Veedaa hat geschrieben:
Fünfstück hat das NLZ im Winter 2012(?) in katastrophalem Zustand übernommen. Dass A- und B-Jugend zwei Jahre später zum ersten mal beide recht stabil in der Bundesliga stehen, grenzt schon an eine Sensation. Dass man jetzt schon drei Sterne und damit für die nächsten drei Jahredie volle finanzielle Unterstützung des DFB erhält, ist fast noch unglaublicher. Gebt der Sache Zeit. Die hervorragende Arbeit, die in unserem NLZ geleistet wird, wird Früchte tragen.
Naja, hier wird mir ein bisschen zu viel Understatement betrieben.
Dass man 3 Sterne erworben hat, zeigt vor allem, dass keine absoluten Voll-Blinde mehr am Werk sind. Letztlich musste auch der Mann zugeben, der es mit der Wahrheit nicht allzu genau nimmt, dass es vor allem an der Inkompetenz und der Faulheit seines alte Streifen-Kumpels Lelle lag, dass man derart absackte. Es ist nämlich keine rein finanzielle Geschichte, so eine Zertifizierung durchzuführen. Sondern vor allem, wie glaubhaft man Foot-Pass und dem DFB vermittelt, dass man dieses und jenes versucht umzusetzen. Der geniale Lelle, der lt. Kuntz "deshalb diesen Job ausführen kann, weil er jedes NLZ Deutschlands kennt" (was ja stimmen musste, obwohl Kuntz sich wenige Jahre später in Leverkusen und Fürth Nachhilfe-Unterricht unterziehen musste), hat da einfach weiterhin "la dolca vita" betrieben.
Und dass 3 Sterne kein Wunder sein können, zeigen ja auch diverse Beispiele. Selbst Osnabrück, Saarbrücken, Stuttgarter Kickers, Offenbach haben ihr NLZ als solches zertifizieren können. Hansa Rostock sogar ebenfalls mit 3 Sternen.
Und dass A/B-Jugend Buli spielen ist erfreulich, aber bei genauerem Anschauen auch absolute Pflicht. Trotz verstärkter Konkurrenz. Denn letztlich sind die Kontrahenten Unterhaching, FSV Franfurt, Saarbrücen, Walldorf, Waldhof usw...also allerlei Teams, die man auch als FCK hinter sich lassen muss. Von den darauf folgenden Aufstiegen gg. Salmrohr, TSG Kaiserslautern, Betzdorf und Co. ganz zu schweigen. Und selbst dabei muss man bedenken, dass die U17 zwei mal hintereinander sich nicht sportlich hielt, sondern nur aufgrund der Aufstiegs-Regularien in der OL.
Wir haben viel verpennt. Und es ist noch immer einiges im Argen. Satteliten-Vereine suchen pro-aktiv den Kontakt nach Mainz, weil dort scheinbar eine Kooperation wirklich gelebt wird. Während man beim FCK einen Teil vom "Geben-Nehmen" nicht ganz verstanden hat. So gingen schon viele Talente durch die Lappen, auch wenn Spieler dieser Kooperations-Vereine selbstverständlich nicht an diesem Weg gebunden sind.
Eisbachthal und Worms waren seinerzeit z. B. ob persönlicher Verflechtungen lieber zum FCK gegangen. Aber letztlich ist man seinem Verein ggü. verpflichtet, und da hat Mainz 05 sicherlich nicht aufgrund finanzielelr Zuwendungen die besseren Argumente gehabt und nun zwei tolle Talent-Schmieden in ihrem Netz...
Habe vor paar Wochen schon bisschen was zur Gesamt-Thematik geschrieben:
Benutzernamen hat geschrieben:Fünfstück wird vielleicht den Status quo halten. Aber Bahnbrechendes erwarte ich nicht. Weil mittlerweile auf Jugend-Ebene genauso profesionell - oder soll ich sagen "ungeniert" - gearbeitet wird wie bei den Profis. Scouting ist mitlerweile völlig durchreglementiert. Nichts wird dem Zufal überlassen. Nenne einen Namen eines begabten 12-Jährigen. Jede fähige Scouting-Abteilung wird Dir innerhalb von 30 Sekunden mit ihrer Datenbank Schuhgröße und Liebelings-Fach des Spielers aufsagen können.
Der FCK hat z. B. einen der begabtesten U14-Teams dieses Landes. Vor 2 Wochen haute man gar die Mainzer mit 4-1 weg. Ein tolles Spiel unserer Bubis. Einer aus dieser Hochbegabten-Truppe kam aus Betzdorf an den Betze. Internats-Platz, was in diesem Alter sehr außergewöhnlich ist. Man muss schon sehr überzeugt sein. Usus ist es erst ab U15. Dieser ballerte alles weg. Wechselt jetzt mit einem Kollegen zum BVB. Der Berater hat die Beiden in halb Deutschland angeboten. Auch die Bayern waren dran. Noch keine 14 Jahre alt...
Mir würde es ja reichen, wenn wir es endlich hinbekommen, mit Saarbrücken und Koblenz eine Kooperation durchzustarten. Diese beiden Vereine haben in den letzten 2 Jahren knapp 20 Spieler an NLZ's verloren! Nur Holstein Kiel kann da "mithalten". Es sind Satelliten-Vereine. Also die stärksten ihrer Region. Einem Vater ist es zunächst egal, wie der Verein heißt, solange es die Nummer eins aus der Region ist. Egal, ob Hochbegabt oder nicht. Bei diesen Klubs wird nicht schlecht gearbeitet, das Talent wird zumindest nicht versaut. So schafft man Synergien und kann das Scouting bündeln, weil sie es einem zum Teil "abnehmen".
Beide Klubs stellen z. B. mehr Junioren-Nationalspieler als wir. Das sollte deutlich genug sein, wie sehr man dieses Thema anpacken sollte.
Das andere Problem sind die Berater. Das obige Beispiel mit unseren beiden U14-Kicker ist ja schon deutlich. Und wird an Brisanz immer mehr gewinnen. Weil mittlerweile auch die Spieler, die keinen Fördervertrag halten, einen mitbringen. Dies hat zur Folge, dass auch Ergänzungsspieler die Vereine auspressen, weil auch sie etwas vom Kuchen abhaben wollen. Und dies hat wiederum zur Folge, dass in diesem Jahr ein neuer Rekord was Wechsel innerhalb der NLZ's angeht, aufgestellt wird.
Wir bzw. Lelle haben vieles verpennt. Es geht nur noch darum, den Rückstand nicht größer werden zu lassen. Glückstreffer zu landen. Und dann rechtzeitig in die Infra-Struktur zu investieren. Ohne die Fans wieder mit einer Anleihe anzubetteln.
Glücklicherweise blieben die zwei Spieler beim FCK, weil sich ihr Berater beim BVB verzockte...beide wurden mittlerweile vom DFB eingeladen.
Alles im Einen zieht diese NLZ-3-Sterne-Geschichte + Buli-Zugehörigkeit heute nicht mehr in dem Maße, weil es eben (fast!) alle vorweisen können. Ist wie mit der zweiten Fremdsprache oder allgemein einem Hochschul-Abschluss, der vor 30 Jahren eine Job-Garantie, heute nur einen Anschluss an die große Masse bedeutet. Um mal den Bogen zu deinem Beitrag und der Bemwerkung zu spannen, dass die Arbeit schon noch seine Früchte tragen wird, weil oberflächlich betrachtet alles im Lot erscheint. Es herrscht ein unfassbar aggressiver Kampf da draußen. Der vor allem deshalb eigentlich noch schwieriger als auf Profi-Ebene ist, weil er so intransparent abläuft. Man schaue sich mal die Kurt-Causa zwsichen Gladbach und den Byern an. Oder die Kader-Zusammenstellung der Rote-Blörre-Teams (Auch von uns sin da Leute abgewandert).
Bei einer DFB-Maßnahme wie dem U15-Lehrgang vor 2 Wochen in Thüringen kamen nur lokale Käseblätter mal vorbei, um wenigstens irgendwas zu schreiben. Heute lauern dort rund 100 Scouts (Gut, keiner vom FCK

), und dutzende Berater und Prominetne aus dem Fußball-Bizz. Und das obwohl ausschließlich trainiert und keine einzige Sekunde gg. andere Nationen gespielt wird!
Aber dem kann man entgegenwirken, wenn man kreativ und dran bleibt. Der FCK kann im Sü-We-Raum nicht die Talente 1 - 30 verpflichten. Weil diese nach Hoffenheim, Frankfurt oder teilweie gar Karlsruhe gehen. Aber die Nr. 31 muss dann der Anspruch sein. Und diesen dann zur Nr. 1 - 20 zu formen ebenfalls. Wenn man dann noch frühzeitig Verträge abschließt (ab U16), Glück mit den Eltern hat, kann auch mal wieder ein Halfar oder Sippel (Man vergleiche ihr damaligen Stellenwert!) dabei sein.
Oder mit Zimmer und Orban zumindest zwei, die sich etwas später entwickeln oder lange unter dem radar verschwanden. Ähnlich wie Kloe. Aber sowas wie bei ihm ist heute unwahrscheilicher als ein innerdeutscher Transfer von Occean vor aktuellen Vertrags-Auslaufen.