kadlec hat geschrieben:Schön zu wissen, wie es damals war. Aber läuft es jetzt nicht genauso ab? Von Transparenz ist auch heute keine Spur. Nach der JHV sind mehr Fragen offen, als vorher überhaupt gestellt werden konnten. Die Finanzierung des Etats zieht sich immer weiter in den Nebel des Spekulativen zurück. Mal ist von geheimnisvollen Investoren, ein anderes Mal von Sponsoren oder Gönnern die Rede. Kennen die Herren die Unterschiede nicht oder versucht man die Öffentlichkeit bewußt hinters Licht zu führen?
Buchholz sprach von einem sozialen Netz, welches den FCK in der größten Not auffangen soll. Meinte er damit Hartz IV? Später erklärte er auf Nachfrage unwirsch, daß alteingesessene Sponsoren sich bereit erklärt hätten, die neu entstandenen Lücken auszugleichen. Aber bis zu welcher Höhe? Die vorher in einem anderen Zusammenhang genannte Summe von 2,5 Millionen Euro ist ja nur eine vorsichtige Schätzung unseres Arithmetik-Virtuosen Erwin Göbel. Gilt diese Zusage auch bei einem Abstieg? Existieren schriftlich fixierte Zusagen oder handelt es sich dabei lediglich um mündliche Absichtserklärungen? Bis zum 31.März müssen die Finanzierungsunterlagen bei der DFL eingereicht sein und die lassen sich nicht so leicht mit diffusen Zweideutigkeiten abspeisen wie die Mitgliederversammlung. Dazu paßt auch noch die Aussage von Buchholz schön ins Bild, daß man erst im Sommer ein Konzept erarbeiten wolle. Was machen 5 Vorstände bis dahin?
Demokratische und rechtsstaatliche Grundregeln werden auch weiterhin mit Füßen getreten. Die Abstimmungsprozedur bei der JHV war eine Farce, schlimmer als in Kenia. Alle Mitglieder, die im Gang saßen, so wie ich, wurden überhaupt nicht wahrgenommen und folglich im Ergebnis auch nicht berücksichtigt. Die Gestaltung des organisatorischen Ablaufs diente nur einem Ziel: Beeinflussung und Einschwörung der Mitglieder, um die Entlastung der Gremien möglichst schnell und unfallfrei zu gewährleisten. Es gab noch nicht einmal einen neutralen Versammlungsleiter, der für einen ordnungsgemäßen Ablauf hätte sorgen können. Buchholz erteilte sich selbst das Rederecht, wann und wie immer er es brauchte.
Zudem scheint es weiterhin üblich zu sein, daß man mit rechtlichen Vorgaben recht locker und unbeschwert umgeht. Ansonsten dürften Aufsichtsräte nicht urplötzlich geschäftsführend tätig werden. Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan. Wer kontrolliert eigentlich Buchholz, wenn er sich in die laufenden Geschäfte ständig einmischt? Der AR hat den Vorstand nur zu kontrollieren, wenn er mit dessen Arbeit unzufrieden ist, dann muß er ihn entlassen und durch neue Kräfte ersetzen und nicht selbst andauernd das Ruder übernehmen oder durch ehrenamtliche Personen erweitern, von denen niemand so recht weiß, was sie überhaupt tun und für welche Aufgabengebiete sie zuständig sind. Aber Recht und unsere Satzung scheinen die Herren nicht zu kennen, so war es denn auch kein Wunder, daß man einen Sportdirektor mal kurzerhand im AR parkte. Es dauerte ja auch nicht lange.
All diese Handlungsweisen und Verhaltensmuster sind nicht nur höchst unprofessionell und unseriös, sondern sie bewegen sich ebenso, wie die der Vorgänger, immer auch am Rande der Legalität.
Und wieder gebe ich dir voll recht.
Ich zietire kurz aus einem Topic den ich vor 2 Tagen geschrieben habe:
Die Vereinsführung des FCK ist inur nsoweit eine ehrenwerte Gesellschaft, als in gewissen Teilen Südeuropas, Lügner Betrüger, Diebe, Mörder sich mit diesem Titel schmücken. Bis auf Mörder finden wir die gleichen Tätigkeiten auch in den Führungsgremien des FCK und wenn es für das Zugrunderichten eines Traditionsvereins auch den Tatbestand der Tötung aus niedrigen Beweggründen gibt, dann sind in der Nordtribüne auch Mörder unterwegs.
Die einzige Frage, die in diesem Zusammenhang noch erlaubt ist zu stellen, ist die, ob Vorsatz oder Dummheit.
Bei einigen sehe ich eindeutig Vorsatz, bei anderen eher die Rolle des dummen August und willfährigen Helfers.
Wahrscheinlich war es bei Toppmöller so, das er erst blauäugig in die Sache rein ging, und dann mit einem Blauen Auge wieder raus.
Was ich jedoch nicht verstehe, ist die Reaktion aus dem Publikum, Fans und deren "Vertreter". Wie da in einem offenen Brief dem Management der Bauch gepinselt wird, ist einfach unverständlich.
http://www.der-betze-brennt.de/aktuell/ ... tikel=3459
Wie sich alle auf die paar Spielernews stürzen, in der Hoffnung auf den Klassenerhalt, wie hier noch von Moral und Anstand, Ruhe im Verein und Obrigkeitsgläubigkeit gebabbelt wird, zieht mir die Schuhe aus.
Da diskutieren wir über 40.000 € für eine Homepage des FCK, die derartig diletantisch mit Statements gefüttert wird, das selbst offensichtliche Fehler nicht einmal korrigiert werden, und auf der anderen Seite ist es möglich, Millionenbeträge in die dunklen Kanäle einzelner Spieler oder deren Berater zu geben.
Und heute ist es doch nicht anders:
Wie hier der Verlust von 200.000 € im Falle Hansen, durch eine kollektive Fehlentscheidung des Managements, einfach hingenommen wird mit der Bemerkung: "gut das wir ihn los sind" ist skandalös.
Die meisten, die hier schreiben, müssen 8 bis 10 Jahre arbeiten, bis sie diesen Betrag auf ihrem Konto haben, oder können 8000 mal auf der Tribüne sitzen. Hier hat ein Verlust von Werten eingesetzt, der mich moralisch zweifeln lässt und der diesem Unvermögen und dieser Dummdreistheit im Management Tür und Tor öffnet.
Aber sind wir mal nicht so, auch anderen Vereinen ist es schon passiert, dass der Leiter Lizenzspielerabteilung mit einem Koffer voller Geld nach Brasilien reisst und noch nicht einmal eine Spesenabrechnung einreichen muss.
Ich glaube, wir alle sind einfach nicht richtig in der Lage, die Emotionen für den Verein und das Spiel, von dem Geschäft das dahinter steht zu trennen.
Als Fan können, sollen und müssen wir hinter dem FCK stehen mit all den Emotionen, die wir haben, mit vollem Herzen und lauter Stimme.
Als Teil eines Geschäftsbetriebes, sei es als Teilhaber (Mitglied) oder als Kunde, müssen wir uns eine andere Brille aufsetzen. Und hier zählen alleine Werte des HGB über ordentliche Geschäftsführung, Steuer- und Abgabenordnung, sowie die Werte der Kundenzufriedenheit und Produktsicherheit.
In diesem Bereich sind die Defizite schon so groß, das nur ein Neuanfang mit neuen Personen dazu führen kann, das die Dinge anders werden. Ein Bischen Entlasten und dann weiter so, das Auswechseln einzelner hilft nicht, sondern Neue Leute braucht der FCK.
Jagt die Penner doch einfach vom Berg