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Hoeneß: Hunderte Millionen in der Schweiz? (Abendzeitung)

Alles, was sonst in keine Kategorie passt.
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

paulgeht hat geschrieben:
trützkow hat geschrieben:Im Gegensatz zur ehemaligen "DDR" wird hier übrigens niemand gezwungen, da zu leben, wo es ihm nicht passt. :wink:
... diese Aussage ... ist absolut zutreffend.
Da einem gewissen Uli H. die hier und heute geltenden Regeln und Gesetze (Stichwort: Steuern - wissenschon) anscheinend nicht passen, wäre er wohl mit ungezwungener Republikflucht (nicht unter 5 Jahren) in die ehemalige Täterääää (Steuerparadies quasi) gut bedient gewesen.
Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden? :lol:
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paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

daachdieb hat geschrieben:[...]
Da einem gewissen Uli H. die hier und heute geltenden Regeln und Gesetze (Stichwort: Steuern - wissenschon) anscheinend nicht passen, wäre er wohl mit ungezwungener Republikflucht in die ehemalige Täterääää (Steuerparadies quasi)gut bedient gewesen.
Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden? :lol:
Ja, hast du.

Wenn ich @trützkow richtig verstanden habe, bezog sich seine Aussage auf die Leute, die hier von einer "Bananenrepublik" sprechen in der es "immer schwerer sei, noch zu leben".

Und da hat er ganz recht. Niemand wird gezwungen, in dieser "Bananenrepublik" zu leben - im Gegensatz zur DDR. Ein möglicherweise etwas polemischer, dennoch aber zutreffender Vergleich. Ebenso wie das eine gesagt werden darf, kann er das auch so äußern (und an dieser Stelle verkneife ich mir einen weiteren Vergleich mit der deutsch-deutschen Vergangenheit, weil er zu weit vom eigentlichen Thema wegführt :) ).
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Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

Zutreffend gewiss, ob im Kontext des Themas passend oder nicht ist Geschmackssache.

Herr Hoeness hat frei und ungezwungen seinen Wohnsitz in Deutschland genommen bzw. behalten. Er unterliegt damit der hiesigen Steuergesetzgebung. Wenn er dagegen verstößt, insbesondere wen er Straftaten dagegen begeht, ist er dafür unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes zu bestrafen.
Es können keine anderen strafmildernden oder strafverschärfenden Momente zur Geltung kommen als bei allen Anderen.
Manager oder Fußballer zu sein, kommt im Katalog der Strafmilderungsgründe nicht vor.
Andererseit wäre es durchaus denkbar, dass es als strafverschärfend zu werten ist, wenn jemand seiner eindeutig anzunehmenden Vorbildfunktion diametral zuwiderhandelt.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

Schlossberg hat geschrieben:[...]
Herr Hoeness hat frei und ungezwungen seinen Wohnsitz in Deutschland genommen bzw. behalten. Er unterliegt damit der hiesigen Steuergesetzgebung.

[...]
Noch einmal, ich habe @trützkows Aussage nicht auf Hoeneß bezogen.
Wenn er dagegen verstößt, insbesondere wen er Straftaten dagegen begeht, ist er dafür unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes zu bestrafen.
Es können keine anderen strafmildernden oder strafverschärfenden Momente zur Geltung kommen als bei allen Anderen.
Ist denn der Gleichheitsgrundsatz nicht gegeben? Werden diese strafmildernden Umstände (Verjährungsfrist etc.) bei anderen nicht angewendet? Ich weiß es nicht, aber diese Fristen sind doch nun nicht erst für den Fall Hoeneß geschaffen worden.
[...]

Andererseit wäre es durchaus denkbar, dass es als strafverschärfend zu werten ist, wenn jemand seiner eindeutig anzunehmenden Vorbildfunktion diametral zuwiderhandelt.

[...]
Das ist aber ein gefährlicher Weg. Strafverschärfend weil "Vorbildfunktion"? Für wen hat denn hier Hoeneß Vorbildfunktion? Und wer beurteilt das in Zukunft? Wer kann messen, wie "vorbildhaft" jemand in der Öffentlichkeit sein und wirken muss? Muss dann ein "einfacher Pfarrer" befürchten, härter bestraft zu werden, als ein "Berufskrimineller", weil er eine gewisse moralische Vorbildfunktion (aber doch sicher auch nicht für alle, oder? :) ) hat?

Würde das nicht erst recht gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen?
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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

@paulgeht

Zur Überbrückung der Ferienzeit:

1. Bitte erklären sie - gerne auch unter Berücksichtigung des heute in diesem Thread verlinkten Artikels aus der Süddeutschen Zeitung - warum wir NICHT in einer "Bananenrepublik" leben.

2. Bitte erläutern sie, warum eine kritische Auseinandersetzung mit diesem, unserem Lande (aka "Bananenrepublik"), mit dem Wunsch gleichzusetzen ist, das Land zu verlassen (neudeutsch: auszuwandern, altdeutsch: rübermachen).

Fleißaufgabe: Warum ist der Hinweis auf die nicht vorhandene Reisefreiheit in einer seit nun fast 25 Jahren nicht mehr existenten Republik als sinnvoller Diskussionsbeitrag zum Thema "Uli Hoeness und der Steuerbetrug" zu sehen?
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Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

"Vorbildfunktion" zu messen, das dürfte schwierig sein, da stimme ich Dir zu, @paulgeht.
Aber dass die beruflichen Leistungen und Erfolge des UH ihn in Managerkreisen (somit in einer steuerrelevanten Schicht der Gesellschaft) zwangsläufig zum Vorbild gemacht haben, liegt doch auf der Hand.
Würde der richterliche Ermessensspielraum - den es zweifellos gibt - zu sehr zu Gunsten des UH ausgelegt, würde dies doch von anderen prominenten Steuerschuldnern geradezu als eine Art Persilschein angesehen werden müssen.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
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Beitrag von Eilesäsch »

Nochmal, wenn er jetzt mit den 900000 davonkommt, das stinkt einfach zum Himmel und hat halt den Bananenrepubliktouch (ob ihr das wahrhaben wollt oder nicht und nein ich werde mein Wohnort jetzt nicht wechseln). Allein das er nen Tipp bekommen hat, obwohl scheinbar nur unsere Volksvertreter & Fahnder bescheid wussten, ist mehr als fragwürdig.
Von diesen Gedanken wird mich auch niemand mehr abbringen. Haben alle anderen die sich im nachhinein selbstangezeigt haben auch nen Tipp erhalten? Da liegt der Hund begraben, er würde heute noch hinterziehen wenn ihn niemand daraufhingewiesen hätte, das sein Name auf der CD auftaucht.
Seltsam, äußerst seltsam.
Zuletzt geändert von Eilesäsch am 15.07.2013, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
Talent wächst mit Rückenwind, Charakter bei Gegenwind.
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Schlossberg hat geschrieben:Würde der richterliche Ermessensspielraum - den es zweifellos gibt - zu sehr zu Gunsten des UH ausgelegt, würde dies doch von anderen prominenten Steuerschuldnern geradezu als eine Art Persilschein angesehen werden müssen.
Und genau hier ist mE das Problem:
Ich kann "Saubermänner" wie Hoeness ja verstehen. So ein klein wenig Abenteuer muß doch sein. Auch mal der Bad-Boy sein zu wollen. Nervenkitzel. Aber dann bitte auch so, daß es, wenn es schief geht, auch nur ein klein wenig weh tut.
Persilschein für diejenigen, die es sich leisten können. Weil "der Staat" die Ausrede hat, ein hohes Bußgeld (Nutzen für die Allgemeinheit) bringt mehr als den Typ in den Knast (Kosten für die Allgemeinheit) zu stecken.

Frag den Mollath - 7 Jahre Freiheitsentzug für den Versuch "seine" Bad-Woman anzuschwärzen.

"Bananenrepublik"? oder BANANENREPUBLIK!
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paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

daachdieb hat geschrieben:@paulgeht

Zur Überbrückung der Ferienzeit:
Ferien habe ich erst Ende der Woche. :wink:

2. Bitte erläutern sie, warum eine kritische Auseinandersetzung mit diesem, unserem Lande (aka "Bananenrepublik"), mit dem Wunsch gleichzusetzen ist, das Land zu verlassen (neudeutsch: auszuwandern, altdeutsch: rübermachen).

Eine kritische Auseinandersetzung beginnt für mich nicht mit dem Begriff "Bananenrepublik". Das ist für mich schon von Anfang an etwas faul :)
Fleißaufgabe: Warum ist der Hinweis auf die nicht vorhandene Reisefreiheit in einer seit nun fast 25 Jahren nicht mehr existenten Republik als sinnvoller Diskussionsbeitrag zum Thema "Uli Hoeness und der Steuerbetrug" zu sehen?

In Fleißaufgaben war ich immer gut, da konnte ich meine schlimme Heftführung wett machen und die nichtbekommenen "Sternchen" wieder reinholen.

Der Verweis auf die DDR hat den gleichen inhaltlichen Wert wie die Toten Hosen hier oder so etwas:
daachdieb hat geschrieben:Und zahlen sogar - im Gegensatz zu deinem Freund Bratwurst Uli - ihre Steuern.

(selten so BRDämliches FCBückichmich hier im Forum gelesen)

Aber der Beitrag war ja nun eine Antwort auf den Verweis, dass es immer schwieriger sei, in diesem Lande zu leben. In einem Lande, in dem ein gut bezahlter Manager Steuern hinterzogen hat und nun, mit dem gleichen Strafmaß wie andere, bestraft wird und wohl (!) eine Bewährungsstrafe erhält. Wer da zum Entschluss kommt, es sei schwierig hier zu leben - ok... kann ich nicht nachvollziehen, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen. Inhaltlich hat dieser Schluss aber den gleichen Wert, wie die Antwort darauf (um die es ja hier geht).

Meine persönliche Meinung: die Tatsache, dass hier gleiches Strafmaß für jeden herangezogen wird, ist für mich der beste Beweis, dass wir in eben keiner sogenannten Bananenrepublik leben.
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Hans-Peter Brehme
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Beitrag von Hans-Peter Brehme »

Weltklasseantwort, lieber Paul. .
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Beitrag von daachdieb »

@paulgeht
nochmal: Finde den Fehler (der BGH ist KEINE Bananenrepublik-Institution - oder doch?)
Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:So gibt es seit einer Entscheidung des 1. Strafsenats des BGH angeblich die Faustformel, von einem Schaden für den Fiskus von mehr als einer Million Euro an sei in aller Regel nur noch eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung möglich. Die Realität ist das nicht. Die harte Linie von oben hat die Realität da unten nicht erreicht. Viele Verfahren in erheblicher Millionenhöhe werden weiterhin mithilfe des Paragrafen 153a durch Zahlung hoher Geldauflagen, durch Strafbefehl oder durch eine Bewährungsstrafe erledigt. Auch wickeln die Straf-und Bußgeldstellen der Finanzbehörden weiterhin viele Fälle ab, und Steuerleute interessieren sich in der Regel mehr für die Mehreinnahmen als fürs Strafverfahren.
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Beitrag von daachdieb »

PS: ;)
Auch der Konflikt mit der DDR schwele noch immer, sagt Baugh. Bis heute zählt ein Kästchen auf der molossianischen Regierungs-Website die Tage, die der Konflikt bereits andauert: 10.834, 10.835, 10.836, 10.837... "Dieser Krieg wird für immer so weitergehen", sagt der Staatsmann. Auch ganz ohne DDR?

Natürlich habe Baugh vom Mauerfall 1989 und der anschließenden Wiedervereinigung gehört, versichert er. Im Einigungsvertrag zwischen Bundesrepublik und Deutscher Demokratischer Republik sei aber ein Stückchen Land ausgespart worden, behauptet der selbst ernannte Bananen-Diktator. Konkret gehe es um die Ernst-Thälmann-Insel, ein unbewohntes Eiland vor der kubanischen Küste, das Fidel Castro am 19. Juni 1972 bei einem Staatsbesuch seinen deutschen SED-Genossen vermachte. Baughs Argument: Die Insel wurde bei der Wiedervereinigung vergessen. Folglich sei das Gebiet noch immer DDR-Territorium. "Und weil die Insel unbewohnt ist und für uns unerreichbar, wird es wohl niemals Friedensverhandlungen geben."
SpOn
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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Hans-Peter Brehme hat geschrieben:Weltklasseantwort, lieber Paul. .
Stimmt, Humor hat er ;)
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Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Lonly Devil hat geschrieben:
Benutzernamen hat geschrieben:...
....
Ich liebe dieses Land immer mehr.
Die Toten Hosen-1000 Gute Gründe
http://www.youtube.com/watch?v=apM2jyM90N8
Mein Einwurf mit den TH hat sich lediglich auf die Äußerung von @Benutzernamen bezogen und ist nicht über die Lebensqualität , im Allgemeinen, auf unser Land bezogen.

Bei den Connections ( z.B. 24.4.'13 / Seite 6 / 19:51 / "Bei dieser WHO IS WHO Liste, ...." ) eines U.H. und der scheinbar immer geringer werdenden Steuerschuld, kann durchaus der Eindruck einer Bananenrepublick entstehen.

Dazu passt dann auch noch der Tip, den U.H. erhalten hat (haben soll), der zu seiner Selbstanzeige geführt hat.
Die Selbstanzeige war zwar noch fristgerecht aber unvollständig. Was diese eigentlich unwirksam macht.
Die vollständige Selbstanzeige erfolgte zu einem späteren, nicht mehr fristgerechten Zeitpunkt. Was diese auch wieder unwirksam machen müsste.
Irgendwie wird da, nach meiner Meinung, darüber hinweggesehen.

Dann wurden aus 3,? Mio. € Steuerschuld, wegen Verjährung (wer kann/will/darf das prüfen ?) nur noch 900 000 € Steuerschuld. Das mutet schon etwas seltsam an.

Es würde mich nicht wundern, wenn noch ein Gutachten über die Schuldunfähigkeit von U.H. kommt.
Was sich ja auch Strafmildernd auswirken kann.
Er war ja, wie er selbst einmal einräumte, süchtig nach der Zockerei.

Es bleibt spannend, wie sich das alles noch entwickelt.
Zuletzt geändert von Lonly Devil am 15.07.2013, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
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Beitrag von FCK58 »

@paulgeht
Das mit der Bananenrepublik stammt wohl ursprünglich von mir. Allerdings nicht mit dem Zusatz " nicht mehr hier leben zu können". Da hast du wohl etwas durcheinander gewirbelt. :wink:
Und das wir - nicht nur mittlerweile - in einer Bananrepublik leben, dass wird dir jeder bestätigen können, der an den entsprechenden Schaltstellen arbeiten muss. Die Mädels und Jungs (einschließlich mir) erleben dies nämlich regelmäßig und oft schon seit Jahrzehnten.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Ein wenig in "Die Welt" geblättert und das gefunden:

"Plädoyer für eine zweite Chance
Adidas-Chef Hainer sieht Hoeneß auch als Vorbestraften im Bayern-Aufsichtsrat
...
......
*Hainer sprach sich für den Verbleib von Hoeneß im Amt aus, selbst wenn Anklage erhoben wird. "Dass er eine Riesendummheit begangen hat, weiß er selbst. (…) Uli Hoeneß hat durch seine Selbstanzeige sein Vergehen eingestanden und seine Steuern zurückbezahlt." Indirekt warb Hainer sogar dafür, Hoeneß im Fall einer Verurteilung im Amt zu lassen....
....

**Sofern Selbstanzeigen fehlerfrei sind, verhindern sie Strafverfahren. Offensichtlich sind Hoeneß und seinen Beratern aber Fehler unterlaufen, so dass die Staatsanwaltschaft Anfang des Jahres trotz der Selbstanzeige ein Verfahren aufnahm. Besonders gefährlich für Hoeneß: Bei Steuerhinterziehung über mehr als eine Millionen Euro ist eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen.

Inzwischen haben die Ermittler genau nachgerechnet***. Laut "Spiegel" sind sie zu dem Ergebnis gekommen, dass von den 3,2 Millionen Euro nur 900.000 Euro einschlägig, also nicht verjährt sind. Dies liegt knapp unter der Millionengrenze. Die übrigen Steuerpflichten von 2,3 Millionen Euro, die Hoeneß nicht beglichen hat, liegen dagegen mehr als fünf Jahre zurück.
...
....."

Zum ganzen Artikel:
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/p ... hance.html

*
Hm ...
War da nich irgendwas mit Geschmäckle, als Adidas Sponsor bei den Bayern wurde ?
Hatte damals nicht Nike das bessere Angebot vorgelegt aber U.H. gab, wegen freundschaftlicher Kontakte die aber "nichts mit der geschäftlichen Entscheidung zu tun hatten", Adidas den Zuschlag.

**
Beide Selbstanzeigen müssten eigentlich unwirksam sein.
Die erste war fristgerecht, aber unvollständig.
Die zweite war zwar vollständig, aber nicht mehr fristgerecht.
Was den Ermittlungsverlauf und die Frist zur Selbstanzeige betrifft.

***
Wer kann/will/darf das überprüfen ?
Wer kontrolliert die Kontrolleure, würde dann das gleiche Ergebnis stehen ?
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Hoeneß rechnet mit baldiger Entscheidung
Der Bayern-Präsident gibt sich zuversichtlich: Am Rande des Testspiels gegen den FC Barcelona äußert sich Uli Hoeneß zu seiner Steuerangelegenheit. Er glaubt, "dass es eine gute Lösung gibt".
...
Der Magazin Der Spiegel hatte zuletzt berichtet, die Staatsanwaltschaft München II wolle zwei Jahre Haft auf Bewährung beantragen, zudem soll Hoeneß eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen zahlen. Das mögliche Urteil könne deshalb so milde ausfallen, weil ein Großteil von Hoeneß' etwa 3,2 Millionen Euro Steuerschulden angeblich bereits verjährt ist.
Die Entscheidung über eine Anklage ist allerdings noch nicht gefallen.

Weiter bei der SZ

Fremd auf der eigenen Fete
Der "Uli-Hoeneß-Cup" war als festliches Ereignis geplant - wegen der Steueraffäre des Bayern-Präsidenten wurde jedoch ein merkwürdiges Spielchen daraus. Es zeigt sich, dass selbst der sonst so lebenspralle Hoeneß nicht weiß, ob er in München noch echte Heimspiele hat. Sein Image scheint arg angekratzt.
...
Es war nicht der lebenspralle Hoeneß, der vor und nach dem Spiel den Rasen mit seiner Präsenz füllte; es war ein Mann, dessen Körpersprache erkennen ließ, dass er nicht recht wusste, ob er zurzeit noch Heimspiele hat oder nicht. Vereinzelt gab es Pfiffe, ansonsten wurde er mit einer Art wohlwollender Zurückhaltung empfangen.
Den Tücken dieses Abends konnte Hoeneß nicht entkommen. So hat er am nächsten Tag Einschätzungen lesen müssen, die sich mit seiner inneren Wahrnehmung wohl kaum decken dürften. Von der "überraschenden Offensive" eines "optimistischen Hoeneß" war zu lesen, und zwischen den Zeilen klang durch, dass hier einer wohl die große Bühne nutze, um sein Comeback in der Öffentlichkeit vorzubereiten.

Weiter bei der SZ
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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Die FCB-Fans ledern ab:
Rechtzeitig vor dem Beginn der neuen Bundesligasaison hat der FC Bayern München gegen 55 Anhängern Stadionverbote ausgesprochen.
...
Das Fanbündnis "Südkurve München" kritisiert das Vorgehen des Vereins scharf. Man wolle sich zwar weiterhin zur Causa "Uli Hoeneß" bis zum Abschluss des Verfahrens gegen den Vereinspräsidenten nicht äußern, angesichts der nun verhängten Stadionverbote werde aber "die Charakterlosigkeit, Heuchelei und Doppelmoral offensichtlich, die Teile des Vereins durchsetze."
...
Dass (...) auch die Angestellten unseres Vereins das Prinzip Unschuldsvermutung zu einem Zeitpunkt mit Füßen treten, an dem die Steuer-Affäre unseres Präsidenten Uli Hoeneß dem Verein und seinem Ansehen mehr schadet, als es sämtliches umstrittenes Fan-Verhalten jemals getan hat, ist eine Farce.
...
Wir treten Euch mit Verachtung gegenüber. In unserem Bauch ist viel Wut.
Komplett bei fankultur
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RedDevil2012
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Beitrag von RedDevil2012 »

WEGEN STEUERHINTERZIEHUNG
HOENESS ANGEKLAGT


Jetzt also doch.

ANKLAGE GEGEN BAYERN-PRÄSIDENT ULI HOENESS (61) WEGEN STEUERHINTERZIEHUNG!

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München müsse nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen Hoeneß entscheiden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

In der Pressemitteilung des Oberlandesgerichtes München heißt es: „Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen in dem Verfahren gegen Ulrich H. am 29.07.2013 abgeschlossen und am 30.07.2013 Anklage zur 5. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München II erhoben. Die Anklage, in der dem 61jährigen Präsidenten des FC Bayern München Steuerhinterziehung zur Last gelegt wird, wurde zwischenzeitlich zugestellt.“

Vor einer Woche zeigte sich Hoeneß noch optimistisch, sagte beim ZDF: „Ich bin relativ zuversichtlich, dass es ein relativ gutes Ende nehmen wird.”
Jetzt die Anklage!

Das Oberlandesgericht weiter: „Vor der Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung können keine weiteren Einzelheiten zum Anklagevorwurf mitgeteilt werden, zumal in Steuerstrafverfahren besondere Geheimhaltungspflichten gelten.“ Mit einer Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung des Verfahrens sei nicht vor Ende September zu rechnen.
Der „Spiegel“ hatte Mitte Juli noch berichtet, dass Hoeneß bei einem eventuellen Prozess auf ein mildes Urteil hoffen könne. Nach Informationen des Magazins soll die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung beantragen.
Hoeneß hatte am 12. Januar bei den Finanzbehörden eine Selbstanzeige eingereicht. Er gab zu, Kapitalerträge auf einem Depotkonto bei der Zürcher Privatbank Vontobel nicht versteuert zu haben. Auf diesem Konto lagerten über mehrere Jahre bis zu 20 Millionen Euro für Aktien- und Devisengeschäfte. Die Staatsanwaltschaft München II leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Hoeneß ein. Die Selbstanzeige war unzureichend.

Im März wurde seine Villa am Tegernsee durchsucht, dabei präsentierten die Ermittler einen Haftbefehl. Dieser wurde ausgesetzt, weil Hoeneß mehrere Millionen Euro Kaution zahlte.

http://www.bild.de/sport/fussball/uli-h ... .bild.html
rot_weißer_Partybus
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Beitrag von rot_weißer_Partybus »

Dass er angeklagt wird war ja zu erwarten.
Das schließt aber ja trotzdem nicht aus, dass er lediglich eine Bewährungsstrafe erhalten wird weil ein Großteil der Steuerschuld angeblich schon verjährt ist oder?
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

rot_weißer_Partybus hat geschrieben:Dass er angeklagt wird war ja zu erwarten.
Das schließt aber ja trotzdem nicht aus, dass er lediglich eine Bewährungsstrafe erhalten wird weil ein Großteil der Steuerschuld angeblich schon verjährt ist oder?
" Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München müsse nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen Hoeneß entscheiden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. "

Es wurde zwar der Antrag für das Strafverfahren eingereicht, ob es aber zu einem Hauptverfahren/Gerichtsprozess kommt ist immer noch offen.
Da soll, nach dem Artikel, erst gegen Ende September die Entscheidung fallen. Also abwarten, was noch kommt.

U.H. hat sogar 2 Selbstanzeigen eingereicht.

Die erste, im Artikel erwähnte, war eigentlich ungültig - zwar fristgerecht aber unvollständig. Da soll U.H. einen Tipp wegen Steuerermittlungen gegen ihn erhalten haben.
Die zweite Selbstanzeige war zwar vollständig, aber nicht mehr fristgerecht, weil die Ermittlungen schon in vollem Gang waren.
Somit dürfte auch diese Selbstanzeige hinfällig sein.

Nach meiner Meinung sind die 2 Selbstanzeigen nicht wirksam. Aber da wird man wohl darüber hinwegsehen.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

UH hat ja noch ne 3. Anzeige am laufen (gegen Unbekannt):
Verzwickte Suche nach dem Geheimnisverräter
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tüddy
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Beitrag von tüddy »

Ja,ja die saubazis ! Rummenigge,Ribery,Hoeneß und nich zu vergessen der brandstifter Breno ! Bin echt gespannt wann die ersten knasttränen bei denen auffer bank auftauchen..... :lol:
Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen!
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Steuersünder Hoeneß: 33.000 Bewegungen auf Schweizer Geheimkonto
Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat offenbar jahrelang exzessiv an den Finanzmärkten gehandelt: Nach SPIEGEL-Informationen sollen auf seinem Konto bei einer Schweizer Privatbank über einen Zeitraum von mehreren Jahren mehr als 33.000 Bewegungen dokumentiert sein.
...
Die schiere Menge seiner Geldgeschäfte hatte es dem Fußballmanager vermutlich unmöglich gemacht, den bayerischen Finanzbehörden bei Einreichen seiner Selbstanzeige eine lückenlose Dokumentation der Kontobewegungen vorzulegen. Noch immer sollen Unterlagen seiner Bank ausstehen.
...
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nahm Hoeneß derweil in Schutz. Er will ihn trotz dessen Steueraffäre weiterhin in hohen Ämtern beim deutschen Rekordmeister sehen. "Ich sage offen: Ich würde ihm als Freund wünschen, dass er seine großartige Arbeit für den FC Bayern fortsetzen kann", sagte der Boss des Deutschen Fußball-Bundes der "Bild am Sonntag".
Oderint, dum metuant
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satisfactory
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Beitrag von satisfactory »

Auch wenn an der Börse heutzutage vieles automatisiert läuft, ist schon `ne ordentliche Hausnummer , die der gute Uli da zu bieten hat!
Nur so nebenbei ist dieses Konto sicherlich nicht betrieben worden - folglich gehört schon eine gewisse kriminelle Energie dazu....

Und Herr Niersbach hätte besser geschwiegen - das der FC Bayern mit dem DFB durch z.B. Adidas seit Jahren eine enge Verzahnung erfährt, hatte man ja schon geahnt. Aber das der DFB-Präsident einfach mal sein Unrechtsbewusstsein für einen "Freund" beiseite schiebt, ist schon ziemlich anrüchig und schadet eher dem Ansehen des deutschen Fußballs...
"Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende bereitet." - Karl Kraus
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