Hellfire hat geschrieben:Lobhuddelei für ein Blatt, dass euren Verein vor nicht allzu vielen Tagen ganz übel und mit Hochgenuss durch den Dreck gezogen hat, ich kanns nicht fassen.
Sehe ich ähnlich, da die breite Mainzer Masse die Assoziation Kaiserslautern = Steuerverschwendung hat und das ganze medial deutschlandweit aufgenommen wird.
Der 1.FC Kaiserslautern e.V. ist in diverse Geschäftsbeziehungen involviert und versucht im Rahmen der Möglichkeiten seine Tradition zu pflegen, gleichzeitig auch wettbewerbsfähig sich in der Bundesliga zu präsentieren.
Zu dieser Geschäftsbeziehung gehört u.a. auch der Vertrag mit dem Hamburger Unternehmen Sportfive, welche seit der Jäggi-Zeit Bestand hat.
Ohne hier der Arbeit von der Perspektive FCK vorweg greifen zu wollen, so reiften doch einige Gedanken wie man eine wettbewerbsfähige Lösung aus dem Bereich "Naming Right" erzielen könnte. Der HSV generierte aus dieser Form Einnahmen seit 2001 in Höhe von ca. 3,5 Millionen € im Jahr. Bei 14 Jahren Laufzeit und entsprechender Verzinsung wäre somit ein Paket von ca. 50 Millionen € geschnürt.
Auch andere Vereine nutzen diese Form der Generierung von Einnahmen. Im Jahr schätze ich, dass auf diese Art und Weise so wenigstens 20 Millionen € der Fußballbundesliga in der 1., 2. und 3.Liga zukommen (Allianzarena, Signal Iduna, Coface, Commerzbank, Mercedes Benz, ...). Da der Fußball in der Gesellschaft eine hohe Wertschätzung genießt, halte ich die Zahlen auch für gerechtfertigt. Der 1.FC Kaiserslautern ist neben dem Leistungssport auch ein Breitensportverein mit vielfältigen sozialem Engagement.
http://www.wiesbadener-kurier.de/politi ... 036629.htm
Was will uns der Artikel nun andeuten:
* 52 Millionen € Kaufpreis für das Fritz-Walter-Stadion statt dem von Jäggi anfangs ins Spiel geworfenem Mindestwert von 33 Millionen €
* 24 Millionen Mehrkosten (FIFA konformer Ausbau, Stahlpreise, bauliche Verzögerungen,...)
* Fröhnerhof mit Sicherheit diskutabel
* 5,3 Millionen € Besserungsscheine
Nun aber zu einer etwas anderen Zahlenjonglage:
Eintracht-Stadion in Braunschweig seit der Saison 2008/2009 mit Einnahmen von 250.000€/Jahr in der 3.Liga. Wie es sich in der 1.Liga verhält, weiß ich nicht.
Nach Aufstellung des ersten Regelwerkes durch den Lehrer Konrad Koch im Jahr 1874, der Erfindung der ersten Trikotwerbung am Mann durch die Mast-Jägermeister AG genau 100 Jahre danach sowie der bundesligaweit ersten Etablierung eines Sponsoren-Pools (Eintracht 100 seit 1987) setzt die Stadt erneut Standards im Sportsponsoring.
Während andernorts namhafte Firmen die Arenen mit ihren Namen belegen (und sich nicht selten wundern, wenn sich Manni Breuckmann von der NDR 2 Bundesligashow dennoch aus dem Volksparkstadion meldet), ist man in Braunschweig einen anderen, eventuell zukunftsweisenden Weg gegangen um den Traditionsnamen des Stadions dauerhaft abzusichern. Fünf ortsansässige Traditionsunternehmen (BS|ENERGY, Braunschweigische Landessparkasse, Öffentliche Versicherung Braunschweig, Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg und Volkswagen Financial Services AG) haben sich abseits allen branchenexklusiven Denkens zusammengefunden, um den Traditionsnamen des Stadions dauerhaft abzusichern.
Mit der Finanzierungszusage der Sponsoren über einen längeren Zeitraum erhalten Stadt und Verein Planungssicherheit.
https://www.blsk.de/wir-ueber-uns/spons ... details%2F
Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim, seit 2011/2012 umbenannt in die Wirsol Rhein-Neckar-Arena.
Zeitlich nachgelagert zum Eintracht-Stadion basierte das Konzept ebenso auf fünf namhaften Unternehmen, die pro Saison in der Lage waren bis zu 2,5 Millionen € im Jahr in diesem dem Naming Right ähnlichen Bereich zu investieren.
Für das Fritz-Walter-Stadion ergeben sich hier seit der Saison 2008/2009 Einnahmen (Referenzmaßstab: Rhein-Neckar-Arena): von 2,5 Millionen € * 6 Jahren wären somit 18 Millionen €! Unverdient wären diese Gelder nicht. Tendenziell eher verdient.
Mit dem Ansatz des Namensschützers bzw. des lokal verankerten Naming Rights (Eintracht-Stadion bzw. Rhein Neckar Arena) wäre ein Interessenskonflikt mit dem Vermarkter eventuell entstanden. Mit einer im Nachgang etwas entspannteren - zeitlich verzögerten Finanzierung - wurde somit etwas zuungusten des 1.FC Kaiserslautern e.V. weitere Stadionprojekte realisiert...
Die Botschaft in die LHS kann daher auch nur lauten Gelder freizusetzen, die den Städten um Kaiserslautern/Pirmasens u.a. nachhaltig helfen. In Mainz hat sich ein Speckmantel festgesetzt, der doch auf sehr zweifelhafte Art und Weise Profiteur aus der Not des 1.FCK wurde.
Zweifelhaft ist doch eine jährliche sich verändernde Prioritätenliste bzgl. lokaler Bauprojekte, welche zum Bau der Coface-Arena führte. Es sei ihnen gegönnt, auch wenn man hier eben auch eine Prüfung auf entsprechende EU-Beihilfen bemühen könnte. Mit Sicherheit wird es auch zu einem nachgiebigen EU-Urteil kommen.
Aber bei der Verschuldung pro Kopf der Stadt Kaiserslautern, sieht man dass die Gelder
nicht nach Kaiserslautern wandern... Dafür braucht es auch keine Studie. Das ist offensichtlicher Fakt!
Und gar unter dem Mainzer Dom gibt es Andersdenkende Menschen: Aus der LHS für das Land!