So vereinspolitisch unsinnig die Forderung nach einer Außerordentlichen auch ist, allein die Reaktionen hier im Forum sind es schon wert, mal so einen Aufruf rauszuhauen.
Wie schnell hier einige dabei sind draufzuhauen, ist schon interessant.
Dabei besteht (noch) gar keine Gefahr für das Establishment.
Wie einer schrieb, die Opposition gibt es garnicht, Stefan ist alternativlos und der Professor ein guter Mann.
Was würde eine AOMV denn bringen?
Wir würden die Pressekonferenz reloaded und etwas ausführlicher hören, die Informationen wären in schöne Bilder verpackt und wir dürften den verlorenen Sohn Schupp bejubeln. Eine Abstimmung über den Aufsichtsrat fände sicher nicht statt, noch weniger Neuwahlen und alles bliebe beim Alten, nur das Führungsgremium würde sich, wie beim Olé Rot Weiss nach der Relegation selbst bestätigt fühlen und gestärkt in die reguläre JHV gehen.
Stefan braucht doch garnicht empfindlich zu sein, er muss noch nicht einmal seine Truppe losschicken, die Claqueure reichen doch aus.
Bei der regulären JHV wird es dann nicht viel anders sein, ein paar schnelle Siege gegen Aalen, Sandhausen und den FSV werden ausreichen, um die Anhänger wieder einzuschwören, zur Not wird der Kindergarten für 10 Zweitligaspiele geehrt und alle klatschen und singen das Betzelied.
Das Einzige was die Masse aus dem Tritt bringen könnte, ist ein katastrophaler sportlicher Einbruch. Und die Führung könnte nur der finanzielle Kollaps, das die eigenen Gehälter nicht mehr rechtzeitig überwiesen werden können, schocken.
Dann wird sich allerdins die Kamerilla schneller auflösen und einfach verschwinden, als das Zentralkomitee der SED.