Yves hat geschrieben:Was mich ein wenig wundert ist, dass hier jetzt so oft kritisiert wird, dass der Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben wurde. Ja, was sollte den sonst das Ziel sein?
Mal davon abgesehen, wurde es doch immer wieder gefordert, dass die Mannschaft genau mit diesem Ziel in die Runde geschickt wird. Wäre das nicht gekommen, hätte sich wieder das halbe Forum darüber beschwert, dass man der Mannschaft schon vor der Saison ein Alibi gegeben hätte, sich nicht voll rein zu hängen.
Und was die Kontinuität angeht. Natürlich muss das das Ziel sein. Dafür muss aber auch erstmal eine Basis gebildet werden, auf der es sich lohnt, kontinuierlich weiter zu arbeiten. Hätte Kuntz mit der Mannschaft vom letzten Jahr das Ziel ausgegeben - ich hätte mal sehen wollen, was hier los gewesen wäre.
Die Mannschaft spielt im Moment nicht so, wie wir es uns erwünschen. Das hat Braunschweig in der "ersten" Saison auch nicht. Kontinuität kommt, wenn wir die jetzige Mannschaft zusammenhalten, ein paar Jahre. Und bei dem Potential das da drin steckt, bin ich auch fast sicher, dass sich die Leistung verbessern wird.
Aber WIR hier im Forum haben doch gar nicht die Geduld dafür. Hier wurde ja schon in der Hinrunde wieder nach Umbrüchen geschrien.
Nach einer halben Saison wird schon wieder von vielen der Kopf des Trainers gefordert.
Ja mei ... trotz der vielen sachlichen Diskussionen hier, wundert es schon ein bissl. Wenn man was langfristig aufbauen möchte, darf man nicht unbedingt mit kurzfristigen Erfolgen rechnen.
Es ist ist immer negativ großspurig herumzutönen, anstatt sich auf seine Leistungen auf dem Platz zu konzentrieren.
Aufstieg, das muss innerlich der eiserne Wille sein, aber nach außen hin mit keinem Wort erwähnt werden.
Briegel, Melzer, Diehl, Roos u. viele andere mehr haben früher nicht vollmundig und angeberisch die ganze Woche über unnötig herumgetönt, sondern sich auf ihre Spiele konzentriert. Sie haben mit ihren Taten auf dem Platz überzeugt und nicht mit ihrem losen Mundwerk.
Aber in der heutigen Wohlstandsgesellschaft zählen mehr die Selbstdarsteller mit ihrem blödsinnigen Gelaber, als der Stille und Solide, der seine Leistung bringt ohne es jedem, der ihm über den Weg läuft zu erzählen. Solche Menschen brauchen das nicht, weil sie dies nicht nötig haben. Und so ist das auch im Fußball. Fritz Walter hat nie große Worte gemacht, die waren ihm fremd. Aber er hat auf dem Platz überzeugt, auf seinem Arbeitsplatz, dem Spielfeld, auf dem grünen Rasen. Und so muss es sein und nicht umgekehrt.
Wenn ich nur schon höre wenn die tätowierten Pubertätsjünglinge ständig verkünden: Ich weiß wass ich kann. Weil Eigenlob stinkt, hat man so etwas früher nicht ausgesprochen, sonderm mit Leistung geglänzt. So funktioniert das u. nicht umgekehrt.
Und im Übrigen:
Der FCK kommt von oben und Braunschweig von unten.
Außerdem hat der FCK ganz andere Ansprüche als Braunschweig.
Auch hat der FCK einen weitaus höheren Spieleretat als Braunschweig, was man auf dem Platz aber leider nicht erkennen kann. Nur durch Glück etc. haben die keine 12 Punkte mehr als wir. Nein, die haben sich auf ihren Beruf konzentriert u. nicht auf großspurige Ankündigungen.
Und so war es bei uns auch lange Zeit, als wir noch Leistungen vollbrachten, was wir aber seit anderthalb Jahren schmerzlich vermissen.
Die eklatant zurückgehenden Zuschauerzahlen und die nachlassende Begeisterung auf den Rängen sprechen eine glasklare Sprache. Die Anhänger des FCK wollen auf dem Platz Leistung sehen und keine völlig überflüssige Herumtönerei wie wir sind ja schon eine Bundesligamannschaft, die Mannschaft hat Qualität etc. pp.. Sobald die das auf dem Platz nicht zeigen, dann sind das leere Worte, mehr aber nicht.