waschbaerbauch hat geschrieben:szymaniak hat geschrieben:
Es ist ist immer negativ großspurig herumzutönen, anstatt sich auf seine Leistungen auf dem Platz zu konzentrieren.
Aufstieg, das muss innerlich der eiserne Wille sein, aber nach außen hin mit keinem Wort erwähnt werden.
Nein, Yves hat völlig recht. In den vergangenen Jahren, als man seitens des FCKs eher Understatement betrieb, war dies auch der komplett falsche Weg. Lt. der Mehrheit dieses Forums.
Ich schaue mir schon über 50 Jahre die Spiele des FCK an, weshalb ich mit Fug u. Recht behaupten kann, dass wir in den ersten 40 Jahre in der Bundesliga besser, erfolgreicher und vor allem konstanter gespielt haben als in den letzten 10 Jahren. Und auch schon nach dem 2. Weltkrieg bis 1963 haben wir sogar den erfolgreichsten Fußball in Deutschland gespielt. Und da waren Spieler wie Fritz u. Ottmar Walter, Horst Eckel u. etliche mehr in unserer Mannschaft, denen Herumtönerei, Selbsthudelei, Selbstdarstellung, Schauspielerei und Ähnliches mehr ein Fremdwort war. Sie hätten sich dafür zu Tode geschämt. Sie waren allesamt bescheiden und haben sich auf ihren Beruf konzentriert, so gut wie sie das irgendwie auf die Reihe brachten, weil sie allein mit Fußball nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten. Sie haben nicht mit Worten geglänzt, sondern mit Taten auf dem grünen Rasen auf userem Betzenberg, dem sie auch zeitlebens treu geblieben sind.
Sie haben nicht mit ihrem Finger auf das FCK-Wappen gezeigt um fadenscheinig zum Ausdruck zu bringen wie sehr sie mit ihrem Herz am FCK hängen und nicht wie die heutigen Wohlstandskicker, die dies tun und schon 3 Tage später in Wolfsburg oder sonstwo einen neuen Vertrag unterschreiben.
Aber was die damals u. früher gemacht haben, das waren bis auf wenige Ausnahmen konstante spielerische u. kämpferische Leistungen u. keine Prahlerei.
Und diesen Geist der Waltermannschaft haben Mangold, Bauer, Neumann, Schneider, Richter, Schwager, E. Diehl, W. Schnarr, Kiefhaber, Kostrewa, Pulter, Koppenhöfer, F. Fuchs, Sandberg, Wendt, Hellström, Bitz, Laumen, H.-W. Moser, L. Huber, W. Wolf, E. Maier, J. Groh, Schupp, Seppl Pirrung, Melzer, Briegel, Roos, ja auch Friedrich, Seel, R. Geye, Hannes Riedel, Bongartz, Neues, Toppmöller, Kohr, Seel, Kadlec, Brehme, Koch, Schäfer, Sforza, Wagner, Ehrmann u.a. mehr von Generation zu Generation weiter getragen und haben überwiegend konstant u. größtenteils für den FCK Fußball gespielt.
Doch dann kam die wohlstandsgeschädigte Turnschuhgeneration, die Töner, die Selbstdarsteller, die Schauspieler und Ähnliches mehr, die sich mehr mit de Schniss, wie es der Volksmund sagt, auf sich aufmerksam machten denn mit entsprechenden Leistungen auf dem Fußballplatz. Und genau seitdem ging die Leistungskurve langsam aber sicher (außer der Saison 2009/10 und 2010/11) nach unten und die Begeisterung auf den Rängen zurück.
Das sind die Fakten, die auch im Leben zählen.
Die wahren Größen waren nie die Schnissschwader, sondern die sich durch Leistung auf sich aufmerksam machten.
Deshalb war es auch verkehrt nachdem Katastrophenabstieg überall vollmundig, ja fast schon selbstherlich vom sofortigen Wiederaufsteig zu sprechen. Was sie fertig brachten war, dass sie unsere Gegner heiß gemacht haben, sonst aber nichts. Eine clevere Verhaltensweise hätte uns besser getan. Aber dafür hätte das sportliche Management sorgen müssen. Aber dafür scheinen die unfähig zu sein. Und jetzt sprechen unsere Spieler inclusive Trainer un Vorstandschaft schon vom Relegationsspiel, obwohl dieses Spiel noch längst nicht erreicht ist. Tausendmal besser wäre es jetzt endlich sich einmal zunächst ernsthaft darüber Gedanken zu machen wie wir endlich noch einmal guten u. erfolgreichen Fußball spielen, damit wieder mehr Fans gerne auf den Betzenberg gehen u. die Begeisterung wieder auf dem Betze Einzug hält.
Wir stehen zwar noch auf dem 3. Tabellenplatz, obwohl wir keinen guten Fußball spielen. Aber das kann sich sehr schnell ändern, trotz der nicht gerade überwältigen Konkurrenz.