic und Hoffer adäquat zu ersetzen. Speziell die Vorlagen von Christian Tiffert auf Lakic wurden schmerzlich vermisst. Im letzten Jahr noch bester oder zweitbester Vorlagengeber, wollte Tiffert eine ähnliche starke Saison nicht gelingen. Das Mittelfeld und die Offensive hatte an Qualität verloren – aber auch die Automatismen und Laufwege, welche man sich in der 2.Liga mit Marco Kurz erarbeitete. Extraeinheiten noch während der Zweitligazeit waren keine Seltenheit.
Am 20.Spieltag hatte man im heimischen Fritz-Walter-Stadion die Chance gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten FC aus Köln nach Punkten gleichzuziehen. Statt mit 18 Punkten auf Platz 16, hätte man mit 21 Punkten den 14ten Tabellenplatz erreichen können. Gegen einen unmittelbaren Konkurrenten ein 6-Punkte-Spiel gewinnen können. Davor hätte man beim FC Augsburg in der letzten Minute noch einen Elfmeter bekommen können und somit einen Big Point setzen können. Wäre somit gar bei 23 Punkten(!) auf Platz 9 in einer (vor-) entscheidenden Saisonphase gewesen. In einer Phase in der man nicht gezwungen ist das Spiel zu machen und ähnlich wie es diese Saison Mainz mit Okazaki vormachte: von der (Handlungs-)Schnelligkeit z.B. eines Spielers zu profitieren.
Es kam letztlich anders als erwartet. Ohne Lukas Podolski (!) konnte der FC Köln das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden
Übrigens bekam Wolfgang Stark die Kicker-Note 2:
http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... ln-16.html
Für eine gelb-rote Karte nach nur 40 Minuten (!) an Borysiuk. Für einen ausländischen Spieler der quasi sein erstes Spiel(!) für den 1.FCK absolvierte. Bundesligaluft schnupperte. Mancher Schiedsrichter pfeift keine Karte! Mancher Schiedsrichter ermahnt den Kölner Spieler ob der begleiteten Schauspieleinlage! Nebst der Schwächung im Spiel, konnte Borysiuk seine Stärken im Verlauf der Saison nicht zeigen. Verständlich wenn man im ersten Spiel in einem fremden Land, mit Kommunikationsproblemen, gleich die gelb-rote Karte bekommt. Irgendwie nagt diese Szene am Spieler. Die investierten 2 Millionen € sollten sich als Fehlinvestition niederschlagen, obwohl Borysiuk sein Potential später andeuteten konnte.
In der Regel gleichen sich die Fehlentscheidungen innerhalb einer Saison aus. Im ersten Spiel hätte man Borysiuk auf die Schiedsrichterperson Wolfgang Stark mit einer „FCK-Vita“ hinweisen können, auch wenn in dieser Szene jegliches Gespür für Fairplay seitens des Schiedsrichters nicht vorhanden war!
Der Abstieg mit nur 23 Punkten ging/geht in die FCK-Geschichte ein. Ein dickes Ausrufezeichen.
@ Innerer (und äußerer Widerstand): Eine Frage der Mentalität?
Vielleicht ein bisserl vergleichbar: Das Erringen des Abiturs. In Zeiten ohne Google. Ohne Smartphone. Ohne Brockhaus. Ohne bildungsnahen Elternhaushalt. Speziell bei den Fremdsprachen ist es ein Unterschied ob man von den Vorkenntnissen der Eltern zehren kann und Lernstrategien oder Tipps aufnehmen kann. Oder auf sich alleine gestellt ist. Und auch im Fach Mathematik z.B. brütete man zuhause vielleicht länger an einer brisanten Stelle.
Mit den schweren Lasten einer Oma konfrontiert, die immerhin noch das Bundesverdienstkreuz bekam. Jeder, der Oma oder Opa geworden ist, weiß wohl zu schätzen, welche Freude ein Kind auslösen kann im harten Alltag. Vor dem Hintergrund habe ich schon als ganz kleiner Bub härter als gleichaltrige Buben „arbeiten“ müssen. Die konnten mit Gleichaltrigen toben und raufen. Selbst warst irritiert ob und wann man laut sein durfte. Speziell im Kindergarten kommt man in die Verhaltenskrise. Ich würde es mal als sozialer Kindheitsstress bezeichnen. O.K. ich gebs holt zu: Hob I damals quasi schwarz gearbeitet!
Einmal nahe dran an einer Prügelei im jugendlichen Alter, wobei der Gegenpart sanft auf dem harten Asphalt gelandet ist ohne Prellungen, Schwellungen und Blutvergießen. Im Rückblick hätte ich es aber nicht nochmal gemacht.
@ Frauenfeindlichkeit („Frauen und Fußball“), forale Schwulenfeindlichkeit („Schwule und Fußball“) und angebliche Hoffenheimkleinkinderkundenerschrecker, kurz: HKKKE („Hoffenheim und Fußball“)
Das Thema Frauen und Fußball haben wir mit Bibiana wohl gründlich erörtert. Zumindest der Vorstandsvorsitzende nach unserem Halbfinallos noch in Leverkusen. Immerhin darf die TuS Niederkirchen (
http://de.wikipedia.org/wiki/1._FFC_08_Niederkirchen) ihre Eigenständigkeit und Tradition weiterführen, ohne dass wir sie „aufkaufen“ wollen. Gönnst holt dem armen Ferdinand Piech von VW noch einen großen Pokalsieg. Wenn nicht bei den Herren, dann bei den Damen. Oder doch bei beiden? Interessiert mich nicht!
Nach der foralen Schwulenfeindlichkeitsdebatte schickt uns der DFB Markus Stark. Ob da ein kausaler Zusammenhang besteht? Es hätte noch viel schlimmer kommen können: Söder, der wos die Pfalz den Bayern einverleiben mog. Gleiche Statur. Gleicher Vorname.
HKKKE betrifft die Phase nach unserem Hinspiel in Sinsheim wo unsere Buben angeblich einen Vater mit zwei Kindern als Hoffenheim-Schweinderl tituliert haben (könnten)?! In Begleitung mit der Klassenerhaltseuphorie war die SAP-Belegschaft wohl darauf aus hier foralen Stunk zu betreiben. Da es Leute gibt, die nicht bezahlt werden, auch keine allumfassende Informationen besitzen, war der Fokus natürlich auf das Rückspiel gerichtet. Gegen die TSG Hoffenheim war die Zeit für ein großes Relegationsrückspiel im Fritz-Walter-Stadion bereitet. Flutlicht. Ausverkaufter Betzenberg. Gar die Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim hätte man im Hinspiel wohl mit mindestens 15.000 Pfälzern füllen können. So galt es nach dem Hinspiel ein 1:3 wettzumachen. Und es gab sie: Die Szene, welche zum 2:1 geführt hätte.
Fazit: Und gar die Kölner konnten mit dem Sieg auf dem Betze nichts anfangen, weil der Geißbock mit uns abstieg. Auch wenn die pfälzische Abstiegstrauer überwog, gar vor der Enttäuschung und der Wut gegenüber der eigenen Mannschaft.
In der Regel hat man die Chance sich gegen die Willkür der Schiedsrichterleistung so ein bisserl zu wehren. Auf sportlichem Wege! So auch in der darauffolgenden Saison wo man trotz (!) Wolfgang Stark in Köln noch punkten konnte. Kurz vor Schluss!