Eine Faninitiative ist mitnichten einer eigenen Abteilung "Passive Mitglieder" gleichzusetzen. Während ein aktives Mitglied über seine Vereinsorgane ein Sprachrohr hat, ist dem passiven, fördernden Mitglied nur die JHV offen. Ein Zustand, den ich persönlich nicht für gut erachte. Zahl, und halt die Schnauze? Ähm, nö.
Alles, was eine Abteilung "Fördernde Mitglieder" an Veränderungen mitbringen würde wäre ein Sitz, ein eigener Sitz im Vereinsrat, mit einer Stimme unter den von mir unten angegebenen Mitgliedern des Vereinsrats.
Mal ein paar Fakten an diese Diskussion:
Mich wundert der Gesprächskreis mit dem Vorstand.
Denn eigentlich ist nicht der Vorstand mein Ansprechpartner in Vereinsfragen, sondern der nächste Vertreter, das wäre Vereinsrat oder Aufsichtsrat.
Stefan Kuntz ist Angestellter des Vereins, und würde der AR ihn beauftragen, eine solche Abteilung zu gründen, müsste er es auf den Weg bringen. Dann wäre die Abteilung immer noch nicht gegründet, weil der Vereinsrat zustimmen müsste.
Aber das die Abteilung nicht kommen kann, weil 2 Angestellte des Vereins "NEIN" sagen, dass sollte mich wundern.
Die Satzung ist da eindeutig.
Zitat
Vereinssatzung 1.FC Kaiserslautern
ARTIKEL 8 - ORGANE DES VEREINS:
1) Die Organe des Vereins:
a) die Mitgliederversammlung;
b) der Aufsichtsrat;
c) der Vorstand;
d) der Vereinsrat;
e) der Ehrenrat.
ARTIKEL 15 - DER VEREINSRAT
(1) Der Vereinsrat besteht aus:
a) den Vorstandsmitgliedern;
b) den Abteilungsleitern, im Verhinderungsfall deren Stellvertreter, den Leitern der Fußball-Abteilung, im Verhinderungsfall deren Stellvertreter;
c) den Gesamtjugendleitern;
d) dem Mitgliederwart;
e) dem Pressewart (bei Bedarf);
f) dem Leiter des Ordnungsdienstes;
g) dem Vertreter des Fan-Beirates;
h) den Vorsitzenden der vom Vorstand gebildeten Ausschüsse (Art. 14 Abs. 4).
(2) Die Amtszeit der Mitglieder des Vereinsrates ergibt sich aus den Festlegungen hinsichtlich der Amtszeit, die das Entsendegremium festgelegt hat.
(3) Die Sitzung des Vereinsrates wird durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet. Über seine Verhandlungen, die vertraulich sind, ist eine Niederschrift zu fertigen, die den Mitgliedern des Vereinsrates und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates zuzuleiten ist.
(4) Der Vereinsrat hat die ihm durch die Satzung zugewiesenen Aufgaben zu erledigen sowie die Arbeit in den Abteilungen zu koordinieren. Er ist außerdem befugt, die Vereins- und Ehrenordnungen zu erlassen und zu ändern.
(5) Der Aufsichtsrat ist über bevorstehende Sitzungen des Vereinsrates vom Vorstandsvorsitzenden zu unterrichten. Mitglieder des Aufsichtsrates können an Sitzungen des Vereinsrates jederzeit teilnehmen. Sie haben im Vereinsrat kein Stimmrecht.
ARTIKEL 20 - DIE ABTEILUNGEN
(1) Zur Erfüllung seiner sportlichen Aufgaben bedient sich der Verein seiner Abteilungen, die an Weisungen des Vorstandes gebunden sind. Über Gründung und Auflösung von Abteilungen beschließt der Vereinsrat. Auflösungsbeschlüsse bedürfen der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.
(2) Den Abteilungen obliegt die Durchführung des Übungs- und Wettkampfbetriebes. Sofern vom Vorstand die damit verbundenen Aufgaben oder Teile davon nicht Dritten übertragen worden sind, ist der jeweilige Abteilungsleiter hierfür dem Vorstand des Vereins verantwortlich.
(3) Jede Abteilung gibt sich eine Abteilungsordnung, die der Genehmigung des Vereinsrates bedarf.
(4) Die Abteilungen können kein eigenes Vermögen erwerben.
Meine Gedanken hierzu:
Hier ist der Casus Knacksus: "Zur Erfüllung seiner Aufgaben bedient sich der Verein seiner Abteilungen, die an Weisungen des Vorstandes gebunden sind"
Zum einen kann man hier schön sehen, dass eine "Opposition" durch eine Abteilung schwer möglich ist, weil der Vorstand weisungsbefugt ist.
Zum anderen hängt man sich wohl vereinsseitig an dem Passus "Sportliche Aufgaben" auf. Eine Abt. "Fördernde Mitglieder" hätte keine sportlichen Aufgaben. Gut, das kann man so sehen, aber eine Abt. Museum hat die auch nicht, und hier hat man eine solche Abteilung gegründet. Und der Ordnungsdienst ist auch eine eigene Abteilung, dessen sportlichen Wettkampfbetrieb mir bislang verborgen blieb.
Das Problem ist vermutlich: Eine Abteilung "Fördernde Mitglieder" wäre mit einem Schlag die größte Abteilung im Verein. Aber hätte im Vereinsrat trotzdem nur eine Stimme. Insofern verstehe ich das auch nicht. Zumal die Satzung ja jetzt überarbeitet werden soll (6.5. ist Auszählung der Stimmen), und man das dann einarbeiten kann.
Dennoch scheint Kuntz diese Abteilung nicht zu mögen. Auch der völlig inaktzeptable Versuch, die Leute auf der Vorschlagsliste zum Satzungsausschuß zu diskreditieren, weil sie eben zu Sechst sich zur Wahl stellen deutet darauf hin....soso, unangemessen sei der Artikel von dbb gewesen, nicht neutral....
Dann darf man fragen, wie neutral und angemessen die Aussage vor der letzten AR Wahl war, er würde gerne weiterhin mit den bestehenden AR-Mitgliedern weiter arbeiten.....
Nein, hier ist was im Argen, hier stinkt was, ich bin nur noch nicht dahinter gekommen, was.
Denn von aktueller Satzung her wäre eine eigene Abteilung "fördernde Mitglieder" keine Gefahr, erst Recht keine , die durch eine Opposition genutzt werden könnte. Denn eine solche würde es bestimmt nicht in einem dem Vorstand unterstellte Abteilung versuchen.
Die Oppositionen, die sich mir in den letzten 30 Jahren so vorstellten, kamen alle urplötzlich aus der Versenkung.
Und was die immer schwärende Vermutung angeht, die Perspektive sei eine Opposition und will den Umsturz von innen:
Die Perspektive hat wieviele Mitglieder? Und wieviele Mitglieder hat der FCK?
Wer sagt denn, dass bei mehr als 16.000 Mitgliedern ausgerechnet ein Vertreter der Perspektive als Abteilungsleiter gewählt werden würde?
Und selbst wenn es eine Opposition gäbe:
Wäre das wirklich etwas schlimmes? Jemand, der den "Regierenden" auf die Finger schaut?
Es gibt einen guten Grund, weshalb im Bundestag nicht nur Regierungsparteien sitzen.
Eine gesunde Opposition innerhalb eines Vereins ist Zeichen von Vereinshygiene, von regulierenden Mechanismen, nicht von Weltuntergang und Chaos.
Solange auch die Opposition den Verein im Sinn hat, und konstruktiv arbeitet.
Mensch, denkt doch einmal nach ohne das nachzuplappern, was man euch vorkaut.