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Prinz: „Es geht um Lösungen“ (Der Betze brennt)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
Thomas
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Beitrag von Thomas »

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Interview mit Aufsichtsratskandidat R. Marco Prinz
„Es geht um Lösungen“

Marco Prinz ist der fünfte von insgesamt 13 Bewerbern auf einen Platz im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern, der sich in unserer Interviewreihe einigen Fragen zu seiner Kandidatur stellt. Der 41-jährige erklärt, was aus seiner Sicht schon gut ist beim FCK und was noch besser geht.

Der Betze brennt: Im Sommer gab es einige grundlegende Veränderungen beim FCK: Neuer Sportdirektor, neue Spieler, neues Konzept. Wieso sollte aus Ihrer Sicht auch im Aufsichtsrat der Reset-Knopf gedrückt werden, Marco Prinz?

R. Marco Prinz (41): Meines Erachtens gab es im Sommer keine grundlegenden Veränderungen beim FCK, wenn man den Gesamtverein im Auge hat, was ja Aufgabe des Aufsichtsrates ist. Es gab zwar einen Strategiewechsel im sportlichen Bereich, der bislang für unseren FCK durchaus erfolgreich läuft. Zum Leben in einem großen Traditionsverein gehört allerdings mehr, als das Geschehen auf dem Rasen. Da gibt es langfristige Themen. Um es auf den Punkt zu bringen: Es geht um Lösungen, zum Beispiel in der Arbeit des Satzungsausschusses, bei der Frage nach einer Fanabteilung und bei allen Anliegen der Mitglieder. Aufsichtsrat zu sein bedeutet, die Stimme der Vereinsmitglieder und deren Belange wahrzunehmen.

Der Betze brennt: Stellen Sie sich doch bitte kurz vor, zunächst beruflich und privat.

Prinz: Ich bin 41 Jahre, lebe seit siebeneinhalb Jahren in Kaiserslautern, fühle mich in der Stadt sehr wohl, habe aus diesem Grund hier ein Haus gekauft und die Pfalz als Heimat gerne angenommen. Seit dieser Zeit bin ich als gelernter Diplom-Kaufmann beim Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Kaiserslautern Stadt, als Geschäftsführer aktiv und somit stark im regionalen Geschehen vernetzt. Ebenso bin ich Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH und der DRK-Service- & BeratungsGesellschaft Rheinland-Pfalz.

Der Betze brennt: Seit wann fühlen Sie sich mit den Roten Teufeln verbunden und wie haben Sie sich in der großen FCK-Familie bisher eingebracht?

Prinz: Seit jeher bin ich fußballbegeistert und habe den FCK als einen der großen Fußballvereine mit Seele in Deutschland wahrgenommen. Mit meinem Amtsantritt in Kaiserslautern entstand der erste direkte Kontakt: Unser Sanitäts- und Rettungsdienst sorgt immer für die Sicherheit der Fans an Spieltagen in Kaiserslautern. Auf diese Weise habe ich in den vergangenen Jahren kaum ein Heimspiel auf dem Betze verpasst und wurde von der FCK-Begeisterung gepackt.

Der Betze brennt: Wie bewerten Sie die aktuelle Amtsperiode des Aufsichtsrates, also die letzten drei Jahre - welche Erfolge kann die Vereinsführung in dieser Zeit vorweisen?

Prinz: Die Platzierung der Betze-Anleihe und die Idee ihrer Verwendung zur Nachwuchsförderung waren markante Ereignisse der vergangenen drei Jahre. Der schnelle Zugriff auf die Anleihe zeigt die hohe Attraktivität des Vereins in der Region. Ferner freue ich mich über das Bilanzergebnis und die dargestellte wirtschaftliche Genesung des Vereins. Hier gilt es aber die noch offenen Fragen, es liegen wohl Anträge dazu für die Jahreshauptversammlung vor, zu klären und das Ergebnis zum Saisonende zu bewerten.

Der Betze brennt: Und was lief aus Ihrer Sicht weniger gut? Wo sehen sie Verbesserungspotential?

Prinz: Grundsätzliches: Der Aufsichtsrat ist gewählter Vertreter der Mitglieder und Kontrollorgan. Das bedeutet, jedes gewählte Aufsichtsratsmitglied bekleidet den Posten nicht zum Selbstzweck, sondern im Interesse und Auftrag der Mitglieder. Allein die in den Anträgen zur Mitgliederversammlung aufgeworfenen Fragen zeigen, dass hier ein großes, offensichtlich unbefriedigtes Bedürfnis nach mehr Kommunikation und Transparenz besteht. Ein sportlicher Erfolg wäre aus meiner Sicht der formulierte Anspruch zum gewünschten Aufstieg in die erste Liga gewesen. Des Weiteren gibt es meiner Meinung nach Verbesserungspotential bei der Transferpolitik.

Der Betze brennt: Vielen Mitgliedern fällt es schwer, die Arbeit der einzelnen Aufsichtsräte zu bewerten, weil über die Diskussionen und über unterschiedliche Sichtweisen in dem Gremium wenig veröffentlicht wird. Nicht zuletzt daraus resultiert auch der immer wieder zu hörende Vorwurf, dass der Aufsichtsrat nur die Wünsche des Vorstands „abnicke“ anstatt zu „kontrollieren“. Wie könnte man über die Tätigkeit des Aufsichtrates mehr Transparenz schaffen und was spricht möglicherweise dagegen?

Prinz: Das Zitat des „Abnickens“ stammt übrigens nicht von außerhalb, sondern aus dem Aufsichtsrat selbst, von einem ausgeschiedenen Mitglied <i>(der 2011 zurückgetretene Hartmut Emrich; Anm. d. Red.)</i>. Dies ist keinesfalls so zu handhaben, denn allein aus haftungsrechtlichen Fragen liegt es völlig im Eigeninteresse jedes Aufsichtsratsmitgliedes, seine Kontrollfunktion gewissenhaft auszuüben. Natürlich gehört eine hohe Vertraulichkeit innerhalb des Gremiums zur Aufgabe und der Aufsichtsrat steht nicht im Rampenlicht. Das widerspricht aber nicht dem Anspruch der Mitglieder auf Information. Diese muss generell durch den Vorstand sichergestellt sein. Darüber hinaus fordert unsere Satzung vom Aufsichtsrat regelmäßig, jedes Quartal, einen Zwischenbericht bzgl. der wirtschaftlichen Situation des Vereins. Dieser sollte umfassend und transparent sein.

Der Betze brennt: Sie sind erst vor kurzem Vereinsmitglied geworden und bewerben sich sofort für den Aufsichtsrat. Wer oder was hat Sie zu Ihrer Kandidatur motiviert? Und was entgegnen Sie dem Vorwurf, dass Ihnen als Neumitglied die Erfahrung im FCK-Vereinsleben fehlt?

Prinz: In den vergangen sieben Jahren habe ich den FCK nicht nur als Fußballverein, sondern als einen gesellschaftlichen Anker in Kaiserslautern erlebt. Die Stimmungslage in der Stadt wird durchaus vom Erfolg der Roten Teufel bestimmt. Ein Engagement in diesem emotionalen Umfeld, das für die Stadt Kaiserslautern von herausragender Bedeutung ist, empfinde ich als besondere Herausforderung und möchte hier meine wirtschaftliche Kompetenz und meine Vereinserfahrung einbringen. Tatsächlich bin ich seit Juli 2014 Mitglied beim FCK. An Erfahrungen im Vereinsleben mangelt es jedoch nicht – im Gegenteil. Als DRK-Geschäftsführer ist meine tägliche Aufgabe, Wirtschaftlichkeit in einer Vereinsstruktur mit hohem ehrenamtlichen Einsatz und sozialem Auftrag in Einklang zu bringen.

Der Betze brennt: Als DRK-Geschäftsführer in der Westpfalz sind Sie - ebenso wie viele FCK-Fanclubs – auch im sozialen Bereich tätig. Würden Sie die soziale Verantwortung des gesamten Vereins auch im Aufsichtsrat zum Thema machen?

Prinz: Soziale Verantwortung ist eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Vereinsleben. Das beginnt im alltäglichen Umgang. Der FCK ist Vorbild. Zur sozialen Verantwortung zählen Werte wie Respekt, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit. Diese Werte im Verein und im geschäftlichen Umfeld zu leben, ist für mich selbstverständlich. Genauso wie es selbstverständlich ist, dass der Aufsichtsrat darauf einwirkt.

Der Betze brennt: Vor einem halben Jahr hat der amtierende Aufsichtsrat den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz sehr frühzeitig verlängert. Wie bewerten Sie diesen Schritt aus ihrer Sicht als Neubewerber, hätte man dafür nicht besser die nun anstehende Neuwahl des Aufsichtsrates abwarten sollen?

Prinz: Ich kenne die Beweggründe nicht und dieser Schritt bzw. der Zeitpunkt war auch für mich eine Überraschung. Der amtierende Aufsichtsrat hat die Entscheidung getroffen und wird die Gründe hierfür sicherlich bei der Mitgliederversammlung darlegen können.

Der Betze brennt: Alle paar Jahre wieder im Gespräch ist auch eine Ausgliederung und es ist davon ausgehen, dass dieses Thema die nächste Amtsperiode des Aufsichtsrates entscheidend mitprägen wird. Auch bei vielen anderen Vereinen wird emotional darüber debattiert: Der Hamburger SV wurde ausgegliedert, beim SC Freiburg wurde dieser Schritt fast einstimmig abgelehnt, der VfB Stuttgart plant eine Entscheidung im nächsten Jahr. Bezogen auf den FCK gefragt: Sind Sie für oder gegen eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung?

Prinz: Ich versuche es mal mit einer Überleitung zu erklären: 2008 hat man den gesamten Rettungsdienst in der Westpfalz aus vielen Vereinen in eine gemeinnützige GmbH überführt. Voraussetzung dafür waren nicht nur klare Entscheidungen in den Gremien, sondern auch ausführliche und offene Diskussionen über Vor- und Nachteile. Bezogen auf den FCK: Um die Ausgliederungsfrage zu beantworten, bedarf es einer breiten, transparenten Debatte, die ohne Zeitdruck und mit unabhängiger fachkompetenter Expertise geführt wird. Nur auf dieser Grundlage sollte die Mitgliederversammlung die Vor- und Nachteile abwägen und als höchstes Vereinsgremium die Frage beantworten.

Der Betze brennt: Die Abteilung Fußball, welcher der allergrößte Teil der Vereinsmitglieder angehört, liegt seit einigen Jahren brach und existiert rein formal betrachtet gar nicht mehr. Wie beurteilen Sie persönlich die vorgeschlagene Lösung für diese Problemstellung, eine Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ nach dem Vorbild von Klubs wie Borussia Dortmund oder Eintracht Frankfurt zu gründen, um den betroffenen FCK-Mitgliedern wieder eine echte Heimat innerhalb ihres Vereins zu geben und um auch die Abteilungen neben dem Fußball besser zu unterstützen?

Prinz: Ich verstehe nicht, wo die Gründung einer Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ problematisch sein soll. Nochmals: Die Mitglieder sind die Seele des Vereins.

Der Betze brennt: Abschließend und mit Ihren eigenen Worten zusammengefasst: Warum sollten die FCK-Mitglieder Ihnen ihre Stimme geben?

Prinz: Ich verknüpfe eine 20-jährige Vereinserfahrung mit hoher Wirtschaftskompetenz in diesem Bereich. Mein hohes Engagement möchte ich auch gerne für den FCK einbringen, um die wirtschaftliche Basis des Vereins zu stärken als Grundlage für sportlichen Erfolg. Wie bereits ausführlich geschildert, ist dabei das Verständnis als Interessenvertreter der Mitglieder maßgeblich und das muss in der Praxis auch gelebt werden.

Der Betze brennt: Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Wahl!

Quelle: Der Betze brennt

Steckbrief

Name: R. Marco Prinz
Alter: 41
Wohnort: Kaiserslautern
Beruf: Dipl. Kaufmann / Geschäftsführer
FCK-Mitglied seit: 7/2014
Dauerkarte seit: 2009

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- Übersicht: Alle Infos und Artikel zur Jahreshauptversammlung 2014
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Hellfire
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Registriert: 10.08.2006, 05:01
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Vereinsmitglied: Nein
Wohnort: Wohnen in Mainz - Fußball in Kaiserslautern!!!

Beitrag von Hellfire »

"Ein Engagement in diesem emotionalen Umfeld, das für die Stadt Kaiserslautern von herausragender Bedeutung ist, empfinde ich als besondere Herausforderung und möchte hier meine wirtschaftliche Kompetenz und meine Vereinserfahrung einbringen."

Geht es ihm hier nun um den 1. FC Kaiserslautern oder um die eigene Herausforderung? Diese Klippe wurde für meinen Geschmack zu stramm umschifft.
Eine Abwehr aus Granit - so wie einst Real Madrid -
und so zogen wir in die Bundesliga ein, und wir werden wieder Deutscher Meister sein!
Hellboy
Beiträge: 6652
Registriert: 27.05.2007, 11:22
Wohnort: Aachen

Beitrag von Hellboy »

Hmmm...

Ich würd's mal so formulieren: Ein Selbstläufer wird die Wahl für Herrn Prinz sicherlich auch nach diesem Interview nicht...
35
FCK58
Beiträge: 13148
Registriert: 14.04.2009, 18:25
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von FCK58 »

Von all den bisher vorgestellten Kandidaten gibt Herr Prinz fuer mich mit Abstand das schlechteste Bild ab. Wobei man ihm aber durchaus zugestehen muss, dass seine Mitbewerber die Messlatte von Interview zu Interview hoeher gelegt haben.
Hoffen wir auf einen Radikalschnitt im AR, damit endlich die vorhandene Kompetenz auch sinnvoll genutzt werden kann.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

Tatsächlich bin ich seit Juli 2014 Mitglied beim FCK. An Erfahrungen im Vereinsleben mangelt es jedoch nicht – im Gegenteil.
Aha. Was hat den seit jeher fußballbegeisterten denn so bewogen? Und es ging nicht um "Vereinsleben", es ging um UNSER VEREINSLEBEN IM FCK. tut mir leid, Streichkandidat für mich.
BetzeFanSeit1979
Beiträge: 3
Registriert: 14.11.2014, 19:12

Beitrag von BetzeFanSeit1979 »

Bei so mancher Aussage Prinz' konnte ich nur den Kopf schütteln. Ich bin selbst beim DRK aktiv und kenne Prinz daher seit seinem Amtsantritt beim DRK in Lautern, von daher habe ich ein etwas anderes Bild von ihm selbst, als er es selbst zu haben scheint. Ich werde daher mal ein paar seiner Aussagen kritisch beleuchten.
Mit meinem Amtsantritt in Kaiserslautern entstand der erste direkte Kontakt: Unser Sanitäts- und Rettungsdienst sorgt immer für die Sicherheit der Fans an Spieltagen in Kaiserslautern. Auf diese Weise habe ich in den vergangenen Jahren kaum ein Heimspiel auf dem Betze verpasst und wurde von der FCK-Begeisterung gepackt.
Diese Aussage ist ein Witz. Tatsache ist, daß das DRK seit vielen Jahren den Sanitätsdienst auf dem Betze stellt. Tatsache ist aber auch, dass Prinz, anders als von ihm suggeriert, "auf diese Weise" eben nicht "kaum ein Heimspiel verpasst" hat, denn er selbst hat mit den Betze-Diensten des DRK genau NICHTS zu tun. Diese Dienste werden komplett vom ehrenamtlichen Bereich des DRK organisiert und geführt. Prinz hat noch nie auch nur ansatzweise einen Dienst auf'm Betze mitgemacht.
Der Aufsichtsrat ist gewählter Vertreter der Mitglieder und Kontrollorgan. Das bedeutet, jedes gewählte Aufsichtsratsmitglied bekleidet den Posten nicht zum Selbstzweck, sondern im Interesse und Auftrag der Mitglieder.
Auch bei DRK-Kreisverband gibt es ein Aufsichtsgremium. Es heißt zwar nicht Aufsichtsrat, aber hat ähnliche Funktionen. Seltsam nur, dass Prinz diesem Gremium das nicht zugestehen will. Die von den Rotkreuzgemeinschaften demokratisch gewählten Mitglieder werden in den Sitzungen regelmäßig von ihm abgekanzelt, einzelne Mitglieder gerne auch mal beleidigt. Die Meinungen aus den einzelnen Gemeinschaften (vergleichbar mit den Abteilungen beim FCK) interessieren ihn im Regelfall herzlich wenig.
Darüber hinaus fordert unsere Satzung vom Aufsichtsrat regelmäßig, jedes Quartal, einen Zwischenbericht bzgl. der wirtschaftlichen Situation des Vereins. Dieser sollte umfassend und transparent sein.
Auch beim DRK soll es solche Zwischenberichte geben. Von Transparenz kann da allerdings keine Rede sein, denn hier versucht Prinz regelmäßig, durch "geschicktes" Zusammenfassen von Positionen ein klares, eindeutiges Bild zu verhindern.
Als DRK-Geschäftsführer ist meine tägliche Aufgabe, Wirtschaftlichkeit in einer Vereinsstruktur mit hohem ehrenamtlichen Einsatz und sozialem Auftrag in Einklang zu bringen.
Ehrenamt? Für Prinz sind Ehrenamtler solange gut, wie sie ihre (unbezahlte) Arbeit machen und so ihren Teil zum Umsatz des DRK beitragen? Ihre fachliche Meinung interessiert ihn im Regelfall ebensowenig wie ihr gelebtes soziales Engagement. Und der "soziale Auftrag"? Ich wage zu behaupten, dass am Verhalten von Herrn Prinz insbesondere gegen den Ehrenamtlichen nichts Soziales festzustellen ist.
Zur sozialen Verantwortung zählen Werte wie Respekt, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit. Diese Werte im Verein und im geschäftlichen Umfeld zu leben, ist für mich selbstverständlich.
[/quote]

Tja, wenn diese Werte so selbstverständlich wären, dann käme davon vielleicht was bei den Ehrenamtlern im DRK-Kreisverband oder den Hauptamtlichen in der Rettungsdienst-GmbH an. Ein Beispiel für Respekt. Vor geraumer Zeit kam es auf einer der Rettungswachen zu einem schweren Verkehrsunfall, bei der mehrere Mitarbeiter verletzt wurden. Prinz hielt es nach meinem Kenntnisstand nicht mal für nötig, sie im Krankenhaus zu besuchen.

Zusammenfassend möchte ich meine Meinung über Prinz wie folgt zusammenfassen: Meines Erachtens geht es ihm in keinster Weise um den Verein, sondern lediglich um sich selbst bzw. seine Profilierung. Wie er ja selbst sagt, ist er "stark im regionalen Geschehen vernetzt" - sicher nicht zu seinem eigenen Nachteil. Mein Eindruck ist, dass er hier primär aus eigenem Interesse sein Netzwerk erweitern möchte. Echtes Interesse an unserem Verein, dem FCK, konnte ich in den rund 7 Jahren, die er in Kaiserslautern tätig ist, bei ihm definitiv nicht feststellen.
bittere_pille

Beitrag von bittere_pille »

Aber der Hintergrund von seinem Bewerbungsfoto ist der Hammer. Da fehlen nur noch ein paar niedliche Entlein.
Irgendwie putzig für einen Mann in seinem Alter.
Aramedis
Beiträge: 428
Registriert: 21.04.2010, 18:15

Beitrag von Aramedis »

BetzeFanSeit1979 hat geschrieben:Bei so mancher Aussage Prinz' konnte ich nur den Kopf schütteln. Ich bin selbst beim DRK aktiv und kenne Prinz daher seit seinem Amtsantritt beim DRK in Lautern, von daher habe ich ein etwas anderes Bild von ihm selbst, als er es selbst zu haben scheint. Ich werde daher mal ein paar seiner Aussagen kritisch beleuchten.
...
Das hast du wirklich sehr gut wieder gegeben.
Meine Tage als Zivi beim DRK sind nun auch schon ein paar Tage (Jährchen her) aber der Gute Herr Prinz, tja wem ist er den kein Begriff!
Im Leben geht es ihm nicht um den FCK sondern darum ein weiteres Bein in irgend einer Tür zu haben.

Nein Danke!!!
Johannes B. Kerner: -Und wenn Wembley die Kathedrale des Fußballs ist, dann haben die Deutschen hier heute einen kräftigen Schluck Weihwasser gesoffen, das Gesangbuch geklaut und die Kerzen ausgepustet
Marcel Reif: Sollten Sie dieses Spiel atemberaubend finden, dann haben Sie es an den Bronchien
Seit1969
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Beitrag von Seit1969 »

Oh weh, Oh weh.
Das sieht aber nicht gut aus für Herrn P. wenn sich extra jemand neu anmeldet bei DBB, beim DRK arbeitet, den Kandidaten anscheinend bestens beruflich und sozial einordnen kann und die Kandidatur so kritisch wie emotional beleuchtet. Eine Mitgliedschaft im Verein offensichtlich nur zum Zweck der Kandidatur zum AR getätigt zu haben, wird ein Übriges dazu beisteuern Herrn Prinz zu dem zu degradieren was er ist, ein ZÄHLKANDIDAT!
Fly with the eagle or scratch with the chicken
Seit1969
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Beitrag von Seit1969 »

Seit1969 hat geschrieben:Oh weh, Oh weh.
Das sieht aber nicht gut aus für Herrn Prinz wenn sich extra jemand neu anmeldet bei DBB, beim DRK arbeitet, den Kandidaten anscheinend bestens beruflich wie sozial einordnen kann und Hr Prinz so kritisch wie emotional beleuchtet. Die Mitgliedschaft im Verein, offensichtlich nur zum Zweck der Kandidatur getätigt zu haben, wird ein Übriges dazu beisteuern Herrn Prinz zu dem zu degradieren was er ist, ein ZÄHLKANDIDAT!
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Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

Es geht um Lösungen.
Im vorliegenden Fall ist die Lösung nicht schwer zu finden.
Die Antwort lautet Nein.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
Hellboy
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Beitrag von Hellboy »

bittere_pille hat geschrieben:Aber der Hintergrund von seinem Bewerbungsfoto ist der Hammer. Da fehlen nur noch ein paar niedliche Entlein.
Irgendwie putzig für einen Mann in seinem Alter.
Das ist Photoshop. Eigentlich steht er in der brennenden West.
35
Rheinteufel2222
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Beitrag von Rheinteufel2222 »

FCK58 hat geschrieben:Von all den bisher vorgestellten Kandidaten gibt Herr Prinz fuer mich mit Abstand das schlechteste Bild ab.
Aber das hübscheste Foto.
- Frosch Walter -
bene667
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Beitrag von bene667 »

Hellboy hat geschrieben:
bittere_pille hat geschrieben:Aber der Hintergrund von seinem Bewerbungsfoto ist der Hammer. Da fehlen nur noch ein paar niedliche Entlein.
Irgendwie putzig für einen Mann in seinem Alter.
Das ist Photoshop. Eigentlich steht er in der brennenden West.
Ein Anzugoberteil haben sie ihm auch drauf retuschiert... denn in der Regel steht er in der West Oberkörper-frei...auch im Winter.
"Es gab schon viele Weltmeister, die später Alkoholiker wurden. Aber ich bin der erste Alkoholiker, der Weltmeister wurde."
Eckhardt Dagge, Superweltergewichts-Weltmeister 1976

"Eine Frau, die schweigt, sollte man nicht unterbrechen."
Der alter FCKler
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Beitrag von Der alter FCKler »

Komisch, da kommt mir irgendwas spanisch vor.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es sich um den bzw. einer der unlängst von einem User angekündigten Frischmitglied-Kandidaten handelt.

Fehlt nur noch der Quante als Kandidat :x
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Ich sag mal salopp der Prinz wird kein König, im Interview kommt nicht viel rüber, wo man sagen kann " Jah ".
Kurz noch im Forum merkt man so langsam die Fronten in welche Richtungen man(n) tickt.
Es wird hoch spannend am Sonntag 23.11
manana

Beitrag von manana »

FCK58 hat geschrieben:Von all den bisher vorgestellten Kandidaten gibt Herr Prinz fuer mich mit Abstand das schlechteste Bild ab. Wobei man ihm aber durchaus zugestehen muss, dass seine Mitbewerber die Messlatte von Interview zu Interview hoeher gelegt haben.
Hoffen wir auf einen Radikalschnitt im AR, damit endlich die vorhandene Kompetenz auch sinnvoll genutzt werden kann.
Hier schließe ich mich an.
Die Antworten sind extrem politisch gehalten, viel gesagt/geschrieben und schlussendlich doch nichts gesagt.
Darüber hinaus habe ich bzgl. Funktionären des DRK gegenüber immer ein schlechtes Gefühl. Das liegt wohl an der negativen Presse und hat nichts mit den “Machern“ zu tun.
Just my 2 cent
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Beitrag von paet_fck »

Ich teile die Meinung, die in den vorangegangen Beiträgen zum Ausdruck kam. Wirkt auf mich ein bisschen schwammig, um nicht zu sagen unaufrichtig. Als ob das Vereinsleben im DRK mit dem bei einem Fußballverein vergleichbar wäre - und das ist nur die Kritik, die sich auf die Kompetenz bezieht, die er vermeintlich einzubringen gedenkt. Alle weiteren Ausführungen spare ich aus. Fazit: Streichkandidat für mich.
Markttingler

Beitrag von Markttingler »

Hellboy hat geschrieben:Hmmm...

Ich würd's mal so formulieren: Ein Selbstläufer wird die Wahl für Herrn Prinz sicherlich auch nach diesem Interview nicht...
Sehe ich auch so. Zu allgemein gehalten und damit für mich ein "Leichtgewicht"...
Rossobianco
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Beitrag von Rossobianco »

Wer in dieser Branche arbeitet, kennt Herrn Prinz. Mit Sozialem Engagement hat das ganze so viel zu tun, wie Guantanamo ein Öko-Knast ist!

Sicherlich ist er für sein Alter überaus erfolgreich in seiner Branche. Man sollte man die Mitarbeiter fragen, warum. Im sozialen Dienstleistungsbereich (Rettungsdienst ist öffentlich rechtlich!) muss man über Leichen gehen um Umsatz zu machen! Und ich weiß, wovon ich da rede! Und vor allem müsste man seine Mitarbeiter fragen, ob er teamfähig ist, denn das ist ja die Hauptsachein einem Aufsichtsrat, nicht nur die Chance, sich einen Posten dazu zu holen.

Sagen wir es so, wenn die Mitarbeiter des DRK ihn wählen würden, dann würde ich nochmal drüber schlafen.... :-D

Zwei allerdings grundlegende Argumente für ein Nein bleiben:
1) Die viel zu kurzfristige Vereinszugehörigkeit. Da ist klargestellt, dass er den FCK nicht "achtet", sondern maximal "schätzt". Das ist ein absoluter Unterschied. Der selbe wie 2006 bei Rombach, ich hoffe man fällt da nicht mal drauf rein. Profilneurose ist kein guter Berater in diesem Amt!

2) Das DRK ist unumwunden Geschäftspartner des FCK, der Mann ist der Geschäftsführer! NO GO!
Wenn es auch bei Herrn Theis keine direkte Verquickung gibt, er nur bei der Karlberg arbeitet, dann ist es bei Herrn Prinz auf jeden Fall eine direkte Verbindung. Unglaublich, dass der Ehrennrat diese Bewerbung zulässt!

Wenn ich Herrn Prinz eine Frage stellen dürfte wäre es diese:
Herr Prinz, hat sie ein amtierendes Vorstands- oder Aufsichtsratmitglied dazu animiert, sich auf diese Position zu bewerben und wenn ja, welches??? Hand auf die Bibel, Herr Prinz!

Für mich der absolute No-Go-Kandidat, ich setze ihn auf Platz 13. Sogar hinter Rombach und Frenger!
"Ich weiß, wie die Deutschen ticken,... ich war in Kaiserslautern"
(Pep Guardiola, 1991 als Spieler des FC Barcelona in der Champions League am Betzenberg zu Gast, vor seinem Engagement in München.)
rossobianco | fidei defensor
:teufel2:
BetzeFanSeit1979
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Registriert: 14.11.2014, 19:12

Beitrag von BetzeFanSeit1979 »

Danke, RossoBianco,

Du stellst die richtigen Fragen.
Und vor allem müsste man seine Mitarbeiter fragen, ob er teamfähig ist, denn das ist ja die Hauptsachein einem Aufsichtsrat, nicht nur die Chance, sich einen Posten dazu zu holen.

Sagen wir es so, wenn die Mitarbeiter des DRK ihn wählen würden, dann würde ich nochmal drüber schlafen....
Beide Fragen, also sowohl die nach seiner Teamfähigkeit als auch die, ob ich als DRK-Mitglied ihn wählen würde, kann ich mit einem klaren NEIN beantworten.
Sicherlich ist er für sein Alter überaus erfolgreich in seiner Branche. Man sollte man die Mitarbeiter fragen, warum. Im sozialen Dienstleistungsbereich (Rettungsdienst ist öffentlich rechtlich!) muss man über Leichen gehen um Umsatz zu machen!
Eins muß man ihm lassen: das kann er. Mobbing, Beleidigung, Ignorieren von Kritik, usw., das sind alles Fähigkeiten, die er hat. Ach ja, Ausbeutung wäre auch noch ein Thema. Wenn man mal ein wenig googelt, findet man interessante Berichte über die Ausbeutung von nebenberuflichen Kräften. 3,20 EUR je Stunde als Vergütung für Rettungssanitäter standen da im Raum.

Absolut berechtigt ist auch der Hinweis auf die geschäftliche Verbindung zwischen dem DRK-Kreisverband Kaiserslautern-Stadt und dem FCK. Das DRK macht einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Umsatzes im Sanitätsdienst mit dem FCK. Die Befürchtung, dass es hier bei einer Wahl zu einem deutlichen Interessenkonflikt kommen könnte, ist nicht von der Hand zu weißen. Und sei es nur, dass man im Zweifelsfall bei strittigen Entscheidungen pro Vorstand abstimmt, um den Auftrag nicht zu verlieren. Das ist nicht ausschließlich ein Problem des Prinz, sondern jedes Kandidaten, der in einem geschäftlichen Verhältnis zum FCK steht. Unabhängigkeit ist in einem solchen Fall nicht gewährleistet.

Über die zufällig kurz vor der Wahl entdeckte Liebe zum FCK, die zu einem Eintritt und umgehender Kandidatur geführt haben, brauchen wir wohl gar nicht weiter zu diskutieren. Das ist ein No-Go.
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Der alter FCKler hat geschrieben:
Fehlt nur noch der Quante als Kandidat :x
Da hätte der Verein doch so richtig viel steuerliche Kompetenz am Start. :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
Hellboy
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Beitrag von Hellboy »

@betzefanseit1979 und einige andere:

Nur so eine kleine Randbemerkung: So interessant ich auch einige Infos von Insidern hier finde, sollte man vielleicht ein wenig im Auge behalten, welche Dinge man in einem öffentlich zugänglichen Forum wie diesem allzu konkret benennt und ob dies mögliche (rechtliche, arbeitsrechtliche...) Konsequenzen wirklich wert wäre. Das ist schon starker Tobak, was hier teilweise zu lesen ist...

Also: Passt bei aller Emotionalität ein bißchen auf euch auf, wir sind hier nicht unter uns!
35
BetzeFanSeit1979
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Registriert: 14.11.2014, 19:12

Beitrag von BetzeFanSeit1979 »

Hellboy hat geschrieben:Also: Passt bei aller Emotionalität ein bißchen auf euch auf, wir sind hier nicht unter uns!
Ich bin mir dessen vollauf bewusst.
Südpälzer
Beiträge: 2974
Registriert: 03.08.2010, 13:56

Beitrag von Südpälzer »

Der alter FCKler hat geschrieben:Fehlt nur noch der Quante als Kandidat :x
Würde ich fast noch eher wählen als Prinz.

Mich würde mal interessieren, für was "R. Marco Prinz" steht? Ist das R. der erste Vorname, oder irgendein seltsamer Titel?
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