betzefan94 hat geschrieben:
@Mac41,
Du bist sehr, sehr sachlich in dieser Frage.
Soll ich das als Kompliment werten?
Ich scheine ja immer administrabler zu werden, wenn man mir hier schon Sachlichkeit vorwirft!
Die Frage der Ausgliederung ist etwas, was mit viel Emotionen sicher nicht richtig beantwortet werden kann. Auch hektischer Aktionismus ist da ein schlechter Ratgeber.
Speziell beim FCK!
Bisher hat mir noch keiner so richtig erklären können, warum man die Ausgliederung unbedingt braucht. Gut ein paar Argumente kenne ich, ein paar kann ich mir denken, aber überzeugen tun sie mich bisher wirklich nicht.
Am schlimmsten finde ich das Argument...
wir brauchen die Ausgliederung, weil nur mit einem Investor geht es mit dem FCK wieder aufwärts - besser nur so kann er die internationale Klasse erreichen und halten (da wo wir hingehören!)
Wo ist der Investor? Bringt er uns da überhaupt hin? Und was wollen wir dort oder besser wie wollen wir dort sein?
Solange der FCK kein Selbstbild von sich selbst hat, ausser auf der einen Seite das permanente Durchwursteln und auf der anderen Seite den moralischen Anspruch des personifizierten Leitbildes Fritz Walter, brauchen wir keine Ausgliederung, denn wir wissen ja noch nicht einmal wofür und warum.
Und Unabhängigkeit in Entscheidungen oder das Vermeiden von Steuern?
Ob diese beiden Argumente Pro Ausgliederung wirklich den einen Schritt auf diesem Way of NoReturn rechtfertigen?
Sollten wir eine Ausgliederung durchführen, nur weil der Vorstand eine emotionale Blähung bekommt, wenn er an den Mitgliederbeschluss zu ViaNoGo denkt? Oder einen Augenkrampf, wenn er den Gewerbesteuerbescheid der Stadt sieht? Steuerreduktion ist ein Argument mit dem überteuerte Gewerbeobjekte in Ostdeutschen Industriegebieten vertickt wurden. Und nicht nur Andy Brehme hat daran immer noch zu knabbern. Aber es ist keine der BigBullits in einem Konzept für die Zukunft des Vereins.
SEAN hat geschrieben:Gehen wir mal davon aus, das ausgegliedert wird. Bleibt der Fröhner Hof in den Händen des ursprünglichen FCK e. V. oder wird das zur Masse von der ausgegliederten Profiabteilung?
Könnte es sein, das man den Fröhner Hof bei einer Ausgliederung und verbleib im e.V. schützt, falls die Kapitalgesellschaft mal gegen die Wand fährt und Insolvent ist?
Nach der letzten - hier vorliegenden Satzung:
- Der Verein kann die Lizenzspieler-, Amateur-, A- und B-Junioren- Mannschaften der Fußball-Abteilung in eine Tochtergesellschaft „1. FC Kaiserslautern Fußball Aktiengesellschaft” ausgliedern. Der Verein ist mehrheitlich an der „1. FC Kaiserslautern Fußball Aktiengesellschaft” beteiligt und muss in der Haupt- oder Gesellschafter- Versammlung über mehr als 50 Prozent der Stimmrechte verfügen.
würden die Jugendmannschaften (A,B) und die Amateure mit in die Kapitalgesellschaft gehen und auch das NLZ.
Das wäre neben Namen (Logo), Werbe und TV Rechten und ein paar Spielerwerten, das Einzige, was werthaltig in die Gesellschaft eingebracht werden könnte.
Ob die Anleihe dann so einfach mitgeht?
Einfach jedenfalls nicht, aber ich glaube wohl möglich. Doch das wäre einer sorgfältigen Analyse zu unterziehen, für die ich nicht kompetent genug bin.
Ach ja, wenn die Anleihe denn im Verein bleibt, ist der immer von der Pleite bedroht, da er am Tropf der Gesellschaft hängt.