WernerL hat geschrieben:
Da gibt es aber himmelweite Unterschiede... Leipzig ist im Gegensatz zu Hoppenheim eine fussballerisch unbestrittene Hochburg. Mit dem VFB Leipzig war dort der erste dt. Meister und bis heute einer der erfolgreichsten Vereine ansässig...lange bevor man den FCK kannte!!!
Dass nach der Wende der Osten gezielt vom Westen kaputt gekauft wurde, darüber redet natürlich niemand...und der VFB in den Konkurs und die Auflösung gestürzt ist.
Die einzige Lösung die eine Stadt wie Leipzig nun hat, ist es doch DIESEN Weg zu gehen und den Westen mit den eigenen Waffen zu schlagen...!
Oder soll man ewig zusehen bis sich zufällig wieder etwas entwickelt...das ist doch Käse!
Leipzig wird uns nicht passen aber sie werden zu Recht da sein..und das mit größerer Legitimität als Hoppenheim...!!!
Sorry Werner, aber bis auf den ersten Absatz muss ich deinem Beitrag wiedersprechen!
Dass der Westen nach der Wende die besten Spieler aus dem Osten gekauft hat, weil einfach die größeren finanziellen Mittel vorhanden waren (und damals gab es solche "Projekte" a la Hopp und RB noch gar nicht, nur Bayer ist mir da in Erinnerung) mag zwar stimmen, dass allerdings der Westen schuld sein soll, dass Ost-Vereine wie z.B. VFB Leipzig konkurs gegangen sind ist totaler Quatsch. Diese Vereine, genau wie die "westlichen" auch, sind zu 99% an der eigenen Mißwirtschaft zu Grunde gegangen und an nichts anderem. Gerade VFB Leipzig, Rostock, Dynamo Dresden waren alle auch nach der Wende mal ersklassig und hatten alle Möglichkeiten. Sie haben sie alle verdumbeutelt. Sorry da sind die Vereine selber Schuld nicht die "bösen Wessis"!
Genau so ist es falsch, dass dieser Weg für die Stadt Leipzig die einzige Möglichkeit war. NEIN, es ist schlicht und ergreifend der bequemste. Leipzig hatte 2 große Traditionsvereine VFB (bzw. Lok) und Sachsen, welche aber rivalisiert waren. Anstatt beide zu fördern hat die Stadt Leipzig darauf gedrängt nur einen Verein für die grooooße Fußballstadt Leipzig haben zu wollen. Denen war vollkommen klar, dass eine Fusion der beiden Traditionsvereine niemals zu Stande kommen könnte, von daher kam der Stadt das Angebot von RB einen neuen Club zu gründen, bzw. zu züchten, gerade Recht. War für die die unkomplizierteste Möglichkeit. Und so ganz nebenbei konnte man sich der beiden ungeliebten Nebenbuhler des "Projekts" entledigen in dem man sie in die Insolvenz laufen lässt. Tod der Tradition. Ganz übel.
Und hör mir auf von der Mär mit reichen Westen und dem armen Osten.
Ja RedBull Leipzig wird uns über den Weg laufen.
Ja es wird uns und anderen nicht passen und ich stimme jedem zu der das Kund tut!
Ob sie zu Recht das sein werden? Naja nur mit dem Recht, dass das Geld die Welt regiert - wie bei Hoffenheim. Da magst du Recht haben.
Aber haben die eine größere Legitimität nur weil sie aus einer großen Traditionsstadt wie Leipzig kommen anstatt aus dem kleinen Sinsheim? Ich sage nein, da beide Clubs, unabhängig von den Städten, nichts anderes sind als künstlich hochgezüchtete Produkte. Wobei man eigentlich sogar ein Pluspünktchen an Hopp geben müsste, der wenigstens einen bestehenden Verein hochgetrieben hat, anstatt einen völlig neues "Gebilde" zu erschaffen. Von der Hinsicht haben beide die gleiche Legitimität - nämlich keine.