Aebbes hat geschrieben:
morlautern1971 hat geschrieben:... die vom so finanzierten Nachwuchsleistunszentrum gefördert ihre Profilaufbahn bei uns beginnen, ausnahmslos vertraglich langfristig (4 Jahre) an den Verein zu binden, NOCH BEVOR SIE IHRE ERSTEN SPIELE FÜR DIE PROFIS MACHEN - UND DAMIT ERFAHRUNGSGEMÄSS UNVERLÄNGERBAR WERDEN.
Der Heintz-Ablauf beweist dir zwei Mal das Gegenteil.
Ich hab's ja oben selbst geschrieben - Heintz ist die - erfreuliche - Ausnahme.
Nur weil es einen gibt, der tatsächlich
freiwillig und mit ganzem Herzen bei
seinem FCK verlängert, heißt das nicht, dass man beim Rest nicht vertraglich VOR DEM ERSTEN PROFIEINSATZ nachhelfen muss.
Sonst könnten wir ja überhaupt nur noch 1-Jahres-Verträge machen, und nach dem Jahr setzt man sich wieder ganz in Ruhe bei einer Tasse Tee hin, mit dem Spieler, wenn man noch mit ihm plant, und verlängert wieder schön einvernehmlich um ein Jahr...
Aebbes hat geschrieben:
Und warum gehst du davon aus, dass sich jeder Amateur gleich 4 Jahre binden will? Aus Dankbarkeit?
Ich gehe davon aus, dass ein Amateur und insbesondere sein Berater das eben NICHT wollen.
Wenn man aber einen viel versprechenden Amateur noch ohne Profieinsatz vor die Alternative stellen würde, entweder
a) auf 4 Jahre Laufzeit verlängern (und damit dem Verein zeigen, dass er dauerhaft mit ihm planen kann und dass es sich daher auch für den Verein langfristig lohnt, mit der Berücksichtigung im Profiteam Vertrauen in diesen Spieler zu investieren) und er darf im Gegenzug für die Verlängerung sein Glück bei den Profis versuchen, oder
b) nicht auf 4 Jahre Laufzeit verlängern, weil er den FCK nur als professionelles Sprungbrett sieht, und er darf im Gegenzug weiter nur die Zweite verstärken -
dann wäre vermutlich jeder 18-oder 20-jährige Amateur ohne Profieinsatz, nach dem im Rest von Deutschland noch kein Hahn kräht, zu einer solchen, zeitlich trotzdem überschaubaren Investition in seine Zukunft bereit. Er weiß ja: wenn er durchstartet, bei den Profis, dann werden andere Vereine Interesse zeigen und sein Marktwert wird steigen - ganz egal, was er für einen Vertrag hat. Dann wird man ihn entweder für eine
wirklich angemessene Ablösesumme verkaufen (s. Manuel Neuer) oder man wird vereinsseitig "freiwillig" die aktuellen Bezüge angemessen anheben, im Gegenzug zu einer moderaten weiteren Laufzeitverlängerung, die dann kein Risiko mehr ist, weil der Junge eben bereits bei den Profis bewiesen hat, was er kann.
Aebbes hat geschrieben:
Es sollen jedes Jahr 4-5 Kaderplätze an Amateure gehen. Sollen wir allen 4-Jahres-Verträge geben?
Ja. Genau DAS sollten wir tun. Zu Bezügen, die sich in den ersten 2 Jahren nicht furchtbar dramatisch von dem unterscheiden, was der Spieler bereits jetzt, bei den Amateuren, verdient. Der große Sprung kommt dann in den Jahren 3 und 4 - gekoppelt an eine Klausel, die beinhaltet, dass sich der Vertrag vereinsseitig aber nur dann verlängert / dass sich das Gehalt im dritten Jahr nur dann vervielfacht, wenn der Spieler z.B. in der laufenden Saison mindestens 10 Einsätze bei den Profis aufweist.
Nur, wenn dies erfüllt ist, wenn es also erwiesenermaßen ein Spieler ist, auf dem der FCK wirklich aufbaut und der so einen anderen, ebenfalls teuer zu entlohnenden Profi wie z.B. Drazan ersetzt, nur DANN kostet den FCK diese Laufzeit auch Geld. Ansonsten steigt der Verein eben - per vorher zu verhandelnder vereinsseitiger Option - aus dem Vertrag aus, der Spieler ist frei und kann sein Glück anderswo versuchen.
Aebbes hat geschrieben:
Ernsthaft? Und wenn sich davon nur einer, oder keiner, bei den Profis durchsetzt? Haben wir die 5 Amateure dann 4 Jahre an der Backe oder lösen die ihren Vertrag freiwillig auf?
Können wir in der neuen Saison dann 4-5 neue Jungs hochziehen, oder blockieren die anderen die Plätze? Machen wir es doch, haben wir dann 10 Amateure mit "Profiverträgen" von 4 Jahren Laufzeit? Und wenn sich von den Neuen wieder keiner durchsetzt ...
Deine Theorie klingt zwar toll, ist aber wohl praktisch nicht durchführbar.
Siehe oben. Nur die, die sich auch nach 2 Jahren (die sie eh noch Vertrag hätten, siehe Zuck) leistungsmäßig bei uns durchgesetzt haben,
nur für die müssen wir zahlen. Und nur die blockieren irgendwelche Plätze - für andere, extern geholte Spieler, die wir sonst zahlen müssten.
Aebbes hat geschrieben:
Der erste Profivertrag von Dominique Heintz hatte eine Laufzeit bis 2015, also 4 Jahre. Man hat ihn noch einmal um 1 Jahr verlängert, weil man den Leistungssprung auch sofort "honorieren" wollte.
Von einem "Geschenk" von Heintz zu sprechen .. also bitte. Auch er ist mittlerweile Profi. Er wird durch seine Unterschrift nun ab sofort wesentlich besser entlohnt. Der "Preis" dafür war die Verlängerung um 1 Jahr.
Ich bleibe dabei: Diese Verlängerung von Heintz war ein freiwilliges Geschenk an den Verein, den er liebt und dem auch er etwas zu verdanken hat.
Ja, der Verein hat den Leistungssprung honoriert und das ist auch richtig und professionell so. Heintz (oder mindestens sein Berater) weiß aber auch, dass er auf diese Anhebung seiner Bezüge auch hätte verzichten und sich diesen Verzicht dafür ein Jahr früher von Leverkusen oder sonstwem, der ihn haben will, hätte vergolden lassen können - so, wie es Zuck gemacht hat. Das lohnt sich finanziell langfristig auf jeden Fall mehr für den Spieler, als beim FCK zu verlängern. Deswegen machen es ja alle so, siehe Trapp und Zuck. Das weiß auch Dominique Heintz. Dass er trotzdem verlängert, zeigt, dass ihm der FCK erst mal lieber ist - sei es aus sportlichen Gründen oder auch, weil die Pfalz seine Heimat ist - dafür ist er bereit, unterm Strich einen gewissen finanziellen Nachteil, den so eine Verlängerung bei weiter positiver Entwicklung langfristig für ihn bedeutet (OBWOHL die aktuellen Bezüge steigen), in Kauf zu nehmen. Daher spreche ich hier von einem "Geschenk". Ein Geschenk, dass sich auch für ihn persönlich lohnen kann. Allerdings nicht finanziell.