Thomas Hitzelsperger ist doch genau zum Zweck einer öffentlichen Diskussion mit seinem Outing an die Presse herangetreten. Warum also sollte nicht darüber gesprochen werden oder die Sache sogar jeden einen Scheiß angehen?SuperMo hat geschrieben:Unglaublich, muss deshalb hier ein Thema eröffnet werden? Das Privatleben von Spielern (und natürlich auch Sonstigen Menschen) geht jeden einen Sch..... an. Hier wird auf alles angesprungen.
Aber hoffentlich sind sie dann so schlau wie "Hitz" und bekennen sich - wenn überhaupt (...denn, wen geht eigentlich sein Privatleben etwas an?) - erst im Anschluß an ihre Karriere.Inoshiro hat geschrieben:Eigentlich ist es erschreckend, dass das Outing eines Profifußballers im Jahr 2014 überhaupt noch so eine Nachricht ist.
Ich hoffe aber, dass das Outing auch anderen homosexuellen Spielern Mut macht, zu ihren Gefühlen zu stehen.
Ich habe das die ganze Zeit genauso gesehen wie Du. Unschwer auszumalen, was sich ein Spieler im Stadion anhören müsste. Inzwischen bin ich jedoch der Meinung, dass es falsch ist, so zu denken. Dann wird sich nie etwas ändern. Spätestens wenn sich in jeder Mannschaft irgendwann mal Homosexuelle geoutet haben, wird das aufhören. Und irgendwann wird es in der Öffentlichkeit gar nicht mehr große aufschlagen, wenn sich jemand zu seiner Homosexualität bekennt.salomon hat geschrieben:Aber hoffentlich sind sie dann so schlau wie "Hitz" und bekennen sich - wenn überhaupt (...denn, wen geht eigentlich sein Privatleben etwas an?) - erst im Anschluß an ihre Karriere.Inoshiro hat geschrieben:Eigentlich ist es erschreckend, dass das Outing eines Profifußballers im Jahr 2014 überhaupt noch so eine Nachricht ist.
Ich hoffe aber, dass das Outing auch anderen homosexuellen Spielern Mut macht, zu ihren Gefühlen zu stehen.
Falls nicht - sondern währenddessen - würde das eine >>Höllenritt<<, ein >>Fegefeuerlauf<< für jeden homosexuellen Profi. Ständige Provokationen auf und neben dem Platz, bei schlechten Spielen "Pussysprüche" und was er möglicherweise alles an "rektalen Behinderungen" haben muß, weil er nicht richtig "in die Puschen" kommt, usw. usf.
So blöd kann kein männlicher Fußballprofi sein, um sich auf diesem Altar zu opfern. Dafür ist der Fußballsport viel zu patriarchalisch und >machismo< als dass er es auch nur ansatzweise wert wäre, hier Speerspitze und Protagonist sein zu wollen. Zudem wäre es sehr leichtfertig, seine Profikarriere mit einem solchen - wenngleich wohlmeinenden - Unterfangen aufs Spiel zu setzen.
Bei der gegenwärtigen >Polung< unserer Gesellschaft, kann man von einem solchen Schritt nur abraten - zumindest während der "aktiven Profikarriere"!
Das kann ja bei einem Verein und seinen Fans auch zu einer Identifikation aus Trotz führen. Man denke nur an Ajax-Fans, die kontinuierliche antisemitische Anfeindungen damit gekontert haben, sich selbst eine "jüdische" Identität aufzubauen.sow42195 hat geschrieben:
Ich habe das die ganze Zeit genauso gesehen wie Du. Unschwer auszumalen, was sich ein Spieler im Stadion anhören müsste. Inzwischen bin ich jedoch der Meinung, dass es falsch ist, so zu denken. Dann wird sich nie etwas ändern. Spätestens wenn sich in jeder Mannschaft irgendwann mal Homosexuelle geoutet haben, wird das aufhören. Und irgendwann wird es in der Öffentlichkeit gar nicht mehr große aufschlagen, wenn sich jemand zu seiner Homosexualität bekennt.
Glaubst du? Mach das mal in der Kreisklasse,...und fortan wird das für dich und deine Elf kein Zuckerschlecken. Häme, Provokationen bis hin zu tätlichen Auseinandersetzungen (zuweilen auch mannschaftsintern inkl. Spielerabwanderungen, wenn du nicht selber gehst etc. - habe ich als Bezirksliga-Trainer eines homosexuellen Spielers, der allerdings "geoutet wurde", alles schon erlebt!), ...gerade, weil man sich in der KKL und in der Region so gut kennt - nicht selten persönlich.attacke pfalz hat geschrieben:,denn in unserer kreissklasse steht man halt lange nicht so im fokus wie in der bl...es muss eine ganz starke persönlichkeit her die da voran gehen könnte-ich finde dfl,dfb usw sollten sich da mehr engagieren ,denn wie gesagt, sich selbst verleugnen (müssen) ist ein skandal!
ZEIT: Herr Hitzlsperger, Sie haben vorhin gesagt,c hat geschrieben:Ich finde dieses Thema nach wie vor einfach nur lächerlich. Und armselig... für die die Gesellschaft.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/fr ... 42519.htmlSpiegel Online hat geschrieben:Die Resonanz auf das Coming-out des früheren Fußball-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger ist groß. Zweifelsohne: Der Schritt ist mutig und ein wichtiger Tabubruch. Er und die Reaktionen darauf werfen viele Fragen auf. Eine Auswahl.
Warum hat das Sexualleben von Menschen - egal ob prominent oder nicht - überhaupt einen Nachrichtenwert?
Wann wird das Coming-out eines Fußballers keine Nachricht mehr sein?
Warum outet sich Hitzlsperger erst nach seiner aktiven Karriere?
Kann es einen richtigen Zeitpunkt geben, seine Homosexualität öffentlich zu machen? Und einen falschen?
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