Jacob hat geschrieben:Doch wenn wir hier schon die Diskussion darüber führen:
Was sollte denn stattdessen geschehen?
Kritisieren kann man immer was schlecht ist, eigene Vorschläge haben nur wenige...
Ich hatte es gestern schon geschrieben, stark vereinfacht dargestellt: Man könnte den Dresdner Fans die komplette Osttribüne anbieten, das wäre kartentechnisch aufgrund der mangelnden FCK-Nachfrage kein Problem. Dann wären im Stadion schon mal alle Gästefans an einem Platz und nicht wild verstreut zwischen den FCK-Fans - erstes Problem gelöst. Zweites Problem ist die Fantrennung, die in Kaiserslautern aber sowohl im Stadion (s. letztes Heimspiel gegen Frankfurt) als auch außerhalb gut machbar ist, wenn man ein ordentliches Konzept hat. Dann noch ein ordentliches An-/Abreisekonzept, und man hat schon 90% aller denkbaren Probleme ausgeschlossen. Die restlichen 10% wird man in so einem Spiel nie ausschließen können. Etwas einschränken könnte man sie noch mit Deeskalation (wirkt nicht bei jedem, ich weiß) statt Provokation, aber das würde jetzt zu weit führen.
Letztendlich werden hier mal wieder die Falschen bestraft, und das kann per se nicht richtig sein. Von den Randalierern letztes Jahr wurde keiner bestraft, weil es keine Verhaftungen gab. Von den Verantwortlichen für das völlig desaströse Sicherheitskonzept nach dem Spiel wurde auch keiner bestraft, weil keiner dafür zur Verantwortung gezogen wurde. Dass die Dresdner das in ihrer Stellungnahme erwähnen, ist schon richtig, denn es ist die zweite Seite der Medaille. Die Hauptschuld tragen immer die Randalierer, klar! Aber die in Zaum zu halten, ist nunmal die Aufgabe der Ordnungshüter, und da wurde letztes Jahr total versagt. Denn die Szenen nach dem Spiel hätte man verhindern können. Andere Vereine bekommen doch auch ein Spiel gegen Dynamo Dresden ordentlich über die Bühne, Dynamo selbst schafft das alle 14 Tage, es ist also möglich...
Die Leidtragenden sind jetzt die Fans, die mit den Vorfällen letzte Saison gar nichts zu tun haben. Das waren schon vor einem Jahr die FCK-Fans, die 50 Stadionverbote auf Verdacht erhielten, weil die Polizei Härte zeigen wollte. Und das ist jetzt die Mehrheit der friedlichen Dynamo-Fans, die nur eingeschränkt oder gar nicht zum Spiel kommen können. Die Randalierer vom letzten Jahr werden trotzdem da sein, da sollte man sich nichts vormachen.