Forum

Kolumne: Der FCK auf Sparflamme (Der Betze brennt)

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
Lonly Devil
Beiträge: 11906
Registriert: 02.03.2012, 21:02
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Nein

Beitrag von Lonly Devil »

betzebub65 hat geschrieben:...alles schon wieder verpufft... ?!?!

Am Anfang der Saison als der FCK auf einem direkten Austiegsplatz stand war überall Euphorie zu spüren.
Die meisten gingen ohne wenn und aber davon aus das
Lautern im nächsten Jahr wieder im Oberhaus spielt.
Direkt vor dem Saisonbeginn, das letzte Mistjahr noch im Hinterkopf, wären die meisten Fans auch mit dem aktuellen Stand zufrieden gewesen.
betzebub65 hat geschrieben: Die Zeiten der Demütigungen schienen vorbei.
Wohl niemand hätte geglaubt das die Mannschaft das
Jahr so beschissen beendet.Mal wieder ein Schlag in die Fresse der FCK Gemeinde...
Nach den ersten Spielen war erkennbar, dass in der Mannschaft Potential steckt und etwas ereichen kann. Dann kam die Verletzungsmisere, was zumindest für eine gewisse Stagnation sorgte. Wenn nicht sogar zum Zusammenbruch des Mannschaftsgefüges.
Die Ergebnisse haben zwar noch gestimmt, aber die Spielweise ließ immer mehr zu wünschen übrig.
Am Ende stimmten nicht einmal mehr die Ergebnisse.
betzebub65 hat geschrieben: Die beiden direkten Aufstiegsplätze sind wohl vergeben.
Kurzum - im nächsten Jahr steigen wir nicht auf- weil-
so wie sich die Mannschaft repräsentiert kaum eine Chance besteht über die Relegation aufzusteigen.
Da braucht sich keiner was vorzumachen oder sich selbst zu belügen.
Hier belüge ich mich gerne slbst, denn noch ist nichts endgültig verloren.
Sch.. wenn mir die Lüge dann um die Ohren fliegen sollte.
betzebub65 hat geschrieben: ...
.........
Und über Jahre Zweitligafussball kann unser Anspruch nicht sein.Über diese Entwicklung soll sich unser Vortand mal Ernsthaft Gedanken machen.
Ich hoffe doch stark dass sich unsere Vereinsführung, also ALLE an der Vereinsspitze, darüber ernsthafte Gedanken machen und nach Lösungen suchen.
Ansonsten wären sie ALLE fehl am Platz.
Der Mannschaft einen "verbalen Arschtritt" zu verpassen kann schon 'mal ein Anfang sein.
betzebub65 hat geschrieben: .....
Was erschreckend ist ist die Tatsache als hätten sich die meisten mit dieser Situation bereits abgefunden und resignieren
was sich bei den Zuschauerzahlen wiederspiegelt.
In der 2. Liga ist die Konstellation, Anstoßzeiten ( Anreisezeit/Arbeitszeit ) + unatraktive Gegner ( die auch kaum eigene Fans mitbringen ) sehr gewöhnungsbedürftig.
Dazu kommen dann noch die Kraft-und Saftlosen Auftritte der Mannschaft, für die man sich kaum noch begeistern kann.
Gegen Aalen war ich ( gesundheitlich bedingt ) nicht im Stadion - meine DK blieb für das Spiel unbenutzt. Die wollte keiner haben.
betzebub65 hat geschrieben: Wenn ich sehe wieviel Geld man in den letzten Jahren an Spielern verbraten hat die dann keine Rolle mehr beim FCK gespielt haben frage ich mich was die Scouts für Pfeifen sind.Wir hamn´s ja...
Etliche Spieler der letzten Jahre waren ausgeliehen, haben sich zu Leistungsträgern entwickelt und mussten dann wieder zu Ihren Stammvereinen zurück.
Viele, nicht alle der selbst verpflichteten Spieler, entpupten sich im Laufe der Zeit zu Rohrkrepieren.
Zum Teil sogar erst nach einem gelungenen Einstand. Eine Entwicklung die scheinbar wieder zum Vorschein kommt.
Liegt das am Trainer - Vereinsführung - Umfeld der Spieler ( privat/beruflich ) - Selbstzufriedenheit der Spieler oder an deren "Söldnermentalität" ?
betzebub65 hat geschrieben: ...und ich war mir sicher es geht aufwärts... :cry:
Noch ist nicht alles verloren. Aber die Mannschaft MUSS die Kurve kriegen und nicht nur in den Medien Gas geben.
Unterstützen WIR sie dabei, positiv wie negativ.

Es ist UNSER Verein !
Es ist UNSER Fußball !
Holen WIR es UNS wieder !
IM BLOCK !
IN DER KURVE !
IM STADION !
FÜR UNS ! !

Auch das kann ein Protest gegen DFB/ DFL und den ganzen anderen Mist sein !
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
MartinR2
Beiträge: 18
Registriert: 04.02.2011, 17:34
Wohnort: K-Town

Beitrag von MartinR2 »

Ich melde mich hier nicht oft zu Wort aber dieser Artikel spricht mir wirklich aus der Seele!
Als der FCK 1996 zum ersten Mal aus der Bundesliga abgestiegen ist war ich 13 Jahre alt und habe Rotz und Wasser geheult.Meine nächste Reaktion war "jetzt erst recht!", ich überzeugte meine Eltern davon,dass ich alt genug bin alleine auf den Betze zu gehen, kratzte mein Taschengeld zusammen und kaufte mir meine erste Dauerkarte für die Westkurve,weil mir die sporadischen Besuche der Spiele nicht mehr reichten.
In den nächsten zwei Jahren gab der Verein vieles zurück, der Aufstieg und die Meisterschaft waren unvergessliche Momente für uns Fans und ich war richtig stolz dabei zu sein und Fan dieses Vereins zu sein.Ich war auch stolz auf die Mannschaft, auf Spieler wie Axel Roos, Martin Wagner, Michael Schjönberg, Harry Koch. Die waren der FCK! Dieser einzigartige Verein, dieser Mythos,bei dem nicht nur rational Titel gezählt werden,sondern ein ganz großer Teil aus Emotionen, aus Leidenschaft, aus Kampf und Willen besteht. Diese Spieler verkörperten für mich all das,deshalb war ich stolz darauf,dass sie unser Trikot trugen und ich hatte das Gefühl,sie waren stolz darauf dieses besondere Trikot tragen zu dürfen.
Auch später noch gab es ab und an Spieler, auf die ich stolz war, mit denen ich mich identifizieren konnte, da war zum Beispiel ein Miroslav Klose.Heute gibt es kaum noch Spieler,bei denen ich denke "das is einer von uns". Sippel vielleicht, und Spieler wie Zuck und Heintz sind eventuell.auf dem Weg dahin,der aber lang und steinig ist und den viele (Ziemer,Schönheim...) bei ähnlichen Ansätzen nicht geschafft haben.
Ich war aber nicht nur auf die Spieler stolz,ich war auch auf uns Fans stolz.Was war das für ein Spektakel, als der FC Bayern in der Saison 97/98 den heiligen Rasen des Fritz-Walter-Stadions betrat...es herrschte eine Lautstärke die einem schier den Atem nahm. Der FCK wurde pausenlos unterstützt und der Gegner 90 Minuten bekämpft, am Ende wurde die Mannschaft verdientermaßen frenetisch gefeiert!...und heute? Heute sind sich die Fans in der Westkurve nicht mal mehr untereinander einig was sie wollen.Es beschimpfen die." Normalos" die "Ultras" und umgekehrt.Die Mannschaft wird
halbherzig unterstützt wenns gut läuft und ausgepfiffen wenns net läuft. Einzelne Spieler werden gnadenlos als Sündenböcke missbraucht anstatt sie nach Fehlern aufzubauen.Gerade ein Leon Jessen leidet derzeit darunter und ich behaupte,dass er zwar fussballerisch net der Beste is, aber zumindest immer alles gibt.
Wir Fans müssen uns auch mal an die eigene Nase fassen,wir sind auch nicht mehr das was wir mal waren!
Der FCK lebt von seiner Zusammengehörigkeit, von seiner Leidenschaft und vom Kampf der daraus erwächst.Die Spieler müssen rennen,beissen,kämpfen bis zum Umfallen, das erwarten die Fans.Umgekehrt können sie dafür aber auch erwarten 90 Minuten lang bedingungslos unterstützt zu werden!
Lasst uns gemeinsam im neuen Jahr anpacken um den FCK wieder zu dem zu machen was er mal war,was er im Moment leider nur auf " Sparflamme" ist und was er immer bleiben muss: Der geilste Verein der Welt mit den besten Fans!


Ich wünsche Allen ein frohes Weihnachtsfest und nen guten Rutsch ins Jahr 2013! Lasst uns versuchen den alten FCK wiederzubeleben,wenn uns das in der Rückrunde gelingt, braucht uns vor einer Relegation gegen 1899... nicht bange sein,im Gegenteil: Dann können wiruns darauf freuen zu zeigen, was der FCK ist!!!
Blochin

Beitrag von Blochin »

salamander hat geschrieben:
YouriDjorkaeff hat geschrieben:Um erfolgreich zu sein, braucht man halt auch ERFOLGSERLEBNISSE!
Erfolgserlebnisse motivieren und schweißen eine Mannschaft zusammen. Leider hatten wir solche Erlebnisse (noch) nicht. :teufel2:
Klar braucht man Erfolgserlebnisse. Vor allem braucht man aber auch ein Ziel und die Aussicht, es zu erreichen. Keiner hat doch Bock auf diese abtörnenden Zweitligaspiele vor leerem Haus gegen destruktive Gegner. Deshalb haben alle gehofft und gebangt, befördert durch die ständig wiederholte offizielle Zielsetzung und die lange Zeit akzeptable Tabellensituation, dass es wieder hoch geht in Liga 1.

Und dann wurde in wenigen Wochen der direkte Wiederaufstieg verspielt (jedenfalls nach menschlichem Ermessen) und was uns bleibt, ist die vage Hoffnung auf Platz 3, wo wir dann auf Gegner wie Hoffenheim oder Nürnberg treffen. Dann da zu verlieren ist ja fast noch bitterer als Platz 4.

Wir haben gerade mal Halbzeit und das Saisonziel ist fast schon weg. Da ist wenig, was Lust macht auf die Rückrunde. Die Spieler reden von Pech, der Trainer redet von Einstellung und der VV möchte mal wieder Spieler-wechsle-Dich spielen mit irgendwelchen Hoffnungsträgern aus unterklassigen Ligen. So richtig heiss macht ads nicht.

Im letzten Jahr in der Pause war die Stimmung auch nicht gut, aber da war Zuversicht und ein erreichbares Ziel. Das ist uns in dieser Winterpause durch den Höhenflug Braunschweigs abhanden gekommen. Hätte sich Braunschweig wie erwartet irgendwo bei Platz 10 eingereiht, dann wäre jetzt noch ein klares Ziel da, man würde zwar auch Kritik üben und unken, aber mit der bangen Hoffnung, das es doch klappt. Aber so?

Und wenn dann noch die Diskussion um das DFL-Papier dazu kommt, da vergeht einem der Fußball eben.
Es wäre schön, wenn wir Halbzeit hätten. Dann hätten wir noch die gesamte Rückrunde vor uns. Das Fatale ist aber, dass wir bereits zwei Spiele der Rückrunde hinter uns haben. In der Rückrundentabelle stehen wir übrigens nicht auf Platz drei.

Hoffen wir, dass der turn-around bei 1860 gelingt. Wahrscheinlich mit einer runderneuerten Mannschaft, bei der hoffentlich die Neuen tatsächlich auch neue Impulse geben können.
WernerL
Beiträge: 3178
Registriert: 14.05.2010, 12:37
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von WernerL »

ks_969 hat geschrieben:
Meiner Meinung muss der Verein sein Strukturen und das gesamte Geschäftswesen an diese neue Fussballwelt anpassen, sonst sehe ich die Zukunft Mittelfristig nicht unbedingt in der 1.Buli. Auch Vereine wie Dortmund haben ihre Strukturen engepasst ohne ihre Tradition zu verkaufen. Die Kunste liegt darin, Tradition und Moderne zu verbinden. Unserer Tradition alleine wird uns nicht in der Bundesliga etablieren und sie wird auch nicht alleine das Stadion füllen.

Dazu braucht man leider auch Erfolg....und um Erfolg zu haben braucht man Spieler die Siegermentalität besitzten und diese kosten meist etwas mehr Geld.

Japp...der beste Satz des Jahres:

Tradition und Moderne verbinden..das ist die Aufgabe die der FCK aktuell unter den gegebenen Bedingungen leisten wird und MUSS.

Ich finde das gerade in kommerzieller Hinsicht viele in der Pfalz noch eine Uralt-Einstellung haben.
Mann will ein Team haben was kämpft, sonst nichts, dann dürfe man auch verlieren.
Und kosten darf es nichts..genau wie SK auch natürlich am besten nichts verdienen darf...warum auch...er leiste ja auch nichts...und Grünewalt schon garnicht...viel zu jung wäre der.

Der BVB und Schalke, die zweifelsohne eine Größere Tradition haben als der FCK haben lange auf kommerzielles Marketing umgestellt..gut so.
Man muss sich auch nicht auf dem neuen Schalke-Friedhof für 5000€ beerdigen lassen, aber man sollte so ein Angebot haben, genau wie Facebook auftritte etc. weil der Kunde im Ausland vielleicht auch gerne was über den FCK lesen möchte.

Und wenn man in der Pfalz zu störrisch ist und meint das wäre Kommerz dann erreicht man keine Kunden und kann kein Geld verdienen.

Unsere Tradition wird trotzdem NICHT verkauft. Keiner der Liga hat ein Fritz-Walter-Stadion..aller spielen in Retortenarenen..wenn auch erfolgreicher :?
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

Falsch.

Man will ein Team das kämpft, dann darf es auch verlieren. Das ist die MINIMALFORDERUNG, nicht das MAXIMUM.

Es besteht auch kein evidenter Zusammenhang zwischen KOSTEN und KAMPF.

Und:
Von nix kosten hat da nix gestanden. Unser Etat ist für Zweitligaverhältnisse geradezu gut.
R_Sharpe
Beiträge: 121
Registriert: 28.02.2012, 19:58

Beitrag von R_Sharpe »

Was hier pünktlich zum Ende des Maya-Kalenders für Weltuntergangsstimmung sorgt, ist die durch ein profilloses Gekicke katalysierte Erkenntnis, dass sich die Fussballwelt im Laufe der letzten 15 Jahre dramatisch geändert hat. Die massiv verstärkte Kommerzialisierung, die mit den globalen Möglichkeiten von Finanzmogulen und deren Kapital einhergeht, hat auch vor dem Fussball nicht halt gemacht.

Wenn nun verzweifelte FCK-Veteranen, die einen Großteil ihres Privatlebens ihrem Verein geopfert haben, diesen nun langsam nicht mehr wieder erkennen, dafür die Intention erkennen lassen sich selbst abzuwenden - so scheint dies eine gefühlte Niederlage der alten Fussballwelt gegen den neuen kommerziellen Fussball zu sein. Dabei war dieser Prozess auch schon 2008 längst im Gange, als der alte Betze-Geist die Unzerstörbar (wieder) aus der Taufe gehoben hatte.
Dass das Sicherheitskonzept das Fass jetzt zum Überlaufen bringt, hat nichts damit zu tun, dass der FCK, so wie ihn viele seiner Fans sehen wollen, nicht mehr existiert. Das ist weder dem Erfolg noch Misserfolg von Kuntz, Kurz, Foda oder Sasic zuzuschreiben, hat nichts zu tun mit taktischer Ausrichtung der Spielweise, noch damit dass Spieler, mit den Idealen oder Tugenden der Wirtschaftswunderzeit gefunden werden bzw. natürlich nicht gefunden werden. Es hat damit etwas zu tun, dass sich die Welt so geändert hat wie die Musik vom Rock'n'Roll zu dem mutiert ist, was man heute so als Musik bezeichnet. Im Bezug auf Musik werte ich das negativ, weil mir die Musik meiner Kinder nichts gibt. Wenn ich allerdings (selbstverständlich) die Wertung meiner Kinder als Maßstab zulasse, dann ist die neue kommerzielle Sch... aus deren Sicht durchaus hörbar und weckt Emotionen - am Besten noch schön verzerrt aus dem IPhone. Ich bin da konservativ und höre lieber Schallplatte.

Das ist beim FCK leider anders. Keiner kann die Uhr zurückdrehen, noch die oberen Angestellte oder Spieler für den FCK aussuchen, die verinnerlicht hätten, die Freiheit der Pfalz (und damit aller Fussballtraditionen) würde am Betze verteidigt . Als einzige Möglichkeit bleibt analog zum Musikhören sich Filmkonserven aus vergangener, glorreicher Zeit reinzuziehen. Der FCK wird auf Dauer nur im Konzert der 1. oder 2. Liga mitspielen können, wenn er den eingeschlagenen Weg des Kommerzes nicht verlässt - so wird es leider für die kommenden Jahre aussehen; schlimmer noch der FCK wird die Beine gewaltig in die Hand nehmen müssen um mit den anderen Vereinen mithalten zu können.

Ob mir das gefällt? Manchmal denke ich, vielleicht wäre die Unzerstörbar im Mai 2008 besser in eine andere Richtung gesegelt (3.Liga?, Insolvenz?). Damals (mein Gott, das war doch erst gestern??) wurde darüber diskutiert, wie die Fans die Reste des ruhmreichen FCK übernehmen könnten. Das wäre ein Weg jenseits des (großen) Kommerzes in den Niederungen der 3.,4. oder 5. Liga gewesen. Das wäre das Szenario vom ehrlichen Fussball, den einige im Rahmen der Diskussion rund um das Sicherheitskonzept gefordert haben. Auf Dauer wird der Spagat, zwischen ambitioniertem Traditionsverein, der sich immer wieder an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht und kommerziellem Fussballprodukt, dessen Fassade sich mit Tradition und damit verbundene Namen schmückt, nicht funktionieren - zumindest dann nicht, wenn die Entwicklung der letzen 15 Jahre so weiter geht. Das gallische Dorf wird immer mehr zur Wunschvorstellung, zur Münchhausen'schen Selbsttäuschung werden.

Resignierte Aufgabe kann ich genauso nachvollziehen, wie ich verstehen kann, dass es Menschen gibt, die das ganze Fussballtheater nicht so ernst nehmen und aus lauter Eventfreude auf den Berg wandern. Verboten ist das schliesslich nicht - allerdings muss es auch nicht gefallen. Ich, für meinen Teil werde nicht resignieren, werde weiter auf den Berg pilgern, mich über unmotiviertes Gekicke wie gegen Aalen, Union etc. dermaßen aufregen, dass es mir wie üblich das Wochenende verhagelt und der nächste Streit mit meiner besseren Hälfte "...muss man sich wegen Fussball so gehen lassen ..!?" vorprogrammiert ist. Trotzdem wird meine DK und die meines Sohnes nicht verbrannt und die Mitgliedschaft nicht gekündigt.... vielleicht wäre es vernünftiger dem ganzen, sich abzeichnenden Turbokommerz den Rücken zu kehren. ...allein ich kann meinen FCK einfach nicht verlassen....noch nicht.....
"...God save Ireland!"
Pug
Beiträge: 70
Registriert: 17.06.2009, 12:11

Beitrag von Pug »

@R_Sharpe

Genauso, wie Du es beschreibst, geht es vielen, vor allem den " Alten ", die hier posten.....

Aber Dein letzter Satz: " ...allein ich kann meinen FCK einfach nicht verlassen....noch nicht..... " spricht das aus, was viele schon seit langen fühlen. Nur diese " Alten " sind schon ein Stück weiter und glauben nicht mehr an den Umschwung oder an die Rückkehr zu dem, was sie als den FCK kennen und lieben gelernt haben.

.....und das ist das Schlimme an der jetzigen Situation.
Pug
Beiträge: 70
Registriert: 17.06.2009, 12:11

Beitrag von Pug »

Upps, einmal zu viel auf " absenden " gedrückt.

Sorry!
Wurschdbrot
Beiträge: 154
Registriert: 25.03.2011, 09:44

Beitrag von Wurschdbrot »

Der FCK ist meines Erachtens bereits vor vielen Jahren in den Sinkflug eingetreten und ich denke, man kann es im Jahre 1993 festmachen.

Damals wurde beschlossen, die Haupttribüne zu einem monumentalen Betonmonstrum auszubauen, einem Konstrukt, das niemals in den (damaligen) Rest des Stadions passte und – noch viel wichtiger – dem Stadion an dieser Stelle die Seele raubte. Die "wilden" Rentner, die bisher unmittelbar am Spielfeldrand saßen und dort für jeden Gegner ein nicht zu unterschätzender Unruheherd waren, wurden nun 30 Meter weiter nach hinten in ein modernes Betonkonstrukt verbannt. Die Seele der Nordtribüne war damit erloschen, die legendäre Heimstärke ging (zufällig?) zusehends verloren und der Sinkflug begann.

Ein weiterer, leider sehr viel unbeachteter Faktor war, dass man zur gleichen Zeit mit dem langjährigen Stadionsprecher Udo Scholz brach und ihn mit dem "Vorwand" hinterzogener Spesen in dreistelliger Höhe (von wenigen hundert Mark war damals die Rede) abservierte. Ein radikaler und gewaltsamer Bruch mit der Stimme des FCK aus den 70er und 80er Jahren, der sicherlich weit mehr als nur die Stimme vom Betze war, sondern ein Stück FCK-Geschichte lebte und verkörperte.

Der Abstieg 1996 war für mich kein Betriebsunfall oder gar Zufall, sondern eine Konsequenz aus den beiden vorhergehenden (Fehl)Entscheidungen.

Immerhin wurden diese Fehlentscheidungen und deren Folgen mit dem sofortigen Wiederaufstieg und der sensationellen Meisterschaft 1998 mehr als vereitelt, was aber leider einige, denen man es nie in der folgenschweren Weise zugetraut hätte, zu der Auffassung verleitete, dass nun ganz neue Zeiten angebrochen seien und man fortan "europäisch" denken müsste. Die Handlungen und deren Folgen aus der Ära Friedrich-Wieschemann-Herzog sind bekannt und waren leider weitaus verheerender als die relativ "kleinen" Fehltritte ein knappes Jahrzehnt zuvor. In der Zeit von 1998 bis 2002 versetzte man einem großen, wiedererstarkten FCK eine derartige Schwächung, dass er zum Patienten wurde und in einen Sturzflug geriet, dem die nachfolgenden Konsorten Jäggi und Co. nur noch den Rest gaben. Diesmal jedoch mit weitaus nachhaltigeren sportlichen Auswirkungen als 1996, denn dem Existenzkampf in Liga 1 von 2002 bis 2006 folgten furchtbare Jahre in Liga 2, die ja hinlänglich erlitten wurden.

Der Wiederaufstieg 2010 war leider nur ein Hoffnungsschimmer, ein Aufbäumen, eine Versuch, gute alte Zeiten neu anzustreben. Das Fundament hierzu war (noch) zu schwach, vor allem die finanzielle Grundlage. Dennoch finde ich, dass Stefan Kuntz damals eine hervorragende Arbeit geleistet hat und dass vorrangig seine Leistung den Verein in die Bundesliga zurückgeführt hat. Mir will kein Name aus den vergangenen 20 Jahren einfallen, der diesen Aufstieg hätte bewerkstelligen können, zumal der Verein sportlich wie finanziell 2008 nicht mehr am sondern so gut wie unter dem Boden lag. Auch dies ist für mich durchaus in die Reihe "sensationelle Erfolge" einzuordnen.

Auffällig in den letzten 20 Jahren ist für mich, dass nach jedem großen Erfolg (sowohl 1991 als auch 1998) katastrophale Fehlentwicklungen folgten, die den Verein wenige Jahre später in den Abgrund führten, und mich zu der Frage kommen lässt: Kann der FCK mit Erfolg einfach nicht umgehen? Ich glaube, man hat zu keiner Zeit mit Erfolgen umgehen können, weil sie zu überraschend und unerwartet kamen und niemand aus der jeweiligen Vereinsführung in der Lage war, diese sportlichen Sensationen durch kluges und bedachtes Handeln in langfristige Höhenflüge umzuwandeln, was durchaus im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Leider komme ich zu dem Fazit, dass weder die Meisterschaften 1991 noch 1998 dem Verein gut getan haben, sondern nach rauschenden Festen stets ein furchtbares Erwachen und lange Zeiten des Katers folgten.

Für mich leider auch eine der Antworten auf die Frage, warum immer weniger Leute den FCK sehen wollen. Früher war nicht alles besser, aber es hat vieles besser zum FCK, der Mehrheit seiner zahlreichen Fans und deren Mentalität gepasst….

Hoffentlich folgt nach dem tollen Erfolg 2010 nicht ein noch furchtbarerer Abstieg in die Bedeutungslosigkeit...
ks_969
Beiträge: 1320
Registriert: 12.12.2007, 16:36
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Ja
Wohnort: KL

Beitrag von ks_969 »

@WernerL:

Ja da bin ich ganz bei dir. Es ist nun mal so im Fussball das meist das Geld bestimmt. Ich sage bewusst meist! Es gibt immer mal wieder Außnahmen. Aber wenn ich auf gut deutsch "nix drauf habe" dann wird es mit der Bundesliga extrem schwer. Vor allem wenn Vereine wie Hoffenheim in der Liga sind.

Nehmen wir mal das Beispiel Kevin Trapp. Spielt Jahre beim FCK in der Jugend, dann bei den Profis. Er kommt aus der Region. Man sollte meinen er hat die FCK Gene in sich. Ja denkste...da wechselt er nach Frankfurt.Schlimmer kannst du ja als FCKler fast nicht wechseln. Da sag ich nur "was interessiert den sein Geschwätz von Gestern"! Genau gar nichts. Für die Spieler sind die Vereine nur noch Arbeitgeber! Mehr nicht. Und der FCK war für Trapp der Sprung in die Bundesliga. Genau so geht Fussball heute.

Da Frag ich mich ob es überhaupt noch Zeitgemäß ist zu versuchen, Spieler zu verpflichten die die FCK Tugenden verkörpern. Die Spieler beten alles runter wenn's um die Kohle geht! Und mit der Tradition alleine halte ich auch keine guten Speieler mehr im Verein, siehe Trapp, Sam, Ilisevic und Lakic usw.

Man kann sich natürlich als Verein hinstellen und sagen "wir gehen bewusst einen anderen Weg im Profifussball" aber dann muss ich mich vielleicht mit der 2.Buli anfreunden als Stammsitz mit eventuellen Aufstiegsambitionen (was aber für mich wegen Stadionkosten etc. nicht so einfach ist).

Oder man muss wie WernerL schon sagt, versuchen aus der Tradition Geld zu genereieren. Und damit meine ich jetzt nicht irgend welche Traditionstrikos.
Aber an dem Punkt "Mehreinnahmen" tut sich für mich viel zu wenig. Da höre ich auf der JHV immer nur Leistungsgerechte Vertäge bis in die Verwaltung. Die Kosten verbessern usw. Aber ich höre recht wenig zu Punkten wie "Mehreinnahmen generieren" oder "Sponsoring".
Gut jetzt soll es event. die Fananleihe geben, aber ja auch nur fürs Nachwuchszentrum damit wir da mal wieder DFB Sterne bekommen :wink:

Ich bin der Meinung, wenn wir aus unserer Tradition keine Mehreinnahmen durch besseres Sponsoring usw. generieren, um dieses Geld dann wieder investieren zu können um das Ziel zu erreichen, den Verein wieder in der Bundesliga zu etablieren, dann wird das sehr schwer zu erreichen sein. Nur meine persönliche Meinung!

Damit aber halt Unternehmen ein Sponsoring eingehen, mmuss man halt auch einigermaßen moderne Strukturen schaffen. Sonst klappt das halt nicht. Andere Traditionsvereine haben das auch hinter sich und da spricht heute auch kein Mensch mehr drüber:

-Dortmund
-Bayern
-Bremen
-Stuttgart
-Gladbach
-Frankfurt

Und dabei muss man bestimmt nicht seine Tradition verkaufen, und den Stadionnamen auch nicht!

Und letztendlich müssen vielleicht auch wir Fans akzeptieren das die 90er einfach vorbei sind und das jetzt einfach zu unserer Geschichte gehört auf die ich im Museum zurück blicke. Sonst kann einem die Tradition auch erdrücken. Entweder man kann sich auch mit einem FCK 2.0 identifizieren (inkl. einer guten Portion Tradition) oder wir bleiben so wie wir sind und schauen dann was dabei raus kommt. Ich denke dann halt eher 2.Liga Klub. Kann auch klappen wenn man sich damit anfreunden kann und wir das Stadionproblem gelöst bekommen.

Grüße
1.FCK - Unzerstörbar
Hans-Peter Brehme
Beiträge: 3451
Registriert: 03.10.2008, 17:44
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Ja
Wohnort: Kaiserslautern
Kontaktdaten:

Beitrag von Hans-Peter Brehme »

Wurschdbrot hat geschrieben:... Früher war nicht alles besser, aber es hat vieles besser zum FCK, der Mehrheit seiner zahlreichen Fans und deren Mentalität gepasst...
Sehr schöner Satz, Wurschdbrot. Und Deine Einschätzungen zum Bau der (damals) "neuen" Nordtribüne teile ich vollumfänglich.
"Go to where the puck is going to be!" (Wayne Gretzky)
ks_969
Beiträge: 1320
Registriert: 12.12.2007, 16:36
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Ja
Wohnort: KL

Beitrag von ks_969 »

wkv hat geschrieben:Falsch.

Man will ein Team das kämpft, dann darf es auch verlieren. Das ist die MINIMALFORDERUNG, nicht das MAXIMUM.

Es besteht auch kein evidenter Zusammenhang zwischen KOSTEN und KAMPF.

Und:
Von nix kosten hat da nix gestanden. Unser Etat ist für Zweitligaverhältnisse geradezu gut.

Na klar ist Kampf die Grundvorraussetzung, das gehört zum Fussball!

Und ja für 2.Liga ist unser Etat recht gut, stimmt aber in der 1.Liga waren wir da mit die schlechtesten! Ich stell mir halt nur die Frage wie sich das nach einem Aufstieg ändern soll.

Klar wir haben viel Punkte liegen lassen. Aber wir bauen ja auch jede Saison unsere Mannschaft komplett um! Warum nur? Wundert mich nicht das wir nicht eine solche Einheit sind wie Braunschweig! Ich sag nur "Saisonvorbereitung"!! Was da nicht gemacht wird holst du halt anscheinend wärend der Saison nur schwer wieder auf!
1.FCK - Unzerstörbar
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

In Braunschweig wurde ein Trainer in Ruhe gelassen, man war mit dem, was man hatte zufrieden.

Kontinuierlicher Aufbau, in 3 Schritten.

Das können wir uns gar nicht leisten. DAS ist das Problem.

Das, und eine nicht geringe Anzahl an unsinnigen Transfers.
Kaho
Beiträge: 1242
Registriert: 30.03.2007, 15:18

Beitrag von Kaho »

Vorneweg: Ich finde einige Punkte ganz gut, aber vieles kann ich so gar nicht unterschreiben, ich will jetzt auch mich nicht auf dem Artikel aufhängen, sondern mal meine Sichtweise darstellen, die vermutlich nicht mit vielen übereinstimmt.

Ich gehe dabei auf unsere sportliche Situation ein und was mich derzeit rund um den FCK bewegt.

Gespielt sind 19 Spieltage, wir sind Dritter mit 32 Punkten. Hätte man uns das vor der Saison angeboten, hätten wir wahrscheinlich dankend angenommen, denn das ist eine Punkteausbeute mit der man normalerweise ganz dick im Aufstiegsgeschäft, dieses Jahr hat man aber mit Braunschweig und der Hertha zwei Kaliber, die einfach davonziehen. Wir könnten auch 5-6 Punkte mehr haben, das ist sicherlich nicht unrealistisch und dann würden wir auch noch um die ersten beiden Plätze mitstreiten. Aber: Spielerisch sind wir natürlich bei weitem nicht so weit wie die anderen zwei. Das halte ich aber auch für völlig normal. Man betrachte die Mannschaft, die gegen Aalen auf dem Platz stand und das Team was in Hannover das letzte Bundesligaspiel absolvierte. Wer ist denn da nochg groß übrig? Mit Heintz und Torrejon eine komplett neue Innenverteidigung, die meiner Meinung nach trotzdem schon sehr gut funktioniert, die AV's die alten, Borysiuk auch noch dabei, ansonsten hat man Zuck, Bunjaku, Idrissou, Baumjohann, abwechselnd Linsmayer und Zellner im Team, Azaouagh. Einfach eine riesengroße Menge an neuen Spielern. Klar haben wir jetzt 19 Spiele gemacht und das Team sollte eingespielt sein, aber hatte die Mannschaft die Möglichkeit sich einzuspielen? Hatten wir jemals die Möglichkeit 2-3 Spiele am Stück die gleiche Elf auf den Platz zu schicken, so dass Automatismen greifen? Man schaue sich mal unser Verletzungspech an: Torrejon, Bunjaku, Simunek, Borysiuk fehlten mit kleinere Geschichten immer mal 1-2 Spiele, dazu kommt der bis dahin sehr starke Alushi, der unser Spiel lenkte, seither geht es für mich spielerisch bergab. Welche uneingespielte Mannschaft soll das kompensieren können? Ich finde das ist ganz normal und ich habe auch nicht den Eindruck, dass das Team nicht kämpft, nur der letzte Wille oder ein klares Zeichen seinen Gegenspieler mal über die Klinge springen zu lassen, das fehlt mir auch!

Welchen Vorwurf kann ich dem Trainer machen? Sicherlich nicht, dass er nicht wie manches Rumpelstilzchen ala Tuchel oder Klopp an der Seitenlinie herumhüpft, klar wäre mehr "Gerry-Gen" nicht schlecht, aber doch eigentlich nur für die Fans. Die Spieler haben davon gar nichts und beim Schiedsrichter gewinnt man da nichts, auch die sind Profis und ignorien das schön bzw. schicken einen auf die Tribüne. Bei Foda habe ich den Eindruck von einem klaren Konzept, was aber nicht auf 1 Jahr ausgelegt ist, sondern nachhaltig/langfristig. Er probiert viel. Das er viel rotieren lässt, gerade auf den Außen ist auch das Einzige was ich ihm ankreiden will, denn dort haben wir m.M.n. immernoch die meisten Probleme. Idrissou und Bunjaku hängen als Stürmer zu oft in der Luft, das ständige Wechseln von Fortounis, Zuck, Azaouagh ist nicht förderlich. Aber was er im Training macht das hat Hand und Fuß. Ich war ein riesen Befürworter von Marco Kurz, aber mit FF haben wir für mich eine Schippe draufgelegt, auch wenn mir der Typ Trainingsanzug besser gefällt als "Schwiegermamas-Liebling".

Sportlich möchte ich also zusammenfassen, dass Foda es geschafft hat viele junger Lautrer zu integrieren, wofür er wahrscheinlich zu Saisonbeginn gefeiert worden wäre und wir trotz drei Niederlagen am Stück, trotz noch keiner Serie von mal mind. 3 Siegen am Stück. Wenn wir uns in der Rückrunde stabilisieren und mal eine Serie schaffen, dann gelingt uns auch der Relegationsplatz, mehr scheint nicht drin zu sein und ist bei dem jungen Kader auch nicht zu erwarten gewesen. Auch wenn sich FF und SK am Aufstieg messen lassen wollten!


Ein Punkt, der mich im Moment viel mehr wundert und bestürzt ist die Fangemeinde selbst. Also WIR. Natürlich spielt die Elf keinen mitreißenden Fußball, richtig ist auch, dass der Stachel bei einigen noch sehr tief sitzt vom desaströsen Abstieg. Aber wir nennen bzw. nannten uns "beste Fans", wo sind wir denn dann jetzt? Im Moment streiten sich hier mehr Fans mit den Verantwortlichen unseres Vereins, dass sie das ominöse Papier der DFL gebilligt haben, als sich um die wahren Aufgaben von Fans zu kümmern. Die Unterstützung des Vereins. Ich habe leider seit Jahren immer mehr das Gefühl, dass die Fans mehr Macht wollen. Ich habe das beim HSV schon immer kritisch gesehen, dass da aus den Reihen der Fans bzw. der Supportes im Aufsichtsrat sitzen muss, was bei uns ja auch möglich ist.

Aber wozu brauchen wir Macht? Wie kam es denn zu dem ganzen Zwist? Würden die Fans nicht seit Jahren Pyro fordern, dann wäre doch nie eine Diskussion entstanden, klar wurden da sehr viele Fehler von DFL und DfB gemacht, die den Fans Hoffnungen weckten, dass da was gehen könnte um Sie dann zu verraten. Das war ärgerlich und skandalös, aber darf nichts mit der Einstellung zu unserem Verein zu tun haben.

Stefan Kuntz, Fritz Grünewalt oder wie sie auch alle heißen mögen sind nicht der FCK! Wir sind der FCK, das sind unsere Vertreter, wenn wir das ändern wollen, haben wir es selbst in der Hand, aber wenn wir nicht bald aufwachen und nur auf die Fehler unseres Teams, der DFL etc. gucken, dann erlischt das einzige Feuer was auf dem Betze je gebrannt hat und das war das FEUER der Fans, weil dadurch ist der Mythos Betzenberg entstanden, die Tugenden der 54er Elf sind wieder andere Mythen, an die sich wohl kaum ein noch lebender wirklich erinnern kann.

Wir müssen uns FANS selbst mal an die Nase packen und endlich mal wieder 90 Minuten bedingungslos hinter unserer Mannschaft stehen, weil diesem Job kommen wir seit Wochen, ahc seit Monaten nicht mehr nach, die Stimmung auf dem Betze ist zum Kotzen.
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

Dieses Wort hat es bei mir auf den Index geschafft.

Bedingungslos ist nur noch meine Liebe zu meinen Kindern.
ks_969
Beiträge: 1320
Registriert: 12.12.2007, 16:36
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Ja
Wohnort: KL

Beitrag von ks_969 »

wkv hat geschrieben:In Braunschweig wurde ein Trainer in Ruhe gelassen, man war mit dem, was man hatte zufrieden.

Kontinuierlicher Aufbau, in 3 Schritten.

Das können wir uns gar nicht leisten. DAS ist das Problem.

Das, und eine nicht geringe Anzahl an unsinnigen Transfers.
Genau so schaut es aus! Wir können uns 2 oder 3 Jahre 2.Liga eigentlich nicht Leisten! Wenn wir es dieses Jahr nicht schaffen dann werden wieder 50% der Mannschaft gehen und neue kommen. Mit glück spielen wir dann wieder um den Aufstieg, vielleicht auch nicht. Wir sind nicht in der Lage einen Leistungsträger zu halten. Und wenn man 10 oder 12 Neuzugänge statt 5 hat Pro Saison dann ist die Gefahr das da auch ein paar Nieten dabei sind umso größer. Wenn du dann noch wenig Geld hast und nur Spieler holen kannst die es woanders nicht packen umso mehr :?
1.FCK - Unzerstörbar
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

Vermutlich wäre die Lage wirklich ruhiger, wenn wir nicht alle wüssten, welches Szenario auf uns wartet, wenn wir den Aufstieg nicht schaffen.
Mätthi
Beiträge: 254
Registriert: 10.08.2006, 12:55
Kontaktdaten:

Beitrag von Mätthi »

Du sprichst da in deinem Artikel einige wichtige Dinge an, die meiner Meinung auch angesprochen werden sollten/müssen.

Zur sportlichen Situation kann ich nur folgendes sagen: Mit dem, was du über FF sagst, hast du definitiv nicht unrecht. Ich finde jedoch, dass man anfügen muss, dass diese Beurteilung (natürlich) über die sportliche Situation geschieht. Würden wir mit 8 Punkten besser da stehen, würde es bei einigen wohl heißen: "FF ist sehr besonnen. Kompetent. Bringt Ruhe rein." In Lautern ticken aber, wie du richtig analysiert hast, die Uhren in dem Zusammenhang etwas anders. Gerets war unter dem Strich auch nicht der erfolgreichste, aber gefeiert von den Fans. Jara hatte dagegen eine richtig ordentliche Bilanz, von den Fans aber abgelehnt. Das nur am Rande.
Der Betze war nie für Rationalität gemacht, sondern für Emotionen!

Problem ist meiner Meinung nach auch die Erwartungshaltung. Den Aufstieg als Ziel auszugeben erhöht den Erfolgsdruck auf die Mannschaft und auf den Verein. Natürlich müssen wir mit diesem Kader in dieser Liga aufsteigen, aber das ganze so öffentlich breit zu treten ist immer ein Heißes Eisen. Aussagen wie "Ich hoffe zur Aufstiegsfeier wieder fit zu sein" von Enis Alushi machen das ganze nebenbei nicht besser.
Problematisch wird das ganze nun, wenn die Fans und das Umfeld merken, dass die Erwartungen nicht erfüllt werde können. Dann kommen natürlich die Medien ins Spiel, alles wird dramatisiert und hochgeschaukelt. Natürlich ist das ekelhaft, aber welchen Einfluss Medien heutzutage haben muss ich wohl nicht weiter erörtern.
Natürlich reden wir hier auch von Profis, die solche Dinge wegstecken sollten uhd damit umzugehen wissen ("das ist schließlich deren Beruf!", wie ich schon öfters hier lesen musste), aber wie oft ein solches Phänomen dann eine gewissen Eigendynamik entwickelt muss ich wohl nicht erklären.
Uns allen steckt die letzte Saison noch "in den Herzen", klar. Da ist es für die Verantwortliuchen schwierig eine geeignete Zielsetzung für diese Saison öffentlich auszugeben. Gibt man eine zu hohe an, ist die Enttäuschung umso größer, wenn es nicht läuft wie geplant. Gibt man eine zu niedrige an, geht man mit geringer Erwartungshaltung in die Saison und erwartet wenig. Hohe Erwartungshaltungen resultierend aus zu hohen Zielsetzungen haben diesem Verein noch nie gelegen. 2006/2007 wurden diese unter dem Ziel "Aufstieg" nicht erfüllt, nicht 2007/2008. 2005/2006, als Sforza mit dem Wort "Uefa-Cup" als geheimes Ziel rum spielte noch kläglicher nicht. Sich nach der Meisterschaft langfristig unter den Spitzenclubs Deutschlands zu etablieren nicht. Ich könnte noch unzählige weitere Beispiele nennen. Im Umkehrschluss haben wir unsere größten Erfolge immer als Außenseiter gefeiert. Die beiden letzten Meisterschaften, der 7. Platz 2011, beim Aufstieg 2010 galten wir auch nicht von Anfang an als Topfavorit. Bezüglich dies hat sich Kaiserslautern bis heute kein Stück geändert!
Aber Kaiserslautern braucht Erfolgserlebnisse! Der Verein hat aufgrund der letzten Saison einiges gutzumachen und wenn das nicht geschieht, dann fallen wir Fans in eine fast gleichgültige Lethargie, das darf nicht geschehen! 2006/2007 war das noch anders, die "jetzt-erst-recht-Stimmung" herrscht dieses Jahr in der Form überhaupt nicht vor! Wie würde der Zuschauerschnitt aussehen, wenn wir diese Saison nicht aufsteigen? Jeder kann es sich ausmalen.
Naheteufelchen
Beiträge: 612
Registriert: 19.10.2010, 10:51

Beitrag von Naheteufelchen »

OWL-Teufel hat geschrieben:
paulgeht hat geschrieben: Umso wichtiger ist es, das beste daraus zu machen.
Das ist das Problem: Wir können nur noch zusehen, was daraus gemacht WIRD. Und das nicht nur im Verein, sondern auch vereinsübergreifend.

Mein persönliches Maß ist nun voll. Wie ich die ganze Sache nun zukünftig angehe, muss ich mir überlegen, daher kommt die Winterpause ganz gelegen.
In Zeiten, in denen nicht die Eintrittskarte, sondern TV,Sponsoren und VIP-Plätze die grossen Einnahmen bringen, ist es logisch, dass sich die Vereine in dieser Richtung hin orientieren., wollen Sie im Club der Erstligisten vertreten sein.
Alternativen gibt es (bedingt), KOmpromisse sind aber unausweichlich.
Beispiel Freiburg: Die verkauften den Stadionnamen, den wir weiter behalten.
Beispiel 60 : Abhängig vom Großsponsor,de uns fehlt,was ein chteil finanzie´ll ist, erhält uns aber die Unabhängigkeit.

Wollen wir mit denen tauschen ?

Huch, ich vergaß die hier hier gelobten Dresdner. Ich versuchs mal, in den Worten der 80er und 90er zu sagen:
Ostblockk******en.
So hallte es durch das Stadion.
Heute verpönt, ich bin mal gespannt, welcher der Schnittchen-Fans hies erster "not amused" ist.
Die haben auch Ihren Stadionnamen verkauft...Rudolf-Harbig wird ja echt gut in Ehren gehalten, von den ach-so-tollen "Fans", die eher wegen der tatsächlichen Gewalt bekannt sind (auch nur, weil man in Hannover nicht damit rechnen konnte, dass nach Dortmund sowas kommt).

St. Pauli verkauft seine Tickets nach England. "Trip to Germany, visit Hamburg and at least, a cheap match". Übersetzt: Urlaub in Hamburg, Stadtbesichtigung mit Fischmarkt, etc, dann für kleines Geld mal Fussball auf nem Stehplatz, deutsches Bier und danch gehts weiter.
Nicht weit weg vom FC Bäh mit seinen Stadtrundfahrten-Kurzurlaubern.
So könnten wir auch den Betze voller bekommen,tun wir aber nicht.

Wer will mit denen tauschen ?

Wir waren früher auch nur der kleine Mann, war aber egal, in der Masse vereint waren wir stark.
Wir hielten zusammen, auch die vielen Fanclubs waren sich net immer grün, aber es herrschte wenig Machtbestreben, wenig Politik.
Es ging einzig und alleine um das "Wir". Das äusserte sich auch im Sprachgebrauch, denn es ging um Fussball, einen Männersport, nicht um Golf für Warmduscher.
Wenn man schon hier angemacht wird, wenn man das Wort "hass" gebraucht...
Ist aber Teil des Versuches, den Betze weiter zu kastrieren.
Ich hoffe, die auch von mir kritisierten Ultras (vor allem der Typ mit der "seven one"Fahne, haben die Zeichen der Zeit erkannt und vereinen sich und die Kurve. Denn eines muss man denen lassen, guter Protest-böser Protest hin und her:

Organisieren und mobilisieren können Sie.

Ist das nicht eine Lösung für vieles ?
Alles ändert sich, man kann sich nun als Opfer fühlen, jammern und klagen, in der Vergangenheit schwelgen, die ja mit nem Schnitt von 20.000 Zuschauern die Massen mobilisierte, und immer Kampf bot (deshalb gings oft gegen den Abstieg).
Oder man wird aktiv, gestaltet den Weg des FCK mit,sei es durch Mitmachen bei der Stimmung, Teilnahme am Fantreff,Pflege der Traditionen aber auch Wehrhaft bleiben gegen die Zerstörung der Tradition und dem Betze-Geist.

Dazu gehören konsequentes Verweigern von Allez-Allez-Sch***ß statt AWH-Rufe beim Abschlag des gegenerischen Torwarts. UNd komme mir keiner mit "Ich muss doch die MAnnschaft unterstützen". Früher wars auchmal 5 Minuten ruhig.
Das war und ist der Betze, das soll er auch in Zukunft sein.

Warum kommt nicht mal Hass aus dem Megaphonanlagending ? War doch teuer genug, oder ?

Weichei-Gesänge in Franzosen-Manier (die Al-Bundy-Bezeichnung für Franzosen lasse ich mal weg, gerne per PN) stehen für die Schnittchen-Zukunft, AWH zur Verunsicherung für die Einzig-aber nicht-artig-keit.

Mal wieder aus sich rausgehen, das soll doch gelebt werden, oder ?
Angst vor "Allez-allez Du pöser Pursche im Tor, tritt nicht den lieben Balli-.vor" hat keiner.
Ihr wollt Kampf aufm PLatz, aber lebt das nicht in der Kurve vor ?
Die Rentner von früher würden heute von der Super-Kamera erfasst, gefesselt und abgeführt, und beim nächsten mal würde jeder über 60 einer Ganzkörperkontrolle unterzogen. 10.000 Schirme konfisziert, und SK würde argumentieren, der Betze sei ja voll überdacht, und bei Union dürfe auch keiner Schirme mitbringen.
Und alle, die noch nicht auf der FCK-Seite gesperrt worden sind, und es auch nicht werden wollen, würden "mag ich" posten.

Wenn wir aber jeden Scheiß tolerieren, statt gemeinsam zu boykottieren, dann nehmen wir die Opferrolle ein. Dann ists leicht, aufzugeben, zu meckern und sich enttäuscht abzuwenden.
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren.
Nutzen wir die Winterpause, um zeitig den richtigen Weg zu planen und zu gehen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen, dass es so mit unserem FCK nicht geht !
Geht am besten auf der Fanversammlung, auf der sich jeder äussern kann.
Wer dann aber im Skiurlaub ist (es sei dem arbeitenden gegönnt), kann sich gerne duch Freunde vertreten lassen. Tut er es nicht, in Form von PN zum Beispiel, dann ist er auch nicht ernst zu nehmen. Dann bleibt er lieber in der Opferrolle.


Man(n?) kann sagen, die Hertha ist so toll, stark besetzt. Jo, mit nem Schuldenberg, und wenn die net aufsteigen, ist richtig zappe. Tauschen ?


Und dann noch der furchtbare Trainer. Spielt nicht in FC-Bayern-Manier wie 96 alles an die Wand, kein Durchmarsch mit 10 Punkte Vorsprung.
Cottbus ist ja viel attraktiver, deshalb haben die aufm Betze ja auch nix gezeigt.

Ausserdem ist er ja nicht in KL geboren, und viel zu ruhig. Auch in der Kabine ? Soll nicht alles intern geregelt werden ?
Es gibt aber noch den Daum, der wäre Lebhafter. Fragt mal die Eintr8. Tauschen ?
Oder darf er auch mal mehr als 1 Jahr hier sein und halbwegs was aufbauen ?
Oder sind Namen wie Heintz, Zuck nicht endlich mal Beispiele, wie wir sie schon so lange erwünscht haben ?
Ist das nicht ein richtiger Schritt zurück in frühere Zeiten ?
Der auch die Zukunft sein kann ? Mit wenig Geld, und Papa kriegt keinen Job bei SAP, wenn Sohnemann hier kickt, er tut es trotzdem.
Dazu gehört aber Einigkeit, die JUngs zu unterstützen, auch wenn einer mal schwächelt, und nicht gleich wieder fallen lassen.

Bei den Jungen ist der Weg das Ziel. Nicht der kurzfristige Erfolg.
Gilt auch für Fortounis, was hat er eigentlich verbrochen ?
Die EM musste er spielen, die Länderspiele wie Borysiuk auch.
Aber klar, der ist zu dünn. Dann doch lieber den Amri zurück. Tauschen ?

Man kann sich ärgern, wegen der vielen Unentschieden, auch blöde Niederlagen. Ja, richtig.
Aber waren wir in den 80ern besser ?
Wir sind nicht besser als Platz 3. Fertig.
Kämpfen wir dafür, dass es so bleibt.

Und sagen nicht, wir sind nun fertig mit dem FCK, das waren wir doch schon vorher oder ?
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

Tja, schimpf mal richtig in der Ecke zur Süd.......

"Gott, was fer en ordinäre Kerl".....
WernerL
Beiträge: 3178
Registriert: 14.05.2010, 12:37
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von WernerL »

wkv hat geschrieben:Falsch.

Man will ein Team das kämpft, dann darf es auch verlieren. Das ist die MINIMALFORDERUNG, nicht das MAXIMUM.

Es besteht auch kein evidenter Zusammenhang zwischen KOSTEN und KAMPF.

Ich finde an dieser Stelle sind wir eben beim Trainer:
Das Spielsystem des FCK wurde durch MK und jetzt durch FF geprägt...denn beide wollten und wollen dass der FCK genau so spielt wie er spielt.

Das System FF ist garnicht auf extrem starkes Zweikampfverhalten ausgelegt. Dazu haben wir die Spieler garnicht.

Unser Mittelfeld besteht aus:
Baumjohann, Fortounis, Zuck, Azouagh..sagen wir vorwiegend...

Die können schnell spielen...Dribblings im Mittelfeld und schnelle Pässe in die Spitze..da kann keiner zurücklaufen und den Gegner abgrätschen...(wie früher Wagner, Buck oder auch Sforza)

Jetzt soll Drazan noch dazukommen..der ist aber genau die selbe Art Spieler die wir schon haben.

OK wir haben FF auch diese Möglichkeit eingeräumt, denn er hat selbst gesagt: Zum Geldverdienen ist er nicht zum FCK gekommen, sondern weil er hier einfach Möglichketien hat sein System aufzubauen!

Wenns schief geht wie bei MK dann dürfen wir wieder die ganze Mannschaft auswechseln... :(
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
wkv
Beiträge: 13276
Registriert: 16.05.2012, 17:40
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von wkv »

Sind wir beim Trainer? Oder haben wir einen Sportdirektor durch die kalte Küche bekommen?

Wir haben drei Namen. Kurz, Balakov, Foda.

Wir haben bei allen dreien Ankündigungen, wie sie spielen wollen.

Bei allen dreien wurde dann mit einem 4-5-1 gespielt mit mehr oder weniger defensiver Ausrichtung und einem Trainer.

Entweder ich hab was verpasst, und man hat das 4-5-1 in Stein gemeißelt für den Profifußball, oder aber.....

Wenn es so wäre, hätte ich auch kein Problem damit. Ich bin schon lange ein ausgewiesener Fan eines sportlichen Leiters, der mittelfristig die Planungen durchführt, mit einer durchgängigen Philosophie von der C-Jugend bis zum Profi....


Haben wir einen? DANN wäre die Diskussionsgrundlage eine andere.
ks_969
Beiträge: 1320
Registriert: 12.12.2007, 16:36
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Ja
Wohnort: KL

Beitrag von ks_969 »

Anbei mal noch eine kleine Anekdote wie sich der FCK in der Öffentlichkeit präsentiert (passt ganz gut zur allgemeinen Diskrepanz zwischen Fans und Mannschaft):

Ich war zusammen mit der Familie am 2.Advent Nachmittags eine Runde über den Lautrer Weihnachtsmarkt gebummelt. Kein wirklich schönes Wetter aber der Glühwein hat wenigstens etwas gewärmt. Wir wollten eigentlich schon wieder gehen und haben nur noch mal ne Runde gedreht, als ich dann hinter der Kirche einen kleinen Stand sah. Dann las ich Mama/Papa hat Krebs e.V. und ich sah den Thomas Riedel da sitzen. Wir sind dann natürlich mal hin zwecks Autogramm und einer kleinen Spende. Und dann seh ich da ja noch einen jungen Mann sitzen, es war der Mittelfeldregisseur unserer aktuellen Mannschaft, der Herr Baumjohann. Dachte ich stimmt der ist ja Pate vom FCK für diese Stiftung! Aber ich muss sagen ich war total enttäuscht. Für mich ein sehr unfreundlicher Mensch, kein "Hallo schön das Sie da sind und das unterstützen" oder oder sonst etwas. Ich dachte nur wie kann der Verein so jemanden da hin setzten, bei dem jeder merkt das er null Bock hat! :?: :?: :?:
Er schrieb brav sein Autogramm, mehr nicht! Beschämend allein schon weil so jemand auch noch für solch eine Sache wie Mama/Papa hat Krebs e.V steht. Vielleicht sollte ich da als Vereinsführung aufhören zu sagen, das wir nur noch Spieler holen die zu uns passen und unserer Werte verkörpern. Denn das passt mal so gar nicht und so jemaden glaube ich in einem Interview kein Wort wenn er sagt "beim nächsten Heimspiel müssen wir eine Reaktion zeigen, schon wegen der Fans".

Löblich hervorzuheben ist da Thomas Riedel. Der hat verstanden worum es geht. Sehr freundlich, man hat nicht das gefühl das er das nur macht um gut da zu stehen. Ist einfach ein ehrlicher Typ. Keine Star-Allüren.

Grüße
1.FCK - Unzerstörbar
Pfälzerjungs
Beiträge: 419
Registriert: 21.11.2010, 10:07
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von Pfälzerjungs »

Bravo...

Selten hier drin einen so zutreffenden Bericht gelesen. Dieser Spiegelt alles wieder was gesagt und angesprochen werden musste.

Danke an den Autor.
FCK ein Leben lang.
patrick1984
Beiträge: 793
Registriert: 01.12.2012, 13:02

Beitrag von patrick1984 »

War gestern beim pokalspiel ksc vs scf mit zwei befreundeten ksc kollegen. Stimmung war hitzig und gut. Wir werden nächstes jahr gemeinsam uff de betze gehe, hoffe bei uns wird dann wieder bessere stimmung sein. Gestern schön gegen hopp und tsg gesungen und am ende sogar noch scheiss waldhof mannheim... geil... brüder im geiste... auch wenn das der ein oder andere anders sehen mag. Aber in zeiten von tsg, wolfsburg und ingolstadt.. mussen lautrer, kscler und andere traditionsmannschaften zusammenhalten..auser waldhof natürlich ÷)
Antworten