Ciri Sforza hat mit sicherheit sehr viel Fussballsachverstand und ich traue ihm auch zu, ein sehr modernes Spiel und eine entsprechende Taktik einzustellen.
Seine Qualitäten als Spieler für uns dürften unbestritten sein - und dass ihm der FCK am Herzen liegt, zeigt, dass er gleich 3 x als Spieler zu uns gewechselt ist.
Ich hab mal drüber nachgedacht, welche Trainer denn in den letzten 20-30 Jahren den FCK wirklich zu etwas gemacht haben. Da fallen mir spontan Kalli Feldkamp und Otto Rehagel ein. Was war deren Stärke - einerseits die Taktik, andererseits die Motivationsmöglichkeit, durch die selbst weniger begnadete Spieler zu echten Leistungsträgern wurden. Aber mir fällt an denen auch auf, dass sie selbst die Mannschaft zusammengestellt haben, dass sie auch gegenüber dem Vorstand stark waren. Beide konnten sehr bissig in Interviews werden und auch manchmal unbequem - aber sie haben sich immer vor die Mannschaft gestellt und sie damit auch vorangebracht. Der Vorstand musste "nur" die Fäden im Hintergrund ziehen, den Verein repräsentieren und Ruhe ausstrahlen.
So eine Konstellation wünsche ich mir auch für die Zukunft wieder - und somit brauchen wir auch einen starken Trainer, der sich mit Kuntz gut versteht, aber auch seine eigene Meinung hat und die vertreten kann.
Irgendwie traue ich das Sforza zu - er war in der Mannschaft immer ein Alphatier und konnte seine Mitspieler hervorragend führen.
Er hat nur ein Problem, das ist das ihm manchmal fehlende sehr feine Gespür für Menschen. Darum wird er sogar hier von manchen als Stinkstiefel bezeichnet. Man müsste mal Leute wie Martin Wagner, Harry Koch etc. fragen, ob da was dran ist. Da fällt mir aber ein - einer, der es wissen muss ist - sein ehemaliger Mitspieler Stefan Kuntz

Vieles im Leben kann man mit Geld kaufen.
Emotion und Leidenschaft nicht.