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Spielbericht Union-FCK 1:1 | With hope in your heart (Der Betze brennt)

Archiv für Threads zu nicht mehr aktuellen Spielen.
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Ozelot hat geschrieben:
Ja. Konterfußball schlägt Ballbesitzfußball.

Unsere Reals heißen dann allerdings Düsseldorf, Sandhausen und Paderborn. Ronaldo ist Sukuta Pasu. ( :shock: )

Also die wirklichen Punkte haben wir verloren daheim gegen Karlsruhe und in Dresden als wir beide Male eine Führung herausgeschossen hatten und wir absolut dominant waren und man nur noch die Höhe des Sieges abgewartet hat. Am Ende sind durch eigene dumme Patzer die Punkte abhanden bekommen!

Es ist ja nicht so dass der FCK so viele Punkte Rückstand hätte...nein Leute...nur diese beiden genannten Spiele gewonnen und wir wären 2.!!!

Nur diese beiden..aber wir haben es nicht geschafft!

Bei Union kann man 1:1 spielen..das ist kein Ding!

Man kann auch daheim mal 0:1 verlieren wenn sich der Gegner einigelt und dann auch noch einen Sonntagsschuss landet wie Paderborn oder Aalen...kein Thema

aber die Spiele die der FCK einfach besser war MUSSTE man heim bringen...das ist das eigentlich ärgerliche

Simunek und Alushi haben eben wirklich gravierende Patzer geliefert...das darf nicht passieren in keiner Spielklasse!!!!

Der FCK hat 7-10 Punkte liegenlassen weil man sich selbst durch eigene Patzer alles versaut hat..

Niemand würde Kuntz und den Verein in Frage stellen wenn wir aktuell 2. wären mit demselben Kader!
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henrycity
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Beitrag von henrycity »

jürgen.rische1998 hat geschrieben:Ich sag mal so, wenns drum geht rechtzeitig
aus dem Tor zu sein um als letzter Mann zu
klären ist Sippel eigentlich ziemlich stark.

Was er jedoch nicht richtig einschätzt sind
Situationen wie Montag, wenn noch Verteidiger
dabei sind, dann muss/darf er einfach nicht
so weit Vorne stehen. Leider passiert ihm
das immer wieder. Dazu noch die fehlenden
Zentimeter bei hohen Bällen. Nichts gegen
Sippel, aber nächstes Jahr wird es Zeit für
Müller. Es ist ja kein Zufall, dass die meisten
Schlussleute Müllers Statur haben und nur wenige
die von Sippel. Das ist halt wie bei Dick.
Vom Einsatz und der Identifikation echt top,
wenns aber sportlich bessere Lösungen gibt,
dann muss man da eben auch hart sein.

Du beschreibst es echt kurz und gut was seine Fehler angeht.Man darf aber nicht die Stärken vergessen auf der Linie oder oft eins gegen eins
im Strafraum.Klar wenn man eine bessere Lösung hat
letztendlich ist jeder Ersetzbar.Müller müsste sich dann erst mal beweisen größe allein reicht da nicht aus.Auch Erfahrung wie es bei Sippel ist sollte man nicht unterschätzen.
FCK-Ralle
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Beitrag von FCK-Ralle »

Ozelot hat geschrieben:Ihr werdet vielleicht lachen, aber wir haben ein ähnliches Problem wie der FC Bayern.
Ich finde die Debatte "Ballbesitzfußball vs. Konterfußball" höchst interessant.

Oli Kahn wurde gestern nach dem Spiel gefragt, ob der Konterfußball den Ballbesitzfußball geschlagen hätte. Er hat sich da mehr oder weniger rausgewunden.

Schaut man aber auf das Ergebnis von gestern oder - um wieder den Bogen zu kriegen - auf unseren Tabellenplatz, muss man ganz klar konstatieren:

Ja. Konterfußball schlägt Ballbesitzfußball.
Interessanter Punkt von dir zum Thema "Art Fußball zu spielen." Ich persönlich muss sagen, dass mir der Guardiola-Stil (so sehr mir der Mensch Pep auch sympathisch ist) nicht so gefällt. Diese Ballschieberei über 90 Minuten kann ich nicht ab. Ich will was anderes sehen. Da gefälltt mir der Konterfußball, wie z.B. a la BVB schon ein bisschen besser. Nicht so aber der von Real (Hinspiel) oder Bremen die sich von 90 Minuten 80 hinten einmauern und effiktiv 10 Minuten Kontern (sprich: Fußball-Spielen), das kanns auch nicht sein.
Da hat eine gesunde Mischung besser gefallen - etwa so wie der Heynckes-Stil der Bayern aus der letzten Saison. Auch viel Ballbesitz aber Dauerdruck und ständig überfallartige Angriffe aufs gegnerische Tor. Und das auch nach einem 3:0, weiter drauf.

Ansonsten was soll man zum Spiel sagen. Wir haben schlechtere vom FCK in der Saison gesehen, aber auch bessere. Das Gegentor war mal wieder ein Schussel und diesmal war Pech dabei, dass wir das Spiel nicht noch gedreht haben (wobei ich wetten würde, dass Lakic den Ball kurz vor Schluss, den Occean so dreist daneben geköpft hat, am Montag blind reingemacht hätte - DAS sind Bälle die er braucht). Die Stimme in meinem Kopf, die noch was von "rechnerischer Chance" faselt ist fast nicht mehr zu hören - von daher noch ein Jahr zweite Liga. Packen wirs an. Und das weiß jeder im Verein, dass es so ist, nur sagts keiner. Ist doch logisch. Denjenigen würde man in der Luft zerreißen, weil er aufgibt und kein Kämpferherz hätte. Und beim nächsten Fehlpass gegen Dresden wäre der das Bauernopfer.
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rosicky
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Beitrag von rosicky »

Ich hab gehört der Pep ist ab nächste Saison wieder frei :lol:
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kepptn
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Beitrag von kepptn »

rosicky hat geschrieben:Ich hab gehört der Pep ist ab nächste Saison wieder frei :lol:
Kann aber auch mit Tiki-Taka nur eine Taktik. :teufel2:
Es gibt immer was zu lachen.
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Beitrag von Otti Feldhagel »

kepptn hat geschrieben:
rosicky hat geschrieben:Ich hab gehört der Pep ist ab nächste Saison wieder frei :lol:
Kann aber auch mit Tiki-Taka nur eine Taktik. :teufel2:
Immerhin spielen die Bazis zur Zeit einen ähnlich attraktiven Fußball wie wir. Wobei mir da unser Spiel fast noch besser gefällt (nicht ironisch gemeint).
Endlich wurde diesem elenden "Ballbesitz"-Geschwätz der Zahn gezogen. Hochgeschwindigkeit schlägt Rasenschach - so muss das sein!
:teufel2:
scheiss fc köln

Beitrag von scheiss fc köln »

Paul hat geschrieben: Wir haben ja richtigerweise versucht, über die Außen zu kommen, aber wie häufig mussten Dick und Zimmer da in Dribblings gehen oder abdrehen, weil Null unterstützung da war, keine Anspielstation.
Wenn Dick mal "durchkommt", sind wir aber leider auch kein Stück weiter. Sowas, wie am Montag zu beobachten war, hab´ ich noch nie gesehen. Und mir sind durchaus schon häufiger die "Flanken" von Florian Dick aufgefallen. Erinnerte mich irgendwie an den keeper von Betis Sevilla(?), der damals auf dem Betze jeden Abschlag ins Seitenaus gekickt hat.

Wie geht das? Da kann ja ruhig mal der Ball über den Schlappen gehen, oder man trifft die Pille halt mal falsch. Aber in dieser Häufig- und Regelmäßigkeit - das ist für einen Fussballprofi doch eher schon ungewöhnlich.

Abgesehen von weiten Teilen der ersten Halbzeit ein ordentlicher Auftritt vom Betze, aber insgesamt zu wenig und zu spät!
salomon
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Beitrag von salomon »

Otti Feldhagel hat geschrieben:
Immerhin spielen die Bazis zur Zeit einen ähnlich attraktiven Fußball wie wir. Wobei mir da unser Spiel fast noch besser gefällt (nicht ironisch gemeint).
Endlich wurde diesem elenden "Ballbesitz"-Geschwätz der Zahn gezogen. Hochgeschwindigkeit schlägt Rasenschach - so muss das sein!
:teufel2:
Das dies so sein kann, haben wir gestern gesehen, hingegen nicht so sein muß, bei vielen anderen Bayern- und Dortmundspielen dieses Jahr. Es gibt da kein entweder-oder. Kahn brachte es auf den Punkt: Wenn man die Saison vor Wochen bereits abgehakt hat und die entscheidende mentale Stärke fehlt,weil Konzentration und Muskeltonus bereits erschlafften, dann interessiert die Systemfrage noch nicht einmal peripher - sie ist müßig.
Pep hat ferner in diesem Kontext nicht verstanden, die "Anspannung" hochzuhalten, tja, und dann sieht Ballbesitz nun mal so >tröge<, einfalls- und nicht minder brotlos aus wie gestern.

Die "mentale Stärke", die Leidenschaft, die Konzentration, der Fokus machen nun mal die wichtigen 5-10% aus, die zwischen Weiterkommen und Ausscheiden entscheiden - ...und genau in diesen Bereichen war Bayern gestern mangelhaft: ein entsprechend bemühter aber unansehnlicher Krampf war das Resultat.

Real hingegen war von Beginn an hellwach, leidenschaftlich, bissig und hatte einen Plan, eine Ausrichtung. Voraussetzungen, die den Erfolg versprechen - wir haben's gesehen.

Im Übrigen: Kreativspieler wie Götze von Beginn an draußen zu lassen (Pep sah es ja mittlerweile ein - immerhin!), stattdessen den hüftsteifen Stehgeiger und Phlegmatiker Kroos aufzubieten, dazu nach dem 0:1 nicht Pizza für den völlig indisponierten Mandzu zu bringen usw. usf.,...nun ja, Pep,... deine Selbstkritik ist allzu berechtigt. :wink:
Weschtkurv
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Beitrag von Weschtkurv »

salomon hat geschrieben: ...
Kahn brachte es auf den Punkt: Wenn man die Saison vor Wochen bereits abgehakt hat und die entscheidende mentale Stärke fehlt,weil Konzentration und Muskeltonus bereits erschlafften, dann interessiert die Systemfrage noch nicht einmal peripher - sie ist müßig.
...
Nö.
Tiki taka hat ausgespielt.
So einfach is des.
Denn Barcelona hat gegen Madrid auch den Pokal verloren, und bei denen war noch nix abgehakt.
Und da war noch nicht mal Ronaldo bei Madrid dabei.
Guardiola muss erkennen, dass sein Systen nun anfällig geworden ist, und man es locker vernichtend schlagen kann, so wie gestern geschehen.
Hoffentlich hat Runjaic da auch genau hingesehen, denn was nützen super Ballbesitzwerte, wenn der Gegner mit 5 Angriffen 4 Tore macht ?
Nix.
Bayern gestern war wie unser 0:4 vor der Foda Entlassung.
Ein Haufen Ballbesitz, null Idee, null Torgefahr, aber 4 kassiert.
BÄM !
Mourinho hats auch schon gecheckt.
Man muss nur mal den "Stil" von Chelsea angucken.
Der Fussball nimmt mal wieder einen neuen Weg.
Betonfussball mit schnellen Konterspielern is seit neuestem angesagt.
Und hoffentlich erkennen Runjaic und Löw die Zeichen der Zeit... 8-)
WernerL
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Beitrag von WernerL »

potto hat geschrieben: da fehlt dann die notwendige Spannung, das Unbedingt Gewinnen Wollen, die letzten paar Prozent

wie viele Punkte sind wir mittlerweile hinter den Böcken? waren wir nicht mal Erster? was war los in der Winterpause?

JA...das sind die richtigen Fragen!!!
Das sehe ich auch so!

Anfangs dachte man noch...ok bisschen Pech...aber die Häufigkeit der Patzer zeigt ein anderen Bild!
CR hat in der Winterpause schon gesagt dass er sich anschaut wer mitzieht und wer nicht!
Daher ja schon erste Schritte, z B Suspendierung Simunek der ordentlich gepatzt hat!

Der Unbedingte Wille war wirklich nicht da...im Vergleich zu Köln die keinen besseren Kader haben..im Gegenteil..zu Anfang der Saison hatte ich die bereits abgeschrieben!!!

Es fehlen Spieler wie wirklich wollen und die Motivation mitbringen..einfach Typen die was rumreissen können und den Mund aufmachen!

Der einzige der was sagte war Bunjaku...aber das war verpufft weil er dauerverletzt ist!
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Beitrag von FCK58 »

Bää$cht hat geschrieben:Ach wir murren uns doch schon untereinander an ;-)

Murren ist wie bellen und das ist ja bekanntlich "ohne beißen". Und genau da liegt der Hund begraben, :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Ktown2Xberg
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Beitrag von Ktown2Xberg »

Weschtkurv hat geschrieben: Nö.
Tiki taka hat ausgespielt.
So einfach is des.
Denn Barcelona hat gegen Madrid auch den Pokal verloren, und bei denen war noch nix abgehakt.
...
Bayern gestern war wie unser 0:4 vor der Foda Entlassung.
Ein Haufen Ballbesitz, null Idee, null Torgefahr, aber 4 kassiert.
Kann man sicher diskutieren. Dass die allgemeine "der König ist tot, es lebe der König"-Stimmung nach dem Spiel gestern etwas übertrieben ist, zeigt witzigerweise Dein Beispiel.

Wir hatten unter Foda generell wenig Ballbesitz - der wollte nämlich genau den Konterfußball spielen, der jetzt so abgefeiert wird. Das Problem ist allerdings, dass dieses Konterspiel als Favorit nur schwer zu spielen ist. Real, Chelsea - wenn die gegen ein Kellerkind spielen, dann lassen die ihre Edel-Offensive los und tun den Teufel, auf Konter zu spielen. Insofern ist Pep vielleicht gestern "ausgecoacht" worden (was man bei 2 Standardtoren als Dosenöffner auch nochmal diskutieren könnte) - in der Liga könnten die Bayern niemals auf Konterspiel setzen, ebensowenig wie Chelsea, Real oder Dortmund diesen Ansatz gegen kleinere Teams wählen würden.

Was passiert, wenn man nur mit Konterspiel oben mitspielen will, musste Sami Hypia bei Leverkusen erfahren. Als die anderen den Dreh raus hatten und nicht mehr mitspielen wollten, ging's abwärts.

Keine Taktik ist per se "der neue Hit", es kommt immer auf die Konstellation an. Und dazu gehört dann auch die Frage, ob wir nächste Saison "die Liga ärgern" oder oben mitspielen wollen. Und selbst in Liga 1 kann es ganz gut sein, wenn man mit Ballbesitz was anzufangen weiß (denn nur darum geht's bei der Frage, ob Ballbesitzfußball "gut" oder "schlecht" ist).

Schließlich hat die Tatsache, nur kompakt stehen und kontern zu können uns in unserer letzten Erstligasaison (ebenso wie in dieser Saison Nürnberg) in der Winterpause gezwungen, das System auf Ballbesitz umzustellen, um nicht sehenden Auges als Remis-Könige abzusteigen - was bekanntlich ja dann in einer missglückten Operation am offenen Herzen geendet ist.

Wir sind nicht umsonst bei einem "Ballbesitz-Trainer" gelandet. Und dass Runjaic in einer anderen Konstellation grundsätzlich auch anders kann hat er ja bereits in Duisburg gezeigt.





@Mac:

Wie schon oft betont: Die Fans haben für mich an gar nichts schuld. Nur könnten wir mMn alle gemeinsam ein Auge darauf haben, dass die Stimmung nicht ins Destruktive kippt.
mayk_rlp
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Beitrag von mayk_rlp »

R.Baggio hat geschrieben:Moin.

Ich finds erschreckend, wie manch einer hier sämtliche Stammtischparolen bemüht (kein Einsatz, kein Wille, blablub) nur um seinen persönlichen Frust kund zu tun.
Es ist klar, dass die Enttäuschung groß ist und keiner ist fehlerfrei, sonst würden wir CL spielen.

Man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen.
Komm Du mal runter von deinem hohen Ross! Ich weiß nicht was ausgrechnet Dich mit dem FCK verbindet, aber deiner Aussage nach nicht das, was wohl viele andere mit dem FCK verbindet.

Für mich ist und war der FCK nie ein Verein für Schönspielerei oder Anlaufstelle für große Stars. Für mich ist der FCK ein Verein aus der "ländlichen Provinz", dessen Mannschaft, so sehr sie auch in ihrer Spielanlage limitiert ist, mit 120% Einsatz und Kampf diese fehlende Spielanlage wieder wett macht und über sich hinaus wächst. DAS IST MEIN FCK, den ich liebe, den ich untersützen will und für den ich einen enormen Anteil meines Urlaubs, meines Geldes und meiner Stimmbänder opfere.
Wo ist mein FCK, den ich so sehr liebe und den ich so sehr vermisse? Zur Zeit sehe ich ihn nicht... :cry:
FFM » 01.04.2018, 20:09
Wahrscheinlichkeiten sind für den Arsch, wenn der Betze brennt.
Betze_Joe
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Beitrag von Betze_Joe »

Ktown2Xberg hat geschrieben:
Weschtkurv hat geschrieben: Nö.
Tiki taka hat ausgespielt.
So einfach is des.
Denn Barcelona hat gegen Madrid auch den Pokal verloren, und bei denen war noch nix abgehakt.
...
Bayern gestern war wie unser 0:4 vor der Foda Entlassung.
Ein Haufen Ballbesitz, null Idee, null Torgefahr, aber 4 kassiert.
Kann man sicher diskutieren. Dass die allgemeine "der König ist tot, es lebe der König"-Stimmung nach dem Spiel gestern etwas übertrieben ist, zeigt witzigerweise Dein Beispiel.

Wir hatten unter Foda generell wenig Ballbesitz - der wollte nämlich genau den Konterfußball spielen, der jetzt so abgefeiert wird. Das Problem ist allerdings, dass dieses Konterspiel als Favorit nur schwer zu spielen ist. Real, Chelsea - wenn die gegen ein Kellerkind spielen, dann lassen die ihre Edel-Offensive los und tun den Teufel, auf Konter zu spielen. Insofern ist Pep vielleicht gestern "ausgecoacht" worden (was man bei 2 Standardtoren als Dosenöffner auch nochmal diskutieren könnte) - in der Liga könnten die Bayern niemals auf Konterspiel setzen, ebensowenig wie Chelsea, Real oder Dortmund diesen Ansatz gegen kleinere Teams wählen würden.

Was passiert, wenn man nur mit Konterspiel oben mitspielen will, musste Sami Hypia bei Leverkusen erfahren. Als die anderen den Dreh raus hatten und nicht mehr mitspielen wollten, ging's abwärts.

Keine Taktik ist per se "der neue Hit", es kommt immer auf die Konstellation an. Und dazu gehört dann auch die Frage, ob wir nächste Saison "die Liga ärgern" oder oben mitspielen wollen. Und selbst in Liga 1 kann es ganz gut sein, wenn man mit Ballbesitz was anzufangen weiß (denn nur darum geht's bei der Frage, ob Ballbesitzfußball "gut" oder "schlecht" ist).

Schließlich hat die Tatsache, nur kompakt stehen und kontern zu können uns in unserer letzten Erstligasaison (ebenso wie in dieser Saison Nürnberg) in der Winterpause gezwungen, das System auf Ballbesitz umzustellen, um nicht sehenden Auges als Remis-Könige abzusteigen - was bekanntlich ja dann in einer missglückten Operation am offenen Herzen geendet ist.

Wir sind nicht umsonst bei einem "Ballbesitz-Trainer" gelandet. Und dass Runjaic in einer anderen Konstellation grundsätzlich auch anders kann hat er ja bereits in Duisburg gezeigt.





@Mac:

Wie schon oft betont: Die Fans haben für mich an gar nichts schuld. Nur könnten wir mMn alle gemeinsam ein Auge darauf haben, dass die Stimmung nicht ins Destruktive kippt.

Ich denke auch, dass sich die Mannschaften langsam auf Tiki-Taka eingestellt haben. Als Barca damit Erfolg hatte, sind die Mannschaften noch 90 Minuten hinterhergerannt. Mittlerweile wissen die Teams das man den eigenen 16er konzentriert verteidigen muss und lassen den Gegner einfach spielen.

Meiner Meinung nach sollte man als Trainer den Spielstil seiner Mannschaft nie auf eine einzige Ausrichtung reduzieren. Unter Heynkes war das Bayern-Spiel letzte Saison auch sehr ballbesitzlastig, dennoch haben sie im letzten Drittel viel zielstrebiger agiert, haben schnell umgeschaltet und waren auch in der Lage mit 11 Mann zu verteidigen (Halbfinale gegen Barca).

Zum Fck und Runjaic:

In der zweiten Liga wird auf sehr hohem Niveau verteidigt. Die Mannschaften sind meistens mit 9-10 Mann hinter dem Ball und verteidigen bei gegnerischem Ballbesitz kpmplett die eigene Hälfte.
Der Fußball, den Runjaic spielen möchte ist meiner Meinung nach der Richtige um in dieser Liga erfolgreich zu sein. Sind wir mal ehrlich, den Aufstieg gekostet hat uns nicht die Ausrichtung unseres Spiels, sondern einfach die individuellen Fehler. Union hatte in der ersten Halbzeit eigentlich keine einzige echte Chance, das Tor war einfach ein Patzer von Sippel.
Ich finde auch nicht, dass bei uns der Ballbesitz schon zum Selbstzweck geworden, wie es bei Bayern tatsächlich der Fall ist.


Was verbessert werden muss in der Sommerpause ist der Fitnesszustand der Mannschaft. Es kann nicht sein, dass regelmäßig nach 70 Minuten keine Kraft mehr da ist. Durch verbesserte Fitness kann vielleicht auch grundsätzlich mehr Bewegung ins Spiel gebracht werden und zudem sind wir dann vielleicht mal in der Lage aus dem Ballbesitzspiel heraus richtig zu pressen. Hier sehe ich den größten Verbesserungsbedarf.

Personell würde ich gar nicht mal so viel verändern, der Stamm der Mannschaft ist eigentlich gar nicht so schlecht. Einen richtig guten zentralen Mittelfeldspieler würde ich holen, ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass Ring und Jenssen hier nächste Saison ein gutes Duo bilden werden. Vielleicht ist ja auch das Real-System für uns nächste Saison eine Option. Das haben wir am Montag ja probiert. Karl war in der Rolle des Xabi Alonso, Jenssen war unser Modric und Ring unser Di Maria. Mir hat das von der Idee her eigentlich gar nicht schlecht gefallen. Desweiteren sehe ich keinen Grund Zoller zu verkaufen, der Junge hat bis 2017 Vertrag und ich denke die zwei Millionen werden wir auch noch nach der nächsten Saison kriegen. Ansonsten weiterhin auf die Jugend setzen (Wooten, SuPa inklusive) und die ganzen Leichen im Kader endlich mal loswerden.
noel
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Beitrag von noel »

Ehrlich gesagt habe ich mir die ganzen Zitate meines letzten Beitrags nicht wirklich angeschaut.

Nur beim Querlesen festgestellt, dass es doch so ist wie ich vermute: Leistungsorientierte Fans wie bei so manch anderen großen Vereinen. Läuft es nicht ist alles scheisse.

Sicherlich finde ich auch einiges nicht i.o., aber ich tue es nicht jeden Tag hier im Forum kund und pfeife auch nicht während dem Spiel. Das hilft uns eben nicht!

Schaut euch andere Vereine an, wo der Zusammenhalt klappt und trotzdem schlecht gespielt wird...
:teufel2: Nur der FCK! :teufel2:
jürgen.rische1998
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Beitrag von jürgen.rische1998 »

henrycity hat geschrieben:

Du beschreibst es echt kurz und gut was seine Fehler angeht.Man darf aber nicht die Stärken vergessen auf der Linie oder oft eins gegen eins
im Strafraum.
Korrekt. Es ist echt keine völlig einfache
Entscheidung. Ich liebe Sippel für das "Gerry"
Herzblut wenn ein Stürmer alleine auf ihn
zukommt. Da haben schon genug schmerzhaft die
Quittung bekommen. Aber das könnte ja auch ein
Müller von seinem Lehrmeister mit auf den Weg
bekommen haben.

Im Grunde und damit leider zurück zu unsrem
Problem, müssten wir über die drei, vier Tore
die ein Müller vielleicht (!!) nicht bekommen
hätte, nicht reden, wenn wir nach Vorne einfach
besser gewesen wären.

Ganz böse sag ich mal, der Neuer ist gar nicht
so toll. Der lebt bei Bayern in der Wohlfühloase,
bei Jogis Nutella Boys ist da der Lack auch oft
ab, weil viel mehr auf die Bude kommt.

Von daher, wenn Sippel nächste Runde weiter
im Tor steht, schwillt mir nicht der Kamm,
ein Spieler auf der Karl Position mit der
Fähigkeit zum schnelleren Umschalten ist wohl
die größere Baustelle.

Also :prost:
Omnia vincit amor
noel
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Beitrag von noel »

Betze_Joe hat geschrieben:

Ich denke auch, dass sich die Mannschaften langsam auf Tiki-Taka eingestellt haben. Als Barca damit Erfolg hatte, sind die Mannschaften noch 90 Minuten hinterhergerannt. Mittlerweile wissen die Teams das man den eigenen 16er konzentriert verteidigen muss und lassen den Gegner einfach spielen.

Meiner Meinung nach sollte man als Trainer den Spielstil seiner Mannschaft nie auf eine einzige Ausrichtung reduzieren. Unter Heynkes war das Bayern-Spiel letzte Saison auch sehr ballbesitzlastig, dennoch haben sie im letzten Drittel viel zielstrebiger agiert, haben schnell umgeschaltet und waren auch in der Lage mit 11 Mann zu verteidigen (Halbfinale gegen Barca).

Zum Fck und Runjaic:

In der zweiten Liga wird auf sehr hohem Niveau verteidigt. Die Mannschaften sind meistens mit 9-10 Mann hinter dem Ball und verteidigen bei gegnerischem Ballbesitz kpmplett die eigene Hälfte.
Der Fußball, den Runjaic spielen möchte ist meiner Meinung nach der Richtige um in dieser Liga erfolgreich zu sein. Sind wir mal ehrlich, den Aufstieg gekostet hat uns nicht die Ausrichtung unseres Spiels, sondern einfach die individuellen Fehler. Union hatte in der ersten Halbzeit eigentlich keine einzige echte Chance, das Tor war einfach ein Patzer von Sippel.
Ich finde auch nicht, dass bei uns der Ballbesitz schon zum Selbstzweck geworden, wie es bei Bayern tatsächlich der Fall ist.


Was verbessert werden muss in der Sommerpause ist der Fitnesszustand der Mannschaft. Es kann nicht sein, dass regelmäßig nach 70 Minuten keine Kraft mehr da ist. Durch verbesserte Fitness kann vielleicht auch grundsätzlich mehr Bewegung ins Spiel gebracht werden und zudem sind wir dann vielleicht mal in der Lage aus dem Ballbesitzspiel heraus richtig zu pressen. Hier sehe ich den größten Verbesserungsbedarf.

Personell würde ich gar nicht mal so viel verändern, der Stamm der Mannschaft ist eigentlich gar nicht so schlecht. Einen richtig guten zentralen Mittelfeldspieler würde ich holen, ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass Ring und Jenssen hier nächste Saison ein gutes Duo bilden werden. Vielleicht ist ja auch das Real-System für uns nächste Saison eine Option. Das haben wir am Montag ja probiert. Karl war in der Rolle des Xabi Alonso, Jenssen war unser Modric und Ring unser Di Maria. Mir hat das von der Idee her eigentlich gar nicht schlecht gefallen. Desweiteren sehe ich keinen Grund Zoller zu verkaufen, der Junge hat bis 2017 Vertrag und ich denke die zwei Millionen werden wir auch noch nach der nächsten Saison kriegen. Ansonsten weiterhin auf die Jugend setzen (Wooten, SuPa inklusive) und die ganzen Leichen im Kader endlich mal loswerden.
Gefällt mir Dein Beitrag. Der Fußball hat sich eben (wie ich finde - für unser (FCK)Auge) zum schlechten verändert. Es fehlt eben einer im Mittelfeld. Wobei mir der Ring die letzten Spiele ganz gut gefällt.

Zu Zoller. Ich finde er hat nachgelassen. - Finde ihn trotzdem noch klasse - aber er hat seit dem Bayernspiel sehr viel liegen gelassen. Mir schient als wäre auch er langsam verunsichert. Wieso? Weil er weiß / denkt wenn der FCK nicht aufsteigt, dann wird er (der Kohle wegen) gehen müssen, obwohl er vll gar nicht will. Und das ist in der heutigen Zeit echt schade. (Alles natürlich nur Vermutungen ;) )
:teufel2: Nur der FCK! :teufel2:
Mephistopheles
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Beitrag von Mephistopheles »

scheiss fc köln hat geschrieben:
Paul hat geschrieben: Wir haben ja richtigerweise versucht, über die Außen zu kommen, aber wie häufig mussten Dick und Zimmer da in Dribblings gehen oder abdrehen, weil Null unterstützung da war, keine Anspielstation.
Wenn Dick mal "durchkommt", sind wir aber leider auch kein Stück weiter. Sowas, wie am Montag zu beobachten war, hab´ ich noch nie gesehen. Und mir sind durchaus schon häufiger die "Flanken" von Florian Dick aufgefallen. Erinnerte mich irgendwie an den keeper von Betis Sevilla(?), der damals auf dem Betze jeden Abschlag ins Seitenaus gekickt hat.

Wie geht das? Da kann ja ruhig mal der Ball über den Schlappen gehen, oder man trifft die Pille halt mal falsch. Aber in dieser Häufig- und Regelmäßigkeit - das ist für einen Fussballprofi doch eher schon ungewöhnlich.

Abgesehen von weiten Teilen der ersten Halbzeit ein ordentlicher Auftritt vom Betze, aber insgesamt zu wenig und zu spät!

Ich habe das Spiel in einer Kneipe gesehen, in der zufällig ein ehemaliger Assistenztrainer im Regionalliga-Bereich das Spiel mitverfolgte. Er kennt den FCK nicht; gerade deshalb sind seine Aussagen interessant:

1. Der FCK spielt zu wenig über die Außen; von dort keine Flanken von der Grundlinie.

2. Der Sturm zu statisch; von den Stürmern sei Zoller der Stärkste.

3. Auffallender Abfall der Laufbereitschaft gegen Ende des Spiels, was der Gesprächspartner auf mangelnde Kondition zurückführt.

Ferner: Zimmer sei kein AV für links, da er nur selten den linken Fuß zum Flanken benutzt. Dicks Flanken unterirdisch.

Alles Kritikpunkte, die hier schon häufig angesprochen wurden.

Meine persönliche Wahrnehmung: Ein Unentschieden der besseren Sorte. Auch in meiner Wahrnehmung Zoller der stärkste Stürmer. Es ist einfach zum Kotzen, dass der Ball in der 70. Minute an die Latte geht. Lakic sah ich verbessert im Vergleich zu den Spielen vorher; das Kopfballtor war gut. Ich hätte ihn auch nicht ausgetauscht. Die IV sieht beim Führungstor nicht gut aus. Das Verhalten dilettantisch. Beide Spieler auch zu langsam, um den schnellen Brandy früher zu attackieren. Über Sippels Blackout braucht man gar nicht zu reden. Möchte mal eine Lanze für Runjaic brechen: Mich hat es auch geärgert, dass unser Angriff durch den Schiedsrichter kaputt gemacht wird. Hätte ich im Interview auch angesprochen.

Ich würde die Saison noch nicht abhaken. Zwar sind die Chancen weiter gesunken. Trotzdem muss man Gewehr bei Fuß stehen, wenn Fürth oder Paderborn patzen. Wenn sich indes beide Vereine am Sonntag im Osten durchsetzen, ist die Saison in der Tat für den FCK beendet.
Otti Feldhagel
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Beitrag von Otti Feldhagel »

Betze_Joe hat geschrieben:Unter Heynkes war das Bayern-Spiel letzte Saison auch sehr ballbesitzlastig, dennoch haben sie im letzten Drittel viel zielstrebiger agiert, haben schnell umgeschaltet und waren auch in der Lage mit 11 Mann zu verteidigen (Halbfinale gegen Barca).
Schön auf den Punkt gebracht!
Im Unterschied zum BVB spielen die Bazis seit Wochen ihren Ballbesitz nur noch zum Selbstzweck aus. Wo die Borussen überfallartig umschalten (dort wird übrigens nicht unbedingt Konterfußball, sondern vielmehr höchstes Tempo sowie maximale Laufbereitschaftpiel und ein gnadenloses Spiel gegen den Ball zelebriert) spielen die Bayern sedierendes Rasenschach, eben nur 20 Meter weiter vorne als wir, ohne jegliches Überraschungsmoment. Das ist denen seit Ribérys Absturz abhanden gekommen, Robben alleine ist überfordert. Und der Trainer lässt die Spieler, die helfen könnten, draußen. Freut mich gerade extrem, erinnert mich aber leider auch an einen anderen Club...
Salomon hat völlig recht, nicht das System machts , sondern vor allem die Leidenschaft und die Gier. Die ist den Bazis abhanden gekommen, und wir zeigten sie in dieser Saison auch gerade mal in jedem vierten Spiel. Zu wenig...
Im Übrigen benötige ich für mein System adäquate Spieler. In Deutschland kann der Trainer vielleicht einer handvoll Mannschaften ein oder mehrere Systeme einimpfen. Dann gibt es noch wenige Mannschaften, die ihr System seit Jahren bis in die Jugend hinein implantiert haben, und die vor diesem Hintergrund immer wieder gezielt einkaufen.
Beim großen Rest einschließlich FCK wird sich Erfolg auch künftig primär über Leidenschaft, Gier, Tempo und über ein intaktes Mannschaftsgefüge einstellen.
Und natürlich über die entsprechenden Spieler...
bittere_pille

Beitrag von bittere_pille »

Aber Ballbesitz ist nicht gleich Ballbesitz.

Die Bayern waren ja mit ihrem Ballbesitz oft in der gegnerischen Hälfte. Lahm hätte mindestens 5 Mal draufknallen können, der schussstarke Kroos auch einige Male. Sie entschieden sich jeweils dafür den Ball nochmal nach außen zu spielen und zu flanken. Grausam anzusehen, auch wenn ich den Bayern kein Tor gegönnt habe.

Das ist ja bei uns schon ein bisschen anders. Wir haben auch viel den Ball, aber meisten ja bei Karl irgendwo 10 Meter hinter der Mittellinie. Um bis zum 16er fehlerfrei durchzukommen und dort gefährlich zu werden sind wir läuferisch und technisch einfach viel zu schwach. Klar, ist zweite Liga...

Und Konterfußball haben wir doch probiert, aber haben die schlechtesten Konter gesehen, die man sich vorstellen kann. Das macht mich wahnsinnig. En masse dilettantisch ausgespielte 3 gegen 2 Situationen.
Womit hängt das zusammen? Mit ständig wechselnden Aufstellungen? Damit, dass die Spieler einfach zu schwach sind? Damit, dass sie dann doch zu wenig Lust haben?

Klar reicht nur alleine der unbändige Wille heutzutage nicht mehr aus, aber bilde ich mir das nur ein oder erkenne ich wirklich nicht die Geilheit aufzusteigen bei den Spielern? Oder sind sie nur verunsichert ob ihrer vielen Fehler? So ne zweite Halbzeit wie gegen Bielefeld oder den FSV Frankfurt ist doch nicht normal...
Mephistopheles
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Beitrag von Mephistopheles »

@ bittere pille

Dem FCK fehlt das Sieger-Gen. Sicher spielt der "Kopf" - neben anderen Faktoren - eine entscheidende Rolle, also das schwache Selbstbewusstsein.

OT: Der von mir vorgeschlagene Jakub Sylvestr ist wohl für den FCK unerreichbar; schade - wäre ein möglicher Ersatz für Simon Zoller gewesen, falls dieser den Lockrufen nicht widerstehen kann:

http://liga-zwei.de/erzgebirge-aue-auch ... ffen/32633

Hier ein Video zu Sylvestr:

http://www.youtube.com/watch?v=NXG7kWrxPZc

Bleibt noch Mathew Leckie vom FSV, den ich ebenfalls hier im Forum vorgeschlagen habe.


Zu Gladbachs Interesse an Simon Zoller:

http://liga-zwei.de/1-fc-kaiserslautern ... iert/32569

Kann mir einen FCK-Sturm ohne Simon Zoller momentan nicht vorstellen!
Zuletzt geändert von Mephistopheles am 01.05.2014, 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
Otti Feldhagel
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Beitrag von Otti Feldhagel »

bittere_pille hat geschrieben:Aber Ballbesitz ist nicht gleich Ballbesitz.
Vollkommen richtig. Es gab nur eine Mannschaft, die das System perfekt gespielt hat, und das war Barcelona unter Pep. Die hatten hierfür auch den perfekten Kader. Vergleiche die Bayern heute mit den Bayern vor einem Jahr unter Heynckes. Unter Pep haben sie dieses Jahr lange Zeit von der Demut ihrer Gegner profitiert. Die taktischen Zwänge werden dort jetzt zum Bumerang, Deine Beispiele mit Lahm und Kroos belegen das.
bittere_pille hat geschrieben:Das ist ja bei uns schon ein bisschen anders. Wir haben auch viel den Ball, aber meisten ja bei Karl irgendwo 10 Meter hinter der Mittellinie. Um bis zum 16er fehlerfrei durchzukommen und dort gefährlich zu werden sind wir läuferisch und technisch einfach viel zu schwach.
Genau. 80% Ballbesitz vor dem eigenen 16er bei fehlendem Umschaltspiel. Karl orientiert sich fast ausschließlich nach hinten, nach vorne fehlen uns schnelle Spieler. Es dreht sich alles im Kreis...
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Beitrag von Mephistopheles »

@ Otti Feldhagel

Der hohe Prozentsatz an Ballbesitz beim FCK ist nicht nur ineffektiv, er ist auch kontraproduktiv. Das "Jetzt-spiele-ich-den-Ball-wieder-zurück-zu-Torrejon" verhindert das schnelle Spiel in die Spitze - und erzeugt eine unglaubliche Unzufriedenheit bei den Fans. Das ganze Spiel des FCK wirkt zu statisch! Möglicherweise fehlen uns die Spieler, um das besser hinzubekommen. Einem Karl fehlt ganz sicher nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Handlungsschnelligkeit (trotzdem tankt er sich in der Nachspiekzeit schön durch den Strafraum und trifft immerhin den Pfosten). Bin immer noch der Meinung, dass Fortounis mit seiner Art Fußball zu spielen, das Spiel schneller machen könnte. Aber der Trainer berücksichtigt ihn nicht mehr ...
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Beitrag von eme »

-=knight=- hat geschrieben:
ebetzi hat geschrieben: Man kommt halt nicht viel weiter, wenn man immer nur meckert! Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir Fans unseren Teil am Misserfolg ebenfalls beitragen.
Nicht nur beigetragen. Die Fans sind leider inzwischen der Hauptgrund für den ausbleibenden Erfolg.

Der Vergleich mit Freiburg zeigt es recht eindeutig: Die haben eine miserable Hinrunde gespielt, aber dennoch am Trainer festgehalten und nicht alles in Frage gestellt. Die konnten in Ruhe Stück für Stück weiterarbeiten. Das Ergebnis ist eine exzellente Rückrunde und der frühzeitige Klassenerhalt.

Auf dem Betze hingegen grassieren enorm hohe Erwartungshaltungen. Werden diese nicht erfüllt, kommt lautstarker Unmut auf. Dieser wird von vermeintlichen Heilsbringern mit ihren tollen Lösungsideen weiter angeheizt. Es fängt an mit Spieler xy schlechtreden und Spieler zy, der meist noch gar nichts gezeigt hat, als das Riesentalent anzupreisen. Weiter geht es mit Trainer abc kann gar nicht bis hin zu VV cba vernichtet den Verein.

Ab irgendeinem Punkt wird dann den Fans nachgegeben. Das bringt kurzfristig Ruhe, verhindert jedoch langfristig den Aufbau eines soliden Fundaments.

Daher kann es nur eine Lösung geben:

Raus aus dem Hamsterrad, pro Kuntz, pro Coach Kosta!
Was ist das für ein Quatsch, die Fans für den ausbleibenden Erfolg verantwortlich zu machen.
Zu Kuntz, er hat den Verein in den vergangenen Jahren nicht wirklich weitergebracht. Weder Sportlich noch finanziell, wie lange soll man denn schweigend zusehen bevor man sich fragen darf ob er noch der Richtige ist.

Runjaic ist nichts anderes als all seine Vorgänger am anfang etwas frischhen Wind gebracht um dann wieder in ein Loch gefallen. Er schafft aus irgendwelchen Gründen sein Konzept nicht durchsetzen zu können.

Die Spieler sind bezahlte Profis die vielleichht nicht die besten Fußballer sind, von denen man aber erwarten kann dass sie alles geben, was oftt nicht mal ansatzweise der Fall ist.

Und du behauptest die Fans sind schuld.
Auch wenn es mir zeitlich und finanziell nicht immer möglich ist ins Stadion zu gehen oder dem Team durch ganz Deutschland nachreise, kann ich behaupten in über 30 Jahren schon das eine oder andere Monatsgehalt der Spieler mitfinanziert zu haben, und somit auch das Recht habe meinen Unmut zu äussern. Ich für meinen Teil behaupte nicht die Lösung für alle FCK eigenen Probleme zu haben, ich mache mir lediglich gedanken darüber und möchte darüber mit anderen Fans diskutieren.
Die Fans haben keine schuld , da sie weder Entscheidungen treffen können, noch selbst auf dem Platz stehen. Und Vergleiche mit anderen Vereinen sind Blödsinn, da andere Vereine nicht unbedingt die gleichen Strukturen, Personen und deren Fähigkeiten, und finanziellen Mittel haben. Was mit Trainer X in Y funktioniert muß nicht auch mit Trainer R in K funktionieren.
Von allen Dingen die ich je verloren habe vermisse ich am meisten meinen Verstand. (Ozzy Osbourne)
noel
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Beitrag von noel »

Von Schuld spricht hier doch keiner...

Die schlechte Stimmung im Stadion trägt eben dazu bei. Das kann wohl keiner von der Hand weisen. Wieso weshalb warum die Stimmung so ist steht auf einem anderen Blatt.
:teufel2: Nur der FCK! :teufel2:
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