@jones83
Ich muß gestehen, daß mir dieser Gedanke (SK=Polizist=Sicherheitsfanatiker) auch mal durch den Kopf ging. Aber ich habe den schnell wieder verworfen. Warum? Weil er mE zu kurz springt.
Bleiben wir bei dem DFL-Sicherheitspapier: Ich stelle mal (die gar nicht so steile) These auf, daß wir so etwas ohne 9/11 nicht bekommen hätten. Die Befugnisse der Behörden sind danach immer weiter ausgedehnt worden, die Bürger haben sich daran gewöhnt, daß gewisse "Maßnahmen" notwendig sind um die Sicherheit zu gewährleisten, da "Terroristen" und "Gefährder" überall ihr Unwesen treiben "können". Die technischen Mittel sind in ihrer Entwicklung und ihren Kosten in einem praktikablen Bereich angelangt, auf internationaler Ebene (zB EU) wird mit aller Macht (mit großem finanziellem Aufwand) an Repressions- und Überwachungssystemen geforscht etc. pp. Das alles führt dazu, daß die rechtsstaatlichen Grundsätze immer mehr aufgeweicht werden und ein Ende der Fahnenstange mMn noch längst nicht erreicht ist.
Aus aktuellem Anlass sagt EDITH:
Ministerpräsidentin Dreyer kannte Bestandsdatenauskunft nicht
Zu SK - Erst mal ein Zitat von ihm aus der SWR4 Gesprächsrunde letzte Woche:
Ich sage, wir haben kein außergewöhnliches Gewaltproblem im Fußball. (...) Und nur ein kleines Beispiel: Ich bin sogar konform mit denen, die die Stadionverbote kritisieren.
Äußert sich so ein "Polizist", der auf der Seite der hardliner steht? (Er hat in der Gesprächsrunde übrigens dem Lewentz fast permanent wiedersprochen)
SK ist heute zu aller erst VV des 1.FCK, eines Vereins, der seit Jahren nahe am Abgrund wirtschaftet. Da gibt es jede menge Verbindlichkeiten - gegenüber Verbänden (Lizenz), aber auch gegenüber Behörden (Stadionmiete). Und ich glaube, mit dem "Sicherheitspapier" hat er eine Kröte geschluckt (kenne wir die Zusammenhänge zwischen "nationaler Sportpolitik", die ja auch bei den Innenministern angesiedelt ist und den "Verbänden"?), die er lieber nicht auf dem Teller gehabt hätte.