redcity hat geschrieben:
Im Übrigen kann es uns finanziell eigentlich nur blendend gehen. Denn auch einige Foren-Größen haben ja gegen eine Verlängerung des Deals mit viagogo gestimmt. Als Mitglied kann ich ja aber eigentlich nur dafür stimmen, wenn ich meinem Verein damit keinem Schaden zufüge, oder?

Keine Ahnung was die ViaNoGo Geschichte (ca. 250.000 Euro maximal pro Jahr) mit der Betze-Anleihe zu tun hat. Und wer hier dem Verein Schaden zufügt steht doch schließlich schwarz auf weiß im Mitgliedermagazin Ausgabe 02.
maximi hat geschrieben: Selbst wenn der Kauf für ca. 2.6 Mio Euro zustande kommt, das ist noch nicht einmal der Betrag, den die Stadiongesellschaft als Darlehen (ca. 2.85 Mio) 2012 vor dem Abstieg zur Investition im Fröhnerhof gewährt hat.
Ich denke, hier sitzt Du einem Irrtum auf. Nicht die Stadiongesellschaft hat dem FCK ein Darlehen gewährt, umgekehrt wird ein Schuh draus. Der FCK hatte damals beim Verkauf des Stadions der Stadiongesellschaft ein Darlehen in Höhe von 3,8 Mio gewährt. Dieses (Verkäuferdarlehen - Verkäufer = FCK) wurde dann 2008 versucht zu kündigen. Anschließend wurde es im April abgezinst ausgelöst und zum Wert von 2,87 Mio und der Auflage 80% Investitionen in den Fröhnerhof und 20% Investitionen in das Stadion wieder dem FCK zur Verfügung gestellt. Damals verzichtete der FCK auf knapp 1 Mio, da er das Geld dringend als Liquiditätspool brauchte.
Beteiligungsbericht FWS-GmbH 2011 hat geschrieben:
Auf Wunsch des 1. FC Kaiserslautern wurde im April 2010 das Verkäuferdarlehen, resultierend aus dem Kauf des Fritz-Walter-Stadions, vor Fälligkeit und unter Berücksichtigung eines Abzinsungsfaktors an den Verein zurückgezahlt.
Der 1. FC Kaiserslautern verpflichtete sich gleichzeitig, den Betrag überwiegend in das Nachwuchsleistungszentrum Fröhnerhof zu investieren. Damit soll für die Zukunft eine verbesserte sportliche Basis in der Jugendarbeit geschaffen werden, von der mittel- bis langfristig der Lizenzspielerkader profitiert. Zielsetzung des Vereins ist es, gerade über die Nachwuchsarbeit künftig einen Beitrag zur Konsolidierung der Finanzen leisten zu können und künftig mehr „Eigenkapital“ durch eigene Spieler zu generieren.
Mit der Rückzahlung des Verkäuferdarlehens wird der Verein zudem ein Stück unabhängiger und kann seinen Finanzstatus nachhaltig verbessern.
Das ist also kein Darlehen der Stadiongesellschaft an den FCK sondern ein Darlehen vom FCK an die Stadiongesellschaft (gewesen).
maximi hat geschrieben:. Er weiß, dass die Liquidität eben nicht für eine weiter Saison in der 2. Liga ausreicht, selbst mit einm Zoller-Verkauf nicht!
Na ja, mit einem "Cash-Management System" wie dem, das uns Mitgliedern bei der letzten JHV in solch rosigen Farben gemalt wurde und der Garantiezahlung der TV-Gelder die ja schließlich den Liquiditätspool Betze-Anleihe immer wieder ausgleichen, sollte die kommende Saison noch funktionieren. Wobei halt die Frage ist, wenn die Einnahmenseite nicht klappt, was auf der Ausgabenseite gekürzt werden kann. Die DFL wird da schon ein Auge drauf haben. Zudem müssen ja per Auflage das negative Vereinsvermögen um 5% reduziert werden. Bin gespannt, wie das geht.
Aber das alles hat nichts mit der angekündigten möglichen Rückzahlung der Betze-Anleihe zu tun.
Interessant ist ja, dass uns der Vorstand bei der JHV die immensen Einsparungen durch die Betze-Anleihe vorgerechnet hat (gab jedenfalls viel Applaus dafür). Immerhin spart der FCK 750.000 Euro dadurch. Das man für diese Einsparung entsprechend Schulden aufnehmen muss, fiel wohl irgendwie nicht jedem auf. Jetzt muss er halt auch die 300.000 Euro Zinsen zahlen - zumindest bereitstellen, denn das ist eine Verbindlichkeit. Ob das alles abgerufen wird oder nicht ist zweitrangig und interessiert die Liquiditätssicht der DFL erstmal nicht. Wer also auf seine Zinsen verzichtet tut zwar was gutes, aber bei 3 Mio Schmuckurkunden sprechen wir von maximal 165.000 Euro Zinsen die am 1. August 2014 fällig werden wenn jeder mit Schmuckurkunde drauf verzichtet.
redcity hat geschrieben:Mit dem FCK geht es übrigens nicht seit 1998 abwärts sondern seit 1996. Die Schuldigen an diesem Abstieg sind zur damaligen Zeit zu großem Teil die Mitglieder gewesen und ich fürchte die Mitglieder werden auch in Zukunft ihren Teil beitragen.
Interessante Sichtweise. Die Mitglieder geben also das Geld aus und treffen die Entscheidungen? Die Mitglieder kaufen die Ballerinas ein?
Ja ja, die bösen, bösen Mitglieder. Man sollte glatt eine Diktatur einführen und die Mitglieder erschießen.
OK, ich wollte hier ja nicht mehr soviel schreiben (sorry, bitte nicht wieder ausdrucken

)
Bin also fast wieder weg ...