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Pro e.V.: Erstes Treffen von „FCK - e.wig V.ereint“ (e.wig V.ereint)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Wenn dem so wäre, müsste dies nicht unbedingt die schlechteste Lösung sein.
Wobei ich mir aber immer noch nicht im Klaren darüber bin ob die kolportierten Beweggründe dieses Herrn auch die tatsächlichen sind. Lassen wir uns überraschen. So - oder so.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Bisher hat man da ja noch nicht viel gesehen und gehört, wedervom Sponsorenvertreter, noch von dem der sportlich interessierten Managementstudenten.
Hasta la Victoria - siempre!
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Argumente für den "e. V." sind das bisher jedenfalls nicht!

Das ist bisher einfach nur NICHTS!

NICHTS außer ekelhaftes gebashe gegenüber Obrigkeiten wie unsere Vereinführung!

Sau geil, solche Fans braucht ein Verein wie der FCK am dringendsten!
:nachdenklich:
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Hans-Peter Brehme
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Beitrag von Hans-Peter Brehme »

WernerL hat geschrieben:(...) gegenüber Obrigkeiten wie unsere Vereinführung (...)
Obrigkeit - wie geil ist das denn?!?
"Go to where the puck is going to be!" (Wayne Gretzky)
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Der gute WernerL hat halt das verstanden, was dir Barawer abgeht. Die Subordination. :p
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Benutzernamen
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Beitrag von Benutzernamen »

FCK58 hat geschrieben:Wenn dem so wäre, müsste dies nicht unbedingt die schlechteste Lösung sein.
Wobei ich mir aber immer noch nicht im Klaren darüber bin ob die kolportierten Beweggründe dieses Herrn auch die tatsächlichen sind. Lassen wir uns überraschen. So - oder so.

"Es ist unfair, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen." :)

Der blonde Engel ist da, Aufsicht zu führen. Und das macht er auch.

Wenngleich nicht unbedingt aus der Position heraus, für die er vom Stimmvolk gewählt wurde.
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Obrigkeiten wie unsere Vereinführung!

Treffend ausgedrückt!
Ausgliederung als Bestandsgarantie für eine Vereinsoligarchie, die sich langfristig ihre Pfründe sichern will.
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bene667
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Beitrag von bene667 »

Vielleicht würde es Sinn machen, mal wieder auf die Sachebene zurückzukehren?
Wie sieht es mit den angebliche Steuernachteilen eines e.V aus? Kann mir da einer etwas dazu sagen? Hat man bei einer AG tatsächlich Steuervorteile?
Ich kenne mich auf dem Gebiet nicht aus.

Überhaupt wäre es super, wenn man hier eine Pro/ Contra Liste aufführen könnte, anstatt sich gegenseitig anzufeinden. Mich interessiert die Thematik, ich steige aber schnell aus, wenn es hier auf dem Niveau so weitergeht.
Da kommt sowohl von Werner L als auch von Mac und Fck58 recht wenig..
"Es gab schon viele Weltmeister, die später Alkoholiker wurden. Aber ich bin der erste Alkoholiker, der Weltmeister wurde."
Eckhardt Dagge, Superweltergewichts-Weltmeister 1976

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Beitrag von FCK58 »

Schau einfach mal in den vorangegangenen threads zu diesem Thema nach. Es gibt nämlich bereits hervorragende Sachbeiträge. Gerade von Mac41 oder JochenG um nur mal 2 Schreiber herauszupicken. Eigentlich hat sich die komplette "BWL- Fraktion" schon ausführlichst - und vor allem nachvollziehbar - zu diesem Thema geäussert.
Vergleichbare Darstellungen findest du übrigens weder von der "pro-Ausgliederungsfraktion" und schon gar nicht von der Vereinsspitze. Außer den Schlagworten "Finanzamt" und "wirtschaftlich benachteiligte Region KL" ist da Argumentationsstille.
Und ob du einen WernerL mit einer fünften, sechsten oder gar hundertsten Erläuterung zu diesem Thema überzeugen kannst, dass wage ich doch schwer zu bezweifeln.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

@bene

Guter Einwurf. Danke.

Auf der einen Seite finde ich es klasse, daß sich Leute in ihrer Freizeit mit dem Thema auseinandersetzen und die positiven Elemente des „eingetragenen Vereins“ herausarbeiten. In ähnlicher Weise machen das die Befürworter einer Veränderung (egal wie die dann am Ende aussehen soll) ja auch. Denjenigen Mitgliedern, die sich nicht bis ins Detail mit solchen Fragen auseinander setzen wollen, Argumente an die Hand zu geben - das ist die Basis der Debatte.

Was ich aber befürchte ist die von beiden Seiten vorangetriebene Ideologisierung. Ich kann mich (momentan noch) nicht auf die eine oder andere Seite schlagen, da mir die bisher bekannten Fakten, die uns von der Jahreshauptversammlung, Fan-Sitzungen und aus Zeitungsinterviews bekannt sind bei weitem nicht ausreichen um mir ein Bild zu machen.

Natürlich hört sich "Traditionsverein 1.FC Kaiserslautern" authentischer an als "1.FC Kaiserslautern AG" - aber soll es überhaupt eine AG werden? Oder doch eine GmbH? Oder was ganz anderes? Und wenn nicht die Profiabteilung ausgegliedert werden soll, was den dann?

Ist ein Bekenntnis zum 1. FC Kaiserslautern e.V. in seiner jetzigen Rechtsform zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt von Vorteil? Oder schlau? Außer um in einer "politischen" bzw "ideologischen" Debatte eine Maximalforderung zu stellen.

Und um welche Vorteile reden "die anderen"? Einmaliger Steuervorteil vom Betrag X? Oder jährliches Einsparpotential Y? Wären diese Beträge umgerechnet für das einzelne Mitglied so lukrativ, daß man die Struktur nachhaltig verändern sollte? Oder könnte man diese Beträge durch Einmalzahlung / Spende kompensieren? Die Fananleihe war in sehr kurzer Zeit gezeichnet d.h. "man" ist bereit, dem FCK auch außer der Reihe zu helfen, wenn nötig - da kann sich "der Verein" drauf verlassen.

Klar ist, die Tendenz geht hin zur "Professionalisierung" und "Kapitalisierung". Aber noch gibt es sie, die e.Vs im Profigeschäft. Wie lange noch werden die sich halten?
Oderint, dum metuant
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der pessimist
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Beitrag von der pessimist »

@daachdieb
Schön daß sich jemand aus dem „Gedankengefängnis“ befreit hat und aufzeigt, daß es nicht nur schwarz oder weiß gibt sondern vielleicht noch andere Möglichkeiten.
Ich bin auch der Meinung, dass die Fananleihe aufgezeigt hat welches Potenzial an Unterstützung bei Mitgliedern und Fans (noch) vorhanden ist. Die angeblichen finanziellen Vorteile einer Ausgliederung müssen genau beziffert werden. Es muss wie man so schön sagt ein „business case „ erstellt werden der transparent ist, für die Mitglieder zugänglich ist und alle durch die Ausgliederung verursachten Kosten und Erträge beinhaltet. Nur so werden die Mitglieder überhaupt in die Lage versetzt eine Entscheidung zu treffen. Phrasendrescherei und Schönrechnerei wie vorteilhaft die Ausgliederung für die Gewinnung potenzieller Investoren ist reicht nicht aus.
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Mitglieder und Fans eine eigene finanzielle Beteiligung (die die finanziellen Nachteile des e.V. ausgleicht) der Ausgliederung und damit dem Verzicht auf ihr Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen vorziehen.
Was man m.E. auch bedenken muss ist der Zeitpunkt der geplanten Ausgliederung und Beteiligung von Investoren. Wer verkauft denn ohne Not Anteile an Investoren wenn der Wert des Unternehmens gerade am Boden ist und verzichtet gleichzeitig auf die noch vorhandene Bereitschaft der Mitglieder und Fans zur finanziellen Unterstützung? Die über lange Zeit erfolglose Suche nach einem Hauptsponsor sagt doch sehr viel über den aktuellen Wert des FCK für Sponsoren bzw. Investoren aus.
Durch eine finanzielle Beteiligung der Mitglieder könnte man Zeit gewinnen, den Wert des Vereins steigern und wenn es dann tatsächlich unvermeidlich ist zu einem späteren Zeitpunkt aus einer stärkeren Position Anteile zu einem höheren Preis an Investoren verkaufen.
FCK-positiv
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Beitrag von FCK-positiv »

bene667 hat geschrieben:Vielleicht würde es Sinn machen, mal wieder auf die Sachebene zurückzukehren?
Wie sieht es mit den angebliche Steuernachteilen eines e.V aus? Kann mir da einer etwas dazu sagen? Hat man bei einer AG tatsächlich Steuervorteile?
Ich kenne mich auf dem Gebiet nicht aus.
ich hatte schon im ersten thread dieses Handbuch:

http://www.unsere-kurve.de/cms/media/UK ... _Kurve.pdf

gepostet, da es einen, wie ich finde relativ objektiven ersten Überblick verschafft. Auch zum Beispiel, warum die 50+1 Regel geschaffen wurde und seit einigen Jahren aber Stück für Stück ausgehöhlt wird.

Grundsätzlich geht es um Interessen. Die Vertreter der Vereinsphilosophie wollen dabei sein, die Obrigkeiten :wink: wollen das nicht. Fans sind einfach schwierig. Sie sprechen selten mit einer Stimme, wollen aber überall mitreden und Auskünfte und Erklärungen und wissen immer alles besser. Das ist unbequem und ineffizient. Für mich ist es aber genau das was Fußball so großartig macht. Sonst gehe ich zum Profi-Eishockey, -Volleyball oder -Basketball.

Wollen wir die Möglichkeit aufrecht erhalten im Profifußball mitbestimmen zu können wenn es darauf ankommt oder wollen wir Konsumenten eines Produktes sein?

Und ein bisi polemisch - es geht nicht um Steuervorteile, sondern Steuerungsvorteile.
Ein Fußballverein ist kein Investitionsobjekt!
pfuideiwel

Beitrag von pfuideiwel »

Machen wir uns doch nichts vor, wenn die „Obrigkeit" will und sich nicht ganz unglücklich anstellt, kann und wird sie die Profiabteilung, wann immer sie möchte, ausgliedern. Denn, das oberste Vereinsorgan, die Mitgliederversammlung, ist und bleibt eine „Massenveranstaltung“. Die Stimmen werden nicht gewogen, sondern gezählt.

Fraglich ist allein, ob Kaiserslautern als Standort für ein modernes Profiunternehmen in Sachen Fußball erste Wahl sein wird.

Für "Vereinsromantiker" wird der :doppelhalter: immer erste Wahl bleiben.
WernerL
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Beitrag von WernerL »

bene667 hat geschrieben:Vielleicht würde es Sinn machen, mal wieder auf die Sachebene zurückzukehren?

Da kommt sowohl von Werner L als auch von Mac und Fck58 recht wenig..

naja ich habe zuvor bereits ausführlich geschrieben wie die Dinge liegen!

Letzlich geht es mir darum, dass wir uns nicht ständig in die eigene Tasche lügen sollten!
Was wir tun! Wir Deutsche viel zu häufug aber eben auch Fangruppen wenn es um eine Ausgliederung geht!

Ich halte diese Dekweisen die wir auch hier an den Tag legen für regelrecht DUMM!

Ich habe mir auch die Mühe gemacht das Pamphlet "Mein verein - Perfekter Verein" zu lesen!
Da steht immerhin auch drin wie Fans bzgl. Ausgliederung mitzunehmen sind!

Im Grunde arbeitet man also auch hier an der selben Baustelle, Ausgliederung!

Lest bitte mal folgenden Artikel, der meine These "alle sind dumm" wie oben genannt bestätigt!
Es geht darum einmal andere Meinungen zuzulassen und vielleicht mal über den Tellerrand zu schauen und sich nicht immer für dumm verkaufen zu lassen!


http://gegendenball.com/zur-genealogie-der-vernunft/
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
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Beitrag von ollirockschtar »

WernerL hat geschrieben:
bene667 hat geschrieben:Vielleicht würde es Sinn machen, mal wieder auf die Sachebene zurückzukehren?

Da kommt sowohl von Werner L als auch von Mac und Fck58 recht wenig..

naja ich habe zuvor bereits ausführlich geschrieben wie die Dinge liegen!

Letzlich geht es mir darum, dass wir uns nicht ständig in die eigene Tasche lügen sollten!
Was wir tun! Wir Deutsche viel zu häufug aber eben auch Fangruppen wenn es um eine Ausgliederung geht!

Ich halte diese Dekweisen die wir auch hier an den Tag legen für regelrecht DUMM!

Ich habe mir auch die Mühe gemacht das Pamphlet "Mein verein - Perfekter Verein" zu lesen!
Da steht immerhin auch drin wie Fans bzgl. Ausgliederung mitzunehmen sind!

Im Grunde arbeitet man also auch hier an der selben Baustelle, Ausgliederung!

Lest bitte mal folgenden Artikel, der meine These "alle sind dumm" wie oben genannt bestätigt!
Es geht darum einmal andere Meinungen zuzulassen und vielleicht mal über den Tellerrand zu schauen und sich nicht immer für dumm verkaufen zu lassen!


http://gegendenball.com/zur-genealogie-der-vernunft/
Sehr interessanter Artikel wie ich finde @Werner
Nichts gegen die Bielefelder Alm und den Bökelberg, aber der Mount Everest des deutschen Fußballs steht in Kaiserslautern: der Betzenberg :teufel2:

FCK ein Leben lang
pfuideiwel

Beitrag von pfuideiwel »

Leider steht nicht in dem Artikel, wie der Perez der Westpfalz heißt. Dumm ist nur die These: Ausgliederung = Mehr Geld!
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Eine Ausgliederung heisst natürlich ´nicht automatisch mehr Geld

Eine Hochzeit heisst auch automatisch nicht ein lebenslanges zusammenleben

das kann alles ein, muss es aber nicht!

Man hat aber bessere Voraussetzungen das Beste daraus zu machen!!!

Wir sollten uns da auch kein Beiuspie4l an 1860 oder dem HSV machen
sondern an Gladbach (Gmbh) oder BVB (GmbH & Co) oder Frankfurt (AG)

Ich glaube nicht dass man all diesen Clubs nachsagen muss, dass das Herz durch Ausgliederung verloren gegangen wäre!
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Beitrag von bene667 »

Interessanter Artikel, Werner..danke.
Ich habe just for fun einfach mal einen Blick auf die Ticketpreise für Real Madrid geworfen, dass in dem Artikel ja über alle Maße gelobt wird.
Es geht bei 40 Eur los..

Das scheint zu den "Nebenwirkungen" zu gehören. Bist Du bereit, 40 Eur für eine Karte zu zahlen? Ich nicht. In dem Artikel geht es doch fast ausschließlich um Geld. Bringt einen Ausgliederung automatisch einen Investor oder einen größeren Sponsor? Das sind doch nur Mutmaßungen.. noch..
Noch kenne ich außer dem finanziellen Aspekt keinen Vorteil der Ausgliederung und selbst an den zweifele ich aus oben genanntem Grund.

Auch die "demokratischen" Strukturen bei Barcelona, die in dem Artikel erwähnt werden, würde ich gerne mal genauer betrachten..
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Beitrag von daachdieb »

Mal eine kurze Frage:

Die "etablierte Formel" lautet doch

Ausgliederung = mehr Geld (zB durch Steuerersparnis) = weniger Mitsprache für Mitglieder

Das ist - je nachdem welcher Teil (Größe/Volumen) des e.Vs "ausgegliedert" wird - ein "schlechtes Geschäft" für die Mitglieder, die nur noch im Restverein Mitsprache behalten.

Wie wäre es mit der Formel

Ausgliederung = mehr Geld = mehr Mitsprache für die Mitglieder?

Als Skeptiker der Ausgliederung (nicht Fundamentalgegner) würde ich sagen, da bekommen beide Seiten einen Zuwachs von dem, was sie möchten. Win-win nennt man das. Und alle säßen in einem Boot. Und da es auf diesem Planeten kaum etwas gibt, was es nicht gibt, wäre es Sache von Experten so einen Vorschlag auszuarbeiten. Auch wenn es unkonventionell scheint.

Naiv? OK, ist auch früh am Morgen :D
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Beitrag von WernerL »

Eine Ausgliederung heisst aus meiner Sicht vor allem eins:
Professionalisierung

es geht darum dass ein Unternehmen Fussballverein von guten leuten gesteuert wird und da leute sitzen die ihr handwerk verstehen

haben durchschnittsmitglieder die kompetenz um unternehmerische Entscheidungen
nachzuvollziehen oder Sachlagen einzuschätzen?

Aus meiner Sicht nein!

Viele haben doch die Entnahme von Geldern aus der Anleihe falsch interpretiert, um an anderer
Stelle Finanzlücken zu tilgen damit nicht unnötig Zinsen gezahlt werden müssen im 5 stelliger Höhe.
Der fck hat sich und damit uns im übertragenen Sinn insgesamt dadurch doch Geld gespart!!!

Aber in allen Foren wurde man kritisiert, es wäre doch Geld entnommen worden!
Der ganze FCK musste sich rechtfertigen wegen simpler dinge im im Tagesgeschäft jederzeit
vorkommen!
Scheiss drauf welches Geld da entnommen wurde, wichtig dass es sinnvoill eingesetzt wurde und
wieder zurück ist!

Wenn schon diese Zusammenhänge nicht verstanden werden, falsch ausgelegt werden, ja was passiert dann wenn es erst recht kompliziert wird!
Dann verstehen doch 95% erst recht nichts mehr und leiten dann daraus Schlüsse ab die
einfach unqualifiziert sind!
Mit dem Resultat dass alles den Bach runter geht!

Das wirtschaftsgeschäft läuft eben so!
Genauso wie mit dem Rückkauf des NLZ.
Ja sicher sind die 2, 6 Millionen vielleicht zu wenig!

Aber sie sind Rechtens und tragen zur Konsolidierung des FCK bei!

Der FCK musste 2003 vielleicht auch zu Unrecht 8 Millionen an Steuern nachzahlen
die man versucht hat später in Teilen zurück zu holen, was dann nicht mehr funktioniert hat!

Es ist also nicht so dass der FCK ein Abzockerverein wäre wie der dumme Steuerzahlerbund
gerne aus EIGENEM Interesse kolportiert hat!

Ich möchte MICH selbst als Mitglied nicht bei diesen Wirtschafts-Entscheidungen dabei haben.
wenn ich mir die Vita von Grünewald ansehe und dass was er geschaffen hat weiss ich,
der Typ hat in diesen finanziellen und marketing-technischen dingen ordentlich was auf dem Kasten!

Und leute die was auf dem Kasten haben, ziehen wiederum andere die das können an!

Wir sollten endlich vertrauen haben, dass genau die Leute die wir aktuell haben es gut mit dem FCK meinen und den Laden nicht abzocken wollen!

Das reicht mir fast um zu wissen dass die auch eine Ausgliederung gut hinbekommen werden!
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Beitrag von Mac41 »

WernerL's Argumentation für eine Ausgliederung klingt sehr sympatisch, wenn es dieses Theorem Verein = Dilettanten und Kapitalgesellschaft = wirtschaftliche Kompetenz wirklich gibt.
Dann frag ich mich nur, sind denn die Leute im Vorstand des Vereins heute Dilettanten und werden morgen nach Ausgliederung wirtschaftliche Überflieger? (Dilettant im neuzeitlichen Sprachgebrauch)

Weckt eine Organisationsänderung wirklich die inneren Kräfte? Oder geht es hier um die wirtschaftliche Transparenz, oder besser das Arbeiten im Schutze der Gesellschaft, wie es WernerL beschreibt.
Geht es darum, dass Mitglieder einfach nicht in der Lage sind, die Vorgänge richtig zu interpretieren und man deshalb besser alles im Verborgenen einer Gesellschafterversammlung bespricht?

@ pebe:
Ich hab wirklich keine Lust zum wiederholten Male die Vor- und Nachteile einer Ausgliederung runterzubeten, denn so einfach schwarz/weiss ist die Welt da leider nicht.
Zumal der Wechsel der Organisationsform an den Problemen des FCK erstmal garnix ändert.
Die Liquidität bleibt fragil, der Ertrag äußerst mäßig und die langfristigen Investitionen sind nicht aus Eigenmitteln möglich.

Schon früher habe ich geschrieben, dass es durchaus Sinn macht gewisse Aktivitäten des Vereins in externe Gesellschaften auszugliedern, dazu gehört beispielsweise das Engagement im NLZ. Eine GmbH deren Eigenkapital sich aus zu Kapitalanteilen umgewandelten Betzeanleihe speist, könnte gewisse Abgrenzungsprobleme des Vereins hinsichtlich Nutzung durch die Profimannschaft verringern und auch steuerliche Einsparungen ermöglichen. Das machen heute auch schon andere Vereine, ohne ihre e.V. Struktur aufzugeben. Das wäre auch für einige Teile der heutigen Geschäftsstellenaktivitäten möglich.
Der FCK macht es übrigens mit seiner Gastro GmbH schon länger so, allerding lieber Werner, nicht unbedingt mit viel Erfolg, denn der Verein musste in den letzten Jahren schon mehrmals nicht wenig Geld zuschießen, um Misswirtschaft im Gastrobereich auszugleichen.

Bei einer Ausgliederung der der Profi- und Jugendmannschaft würde sich der Verein - und damit die Mitglieder- der einzigen nennenswerten Werte, die er noch hat entledigen und sie gegen eine Beteiligung an einer externen Gesellschaft eintauschen. Diese Gesellschaft würde danach durch die Mitglieder nur noch sehr indirekt kontrolliert, geschweige denn bestimmt, denn unsere Satzung kennt kein imperatives Mandat für Aufsichtsrat und Vorstand.
Um an weiteres Kapital zu kommen, und daran mangelt es vorallem, kann die Gesellschaft dann fast unbegrenzt Anteile verkaufen, solange sie die Mehrheit an den Stimmrechtsanteilen hält (laut dfb 50+1 Regelung).
Das Problem ist nur, an wenn soll man verkaufen? Und für wieviel?
Das Problem an solchen Investoren ist doch, entweder sind sie an Rendite interessiert oder an ihrer Selbstdarstellung.
Die einzigen, die bereit wären auf beides ggf. zu verzichten wären die Fans des FCK bei einem Aktienverkauf à la Fananleihe, doch angesichts des Verhältnis zwischen institutionellen Anlegern und Kleinsparern bei der Betzeanleihe, kämen da schwerlich die großen Summen zusammen von denen einige träumen, zumal was die Transparenzregeln angeht, unterliegt die Gesellschaft dann den Regeln des HGB und des jeweiligen Gesellschaftsrechts, was bei der Größenordnung des FCK sicher mehr ist, als er heute zu beachten hat.
Dann tauscht Stefan die Mitgliederversammlung gegen eine Aktionärsversammlung ein, auf der 1000 Kleinanleger erscheinen, sich ggf. sogar zusammenschließen und Minderheitsrechte einfordern.

Sicher es gibt genügend Gründe mit denen man eine Ausgliederung bewerben kann und nicht jeder davon ist unsinnig, aber umgekehrt gilt das auch für den Status quo des Vereins.
Wirtschaftlicher Sachverstand und kaufmännisches Handeln ist sowohl im Verein möglich, wie auch in einer Kapitalgesellschaft.
Den Mitgliedern sollte klar sein, gerade den aktiven, dass ihre eigene Aktivität bei Ausgliederung am Tropf der Kapitlgesellschaft hängt, und sie keinen Einfluss mehr auf deren Entscheidungen haben.
Steuerliche Abgrenzungsprobleme sind kein Argument pro großflächige Ausgliederung, sondern erfordern lediglich organisatorischen Sachverstand.

Ich kann sogar mit dem Slogan
daachdieb hat geschrieben: Ausgliederung = mehr Geld = mehr Mitsprache für die Mitglieder?
mitgehen, nur ohne?
Er sollte mir aber auch erklären, wo das mehr Geld herkommt.
Solange das aber bei den Ausgliederungsfundis die einen Manchesterkapitalismus auch für Fußballvereine fordern kein Thema ist, werde ich mich als Vereinsmitglied doch nicht meiner eigenen (wenigen) Rechte entledigen.
Hasta la Victoria - siempre!
pfuideiwel

Beitrag von pfuideiwel »

WernerL hat geschrieben:Eine Ausgliederung heisst aus meiner Sicht vor allem eins:
Professionalisierung
Die Titanic wurde von Profis gebaut,
die Arche von Laien :wink:
Steini
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Beitrag von Steini »

pfuideiwel hat geschrieben:
WernerL hat geschrieben:Eine Ausgliederung heisst aus meiner Sicht vor allem eins:
Professionalisierung
Die Titanic wurde von Profis gebaut,
die Arche von Laien :wink:
So kann man es auch sagen. Einfach und knackig.

Ausgliederung bedeutet zuerst einmal, dass die selben Personen welche im e.V. handeln, auch in der Kapitalgesellschaft handeln werden und sich diese Ausgliederung zuvor mit 75% Mehrheit von den Mitgliedern "bestätigen "lassen müssen.

Mir ist ganz unbehaglich bei der Überlegung und dem Fakt, dass wenn die Ausgliederung einmal beschossen ist, dieser Schritt unumkehrbar sei.

Eine weitere unbeantwortete Frage bleibt, was ist denn mehr Professionalität?
Diese These (mehr ist es nicht) bedeute im Umkehrschluss, dass wir heute im e.V einfach unprofessionell arbeiten. :?:

Soweit ich denken kann spielt aber mein FCK mit der 1. Mannschaften im Professionellen Fußball.
Klärt mich auf...wieso sind wir bzw. alle e. Vs dann unprofessionell? Soweit ich informiert bin sind aber in den Deutschen Profi Ligen 1 und 2 immer noch mehr Vereine e.V als Kapitalgesellschaften. Hm und selbst der FC Bayern hat als e. V mehr INTERNATIONALE Titel gewonnen, denn als Kapitalgesellschaft (nämlich außer 2013 keinen)

Also so einfach ...Ausgliederung = mehr Erfolg durch mehr Professionalität, kann man es sich nicht machen.

Nächste Frage:

Entzug der Gemeinnützigkeit


Ich habe mehrere Stunden versucht irgend einen Beleg dafür zu finden, das ein Deutsches Finanzamt einem Fußballverein die Gemeinnützigkeit oder einem anderen Verein, entzogen hat, weil keine Gewinne gemacht wurden, so wie man es offenbar auf der letzten Versammlung bei uns (welche ich nur aus der Ferne verfolgen konnte) als Drohszenario schilderte.
Mehr als eine Drohgebärde kann es ja nicht gewesen sein, bei der Fakten Lage.

Abschließend muss ich noch mein unbehagen über die Rhetorik von WernerL los werden.
Wenn man WernerL s Beiträge liest hat man das Gefühl:

nur er weiß Bescheid und zwar undiskutabel und alle anderen sind unwissend, ewig gestrig ...
sorry aber wenn man jemand für seine Position gewinnen will WernerL, wäre es meiner Meinung nach angemessen, etwas verbindlicher zu bleiben.

Auch halte ich jegliche Argumentation für gefährlich, welche nicht ohne Drohungen und seien diese auch noch so eloquent vorgetragen,auskommt.

Wer gute Argumente hat, bedarf keiner Drohung.
bene667
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Beitrag von bene667 »

Mac41 hat geschrieben:..

@ pebe:
Ich hab wirklich keine Lust zum wiederholten Male die Vor- und Nachteile einer Ausgliederung runterzubeten, denn so einfach schwarz/weiss ist die Welt da leider nicht.
...
Meintest Du jetzt mich damit? Ich schätze schon, da Pebe sich nicht wirklich in diesem Thread geäussert hat.
Wenn Du keine Lust dazu hast, dann lass es doch einfach. Zumal ich die Welt eben nicht schwarz/ weiss sehe. Woher kommt diese Arroganz? Ich wollte nur darauf hinaus, dass vor lauter gegenseitigem Gebashe keine Argumente mehr zu lesen waren, mehr nicht. Ist auch der erste Thread, den ich mir bezüglich des Ausgliederungsthemas anschaue..tut mir leid, dass ich noch ein Restleben habe :?
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Eckhardt Dagge, Superweltergewichts-Weltmeister 1976

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Beitrag von bene667 »

Noch etwas zur Anleihe, Werner. Ich persönlich mag da altmodisch sein, aber ich fand es nicht in Ordnung, dass die Anleihe zweckentfremdet wurde. Auch wenn es Sinn gemacht hat. Ein Mann, ein Wort. Ich möchte mich auf das verlassen können, was man mir verspricht. Ich war selbst nicht davon betroffen, habe mich diesbezüglich deswegen auch nicht geäussert. Aber da Du es hier explizit anführst..
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