Zunächst: E sehr scheener Artikel von Betze-Gebabbel!
Mei' Gedanke zum Thema "Stimmung unn Heimstärke" is folgender: Vor 25, 30 Johr gab es in de Bundesliga nur sehr wenig reine Fussballstadien. Viele Vereine spielten in großen Schüsseln mit Tartanbahn + ohne durchgängige Überdachung. Wenn ich da an das alte Volkspark-Stadion in Hamburg, es Waldstadion in Frankfurt, Neckarstadion in Stuttgart, Olympiastadion in München oder Parkstadion in Gelsenkirchen denke.... man muss sich eigentlich nur mal die Stadien von der EM 1988 anschauen....
Damals war der Betze noch ein riesiger Standort-Vorteil: Reines Fussballstadion, eng, die Fans nah dran, fast völlig überdacht... Die Lautstärke beeindruckte die Gastmannschaften, weil die es so zu 95 % nicht kannten. Damit wurden Heimspiele gewonnen und de Betze zur Festung.
Durch den Umbau vieler Stadien in der Bundesliga ist dieser Standort-Vorteil weg.
De Betze kann - wie in de Relegation gegen Hoffenheim - immer noch besonders laut sein. Aber der Abstand zu den ganzen Pissnelken aus dem Rest der Republik ist lange nicht mehr so groß wie früher

Bei einigen Artikeln aus der jüngeren Vergangenheit ließt man immer wieder, dass der Berg früher es "ruppigste und lauteste" Publikum der Bundesliga beheimatete. Ruppig is die Stimmung durch die ganzen la-la-Lieder leider immer seltener. Da ich meinen Lebensmittelpunkt weit weg von KL hab unn nur noch unregelmäßig heim uff den Berg fahr, steh ich meist in einem der .4er-Blöcke. Dort werd ich leider immer öfter von den umstehenden Menschen dumm angeschaut, wenn ich meinen Emotionen - wie seit über 20 Jahren - auf der Westkurve freien Lauf lasse. Leute, die nur auf den "Fanplätzen" stehen, weil es die billigsten im Stadion sind, sollten doch einfach besser zu Hause bleiben. Dieses Volk kotzt mich an. Verwässert die Stimmung unn hat einfach nix dort zu suchen, wo Fussball emotional unn laut sein muss, damit ein Heimvorteil entstehen kann...