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Personalisierung von Schwenkfahnen bei Auswärtsspielen (Fanbetreuung FCK)

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FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Jonas-kl hat geschrieben:edit: ich merke schon, dass eine Diskussin hier nih zielführend ist. Wer ernsthaftes Interesse an einer Diskussion hat kann mir ne PN schreiben dann treffen wir uns in Berlin oder ggn Nürnberg.
Stimmt. Wenn man mit Begriffen wie "Stasimethoden" zu diesem Thema kommt ( so wie du es getan hast) dann braucht man sich an einer Diskussion wirklich nicht mehr zu beteiligen.
Da es bei dir aber nicht das erste Mal ist, dass du dich an einer Forumsdiskussion zu diesem Thema nicht mehr beteiligen willst, kann ich damit durchaus auch ganz gut leben.
Eine Diskussion vor Ort erübrigt sich dann ja vermutlich auch. Wegen Sinnlosigkeit.:wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Phil
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Beitrag von Phil »

Es wird leider immer wie die Leute gebe, die sämtliche Einschränkungen begrüßen bzw. akzeptieren. So war es bei 12:12 schon und so ist es auch außerhalb der Fußballs. Wenn Fußball eines Tages wie von den Verbänden gewünscht aus einem Operettenpublikum werden viele erst aufwachen. Aber dann ist es zu spät.
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Da hier von Hannover die Rede ist:
Für manche ist Martin Kind mit seiner klaren Haltung gegen Fangruppen, die von vielen als problematisch empfunden werden, ein Vorreiter. Für andere ist er ein Verräter. Das ist die Gefahr für den Fußball, die über das stille Stadion von Hannover 96 hinausweist. Dass es immer schwieriger wird, einen Mittelweg zwischen Vorreitern und Verrätern zu finden.
Den ganzen Artikel bei der Süddeutschen
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Phil hat geschrieben:Es wird leider immer wie die Leute gebe, die sämtliche Einschränkungen begrüßen bzw. akzeptieren. So war es bei 12:12 schon und so ist es auch außerhalb der Fußballs. Wenn Fußball eines Tages wie von den Verbänden gewünscht aus einem Operettenpublikum werden viele erst aufwachen. Aber dann ist es zu spät.
Falls das - rein zufällig natürlich - ein Kommentar auf meinen Kommentar zum Glorreichen Jonas-kl sein soll, dann müsste ich eigentlich sagen: "Quatschkopp".
Das hat mit "Ja sagen" absolut nichts zu tun. Nur wenn man halt keine Argumente mehr hat, dann kommen solche Sprüche wie der von Jonas-KL.
Mir haben sie übrigens schon auf der Startbahn West die Fresse poliert - und zwar richtig. Danach gab´s dann auch noch ein paar diverse kleinere Problemchen. Mit meinem damaligen Dienstherrn und zwar in Sachen Radikalenerlass, wenn du überhaupt weißt um was es da ging.Wo warst du "Neinsager" denn damals gewesen? Vermutlich bei Pappi im Rückenmark. :wink:
Zuletzt geändert von FCK58 am 08.03.2015, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Hermann Hesse
Block 9
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Beitrag von Block 9 »

Phil hat geschrieben:Es wird leider immer wie die Leute gebe, die sämtliche Einschränkungen begrüßen bzw. akzeptieren. So war es bei 12:12 schon und so ist es auch außerhalb der Fußballs. Wenn Fußball eines Tages wie von den Verbänden gewünscht aus einem Operettenpublikum werden viele erst aufwachen. Aber dann ist es zu spät.
Du missverstehst hier einiges! Keiner begrüßt die Einschränkung! Aber man muss die Wurzel des Problems suchen. Und die heißt Pyrotechnik. Alles, was danach in der Kette kommt, ist die Folge davon!
Wenn mann aus der Gleichung, deren Ergebnis momentan die "Personalisierung der Schwenkfahnen" ist, die Pyrotechnik rausstreicht, ist der Rest der Rechnerei sinnlos.
Die Frage ist nur, warum die Ultras das nicht endlich mal eingestehen. Aber nein, schuld sind die nie. Es sind immer die Normalofans, die Politik, die Pozilei, der DFB, der Verein oder - wenn gar kein Anderer mehr da ist - Kuntz. Nur die Ultras machen immer alles richtig und sind an der "Personalisierung der Schwenkfahnen" komplett unschuldig. Is klar.
Mit einem Idioten zu diskutieren ist, als spiele man mit einer Taube Schach: Egal wie gut beide spielen; am Ende schlägt sie zweimal mit den Flügeln, wirft dabei alle Figuren rum, kackt auf das Brett und stolziert weg, als hätte sie gewonnen.
shaka v.d.heide
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Beitrag von shaka v.d.heide »

Erst wenn die letzte Fahne aus dem Stadion verschwunden ist,erst wenn die letzte MFA abgebaut ist,erst wenn die letzte eintrittskarte personalisiert ist werdet ihr merken das der DFB den längsten hat :nachdenklich:
OK,ok,der sepp blatter hat den längsten
shaka v.d.heide
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Beitrag von shaka v.d.heide »

@block 9

Die pozilei.... :nachdenklich:
Ach Egal,ich glaub ich weiss was du meinst :p
salamander
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Beitrag von salamander »

mster hat geschrieben:

P.S.: Die größte Gefahr für "unseren" Fußball sind nicht diejenigen, die auswärts Pyrotechnik zünden. Sondern die Nieten in Nadelstreifen, denen am liebsten wäre wenn ich mittwochs um 9:30 im Stadion stehe, weil dann die Einschaltquoten und Vermarktungsmöglichkeiten in Timbuktu optimal ausgereizt werden. Solche Leute stellen für mich eine weitaus realere Gefahr da als wenn es auswärts mal wieder 10 Reihen unter mir qualmt.
Die Ultras sind genauso eine hässliche Seite des modernen Fußballs wie die Geschäftemacher in den Logen. Beide Seiten stehen mir fern. Ich liebe es, ins Stadion zu gehen. Ich möchte es zu zivilen Zeiten tun, 1 oder 2 Bier trinken, ne Wurst essen, mit Kumpels fachsimpeln, mir die Lunge aus dem Hals schreien, hoffen und bangen und je nach Ausgang zufrieden oder traurig nach Hause gehen. Was ich dabei nicht brauche, sind Logen, Sky, Klatschpappen, Leibesvisitationen, knüppelnde Schildkröten, Fahnenklau Pyro, Dauergesänge, Böllergewerfe auf Sanitäter, schwarze Blöcke bei Bullen und Ultras, Danke-Bitte-Stadionsprecher, plärrende Vorsänger, Merchandising, den immergleichen Dauergesang-Soundtrack, ohrenbetäubendes "Stadionradio" mit Tormusik, endloses Fahnengeschwenke. Ich brauch im Stadion keine Kinds und keine Ultra-Kids und bin lange bestens ohne beides zurecht gekommen. Es kotzt mich einfach nur an, was die Geschäftemacher und die selbsternannten Elitefans aus dem Fußball machen. Ich habe mit diesen Menschen nichts gemein, sie stören nur. Und wie wichtig sie sich nehmen, auf beiden Seiten, einfach lächerlich

Die Ultras werden erreichen, dass die Repressionsschraube immer weiter gedreht wird. Sonst nichts. Denn die anderen sitzen am längeren Arm. Das ist in Köln so, in Hannover und wird bei uns auch so kommen. Sie tragen ihren heroischen Kampf gegen wasauchimmer auf dem Rücken der normalen Fans aus, die einfach kommen, um das Spiel zu sehen. Und sie können bei mir auf keine Solidarität zählen, denn sie sind genauso rücksichtslos und egozentrisch wie die Geschäftemacher.
Der alter FCKler
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Beitrag von Der alter FCKler »

salamander hat geschrieben:
mster hat geschrieben:

P.S.: Die größte Gefahr für "unseren" Fußball sind nicht diejenigen, die auswärts Pyrotechnik zünden. Sondern die Nieten in Nadelstreifen, denen am liebsten wäre wenn ich mittwochs um 9:30 im Stadion stehe, weil dann die Einschaltquoten und Vermarktungsmöglichkeiten in Timbuktu optimal ausgereizt werden. Solche Leute stellen für mich eine weitaus realere Gefahr da als wenn es auswärts mal wieder 10 Reihen unter mir qualmt.
Die Ultras sind genauso eine hässliche Seite des modernen Fußballs wie die Geschäftemacher in den Logen. Beide Seiten stehen mir fern. Ich liebe es, ins Stadion zu gehen. Ich möchte es zu zivilen Zeiten tun, 1 oder 2 Bier trinken, ne Wurst essen, mit Kumpels fachsimpeln, mir die Lunge aus dem Hals schreien, hoffen und bangen und je nach Ausgang zufrieden oder traurig nach Hause gehen. Was ich dabei nicht brauche, sind Logen, Sky, Klatschpappen, Leibesvisitationen, knüppelnde Schildkröten, Fahnenklau Pyro, Dauergesänge, Böllergewerfe auf Sanitäter, schwarze Blöcke bei Bullen und Ultras, Danke-Bitte-Stadionsprecher, plärrende Vorsänger, Merchandising, den immergleichen Dauergesang-Soundtrack, ohrenbetäubendes "Stadionradio" mit Tormusik, endloses Fahnengeschwenke. Ich brauch im Stadion keine Kinds und keine Ultra-Kids und bin lange bestens ohne beides zurecht gekommen. Es kotzt mich einfach nur an, was die Geschäftemacher und die selbsternannten Elitefans aus dem Fußball machen. Ich habe mit diesen Menschen nichts gemein, sie stören nur. Und wie wichtig sie sich nehmen, auf beiden Seiten, einfach lächerlich

Die Ultras werden erreichen, dass die Repressionsschraube immer weiter gedreht wird. Sonst nichts. Denn die anderen sitzen am längeren Arm. Das ist in Köln so, in Hannover und wird bei uns auch so kommen. Sie tragen ihren heroischen Kampf gegen wasauchimmer auf dem Rücken der normalen Fans aus, die einfach kommen, um das Spiel zu sehen. Und sie können bei mir auf keine Solidarität zählen, denn sie sind genauso rücksichtslos und egozentrisch wie die Geschäftemacher.

@salamander, besser kann man es nicht ausdrücken!
@mster, warum wird denn überhaupt gezündelt, gepyrodelt und geböllert? So viel Spaß kann es jka kaum machen, besonders eindrucksvoll oder schön bzw. stimmungsvoll ist es sicher auch nicht, wenn am helllichten Tage irgendwo in der Kurve ein Bengalo abgefackelt wird.
Bitte sage mir irgendjemand den Sinn des Abfackeln und auch zu welchem Zwecke dies gemacht wird, was uns als FCK-Fan dies bringen soll. Vielleicht verstehe ich es dann.
Noch eines: Vor Jahrzehnten habe wir selbst bei Flutlichtspielen Bengalos abgebrannt (da konnte man diese vor der Unterführung mehr oder weniger öffentlich beim Fahnen/Schalverkäufer erwerben) und (@FCK58), auch ich habe einiges "erdulden müssen" als z.B. FJS bzw. AvT hier in KL in der Fruchthalle waren.
Und das Abfackeln der Bengalos wurde gemacht weil es bei Flutlichtspielen wunderschön aussah und nicht weil wir auf uns aufmerksam machen wollten - und wir haben es auch öffentlich gemacht.
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!
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Beitrag von FCK58 »

@Rudi
Den habe ich im Frankenthaler Feierabendhaus erlebt. 400 geladene Gäste und mollig warm. wir außen vor.
ein paar Tage später kam dann Whisky-Willy auf den Rathausplatz. Eiskaltes Sauwetter mit Schneeregen ohne Ende- aber auf dem Platz tausende Menschen und du hast keinen Platz mehr gekriegt.
Ich glaube, dass das vor der 72er Wahl gewesen war. Damals hatte ich´s noch nicht so, mit der Randale. Das kam erst ein paar Jährchen später. :wink:

zum Thema:
Es sah ja auch geil aus - im Dunkeln. Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, dass man diese Dinger auf den Platz geworfen hätte.
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Hermann Hesse
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Beitrag von Hessischer Aussenposten »

salamander hat geschrieben: ... Ich liebe es, ins Stadion zu gehen. Ich möchte es zu zivilen Zeiten tun, 1 oder 2 Bier trinken, ne Wurst essen, mit Kumpels fachsimpeln, mir die Lunge aus dem Hals schreien, hoffen und bangen und je nach Ausgang zufrieden oder traurig nach Hause gehen. Was ich dabei nicht brauche, sind Logen, Sky, Klatschpappen, Leibesvisitationen, knüppelnde Schildkröten, Fahnenklau Pyro, Dauergesänge, Böllergewerfe auf Sanitäter, schwarze Blöcke bei Bullen und Ultras, Danke-Bitte-Stadionsprecher, plärrende Vorsänger, Merchandising, den immergleichen Dauergesang-Soundtrack, ohrenbetäubendes "Stadionradio" mit Tormusik, endloses Fahnengeschwenke. Ich brauch im Stadion keine Kinds und keine Ultra-Kids und bin lange bestens ohne beides zurecht gekommen. Es kotzt mich einfach nur an, was die Geschäftemacher und die selbsternannten Elitefans aus dem Fußball machen. Ich habe mit diesen Menschen nichts gemein, sie stören nur. Und wie wichtig sie sich nehmen, auf beiden Seiten, einfach lächerlich. ...
Bravo, salamander, auch wenn ich in letzter Zeit mit vielen deiner Beiträge zu unserer sportlichen Entwicklung nicht konform gehe, hätte ich das Obenstehende nicht besser formulieren können.

Allerdings kommt es mir im Stadion manchmal so vor, als seien wir eine aussterbende Spezies bzw. dass viele von uns diese aktuellen (Fehl-)Entwicklungen einfach schlucken, weil man (im gesetzteren Alter) einfach keinen Bock (mehr) auf irgendwelche Diskussionen mit beratungsresistenten Leuten hat, die oftmals nicht mal in der Lage sind, einfachste Benimm- und Anstandsregeln zu achten, geschweige denn, sich argumentativ auszutauschen.

Ich versuche inzwischen, im Stadion um mich herum vieles auszublenden und mir einfach um viele Sachen keinen Kopp zu machen. Nicht immer gelingt es (bin gerade in Frankfurt wieder mit einem verbal aneinandergeraten), aber ich arbeite dran... :D
Gruß vom HAP
"... Von dem Angebot (von Preston North End) hätte ich damals halb Vogelbach kaufen können. ... Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen." (FCK-Legende Horst Eckel)
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Beitrag von Der alter FCKler »

FCK58 hat geschrieben:@Rudi
D Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, dass man diese Dinger auf den Platz geworfen hätte.
Leider doch, im Südweststadion gegen den Waldhof kamen die Dinger direkt aus unserer Ecke und mehr oder weniger gezielt auf die Polizeihunde (diese haben dann auch noch auf die Bengalos eingebissen).

In Lautre war bei FJS wie auch bei AvT die Fruchthalle proppen voll. Ich glaube, das war sowohl '69 wie auch '72. Hier in der Westpfalz/Nordpfalz war die Gefolgschaft besonders für die AvT-Anhängerschaft besonders gross.
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!
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Beitrag von Lautern-Fahne »

@Hessischer Außenposten

Das ist aber der falsche Weg meiner Meinung nach. Wer sich nicht wehrt ist im Nachhinein der Dumme.
"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
fck-thorti
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Beitrag von fck-thorti »

Ich bin kein Ultra, aber was ich bissel schade finde das man immer sofort sagt Ultra der ganze Haufen ist schuld.

Es sind die einzelnen Personen darin die Faul sind dagegen muss man was unternehmen.

Solange die Szene es unterstützt und selbst nicht mal was dagegen tut wird es ganz schwer das in den Griff zu bekommen.
pisano96
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Wohnort: Wörth

Beitrag von pisano96 »

salamander hat geschrieben:
mster hat geschrieben:

P.S.: Die größte Gefahr für "unseren" Fußball sind nicht diejenigen, die auswärts Pyrotechnik zünden. Sondern die Nieten in Nadelstreifen, denen am liebsten wäre wenn ich mittwochs um 9:30 im Stadion stehe, weil dann die Einschaltquoten und Vermarktungsmöglichkeiten in Timbuktu optimal ausgereizt werden. Solche Leute stellen für mich eine weitaus realere Gefahr da als wenn es auswärts mal wieder 10 Reihen unter mir qualmt.
Die Ultras sind genauso eine hässliche Seite des modernen Fußballs wie die Geschäftemacher in den Logen. Beide Seiten stehen mir fern. Ich liebe es, ins Stadion zu gehen. Ich möchte es zu zivilen Zeiten tun, 1 oder 2 Bier trinken, ne Wurst essen, mit Kumpels fachsimpeln, mir die Lunge aus dem Hals schreien, hoffen und bangen und je nach Ausgang zufrieden oder traurig nach Hause gehen. Was ich dabei nicht brauche, sind Logen, Sky, Klatschpappen, Leibesvisitationen, knüppelnde Schildkröten, Fahnenklau Pyro, Dauergesänge, Böllergewerfe auf Sanitäter, schwarze Blöcke bei Bullen und Ultras, Danke-Bitte-Stadionsprecher, plärrende Vorsänger, Merchandising, den immergleichen Dauergesang-Soundtrack, ohrenbetäubendes "Stadionradio" mit Tormusik, endloses Fahnengeschwenke. Ich brauch im Stadion keine Kinds und keine Ultra-Kids und bin lange bestens ohne beides zurecht gekommen. Es kotzt mich einfach nur an, was die Geschäftemacher und die selbsternannten Elitefans aus dem Fußball machen. Ich habe mit diesen Menschen nichts gemein, sie stören nur. Und wie wichtig sie sich nehmen, auf beiden Seiten, einfach lächerlich

Die Ultras werden erreichen, dass die Repressionsschraube immer weiter gedreht wird. Sonst nichts. Denn die anderen sitzen am längeren Arm. Das ist in Köln so, in Hannover und wird bei uns auch so kommen. Sie tragen ihren heroischen Kampf gegen wasauchimmer auf dem Rücken der normalen Fans aus, die einfach kommen, um das Spiel zu sehen. Und sie können bei mir auf keine Solidarität zählen, denn sie sind genauso rücksichtslos und egozentrisch wie die Geschäftemacher.


Ich stimme Dir in vielen Argumenten bzgl. der Geschäftemacherei zu, auch in einigen Argumenten bzgl. der Ultras, aber welche Zustände hätten wir mittlerweile schon bzw. würden wir noch erhalten ohne die Protest- und Aufmerksamkeitsaktionen der Ultras auf genau diese Tatbestände, die Du Dir so sehnlichst wünschst!!!!!???? Dann hätten wir schon bald englische oder spanische Verhältnisse, denn dort ist es den Leuten anscheinend scheißegal welche Repressionen von Verbands- oder Polizeiseite kommen. Dort regt sich kein Schwein über irgendwelche Retortenclubs, Rauchverbote im Stadion, Bierverbot im Stadion (in England), völlig überteuerte Eintrittspreise, etc. auf. Man akzeptiert dort alle Vorgaben genauso geräuschlos wie sie ihren sinnlosen Monarchen hinterherrennen. Und wenn die Ultras es erreichen, daß die Repressionsschraube immer weiter gedreht wird, dann ist es doch der Beweis, daß den Verbandsfunktionären und Geschäftemachern Widerstandspersonen ein Dorn im Auge sind. Man versucht die Stadionbesucher gleichzuschalten und jegliche Art von Opportunisten aus den Stadien zu verbannen. Anstatt sich mit den Leuten, die sich für die traditionellen Werte des Fußballs einsetzen, dafür Strafen und Stadionverbote riskieren, zu solidarisieren, werden die als "sinnlose Idioten" dargestellt.

Für mich gehören Pyroaktionen bei Derbys oder gegen nicht beliebte Gegner genauso zum Fußball dazu wie das Stadionbier (obwohl ich gar kein Biertrinker bin). Wäre es legalisiert, dann gäbe es auch die ab und an vorkommenden Verletzungen nicht. Heutzutage ist Pyro nicht nur ein Ausdruck von Begeisterung, sondern auch ein Ausdruck von Protest gegen Repressionen. Schau Dir z.B. mal Spiele in Ländern wie Rußland oder bis vor einem Jahr noch in der Türkei an. Dort herrscht auf politischer Ebene ein anderer Wind und die Freiheit der Bürger ist stärker eingeschränkt als in Deutschland. Beim Fußball aber wird bei wichtigen Spielen trotzdem Pyrotechnik gezündet um seinem Freiheitsdenken freien Lauf zu lassen. Bei uns haben die meisten "Nichtultras" anscheinend nur die Sorge, daß sie nach Pyroaktionen und den folgenden willkürlichen Verbandsstrafen (mußt Dir mal die ausgesprochenen finanziellen Strafen anschauen und bzgl. der jeweiligen Vergehen vergleichen, da wird beim DfB anscheinend gewürfelt.....)sich für das nächste Heimspiel, bei einem evtl. Spiel unter Auschluß der Öffentlichkeit, eine andere Tagesbeschäftigung heraussuchen müssen.

Ich verstehe einfach nicht, daß es in den deutschen Kurven einfach keine Solidarität und Zusammenheitsgefühl aller Fans, ob Ultra oder Normalo, gibt. Wenn ich mir in Deutschland nur die Situation wie aktuell in der Türkei vorstelle, daß der Verband personifizierte Eintrittskarten einführt, dann würden in Deutschland trotzdem wieder 95% aller Stadionbesucher diesen Tatbestand stillschweigend akzeptieren mit dem Argument "Ich habe doch eh nichts zu verbergen und will doch nur Fußball sehen". In der Türkei oder auch in Italien sind die Stadien aber teilweise gähnend leer, was beweißt, daß sich dort die Fans miteinander solidarisieren und der Verbandsseite durch ihre Abwesenheit mitteilen, daß Fußball ohne Fans und Stimmung noch nicht einmal halb so schön ist als mit.
Rieddevil
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Beitrag von Rieddevil »

Was passiert wenn eine Fahne keinen Namen hat :?:
wie soll die dann personalisiert werden :lol: :lol: :lol: :lol:
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