link: http://www.spiegel.de/sport/fussball/ti ... 04437.htmlTickets in der Bundesliga: Reise ohne Aufpreise
Bis zu 150 Euro müssen Fans von Bayern oder BVB zusätzlich pro Saison ausgeben, weil die Spiele ihrer Clubs auch auswärts mit Top-Zuschlägen belegt werden. Hertha BSC verzichtet künftig auf höhere Preise - wenn auch nicht ganz freiwillig.
Ingo Schiller klingt wie ein Fan aus der Kurve, wenn er über die neuen Kartenpreise bei Hertha BSC spricht. Dabei ist er als Geschäftsführer des Vereins für Finanzen und Marketing zuständig, nicht für Fußballromantik. Er sagt: "Das Erlebnis Fußball muss bezahlbar sein, gerade für Auswärtsfahrer, die ohnehin schon hohe Kosten haben. Die Bezahlbarkeit macht den Fußball in Deutschland aus."
Der Aufsteiger führt zur neuen Saison einheitliche Eintrittspreise für die Abschnitte im Olympiastadion ein, in denen sich die treuesten und lautesten Fans aufhalten; in denen die Menschen stehen, obwohl es in der Berliner Arena nur Sitzplätze gibt. 15 Euro kostet künftig eine Karte im Fanblock - unabhängig vom Gegner. Zuschläge für Spiele gegen Spitzenmannschaften fallen in diesen Sektionen des Stadions weg.
Vor allem den Auswärtsfans kommt die Neuregelung zugute. In der Bundesliga ist es Sitte, dass die Fans des Gastvereins den gleichen Preis zahlen mussten wie das Heimpublikum für vergleichbare Plätze. Weil die meisten Clubs auf Spiele gegen Spitzenmannschaften einen erhöhten Preis verlangen, sehen sich Fans dieser Vereine im Nachteil. Anhänger des FC Bayern oder von Borussia Dortmund zahlen auswärts grundsätzlich den Zuschlag, obwohl Partien in Hoffenheim oder Wolfsburg aus ihrer Perspektive keine Spitzenspiele sind. Bis zu 150 Euro mehr geben sie so in einer Saison für Auswärts-Tickets aus als Anhänger des FC Augsburg oder von Greuther Fürth.
Fußball muss für alle Schichten zugänglich sein
Die Verantwortlichen bei Hertha BSC sind nicht von sich aus auf die Idee mit den Einheitspreisen gekommen. Es bedurfte des Drucks der Fan-Initiative "Kein Zwanni", die sich für moderate Eintrittspreise in der Bundesliga einsetzt. Ihr Argument: In den Fanblöcken der deutschen Stadien treffen sich alle Gesellschaftsgruppen: Geschäftsleute, Studenten, Arbeitslose. Das macht die Bundesliga attraktiv. "Fußball muss für alle Schichten zugänglich sein, nicht nur für die Elite oder Touristen wie in England", sagt Leo Lossack von der Berliner Abordnung von "Kein Zwanni".
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Dazu passt auch folgende (noch unbestätigte) Meldung vom HSV, die ich gerade in einem anderen Thread gepostet habe:
frohe Nachricht macht die Runde: Ab der nächsten Saison nimmt der HSV wohl einheitlich 16 Euro für Stehplatzeinzelkarten im Gästeblock! Ein Beispiel dem hoffentlich viele Vereine folgen werden. Ein echter Erfolg für die Kampagne "Kein Zwanni", an der auch wir alle mitgearbeitet haben!
link: http://www.facebook.com/Block22C

