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Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger: "Ich bin schwul!" (Die Zeit)

Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.
Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

wkv hat geschrieben:Ein Negerkuss ist für mich immer noch ein Negerkuss.
In de Palz gebts kä "Negerkuss", es gebt awwer Mohrekepp.
Es gebt a Knallkepp, vun dem abgesieh.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
wkv
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Beitrag von wkv »

sogar dess.....und Knallkepp, die Mohrekepp esse....................... :lol:
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Schlossberg hat geschrieben:Es gebt a Knallkepp, vun dem abgesieh.
Hähä, genau, zeig mal Kante :D
wkv hat geschrieben:Ein kampfloses Spiel ist für mich immer noch Tuckenfußball, in Steigerung ein scheiss schwuler Tuckenfußball
Wer hätte von DIR auch anderes erwartet?
wkv hat geschrieben:...wer Fußball gespielt hat weiß, welche Art von Bälle gemeint sind.
Und jetzt hoffst du, daß alle, die mal gegen einen Ball getreten haben vor ihrem Bildschirm sitzen und denken: "Recht hat er!".
wkv hat geschrieben:Da können die Berufsbetroffenen noch so zetern, es ist mir egal, und es ist auch an der Zeit da einmal Kante zu zeigen.
Deine Kante ist so was von "hier kann man ein Wort einsetzen, das im Sprachgebrauch einer unterbemittelten Minderheit als Synonym für misslungen verwendet wird".
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wkv
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Beitrag von wkv »

Ich hab gerade mit einem der Vorschreiber eine Wette gewonnen, dass du einer der ersten sein wirst....

:lol:
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

wkv hat geschrieben:Ich hab gerade mit einem der Vorschreiber eine Wette gewonnen, ...
Gegen wen habt ihr beiden Süßen denn gewettet?
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wkv
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Beitrag von wkv »

Ich hab gewonnen.....wir gehen tanzen in die Blue Oyster Bar, und ich darf führen. Einen Schlüssel braucht er nicht, ich hab die Hintertür für ihn aufgelassen.

:lol:


(bevor ich hier als schwulenfeindlich gebrandmarkt werde, mit dem "running gag" lade ich immer meinen schwulen Kumpel zu mir ein. Ich frag immer ob er klingelt, oder ob er durch die Hintertür reinkommt.... er hat mir nach Jahren gesagt, dass er schwul geworden ist.)

Entspann dich, wirklich. Ich sehe die Sache vielleicht gelassener als viele hier.

Nur ein Beispiel, glaubt es oder nicht.....

Einer meiner besten Jugendfreunde hatte einen Bruder. Halbbruder, um genau zu sein. Jetzt ist er eine SIE..... war im ersten Moment ein Schock, aber man gewöhnt sich dran. Kam auch erst mit über vierzig zum Vorschein.

Aus einem guten Drummer wurde eine gute Drummerin. Und mehr gibt es darüber auch nicht zu berichten, außer dass sie jetzt glücklich ist.

Und darauf kommt es an.

Zwischen 10% und 20% der Gesellschaft sind schwul. Und wer geht denn jetzt gezwungener mit dem Thema um?
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

............................................................................................
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wkv
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Beitrag von wkv »

Noch mal:

Ich hab auf dich getippt, er meinte jemand anderen....... ich wusste doch, dass auf dich Verlass ist.... :teufel2:
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

wkv hat geschrieben:... ich wusste doch, dass auf dich Verlass ist.... :teufel2:
Klar doch ... ;)
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bene667
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Beitrag von bene667 »

antikochteufel hat geschrieben:Die Argumentationen hier sind z.T. doch hanebüchen.
Da wird ein Spieler, der sich moralisch(Fremdgehen,Hurenbock), ja sogar strafrechtlich (Sex mit Minderjährigen) angreifbar gemacht hat und vllt. sogar zu Recht entsprechende Empörungsäußerungen verdient hätte mit der sexuellen Orientiertheit eines Menschen verglichen. Geht`s noch?
Und zu behaupten, aus den Kurven kämen nicht regelhaft schwulendiskriminierende Äußerungen, ist schlichtweg eine Lüge.
Falls Du damit mich meinst, bist Du herzlich eingeladen, den Ball flach zu halten. Die Diskussion lief bis dato sehr sachlich ab und dann das.
Mit keinem Wort habe ich die beiden Sachverhalte miteinander gleichgestellt. Es handelte sich bei beiden Geschichten um Aufreger und das meine ich jetzt ohne Wertung. Und wie die Kurven reagieren ist sowohl von meiner als auch von Deiner Seite eine Vermutung, mit dem Unterschied, dass ich das auch so geschrieben habe und Du andere Leute als Lügner darstellst.
Ich hatte in meinem Leben schon einige Situationen, Gott sei Dank wenige, in denen ich aktiv Zivilcourage gezeigt habe.. da waren etlich Leute, die auf den Boden oder woanders hingeschaut haben. Und da waren sicher einige Keyboard-Warriors dabei, die im Netz lautstark nach political correctness schreien.
Ich weiß das sehr gut einzuordnen und es kotzt mich an.
Wkv hat es doch gut auf den Punkt gebracht, etwas mehr Unaufgeregtheit würde uns allen gut tun. Ich zum Beispiel habe auf die Meldung nur mit einem Schulterzucken reagiert. Zu lange habe ich mit Homosexuellen zusammengearbeitet, als dass mich das irgendwie interessiert. Für mich gehören gleichgeschlechtliche Paare dazu.
Eigentlich ist es ein Fehler, sich hier überhaupt zu Themen wie Rassismus oder Homophobie zu äußern und ich werde das künftig unterlassen und überlasse das Feld den Rittern der PC.
"Es gab schon viele Weltmeister, die später Alkoholiker wurden. Aber ich bin der erste Alkoholiker, der Weltmeister wurde."
Eckhardt Dagge, Superweltergewichts-Weltmeister 1976

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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

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antikochteufel
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Beitrag von antikochteufel »

Danke@daachdieb für den link. Es ist natürlich diskussionswürdig, ob die Medien ein "Thema" erst künstlich hochpushen, anderseits spricht die Ressonanz der Leser/Hörer/Zuschauer ja für sich. Während im Frauenfußball es tatsächlich keine Meldung wert ist, ob Spielerin XY mit Freund oder Frau zu einem Bankett erscheint, ist eine vergleichbare Normalität bei den Herren eben nicht anzutreffen. Thomas Hitzlsberger wollte lt. des Zeit-Interviews eben auch eine Diskussion anregen. Ich denke, dass ist auch gut so.
@bene: Ich dachte, hier befänden wir uns in einem Diskussionsforum, und solange ich mich nicht ehrverletzend äußere, werde ich mich sicherlich in meiner Meinungsäußerung nicht an die Leine legen (lassen). Ich bin explizit auf deinen post in Reaktion auf basdri eingegangen und merkwürdigerweise haben die nachfolgenden Reaktionen meine Erfahrung, dass schwulenfeindliche Äußerungen aus der Kurve kämen, eher untermauert, denn widerlegt. Vllt. hätte ich statt von Lüge besser von Verleugnung sprechen sollen, weil darüber eher ein Abwehrvorgang, denn bewußter Vorsatz beschrieben wird. Mir gings um die Aussage, nicht um den Aussagenden.
Und dass einige (du in diesem Fall) in wkvs "Gefolgschaft" quasi dann gleich mal wieder betonen müssen, dass sie ja Zivilcourage besitzen bzw. sicherlich zu denen gehören, die aus ihrem reichen Erfahrungsschatz (hier im Umgang mit Homosexuellen) sich im besonderen Maße als Vetreter einer zu verallgemeinernden Grundhaltung berufen sehen, ist ja auch nichts Neues, interessiert mich jedoch herzlich wenig.
Wie gesagt, geht`s hier um Diskussion- was das Auftreten divergenter Meinungen zwingend voraussetzt.
Ich find das Thema sehr spannend, z.B. auch deswegen, weil gerade nirgends wie im Männerfußball ein so körperbetonter Kontakt zwischen Männern beobachtet werden kann; wo sonst liegen sich Männern nach Toren/Siegen so freudig-lustvoll in den Armen UND benutzen gleichzeitig schwulsein als entwertendes Attribut?
Ich denke, eine Auseinandersetzung auch mit diesem Thema und den eigenen Gefühlen kann einem Prozess nur zuträglich sein, an dessen Ausgang hoffentlich Selbstverständlichkeit steht und homosexuelle Männer ihre Fußballkarriere wie heterosexuelle voranbringen können.
"Nicht irgendein Verein" :teufel2:
wkv
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Beitrag von wkv »

Und dass einige (du in diesem Fall) in wkvs "Gefolgschaft" quasi dann gleich mal wieder betonen müssen, dass sie ja Zivilcourage besitzen
Du selbst machst hier doch aus den Homosexuellen etwas "angreifbares", indem du uns "Zivilcourage" unterstellst beim Umgang mit Schwulen.... wozu braucht es "Zivilcourage"? Ich hab Homosexuelle Männer sowie Frauen im Bekanntenkreis, meine Tochter hat ihre diesbezüglichen Fragen von mir und meiner Frau beantwortet bekommen und weiß, dass dies nicht verwerflich ist.

Du willst Selbstverständlichkeit?

Für mich ist es selbstverständlich, dass ich Homosexuelle im Bekanntenkreis hab.


Und das mit dem "schwulen Pass" oder dem "schwulen Spiel", das ist meiner Meinung nach (oder zumindest nicht meiner Denke nach) nicht schwulenfeindlich. Man könnte auch "Ääbsch" sagen dazu.

Ebenso wenig haben viele beim Begriff "getürkt" die Türken im Sinn....trotzdem ist der Begriff allgegenwärtig.

Und der Drummer meiner Band ist so schwarz wie die Nacht. Der lacht sich über unsere Diskussion um Pippi Langstrumpf und das "Blackfacing" schepp.

Der musste im Bus noch Weißen Platz machen, und hat weiße Laken in North Carolina rumreiten sehen...

In unserer Gesellschaft ist (vermutlich auch durch unsere Geschichte) wesentlich mehr Akzeptanz und Toleranz für Homosexuelle vorhanden als diejenigen uns glauben machen wollen, die ständig eine Diskussion darüber haben wollen.

Im Übrigen hat die Gesellschaft für deutsche Sprache ein tolles Statement über den Begriff "schwul" als solches herausgebracht....

Demnach haben die Homosexuellen selbst den Begriff in den Siebzigern für sich "positiv umgedeutet" und in Besitz genommen, ursprünglich bedeutete es nämlich das, was ich oben geschrieben habe. Es war negativ gemeint, im jeweiligen Kontext. Ein "schwuler Fußball" war demnach ein "scheiss Fußball".
Forscher: Begriff «schwul» ist heute «weitgehend wertneutral»

Wiesbaden (dpa) - Das Wort «schwul» wird von der Gesellschaft immer neutraler wahrgenommen, ist aber noch nicht völlig wertfrei. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden nach dem Outing des Ex-Fußballprofis Thomas Hitzlsperger.

Die Sprachforscher verfolgten das Adjektiv bis ins 17. Jahrhundert zurück. Es hat sich entwickelt aus «schwül» für «drückend warm». Seine heutige Bedeutung erhielt es gegen 1900. «In den Wörterbüchern tauchte es jedoch erst in den 1960er Jahren auf», berichtete die Gesellschaft am Freitag, und zwar mit der Markierung «derb». «Es war damals abwertend gemeint und wurde auch so empfunden.»

Den Wandel haben die Homosexuellen ab den 1970er Jahren selbst herbeigeführt, indem sie sich selbst als «Schwule» bezeichneten und das Wort damit positiv umdeuteten. Selbst konservative Parteien scheuen sich heute nicht mehr, es zu gebrauchen («Schwule und Lesben in der Union»).

Der Beiklang des Wortes sei aber abhängig vom Kontext: In Bezug auf sexuelle Orientierung werde «schwul» heute «weitgehend wertneutral verstanden». Anders verhält es sich in der Jugendsprache. Dort stehe «schwul» für «unattraktiv, uninteressant, unbefriedigend».
http://www.mittelhessen.de/hessen+welt/ ... 23788.html
Insofern musst du mir erklären, wieso man sich für die Benutzung des Wortes entschuldigen soll....es ist nicht meine Schuld, dass die "Szene" die Begrifflichkeit angeeignet hat.

Und interessant finde ich, dass du das "Diskussionsforum" anmahnst, aber gleichzeitig anderslautende Meinungen wie meine oder die von Bene mit den mir zugedachten Worten diskreditieren willst.

Frei nach dem Motto:

Wer nicht der Meinung ist, dass Schwule diskriminiert werden, diskriminert Schwule.
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

wkv hat geschrieben:Man könnte auch "Ääbsch" sagen dazu.
Genau!
So wie man zu einem besonders gelungenen Zuspiel in der Pfalz "gaddings" sagt und eben nicht "DER Pass war aber super hetero".

Die Frage ist doch: Muß man um das Thema so ein Fass aufmachen? Und da gehen die Meinungen eben auseinander.

Einerseits leben wir in einer "toleranten" Gesellschaft. Andererseits outet sich kaum ein junger Fußballer weil er dadurch Nachteile zu befürchten hat.
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wkv
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Beitrag von wkv »

daachdieb, mein alter Herr hat schon vom "schwulen Pass" gesprochen, noch bevor die Homosexuellen sich den Begriff zu eigen machten.

Lies mal oben.... die Bedeutung des Begriffes an sich, bevor.....
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

wkv hat geschrieben:daachdieb, mein alter Herr hat schon ..., noch bevor ...
Wir haben noch Biersorten getrunken, die schon lange vom Markt verschwunden sind.

Wir haben noch mit Wählscheibentelefonen kommuniziert.

Wir haben unsere Zigaretten noch mit Streichhölzern angemacht.

Wir sind noch in Autos gefahren, deren Fenster man hoch- und runter "kurbeln" mußte.

Leben (und auch Sprache) befindet sich in ständigem Wandel.

Auch wenn das dem ein oder anderen nicht paßt.
Oderint, dum metuant
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wkv
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Beitrag von wkv »

Und wenn einer nicht will, dass seine sexuelle Ausrichtung mit einem negativ behafteten Begriff einer alten Sprache assoziiert wird, dann soll er ihn nicht wählen.

Und damit sind die Standpunkte wohl geklärt...

Einen schönen Sonntag noch.

PS: Es wird gerade darüber diskutiert, ob Anni Friesinger sich über Schwarze lustig macht, weil sie ihnen Eisschnellauf beibringen will.

Vielleicht ein neues Betätigungsfeld für gerne Betroffene.....sogar vom richtigen Blatt.

http://www.bild.de/sport/wintersport/an ... .bild.html
bittere_pille

Beitrag von bittere_pille »

wkv hat geschrieben:daachdieb, mein alter Herr hat schon vom "schwulen Pass" gesprochen, noch bevor die Homosexuellen sich den Begriff zu eigen machten.
Sensationell! :lol:
Der hat bestimmt auch schon Fußball gespielt, als noch niemand wusste, dass es überhaupt Fußball gibt bzw. geben wird.

Btw.: Wer darf sich denn die Erstverwendung des Begriffes "schwul" auf seine Fahnen schreiben? Komm, Du weißt das doch bestimmt...

Wäre nicht jetzt auch der passende Zeitpunkt für das erste User-coming-out? Wäre doch voll der spektakuläre Tabubruch.
WkV, Du steckst so voller Ängste und Vorurteile, könnte es nicht sein, dass selbst in Dir, der Hetero-Rakete von DBB, ein klitzeklitzekleiner Teil sich nach einem Kerl sehnt? Schon mal überlegt? Geh mal in Dich, da wartet bestimmt die eine oder andere Überraschung. Wäre dann eins der Themen, über die Du ausnahmsweise mal nicht mitreden kannst (ahhhh, Du kannst bestimmt doch mitreden, weil Du wie jeder von uns ein paar Schwule kennst und sagst "das sind ganz normale Leute, solange sie mir nicht an die Wäsche wollen")

Und? Wie fühlt es sich an? Gar nicht mal so übel, was?
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

.... hat geschrieben:Danke@daachdieb für den link. Es ist natürlich diskussionswürdig, ob die Medien ein "Thema" erst künstlich hochpushen, anderseits spricht die Ressonanz der Leser/Hörer/Zuschauer ja für sich.
Dem kann man sich nur anschließen.
Zeigt der Kommentar doch sehr schön auf wie die Medien mit einer "ganz selbstverständlichen und eigentlich nicht erwähnenswerten Situation" umgehen.
Eben so, dass alles aufgebauscht und bis auf das letzte ausgeschlachtet wird.
... hat geschrieben: ...
....Thomas Hitzlsberger wollte lt. des Zeit-Interviews eben auch eine Diskussion anregen. Ich denke, dass ist auch gut so.
Dazu hätte es, nach meiner Meinung, für Hitzlsperger einen wesentlich besseren Zeitpunkt gegeben.
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" ....Sie hatten die Einladungskarten für ihre Hochzeit schon verschickt...

Im Jahr 2007 schien das Liebesglück von Thomas Hitzlsperger (damals 25) und seiner Freundin Inga (damals 28) perfekt. Am 7. Juli wollte der Stuttgarter Profi seine Jugendliebe am Starnberger See heiraten. Verwandte und Freunde waren längst eingeladen. ......."
Quelle:
http://www.bild.de/sport/fussball/thoma ... .bild.html
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Nach einer geplatzten Hochzeit bei noch laufender Karriere:
DAS wäre ein Diskusionsanschub gewesen.
Das hätte sehr viel Mut bewiesen.


Coming out ? Outing ?
Das ist mir recht egal. Soll jeder leben wie und mit wem er will, so lange es nicht mich und meinen Lebensraum einschränkt.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
antikochteufel
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Beitrag von antikochteufel »

Interessant finde ich, WIE hier diskutiert wird; wie schnell vom Inhaltlichen auf das Persönliche übergangen wird. Reflexhafte Positionsbestimmungen (wie unproblematisch man selbst mit der Thematik umgehe, wie überflüssig die Diskussion in unserem, ach so liberalen Lande doch wäre etc.). Da bildet sich das Gleiche ab wie auf Funktionärsebene, komisch :o
Und warum muß denn bei TH darüber befunden werden, was der richtige bzw. bessere Zeitpunkt gewesen wäre. So als könnte die Allgemeinheit bestimmen, was für den Einzelnen das Richtige sei. Und, provokativ gesagt, steckt in der Anmerkung, TH hätte einen besseren Zeitpunkt wählen können nicht eine subtile Anspielung, eine mutigerer (richtiger Mann?) hätte sicherlich diesen besseren Zeitpunkt gewählt?
Feuer frei :teufel2:
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Beitrag von Lonly Devil »

@antikochteufel

Nein, ich habe kein Problem damit wer auf wen partnerschaftlich fixiert ist.
Kriminelle aktivitäten allerdings ausgeschlossen.

Das hätte ich besser darstellen sollen:
Die Terminierung sollte selbstverständlich bei den betroffenen Personen liegen. Meine Anmerkung dazu, belief sich eher auf mediale Äußerungen wegen dem mutigen Schritt, inkl. Zeitpunkt, zum coming out (die Bezeichnung halte ich übrigens für blödsinnig ).

Dass Hitzlsperger kein "richtiger Mann" ( weil "nicht mutig" ) ist, wurde von Dir hinein interpretiert. Was auch an meiner dürftigen Ausführung gelegen haben kann.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
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Beitrag von c »

Mir hat mal einer erzählt, Schwule übertragen schlimme Krankheiten, wie z.B. den grauen Star?!? :?:
paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

Homosexualität weiterhin Tabuthema im Profifußball?

Nur elf Klubs beteiligen sich an Umfrage der ARD-Recherche-Redaktion Sport / Sportwissenschaftlerin Tanja Walther-Ahrens kritisiert Bundesligisten

Auch ein Jahr nach dem Coming-out des Ex-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger scheint Homosexualität im deutschen Profifußball offenbar noch immer ein Tabuthema. Das legt das Ergebnis einer Umfrage der "ARD-Recherche-Redaktion Sport" unter allen Trainern der 36 Erst- und Zweitligisten nahe. Auf eine schriftliche Anfrage haben 14 Vereine überhaupt nicht reagiert, elf sagten die Teilnahme an der Umfrage ab. Gerade einmal elf Klubs - also nur gut ein Viertel aller deutschen Profivereine - haben sich inhaltlich zum Thema geäußert. Darunter waren u. a. die Erstligisten Augsburg, Bremen, Dortmund, Hannover, Köln und Paderborn. Die "ARD-Recherche-Redaktion Sport" stellte per E-Mail Fragen wie "Wie würden Sie reagieren, wenn ein Spieler zu Ihnen käme und sich als homosexuell outet?" oder "Nehmen Sie homophobe Fangesänge oder Äußerungen in den Stadien wahr?" Verwunderung herrscht in der anfragenden Redaktion vor allem über die pauschalen Absagen der Erstligisten aus Berlin, Frankfurt, Hamburg, Hoffenheim, Leverkusen, München und Stuttgart. (...)
Quelle: presseportal.de
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Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

Preisfrage: Wie hat sich der FCK geäußert?
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Beitrag von Wutti10 »

Ohne Multiple-Choice kann man da ja nur Fehler machen?

Wie würden Sie reagieren, wenn ein Spieler zu Ihnen käme und sich als homosexuell outet?

Super, das freut mich ungemein und das ist auch gut so. Ich wollte schon immer wissen, was meine Spieler privat mit wem so treiben. Eben war auch gerade Spieler xy da und hat mir erzählt ,dass er nur auf dicktittige Rothaarige steht und gerne in Windeln schläft.
Jetzt brauchen wir eben fünf Kabinen mit entsprechender Beschilderung für ein Spiel. Heimmannschaft hetero, Heimmannschaft schwul, Auswärtsmannschaft hetero, Auswärtsmannschaft schwul und eine Kabine für die Schiedsrichter ( nur schwul).
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