Ging wohl generell ziemlich rund, sogar Haber war involviert
Lokalsport
Partygäste vermiesen Gastgeber die Stimmung
Fussball: 1. FC Kaiserslautern II verliert 1:2 gegen SpVgg Neckarelz – Zellner feiert sein Comeback, Osei-Kwadwo sieht Rot
Von Maria Huber
Aufgeben war für Steven Zellner nie ein Thema. Er wusste, dass er zurückkommen wird. Dass sein Comeback gestern im Regionalligaspiel gegen Neckarelz im Fritz-Walter-Stadion nicht mit einem Sieg endete, trübte die Freude zwar etwas, aber die Erleichterung war ihm trotzdem anzumerken.
Fast genau ein Jahr ist es her, dass der 23-Jährige nach seinem Kreuzbandriss operiert wurde. Aufgeben war für ihn aber nie Thema, sondern immer nur das Weiterkämpfen. „Sami Khedira hat nach einem halben Jahr WM gespielt. Das hat mich motiviert“, sagt er und freut sich, dass er 45 Minuten lang auf dem Platz stand und das Knie hält.Es war ein Heimspiel für ihn, weil’s im Fritz-Walter-Stadion war und weil er die Jungs von der U23 ohnehin alle kennt, von früher und vom Einzeltraining. Dass es nicht zum Sieg gereicht hat, tut ihm deshalb auch für sie leid. „Kleinigkeiten entscheiden oft ein Spiel. Eine ältere, erfahrene Mannschaft weiß, wie man Fußball spielt, wie man sich fallen lassen kann.“
Besonders auf die Profis habe sich Neckarelz eingeschossen, stellt Trainer Konrad Fünfstück fest und hat dabei auch Manfred Osei-Kwadwo im Hinterkopf, der mehrfach gefoult wurde und seinen Gegenspieler im Getümmel kurz vor dem Schlusspfiff schubste, dafür Rot sah. „Auch für Müller, Schindele, Zellner ist es eine Erfahrung, dass sie in der Regionalliga noch einen Tick mehr gejagt werden.“
Tumultartige Szenen gab es auch abseits des Platzes, in der Nachspielzeit. Sebastian Szimayer von der SpVgg wurde ausgewechselt, beleidigte Koordinator Marco Haber mit einer Geste, daraufhin gingen die beiden Betreuerteams aufeinander los.
Kapitän Mario Pokar ärgert sich währenddessen über ganz andere Szenen. Humba, humba, tätärä, Jubel, eine Busladung Fans aus Neckarelz, die Stimmung machten, das Badnerlandlied sangen und ihre Mannschaft hochleben ließen. „Als Zehnter oder Neunter in einem anderen Stadion so feiern. Das macht man nicht. Da muss man immer noch Respekt zeigen“, findet er und stellt fest, dass sein Team „eigentlich gut gespielt“ hat. Enttäuscht ist er schon, dass trotz der unzähligen Chancen, die Kaiserslautern hatte, am Ende die SpVgg feierte, obwohl der Sieg dem FCK gutgetan hätte. „Wir hätten heute einen Sprung machen können und haben es nicht geschafft. Aber wir spielen nochmal gegen sie.“Sport
Rheinpfalz, Ausgabe Pfälzische Volkszeitung, 10.11.2014