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Ausgliederung und Investor beim FCK? Vorbereitung eines Beschlusses zur JHV 2014 angelaufen?

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

MäcDevil hat geschrieben:
FCK58 hat geschrieben:Was für ein Quatsch. 50+1 ist doch bereits jetzt schon an allen Ecken und Enden ausgehebelt.
Sagen wir aufgeweicht. :wink:
Nein. Ausgehebelt. Und zwar so ziemlich für jeden Geldgeber genau so, wie er es gerne hätte.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Wie viel 50+1 wirklich wert ist, sieht man gerade beim HSV. Der Investor Kühne wedelt mit den Geldscheinen und schon buckeln alle in vorauseilendem Gehorsam.
Sogar der Nulpenapostel WAI würde so einem Geldgeber huldigen, in der Hoffnung, das Geld auch Fußballverstand besitzt und sein Feindbild ausgehebelt wird.
Dabei ist der aktuelle Vorstand doch nur geil auf so eine Ausgliederung, weil sie dann ohne Einfluss der Mitglieder, in einer Kapitalgesellschaft Manager spielen können.
Doch wer wird denn der Geldgeber sein, der die 49 % übernimmt? Wieviel wird er für seinen Anteil zahlen?
Welchen Wert bringt der Verein in die Gesellschaft ein?
Was wird aus dem Verein, wenn er die Profiabteilung nicht mehr hat? Spalten sich aktive Abteilungen, wie bei den letzten JHV's schon angedeutet, aus dem Verein dann ab und der Rest bleibt als Kindergartengruppe und Freunde des FCK-Traditionsfußballs zurück?

Wohin entwickelt sich dann der FCK?
Sicher, es gibt schon einige, die für Erstligaspiele und ein paar Schnittchen mit Franz Beckenbauer ihre Seele verkaufen würden, doch was unterscheidet dann einen FCK'ler noch von Fans von 18$99 oder M05?
Tradition und Fritz Walter nur noch beim Totengedenken der Altmitglieder und ansonsten ein Aufnäher auf dem Traditionstrikot Nr. 22a Katalogseite 14 für € 189,95 im Schmuckschuber mit Betzi dem Stierkälbchen als Kühlpad für die RB Riesendose mit Stadionaufdruck. 1 € geht als Spende an den Stadionrückkauffond!
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Lautern-Fahne
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Beitrag von Lautern-Fahne »

Letztendlich ist die entscheidende Frage beim Einstieg eines Investors doch, wie stark die Vereinsführung bleibt und ob die Kontrolle behalten wird. Die Bayern haben, wenn ich mich nicht irre, 30% ihrer Anteile an Adidas, die Telekom und Audi verkauft. Allerdings wird niemand behaupten, dass Rummenigge und Konsorten nicht weiterhin die Chefs dort sind.

Der HSV hingegen wird, so meine Prognose, so oder so in den nächsten 5 Jahren pleite gehen. Geld bringt einem nur was, wenn man weiß wie es auszugeben ist. Und bei den Fischköpfen fehlt es seit mindestens 6 Jahren eben nicht an Geld, sondern an einem starken Vorstand und einem rigiden Konzept. Die kaufen, genauso wie wir, jede Saison völlig willenlos irgendwelche Spieler zusammen- halt für Höhere Beträge als wir. Aber mit dem selben Ergebnis.

Ein Investor würde an unserer aktuellen Situation somit wenig ändern. Wenn unser Vorstand es nicht gebacken bekommt ein Konzept aufzustellen und das über mehrere Jahre zu verfolgen, hilft uns kein Geld der Welt. Anfangs hat Abramowitsch auch hunderte Millionen in Chelsea versenkt, ohne das ein richtiger Titel bei rum gekommen ist. 1860, und Ingolstadt dümpeln trotz Geld im Niemandsland rum. Der HSV stieg beinahe ab, in Italien liegt der AC Mailand ebenso danieder und spielt seit Jahren nichtmehr um den Titel.

Was würde die Ausgliederung eigentlich für die anderen Abteilungen bedeuten? Gehen wir mal davon aus, die ausgegliederte Fußballabteilung würde an die Wand gefahren und Insolvenz anmelden. Gingen dann die anderen Sportarten auch unter oder blieb für sie alles beim Alten? Das wäre in meinen Augen das einzige ernsthafte Argument pro Investor, in der aktuellen Situation.
"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
Phil
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Beitrag von Phil »

erstmal würde ne 3/4 Mehrheit benötigt werden für die Ausgliederung. Da hab ich Hoffnung, dass die nicht erreicht wird.
Rheinteufel2222
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Beitrag von Rheinteufel2222 »

Mac41 hat geschrieben:Wie viel 50+1 wirklich wert ist, sieht man gerade beim HSV. Der Investor Kühne wedelt mit den Geldscheinen und schon buckeln alle in vorauseilendem Gehorsam.
Ich bin absolut gegen eine Ausgliederung, aber weil es natürlich genauso laufen wird, wie du schreibst, frage ich mich gerade, ob es sich überhaupt lohnt, den Kampf dagegen aufzunehmen.
- Frosch Walter -
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Kampf für eigene Werte rentiert sich immer und die Werte, um die es hier geht, wurden zumindest mir schon seit frühester Kindheit eingetrichtert. Ergo sind es eigene Werte.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
satisfactory
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Beitrag von satisfactory »

Es scheint sich ein "Domino-Effekt" entwickelt zu haben. Schade, aber wohlmöglich ein Unaufhaltsamer.

Ich bin stolz von meinem Verein sprechen zu können. Ist das irgendwann nicht mehr der Fall und man verkauft sich, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, sage ich adieu zum Profifußball.

Sind Traditionen, Werte, Fankultur nichts mehr?
Erfolg schön und gut. Aber doch nicht um jeden Preis!
"Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende bereitet." - Karl Kraus
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Dieses Thema Ausgliederung ist sehr komplex und hat viele verschiedene Aspekte.
Sicher ist eine fundamentale Ablehnung des ganzen eines einfache Antwort, doch wird es schwer sein, dies gegenüber einer den sportlichen Erfolg herbeisehnenden Mitgliederschaft, durchzuhalten. Gerade beim FCK haben wir ja Erfahrung im Bejubeln von Heilsbringern.
Am Ende gibt es wohl, wie meist im Leben kein klares ja oder nein und es bleibt nur die Frage, wieviel Prostitution macht man noch mit.

Es kann ja ein paar Szenarien geben, die angedacht werden. Vielleicht sollten wir mal ganz nüchtern versuchen uns diesen zu nähern und wir bekommen eine Diskussion hin, die sich in Vorbereitung dessen was da kommt, seriös dem Thema nähert und vielen hilft sich eine Meinung zu bilden.
Hasta la Victoria - siempre!
MäcDevil
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Beitrag von MäcDevil »

Zunächst einmal OHNE MOOS NIX LOS !
Dann will ich anmerken, dass ist der FCK bereits mindestens seit Zeiten der TV-Übertragung und seit er dort zu sehen ist schon kommerziell ist.

Lese hier dauernd, dass Beispiel HSV. Bei HSV ist hauptsächlich andere Erde verbrannt nicht die von Herr Kühne. Ohne Herr Kühne wäre jetzt der HSV ein besserer Wohlfahrtsclub mit Wandertag. Zudem hat man mit Kühne jahrelang keine Probleme gehabt. Beim HSV war der schlechte Aufsichtsrat der Grund für die Misere. Wieviel Leute sind das - glaube 12, oder ?! Ahnungslosigkeit auf der ganzen Linie !

Zurück zum FCK. Ich glaube, der Kern des Problems ist, wie sehr ein Investor Einfluss auf das Tagesgeschäft des Vereines nehmen kann. Sowas kann man vertraglich regeln. Aber sich gegen ein solches Modell auszusprechen , ist der falsche Weg !
Ich habe den FCK lieben und kennengelernt durch kommerzielle Dinge wie z. B. TV, Zeitung, Sportschau und dann natürlich durch den Hype der Meisterschaft !
Ich finde es gut, dass hier im Forum nur ein mini Bruchteil die Gegenstimme erhebt. Ansonsten wäre in den nächsten Jahren das Thema FCK erledigt und der Betze wird nur noch für Flohmärkte o. ä. genutzt.
Wer hier Regionalliga-Kick (d.h. keinen Investor, kein Geld) möchte sollte sich vllt. für einen anderen Verein entscheiden. Das Profigeschäft ist leider hart geworden wo Geld für den rfolg eine Rolle spielt. Fängt doch schon bei Spielereinkäufen an. Zu wenig Gehalt und tschüss...von Tradition kann man sich nichts kaufen !
...und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!" ...und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...!
antikochteufel
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Beitrag von antikochteufel »

Schon erschreckend, wie viele hier einen "Ausverkauf" des FCK begrüßen würden.
Bleibt dennoch die Frage, zu welchem Preis eigentlich? Kriegt man es seitens der Vereinsführung schon nicht hin, zumindest einen Sponsor für vergleichsweise lächerliche 2,5 Mio. an Land zu ziehen, worauf ließe sich die Zuversicht schöpfen, einen potenten (Groß)Investor zu gewinnen?
Oder, sind die Mitglieder in der Mehrheit schon so willfährig, der Ausgliederung "blanko" zuzustimmen?
Tolle Aussichten :shock:
"Nicht irgendein Verein" :teufel2:
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Vielleicht will man ja auch keinen Hauptsponsoren finden und verhandelt bereits in anderer Hinsicht. Frei nach dem Motto:" Es tut uns furchtbar traurig aber keiner will die Brust unserer Spieler schmücken. Nur der Herr M. (nur als Beispiel), der würde sogar mit 25% einsteigen".
Zutrauen würde ich es dieser Bande sofort.
Was hat denn ein FG in seiner beruflichen Karriere schon groß vorzuweisen, außer ein paar fahrenden Lithfaßsäulen? Da würde ihm eine FCK AG (oder was auch immer) sicherlich hervorragend in den Kram passen.
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Hermann Hesse
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

MäcDevil hat geschrieben: Lese hier dauernd, dass Beispiel HSV. Bei HSV ist hauptsächlich andere Erde verbrannt nicht die von Herr Kühne. Ohne Herr Kühne wäre jetzt der HSV ein besserer Wohlfahrtsclub mit Wandertag. Zudem hat man mit Kühne jahrelang keine Probleme gehabt. Beim HSV war der schlechte Aufsichtsrat der Grund für die Misere. Wieviel Leute sind das - glaube 12, oder ?! Ahnungslosigkeit auf der ganzen Linie !
Zurück zum FCK. Ich glaube, der Kern des Problems ist, wie sehr ein Investor Einfluss auf das Tagesgeschäft des Vereines nehmen kann. Sowas kann man vertraglich regeln. Aber sich gegen ein solches Modell auszusprechen , ist der falsche Weg !
Ich habe den FCK lieben und kennengelernt durch kommerzielle Dinge wie z. B. TV, Zeitung, Sportschau und dann natürlich durch den Hype der Meisterschaft !
Ich finde es gut, dass hier im Forum nur ein mini Bruchteil die Gegenstimme erhebt. Ansonsten wäre in den nächsten Jahren das Thema FCK erledigt und der Betze wird nur noch für Flohmärkte o. ä. genutzt.
Wer hier Regionalliga-Kick (d.h. keinen Investor, kein Geld) möchte sollte sich vllt. für einen anderen Verein entscheiden. Das Profigeschäft ist leider hart geworden wo Geld für den rfolg eine Rolle spielt. Fängt doch schon bei Spielereinkäufen an. Zu wenig Gehalt und tschüss...von Tradition kann man sich nichts kaufen !
Aus deinem Text stellen sich mir dann gleich ein paar Fragen...
Warum braucht der FCK denn genau jetzt einen Investor?
Ist der FCK nach seiner Rettung vor dem sportlichen Nichts 2008 nicht genau da, wo der HSV -eine sportliche Klasse höher - gerade angekommen ist?
Das bedeutet aber, das der heutige Aufsichtsrat und der Vorstand, genau die selbe Performance bringt, wie der mit den aktuelle schlechten Noten beim HSV?
Zum anderen, was wird ein Investor besser machen beim FCK?
Einen Beiersdorfer zurückholen? Welchen würdest du da meinen? Das würde doch heißen, das Kuntz & Co. abdanken müssen?
Wenn ich die Ideen rund um eine Ausgliederung so ansehe, hat der FCK doch schon ein enormes Problem überhaupt ein Bild zu vermitteln, das jemanden dazu bringt Geld zu geben. Für einen Sponsor reicht es wohl nicht.
Ok sagt man sich, dann vielleicht einer der Geld verdienen will, doch womit?

Antikochteufel hat doch richtigerweise den Finger in die Wunde gelegt.
antikochteufel hat geschrieben:Bleibt dennoch die Frage, zu welchem Preis eigentlich? Kriegt man es seitens der Vereinsführung schon nicht hin, zumindest einen Sponsor für vergleichsweise lächerliche 2,5 Mio. an Land zu ziehen, worauf ließe sich die Zuversicht schöpfen, einen potenten (Groß)Investor zu gewinnen?
Der alte Pohl wollte so um die 10 Millionen in den FCK stecken und wurde von Fritz dafür abgebügelt, das wäre deutlich zu wenig, das so eine Summe mit einer "vernünftigen" Story auch in Form eines Crowd Funding zu erreichen ist, haben wir doch bei der Betzeanleihe gesehen. Ersetze Anleihe durch Wandelschuldverschreibung oder Aktien, dann sind gleich die Fans und Mitglieder dabei.
Oder ist es eher der verzweifelte Versuch dem Wagen FCK bei abschüssiger Strecke noch schnell eine Bremse einzubauen, um ihn vor der Wand zu retten.
Und vielleicht, indem man den Investor sucht, mit dem man persönlich kann und der für den Preis der Seele bereit ist, dem Vorstand den Hintern weiter zu wärmen?
Was unterscheidet denn einen FCK denn dann noch von den Modellen RB oder Hoppelhausen, von gemästeten Plastikclubs oder den Strahlemännern aus der Landeshauptstadt.
Mannschaft: unter Renditegesichtspunkten zusammengekauft; Jugendspieler: für einen knallharten Ausleseprozess zusammengesucht aus aller Welt; Mitglieder: gibts nicht mehr; Fans: Konsumenten, entweder Eventies oder erfolgsgeile Paadiegänger...
Und was ist, wenn das Mittel Geld nicht hilft? Das es nicht immer gleichbedeutend mit Sachverstand ist, haben wir bei der Bankenkrise gesehen.
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Mac41
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Beitrag von Mac41 »

FCK58 hat geschrieben:Vielleicht will man ja auch keinen Hauptsponsoren finden und verhandelt bereits in anderer Hinsicht. Frei nach dem Motto:" Es tut uns furchtbar traurig aber keiner will die Brust unserer Spieler schmücken. Nur der Herr M. (nur als Beispiel), der würde sogar mit 25% einsteigen".
Zutrauen würde ich es dieser Bande sofort.
Was hat denn ein FG in seiner beruflichen Karriere schon groß vorzuweisen, außer ein paar fahrenden Lithfaßsäulen? Da würde ihm eine FCK AG (oder was auch immer) sicherlich hervorragend in den Kram passen.
Ach was denkst du schon wieder schlecht.
Und mit dem Herrn M? Der gibt sich mit 25% nicht zufrieden!
Das wäre ein netter Coup, Ausgliederung beschließen, Satzungsänderung gleich mit durchziehen, indem alle Mitglieder erst mal zu passiven, stimmrechtslosen Schalträgern gemacht werdenStimmrechtsträger werden einige wenige, die bereit sind, sich von ihrem Arbeitgeber die 5.000 € Clubbeitrag zahlen zu lassen, dafür aber den Ostribünenturm als exklusives Vereinsheim benutzen dürfen.
Und Fritz bekommt für die Überreichung des FCK auf dem Silbertablett auch den Vorstandsvertrag um 10 Jahre verlängert. Stefan wird hauptamtlicher Vereinspräsident auf Lebenszeit und kann sich endlich bei der FIFA bewerben. :lol:
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MäcDevil
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Beitrag von MäcDevil »

@Mac41
Ist der FCK nach seiner Rettung vor dem sportlichen Nichts 2008 nicht genau da, wo der HSV -eine sportliche Klasse höher - gerade angekommen ist?
Nein. Weil der HSV nicht gemerkt hat, dass man seit Jahren auf "dünnen Eis" wandelt !
Einen Beiersdorfer zurückholen? Welchen würdest du da meinen? Das würde doch heißen, das Kuntz & Co. abdanken müssen?
Nein. Kommt auf die Verträge und Aufgabenverteilung. Sowas kann man nicht beurteilen...
Wenn ich die Ideen rund um eine Ausgliederung so ansehe, hat der FCK doch schon ein enormes Problem überhaupt ein Bild zu vermitteln, das jemanden dazu bringt Geld zu geben. Für einen Sponsor reicht es wohl nicht.
Gut. Wenn ich die letzte schwache Saison sehe, wo sich anscheinend Kuntz marketingtechnisch mal ein Päuschen gegönnt hat. Kommt die Frage zurecht...doch dafür gibt es Unternehmensberater o.ä.. Aber an der Herzblut-Kampagne hat man gesehen, dass es funktioniert...
...und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!" ...und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...!
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Beitrag von CharlyRedDevil »

[quote="MäcDevil] Gut. Wenn ich die letzte schwache Saison sehe, wo sich anscheinend Kuntz marketingtechnisch mal ein Päuschen gegönnt hat. Kommt die Frage zurecht...doch dafür gibt es Unternehmensberater o.ä.. Aber an der Herzblut-Kampagne hat man gesehen, dass es funktioniert...[/quote]

Ich glaube kaum, dass ein Sponsor sich von einer Kampagne blenden lässt. Bei diesen Summen geht es um Kennzahlen, Imagewerte, Reichweiten... Und dafür müsste der Verein auch seinen Werten entsprechend geführt werden. Solange das nicht geschieht, werden weder Marketingkampagnen noch Anteilsverkäufe etwas ändern. Solange heisst es "Aue zu und durch".
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Beitrag von FCK58 »

@Mac
Ich denke nicht nur so schlecht, ich bin auch so schlecht. :wink:
49% oder 25%, dass habe ich mir lange überlegt.
Die 25% habe ich deshalb geschrieben, weil ich an deren Stelle auch so anfangen würde. Die lassen sich halt besser verkaufen als 49% und wenn dann erst einmal der Fuß in der Tür ist ...

Womit wir wieder bei meinem ersten Satz wären. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
JochenG

Beitrag von JochenG »

FCK58 hat geschrieben:@Mac
Ich denke nicht nur so schlecht, ich bin auch so schlecht. :wink:
49% oder 25%, dass habe ich mir lange überlegt.
Die 25% habe ich deshalb geschrieben, weil ich an deren Stelle auch so anfangen würde. Die lassen sich halt besser verkaufen als 49% und wenn dann erst einmal der Fuß in der Tür ist ...

Womit wir wieder bei meinem ersten Satz wären. :wink:
Wobei dann bei jedem weiteren Anteilsverkauf auch wieder die Mitgliederversammlung, nun jedoch "nur", mit einer 2/3 Mehrheit zustimmen muss (Art. 2 Abs. 8).
Im übrigen sieht die momentane (und auch die zukünftige) Satzung bei der Ausgliederung vor, dass bis zur B-Jugend ausgegliedert werden kann/soll.

Ach ja, weil ich gerade angemeldet bin. Die Frage ob die "anderen" Abteilungen "lebensfähig" wären muss man, bei einem Blick in die Bilanzen der vergangenen Jahre, durchaus verneinen. Hier wird durch die Bank subventioniert. Die geplante "Fanabteilung" wollte daran zwar was ändern, aber nun ja - Schnee von gestern.
Karl
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Beitrag von Karl »

...mac41, d'accord zum bisher von dir gesagten, aber zwei kleine anmerkungen dazu:

1.) die vorstände, die gerne unbeeinträchtigt von mitgliedern und ohne rechtfertigungspflicht vor jenen in der ag agieren würden, würden sich dabei m.e. böse verschlechtern. denn investoren gehen nur auf erträge, da wird intern GENAUESTENS auf die finger geschaut. und wie schnell in der wirtschaft erfolglose/unfähige führungskräfte draussen sind brauche ich dir nicht zu sagen - obwohl... mehdorn findet ja auch immer wieder nen job...

2.) haupthindernis für einen investor ist die unklare lage.
offene evtl. anfallende "subventionsrückzahlungen", ungeklärter zustand nlz, die anleihe und deren zinsen, drückende besserungsscheine und nicht zuletzt das stadionkonstrukt, das in gut anderthalb jahrzehnten fällig wird, all das alleine würde einem nicht zu hohem risiko neigenden investor den appetit verderben, von der gesamtsituation ganz abgesehen. wer tut sich das an uns was erwartet er sich? ich sehe da so schnell keine rendite...
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Beitrag von wkv »

und war da nicht so etwas wie ein Damoklesschwert 2030?
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Karl hat geschrieben:...mac41, d'accord zum bisher von dir gesagten, aber zwei kleine anmerkungen dazu:

1.) die vorstände, die gerne unbeeinträchtigt von mitgliedern und ohne rechtfertigungspflicht vor jenen in der ag agieren würden, würden sich dabei m.e. böse verschlechtern. denn investoren gehen nur auf erträge, da wird intern GENAUESTENS auf die finger geschaut. und wie schnell in der wirtschaft erfolglose/unfähige führungskräfte draussen sind brauche ich dir nicht zu sagen - obwohl... mehdorn findet ja auch immer wieder nen job...

2.) haupthindernis für einen investor ist die unklare lage.
offene evtl. anfallende "subventionsrückzahlungen", ungeklärter zustand nlz, die anleihe und deren zinsen, drückende besserungsscheine und nicht zuletzt das stadionkonstrukt, das in gut anderthalb jahrzehnten fällig wird, all das alleine würde einem nicht zu hohem risiko neigenden investor den appetit verderben, von der gesamtsituation ganz abgesehen. wer tut sich das an uns was erwartet er sich? ich sehe da so schnell keine rendite...
Bei einem rational denkenden Investor, der wirklich direkte Rendite machen will..., da gebe ich dir recht! Der wird ganz schnell sein ROI einfordern, aber so einer wird sich kaum den FCK aussuchen. Nimm aber Herrn Didi, ab und zu reicht es ihm und er fliegt selbst nach München um einen Spieler zu verkaufen, um die Weihnachtsfeier zu finanzieren. Anderen reicht der internationale Glamour oder das Geld ist wirklich nicht so wichtig, weil sie zuviel haben, oder es ist ein Gernegroß, wie die traurige Geschichte von Racing Straßburg zeigt. ...ja und da gibt es die Gutmenschen, wie Kühne, dem ich den Fan wirklich abnehme, mit dem Fußballverstand eines durchschnittlichen Pyrojunky, sonst hätte er Magath nicht als Sportdirektor und Trainer verpflichten wollen.
Aber was ist, wenn der Investor eigentlich nur einen Traditionsverein als Werbeträger für sein Produkt braucht, aber dafür einfach mehr will als nur die Brust.
Glaubst du, das Mateschitz mit allen Aktivitäten wirklich Geld verdienen muss?
Aber wahrscheinlich wird es eine Mischung all dieser Dinge sein, ein Pohl, der Kuntz gut leiden kann, mit Beck ab und an einen Schorle schlürft und dem Fritz die nächste T-Shirt Kampagne, denn bedrucken kann er, andient.
Wenn Lanzenstiel mehr freies Geld hätte und Stefan Kuntz besser leiden könnte, hätte er das richtige Profil. So reicht es nur für den SV Morlautern.
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Beitrag von FCK58 »

wkv hat geschrieben:und war da nicht so etwas wie ein Damoklesschwert 2030?
Das ist kein Damoklesschwert. Wenn das Darlehen fällig wird und die Stadt nicht zahlen kann, wird eben ein neuer Darlehensvertrag abgeschlossen. Zwar mit dem Land als Bürgen, aber der gleichen Leier.
So lange die Darlehensgeber ihre Zinsen bekommen, ist denen der Rest schnurzpiepegal.
Wollen wir wetten?
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
T-RexFCK
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Beitrag von T-RexFCK »

Hallo
auf Transfermarkt.de wirft jemand den Namen Ansgar Schwenken in den Raum, war wohl in Bochum für die Finanzen zuständig. Hat das etwas mit einer Ausgliederung zu tun?

http://transfermarkt.de/fck-marketing-p ... /32#797117

http://www.commando-bochum.de/blog/?p=645
grandmaster
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Beitrag von grandmaster »

Liebe frauen und maenner, ich glaube die diskussionen koennen wir uns sparen,leider. Es tut im herz weh dies zu schreiben...aber ich glaube in unserer situation wird es ueberhaupt keinen investor geben, der interesse hat, sein geld auf dem berg zu versenken.die zeiten sind vorbei. Ihr muesst realistisch sein...ich sehe irgendwie keinen weg , da wieder rauszukommen.
Rheinteufel2222
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Beitrag von Rheinteufel2222 »

T-RexFCK hat geschrieben:Hallo
auf Transfermarkt.de wirft jemand den Namen Ansgar Schwenken in den Raum, war wohl in Bochum für die Finanzen zuständig. Hat das etwas mit einer Ausgliederung zu tun?

http://transfermarkt.de/fck-marketing-p ... /32#797117

http://www.commando-bochum.de/blog/?p=645
Schwenken ist ein alter Kumpel von Kuntz aus seiner Zeit beim VfL Bochum. Bevor Kuntz zu uns kam, gab es beim VfL zwei Fraktionen. Zum einen Kuntz und Schwenken, die mehr Macht und Befugnisse wollten und auf der anderen Seite Alt-Präsident Altegoer und der Aufsichtsrat, die versucht haben, ihnen Grenzen zu setzen.

Hier ist ein kleiner Artikel von damals, den ich gefunden habe: http://www.bild.de/sport/fussball/manag ... .bild.html

Dass an dem Gerücht, dass Schwenken zu uns kommen soll, irgendetwas dran ist, habe ich zumindest bis jetzt aber noch nicht mitbekommen.
- Frosch Walter -
CharlyRedDevil
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Beitrag von CharlyRedDevil »

Nach dem abgeschmetterten Versuch bei der letzten JHV, den AR fast völlig zu entmachten, war eigentlich klar, dass es jetzt anders versucht wird. - Durch eine Ausgliederung wäre man endlich die nervigen Mitglieder los die fordern, dass der AR Aufsicht führen soll. Und man wäre auch die Gefahr los, dass ein AR gewählt wird, der dies auch macht. - Sollte an dem Gerücht mit Schwenken etwas dran sein, wird man davon wohl nichts mitbekommen. Schließlich muss man die Ausgaben für externe Berater nicht begründen. Bei einem neuen Mitarbeiter in einer solchen Position käme man wohl arg in Erklärungsnot, wo doch Schupp nur bezahlt werden kann, weil man Lelle entlassen hat...
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