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Kolumne: Der FCK auf Sparflamme (Der Betze brennt)

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
OWL-Teufel

Beitrag von OWL-Teufel »

werauchimmer hat geschrieben:
Was mich wundert, ist, wie Leute wie Du jetzt, so schnell an diesen Punkt kommen? Das interessiert mich jetzt mal wirklich ganz im Ernst? Korrigiere mich bitte, aber ich habe Dich als glühenden Fan in Erinnerung, aber nicht als Kritiker vor dem Herrn?
Warum hast Du nie den Mund aufgemacht und mal was kritisches geäußert?
Jetzt fast (eventuell) schon die Brocken hinzuwerfen ist für mich doch schon verwunderlich.
Deine Frage ist nicht unberechtigt.

Aber neben meiner glühenden Liebe, die ich stets zur Schau getragen habe, habe ich auch stets die Entwicklung des Fußballs im allgemeinen mit Sorge und Bestürzung kommentiert (s. Nationalmannschaft). Bisher habe ich diese Dinge strikt voneinander trennen können, aber die Grenzen verschwimmen nun immer mehr. Und ich habe stets betont, dass für mich Schluss ist, wenn dies der Fall ist (wer mich persönlich kennt, kann das sicherlich bestätigen).

Was kann ich als einzelner tun? Zur JHV gehen...ich war auf einer und als ich dort mitbekam, wie Jäggis Wirken dort abgesegnet wurde, war für mich klar, dass dies meine letzte JHV war.
Aufgestanden bin ich einmal, als ich Teil des wütenden Mobs war, der nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim (jenes 0-2 mit dem Antreten der Mannschaft vor der Westkurve) die Entlassung Göbels forderte.

Weiterhin habe ich letzte Saison nach und nach meine Anreise zu den Spielen, die nicht unerheblich ist, unterlassen. Dieses seelenlose Gekicke konnte nicht folgenlos bleiben, die fortlaufende Demütigung wollte und konnte ich mir nicht mehr antun.

Ansonsten fühle ich mich hilflos einer galoppierenden Fehlentwicklung des Fußballs im Allgemeinen und des FCK, der ohne fühlbare Anstrengung in diesem Strudel verschwindet, ausgeliefert.

Fandemonstrationen, Fanproteste...alles sinn- und erfolglos. Es gibt nur eine Sprache, die dort noch gesprochen wird - die Sprache des Geldes. Und da werde ich zukünftig den Hebel ansetzen: Der Geldhahn (auch wenn ich nur einen ganz kleinen im Vergleich zu dem Gesamtgeldfluss zur Verfügung habe) wird von meiner Seite aus abgedreht.
ezrider

Beitrag von ezrider »

wkv hat geschrieben:Overchurch, ich würde sagen, Thema verfehlt. Bildzeitungsniveau.

Was aus dem Zusammenhang gerissen, als Zitat eingefügt, in anderen Konsens gesetzt, Aktion und Reaktion vertauscht.
Hat er doch gar nicht.
wkv hat geschrieben: Es ist überall so, dass man sich als alter Hase nicht sagen lässt von einem Juangen, man soll sich hinteragen, ob man alles gibt....,zumindest zu meiner Zeit hätten die Alten anders geantwortet.

Dort musste man es in barer Münze bezahlen, wenn man die Fresse aufriss.
Hä? Was ist denn hier los? Auch ein alter Hase kann gelten lassen, was andere meinen. Da hast du anscheinend noch etwas Lernbedarf, trotz deiner ganzen Fangeschichte. Aber egal, du wirst dich sicher nicht von mir belehren lassen. Ein "Junge" bin ich übrigens nicht, auch wenn ich erst seit zwei Jahren auf den Betze gehe. Ist aber auch egal.

Ich wünsche dir etwas Entspannung über die Feiertage. :)
harryyy
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Registriert: 27.02.2007, 19:58

Beitrag von harryyy »

OWL-Teufel hat geschrieben:
werauchimmer hat geschrieben:
Was mich wundert, ist, wie Leute wie Du jetzt, so schnell an diesen Punkt kommen? Das interessiert mich jetzt mal wirklich ganz im Ernst? Korrigiere mich bitte, aber ich habe Dich als glühenden Fan in Erinnerung, aber nicht als Kritiker vor dem Herrn?
Warum hast Du nie den Mund aufgemacht und mal was kritisches geäußert?
Jetzt fast (eventuell) schon die Brocken hinzuwerfen ist für mich doch schon verwunderlich.
Deine Frage ist nicht unberechtigt.

Aber neben meiner glühenden Liebe, die ich stets zur Schau getragen habe, habe ich auch stets die Entwicklung des Fußballs im allgemeinen mit Sorge und Bestürzung kommentiert (s. Nationalmannschaft). Bisher habe ich diese Dinge strikt voneinander trennen können, aber die Grenzen verschwimmen nun immer mehr. Und ich habe stets betont, dass für mich Schluss ist, wenn dies der Fall ist (wer mich persönlich kennt, kann das sicherlich bestätigen).

Was kann ich als einzelner tun? Zur JHV gehen...ich war auf einer und als ich dort mitbekam, wie Jäggis Wirken dort abgesegnet wurde, war für mich klar, dass dies meine letzte JHV war.
Aufgestanden bin ich einmal, als ich Teil des wütenden Mobs war, der nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim (jenes 0-2 mit dem Antreten der Mannschaft vor der Westkurve) die Entlassung Göbels forderte.

Weiterhin habe ich letzte Saison nach und nach meine Anreise zu den Spielen, die nicht unerheblich ist, unterlassen. Dieses seelenlose Gekicke konnte nicht folgenlos bleiben, die fortlaufende Demütigung wollte und konnte ich mir nicht mehr antun.

Ansonsten fühle ich mich hilflos einer galoppierenden Fehlentwicklung des Fußballs im Allgemeinen und des FCK, der ohne fühlbare Anstrengung in diesem Strudel verschwindet, ausgeliefert.

Fandemonstrationen, Fanproteste...alles sinn- und erfolglos. Es gibt nur eine Sprache, die dort noch gesprochen wird - die Sprache des Geldes. Und da werde ich zukünftig den Hebel ansetzen: Der Geldhahn (auch wenn ich nur einen ganz kleinen im Vergleich zu dem Gesamtgeldfluss zur Verfügung habe) wird von meiner Seite aus abgedreht.
Oh Mann, solche Worte von dir gibt mir auch zu denken. Bis vor wenigen Wochen hätte ich auch zumindest an einer Stelle eingeharkt und gesagt: Moment, das in der Tat seelenlose Gekicke letzte Saison (dem ich in der Schulssphase auch ganz bewusst erstmals nicht mehr beiwohnen wollte und konnte) ist für mich trotzdem strikt zu unterscheiden von dem in diesem Jahr Dargebotenen, das doch trotz aller Mängel viel mehr Hoffnungsvolles und auch an Spielkultur zu bieten hatte.
Aber das Auftreten (nicht die Ergebnisse) der letzten Spiele ist für mich auch schwer nachvollziehbar, macht mich ratlos, wobei ich auch beileibe nicht der ganzen Mannschaft Betzetugenden absprechen will.

Ist für mch noch zu früh den Stab zu brechen, aber ich hab auch "nur" 100 km einfach Anfahrtweg. Wenn sich die Tendenz der letzten Spiele wirklich fort- und festsetzen würde, wennn ich also dauerhaft keinen unbedingten Siegeswillen mehr spüren würde, dann würde ich meine Zeit auch anders nutzen wollen. Noch ist es aber bei mir noch nicht so weit.
Zuletzt geändert von harryyy am 18.12.2012, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
DevilsPower
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Beitrag von DevilsPower »

Leider ist in dieser Bestandsaufnahme sehr viel Wahrheit!!!

Ich musste nach der letzten Saison auch feststellen, dass sich bei mir einiges geändert hat. Es hat sich plötzlich anders angefühlt! Nicht mehr so wie vorher. Ein bisschen was vom Feuer war weg. Anfangs habe ich mir noch eingeredet, dass das wieder gehen wird nach ein paar Spielen. Es geht auch wieder.
ABER das ist auch alles. Es ist nicht wie vorher. Alles ändert sich, das ist zu viel für mich! Ich will die "ALTE" Betzementalität zurück.

Mir fehlt mein FCK. Mir fehlt der Zusammenhalt. Es ist schwer von meinem FCK noch mit Feuer zu reden!
Ich habe für mich ein Mittel gefunden - ich lass mich wieder Tattoowieren, um mit der letzten Saison abzuschließen - dann geht mein Blick wieder nach vorne.

Leider befürchte ich, dass der Blick nach vorne auch nicht rosig sein wird. Die Fakten wurde in der Bestandsaufnahme beschrieben. Herr Kuntz hat einen guten Job gemacht, aber leider wird unser Verein dadurch auch immer mehr 0-8-15! Wir sind mit diesem Problem nicht alleine - auch Dortmund, auch Schalke, auch alle anderen haben dieses Problem! Der Grund: DFB, DFL und ganz viel GELD! SO macht das ganze keinen Spass mehr!

Aber wie sollen wir das ändern?

In dem Text wurde auch auf unterschiedliche Dinge eingegangen. Allerdings kommt mir der Punkt: Fans zu kurz bzw. garnicht vor. Klar sind wir alle enttäuscht oder erkennen den Verein phasenweise nicht mehr wieder oder ähnliches, ABER am Ende des Tages ist es immernoch UNSER VEREIN, UNSER FCK!!!!
Ich werde weiter ALLES GEBEN und NIEMALS AUFGEBEN!

Mein Leben hab ich dem FCK vermacht, jeden Tag und jede Nacht!
Für immer FRITZ-WALTER Stadion
Meine Liebe, mein Leben...für immer FCK
Ktown2Xberg
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Beitrag von Ktown2Xberg »

werauchimmer hat geschrieben: Ich dachte immer, dass nur ich Untergangstheorien verbreite (gelle Ktown2 8-) ) - stattdessen wird hier von einigen der Untergang gerade postuliert, viel konkreter, als ich das gedacht habe.
Frag doch nicht, wenn Du die Antwort eh nicht mögen wirst. :D

Lieber werauchimmer,

hier geht es um eine kulturelle Frage - wie bleibt der FCK der FCK in einer Zeit von Sicherheitspapieren und Kommerzvereinen? Wie verhält man sich zum Zeitenwandel (zugespitzt: Walter-Elf vs. Nutella-Boys)?

Das ist etwas vollkommen anderes, als wenn sich jemand schon in der letzten Rückrunde auf die Seite ominöser Frankfurter Schreiberlinge schlägt, die uns eine Saison 12/13 im "unteren Drittel der 2. Liga" prognostizieren, uns in der Saisonvorbereitung den Abstiegskampf prophezeit (ja, ich weiß - Du wusstest natürlich nicht, dass man noch bis 31.8. einkaufen kann), oder uns in der ersten Krise der aktuellen Saison schon abschreibt und in Richtung Karlsruhe, Aachen oder (der nun doch noch gar nicht toten) Duisburger argumentiert.

Das sind - mal wieder - 2 Paar Schuhe. Und für letzteres taugt der gute OWL nun auch nicht so wirklich als "Kronzeuge"...

Mit bestem Gruße.
Kerosin
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Beitrag von Kerosin »

Sehr gut geschrieben. Ich sehe noch weitere Gründe:

Die katastrophale Saison 2011/12:
Wenn es Tasmania Berlin nicht gäbe, wir wären die Deppen der Liga. Dieser Stachel sitzt noch tief, gerade bei einem Verein der immer eine dicke Portion Leidenschaft und Willen auf dem Platz zeigte. Man kann zwar unterlegen sein, aber bitte nicht so lust- und hilflos. Ich hab euch nicht kratzen, rennen und beißen sehen. Und dann kommen noch so tolle Interviews wie "Wir werden den Betze rocken.." dazu.

Die Spielweise:
Unser Defensivverhalten: Klopps Spruch "Wer nicht verteidigt ist ein Arschloch" trifft es am besten. Da gibt es doch tatsächlich Herren auf dem Platz, die sich zu fein sind zu verteidigen.
Offensiv: Oft ist derjenige mit dem Ball am Fuß, die ärmste Sau auf dem Platz. Der Rest bleibt entweder stehen, sucht gezielt die Manndeckung des Gegners, oder läuft nicht in die leeren Räume. Als hätten Sie Watte im Kopf.
Bleibt dem Ballführenden, nach kräftezehrenden Zweikämpfen, meist nur den Ball auf den andern Flügel zu hauen, oder eine Alibi-Flanke abzusetzen, wo in beiden Fällen entweder keiner steht, oder weil alles zu langsam geht, die Mitspieler längst doppelt und dreifach gedeckt sind.
Fußball ist ein Teamsport. Ich erkenne kein Team. Dieses „sich verstecken um nicht an spielbar zu sein“ legen normalerweise nur Absteiger an den Tag. Das wir dennoch so weit oben stehen liegt an der indiv. Klasse einzelner. In der 1. Liga haben wir mit dieser Einstellung keinen Hauch einer Chance.

Interne Themen:

Die AOMV:
Aus Angst seinen gut bezahlten Job zu verlieren nimmt man lieber in Kauf die Mitglieder nach dieser Horrorsaison ab zu watschen. Aussprache Fehlanzeige, statt dessen Ohrfeigen. Unglaublich.

Der Umgang des Vereines mit den Mitgliedern:
Mitglieder werden als Stimmvieh behandelt, und als kritische Masse wahrgenommen, die es gilt in Zaum zu halten. Zur Steigerung der Mitgliederzahlen wurden schon div. Ideen geäußert, doch man ist eher bemüht dies durch ein Mitgliederkonzept hinauszuzögern. Die drei Kröten achtzig spült man wohl lieber durch neue VIPs ein als durch kritische Mitglieder. Ach ja VIPs, war da nicht was auf der Südtribüne?

12.12.
Doch der größte Dolchstoß kam am 12.12.2012. Auf der letzten JHV noch durch eine Rückfrage, Zuversicht verbreitend, die Interessen der Fans bei der DFL zu vertreten, wurden wir eiskalt hintergangen. Wir hätten Sie durch eine Abstimmung festnageln müssen, wie die Kölner es auf Ihrer JHV gemacht hatten.
Ich überleg mir ernsthaft wie ich den Kuntz Flock aus meinem Trikot raus bringe ohne es zu zerstören. Was war ich so blöd den Held meiner Jugend auf das 2009'er Trikot zu flocken.

Herzblut:
Wer mag noch das Wort Herzblut hören? Nach der X-ten T-Shirt Auflage ist es nur noch ein müdes Marketinggeseier.

Pressesprecher:
Selten einen unfreundlicheren Menschen erlebt.


Der FCK hat nun mal das "Monopol" auf alles rund um den FCK. Das wissen einige auf dem Berg ganz genau. Deswegen muss man nicht freundlich sein, kann Umschreibungsanträge im Ticketshop einfach mal geflissentlich ignorieren, genervt am Telefon sein. Klar den FCK gibt’s ja auch nur beim FCK. Keiner muss sich anstrengen.

Einzelne dieser Punkte kann man noch schlucken. Aber die Menge dieser Punkte ist zum kotzen.
Am Freitag war ein Denkwürdiger Tag. Ich bin nur angereist um meine Freunde zu treffen, Lust aufs das innere des Stadions hatte ich keine. Außerdem war zu erwarten, dass der Stimmungsboykott von einigen nicht umgesetzt wird. Ich hätte mich nicht über ein Tor freuen können, auch nicht still. Nicht nach dem Dolchstoß vom 12.12. Also hatten wir draußen einen äußerst traurigen Rahmen, aber eine wirklich schöne Zeit.

Deswegen höre ich zwar nicht auf meinen Verein zu lieben, aber ich wünsche mir Transparenz, mehr Einfluss der Fans, keine hohlen Wortphrasen mehr. Ich will Männer denen man Ihr Wort abkauft. Typen die auch mal mit der DFL anecken, und nicht heimlich auf einen Job in der Zentrale des Grauens hoffen. Ich will, dass man Einspruch beim DFB einlegt, wenn wir durch falsche Schirientscheidungen benachteiligt wurden, kein Duckmäusern. Ich will, dass man gegen diese hässliche Berichterstattung von sogenannten Journalisten vorgeht, wenn Sie Mist über uns schreiben. Auf dem Platz will ich giftige, hungrige Spieler. Ist das alles zuviel verlangt?
‎"Truth is treason in the empire of lies"
George Orwell
ruredeiwel
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Beitrag von ruredeiwel »

Der Artikel ist gut! Richtig gut!!!
...und spricht mir aus der Seele!


Habe länger nichts mehr hier geschrieben, weil es mir in letzter Zeit
einfach zu viele dumme Kommentare gab und sogar das Lesen grausam war...

Aber mal zu diesem Artikel und auch zu anderen Berichten.

Wir sagen unsere Fankultur ist kaputt (geht kaputt),
Stimmung am Betze ist tot (fast tot),
die Fans werden weniger (wirklich Event-Fans?)
und jammern und jammern und jammern....
... und jeder gegen jeden gibt irgendeinem die Schuld dafür!

Seit ich denken kann bin ich FCK-Fan(antiker)
hab die glorreichen Zeiten der 80er und vor allem der 90er
in unserer Kurve erleben dürfen.
Meisterschaft... Barcelona...Bayern... Abstieg...
Aufstieg...Bayern....Meisterschaft.... u.s.w.
Geniale Zeiten, harte Zeiten, unglaubliche Zeiten!
(aus beruflichen Gründen leider keine DK mehr,
aber so oft wie möglich oben - trotz 200 km (einfach) Entfernung!

Und dann kamen die Zeiten wo unser Verein einfach kaputt gemacht wurde!
Aus Größenwahn, Inkompetenz oder was weiß ich wieso...
Es wurde Jahr für Jahr mehr vernichtet und fast immer falsch gegengesteuert.
Wir Fans durften uns nur noch an das Wort Hoffnung klammern,
dass alles besser wird und mussten erleben das es nur noch schlimmer wurde.

2008 fast der Supergau, deren Verhinderung wir gefeiert haben wie eine Meisterschaft. Haben unsere damaligen Helden gefeiert wie Könige.
Stefan Kuntz (und auch Milan) hatte sicherlich einen riesigen Anteil daran,
sonst wären wir ins bodenlose gestürzt und wer weiß wo wir dann heute wären.

Dann machte es sich bezahlt: Unsere Hoffnung auf Besserung!
Aufstieg... sensationeller 7.Platz in der 1.Liga... alles war gut...
...bis zur nächsten Saison, in der wir wieder alles zerstörten!
Und wir wieder in Hoffnung auf bessere Zeiten leben durften...

Sicherlich wurden in der Zeit haarsträubende Fehler gemacht.
Bei SK angefangen bis hin zu den Spielern.
Aber ich denke nicht so verlogene Fehler wie Mitte 2000.

Was ich eigentlich damit sagen will:
Die Kultur, die Stimmung, die Fans und alles was dazu gehört
wird sofort wieder da sein, wenn auf dem Platz ehrliche Arbeit geleistet wird,
die mit unserer FCK Tugenden wenigstens ein bißchen zu tun haben.
Wir Fans können uns nicht einfach so begeistern, wenn aufm Platz
solche Leistungen abgespult werden.
Kommt mir jetzt ja nicht mit dem Spruch / Liedtext aus unserem Betzelied.
Wir Fans stehen seit vielen schlechten Jahren hinter dem Verein,
weil es ja irgendwann wieder besser wird, hofften wir.
Und Jahr für Jahr bekamen wir eins auf die Fresse...
Und jetzt bekommt der FCK die Quittung (siehe Zuscherschwund)

Wenn der FCK wieder annähernd an alte Zeiten anknüpfen möchte
(wovon ich ausgehe) und u.a. auf die Unterstützung der Fans hofft,
dann sollte alle Aktiven, ob Vorstand oder Spieler, den Wille und die Taten
nicht nur versprechen, sondern umsetzen!!!

Und dann benötigt niemand irgendeine Fan-Aktion, um Fans zu ködern
oder sonst was...
...denn wir Fans sind dann schon da um UNSEREN FCK zu unterstützen
mit unserer ganzen Seele und allem was dazugehört!
Oh FCK, wer dir die Treue schwört, verdammt der weiß du bist es einfach wert!
Scheiß egal auch wenn der Rote Teufel eines Tage zur Hölle fährt...
grasnarbe
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Registriert: 19.01.2011, 20:35

Beitrag von grasnarbe »

Ich hab Angst um den FCK.
Dies ist nicht mal so sehr dem Gedanken geschuldet, dass wir den Aufstieg verpassen könnten.
Das Einheitsgebilde FCK scheint auseinanderzubrechen. Die Führungsebene, die Fans (egal ob DK-West oder überzeugter Gelegenheitsbesucher), die Mannschaft: sie reden nicht mehr mir einer Stimme, ziehen nicht mehr an einem Strang.
Die verschiedenen Glieder der FCK-Körpers sind dabei sich ihre eigenen Realitäten zu schaffen.
Ein homogenes Gebilde, bei dem jeder weiß er kann nur Erfolg haben wenn alle die gleichen Grundwerte leben, muß zwangsläufig zerbrechen wenn der Kopf was anderes will als das Herz, und die Gliedmaßen wollen wieder sonstwo hin.
Das Gebilde gerät in unkontrollierte Zuckungen und geht letzendlich elend zugrunde.
Der FCK triftet auseinander. Das ist es was mir Angst macht.
Kann ein Aufstieg das kitten?
Die Roten Teufel vom Betzenberg
Westkurvenalex
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Beitrag von Westkurvenalex »

Ich persönlich finde es einen der besten Artikel der letzten Jahre.
Das erste mal auf dem Betze war ich 1992 und seitdem hatte mich das Fieber gepackt. Ich war leider bei den Abstiegen hautnah dabei und insbesondere die ersten beiden haben mich doch sehr erschüttert.
Trotz meines berufsbedingten Umzugs 2007 von KL nach Düsseldorf habe ich unserem FCK mit Dauerkarte und als Mitglied die Treue gehalten. Doch seit 3-4 Jahren fehlt mir das Kribbeln vor den Spieltagen. Das Kribbeln das man 1-2 Tage vorallem vor den Heimspielen verspürt hatte. Mitlerweile nehme ich das recht emotionslos hin und ich begründe das nicht in erster Linie mit der räumlichen Distanz. Bis vor einigen Jahren hieß es immer in der Öffentlichkeit "Unser FCK "" Unsere tollen Fans" . Heute heißt es "der Verein" "die Fans". Vermeindlich kleine Unterschiede, allerdings zeigen sie mir eindeutig den Weg unseres Vereins.
Das was uns immer ausgemacht hat, der Zusammenhalt, das Familiäre, die Einheit ist mit den Jahren immer mehr verschwunden. Für mich stellt diese Saison, trotz Platz 3, der eigentliche Tiefpunkt unserer Vereinsgeschichte dar (zumindest von der Allgemeinstimmung her). Der Vorstand konnte sich immer auf die Treue der Anhänger verlassen und hat sich darauf ausgeruht. Immer strömten die Leute auf den Berg, gleich was ihnen geboten wurde. Doch diese Zeiten sind vorbei und anstatt auf die Sorgen und Nöte der Leute zuzugehen, entfernt sich die Vereinsführung immer weiter von der Basis. Ein gefährlicher Weg, denn steigen wir nicht auf, wird jeder wegfallende Anhänger doppelt wehtun. Denn nun geht es an das Fundament des Vereins. Es gehen die Treuen von früher. Das sollte dem Vorstand als Alarmsignal dienen, nur anscheinenend sind in derlei Hinsicht die Augen dicht.
DFL Papier, Horrorsaison 2011/2012, Veränderungen im Fußball allgemein, Mannschaft etc. Jedes kleine Stückchen reißt ein Loch.
Ich für meinen Teil werde nur noch ins Stadion gehen, wenn ich zufällig in der Heimat bei Freunden oder der Familie bin. Allenfalls nahe Auswärtsspiele werde ich mitnehmen. Das Traurige ist, dass ich mich nach 20 Jahren nunmehr immer mehr vom Verein entferne. Natürlich wird es für mich immer nur EIN Verein geben, allerdings ist er mir in gewisser Weise teilweise egal geworden. Und das liegt nicht daran, dass ich nicht mehr möchte, sondern, dass das, was unseren FCK ausgemacht hat, ziemlich verloren gegangen ist.
wkv
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Beitrag von wkv »

grasnarbe hat geschrieben:Ich hab Angst um den FCK.
..........
Kann ein Aufstieg das kitten?
Hat der Abstieg das verursacht? :nachdenklich:
chou

Beitrag von chou »

ezrider hat geschrieben:
Hä? Was ist denn hier los? Auch ein alter Hase kann gelten lassen, was andere meinen. Da hast du anscheinend noch etwas Lernbedarf, trotz deiner ganzen Fangeschichte. Aber egal, du wirst dich sicher nicht von mir belehren lassen. Ein "Junge" bin ich übrigens nicht, auch wenn ich erst seit zwei Jahren auf den Betze gehe. Ist aber auch egal.

Ich wünsche dir etwas Entspannung über die Feiertage. :)
Die Nerven liegen aktuell bei den meisten etwas blank.

Ich finde die Einteilung in Fans, die etwas sagen dürfen, weil sie schon "immer" dabei sind und die, die sich besser nicht äußern sollten, ebenfalls daneben.

Ich finde es mehr als beachtlich, dass jemand in den letzten zwei Jahren FCK Fan wurde. Da würden jede Menge anderer Vereine näher liegen. Stehst Du auch sonst auf Schmerzen und Demütigungen? :wink:
chou

Beitrag von chou »

wkv hat geschrieben:Ich hab dieses Trikot getragen, leider hat mein Talent nicht ausgereicht...
Hattest Du auch Patrick Tessier als Trainer? Den scheint es immer noch zu geben.

Bei mir hat es auch nicht gereicht. Ich war einfach kein Kopfballungeheuer. :lol:
werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

@wkv
Eindeutig ja, der Abstieg ist und war nie das Problem, auch die Niederlagen gegen Berlin, St. Pauli und Aalen an sich nicht. Es ist immer das "Wie" das Problem und so wie abgestiegen und jetzt verloren wurde, das ist so derart hässlich, dass damit ALLES in Frage gestellt wird, was Fantum so mit sich bringt.

Ob die Männer jetzt Wagner, Idrissou, Bunjaku, Shechter oder sonst wie heißen, ist dabei nur eine Randnotiz. Die Paralellen sind aber erschreckend, immer nach Schema F und ofiziell immer alles ganz, ganz suupi. Das ist das, was für große Verärgerung bis hin zu Gleichgültigkeit sorgt.
Wären wir sportlich unterlegen, dann wäre das alles kein Problem, das passt zur Mentalität der Pfälzer.
Nein, wir sind Mannschaftten wie Regensburg und Aalen sportlich haushoch überlegen, aber was Einsatz, Wille und Kampf angeht weit unterlegen.
Das ist für den FCK fast wie ein Ebola Virus, das sich seinen Weg bricht und an dem der Verein kaputt geht.
Über alles hält Kuntz seine Hand, alles prima, alles suupi und er weiß ja, was geändert werden muss.
Er geht einkaufen und nicht einer hier im Forum jubelt. Alle, zu mindest der allergrößte Teil sieht jetzt schon wieder einen Bus voller Fehleinkäufe auf uns zurollen.
Macht das Sinn? Macht das irgendeinen Sinn? Nein, das nennt man puren Aktionismus, von einem VV, der selbst nicht weiß, warum im moment alles so schlecht verläuft. Davon bin ich überzeugt.
Ktown2Xberg hat geschrieben:Frag doch nicht, wenn Du die Antwort eh nicht mögen wirst. :D

Das ist etwas vollkommen anderes, als wenn sich jemand schon in der letzten Rückrunde auf die Seite ominöser Frankfurter Schreiberlinge schlägt, die uns eine Saison 12/13 im "unteren Drittel der 2. Liga" prognostizieren, uns in der Saisonvorbereitung den Abstiegskampf prophezeit (ja, ich weiß - Du wusstest natürlich nicht, dass man noch bis 31.8. einkaufen kann), oder uns in der ersten Krise der aktuellen Saison schon abschreibt und in Richtung Karlsruhe, Aachen oder (der nun doch noch gar nicht toten) Duisburger argumentiert.
Ich frage Dich doch gar nicht :D Aber wenn Du mir ja schon wirklich so nett antwortest, dann will ich Dir auch mal antworten:

Ja ich habe vom Abstieg gesprochen, ja das war vor Idrissou und Baumjohann, ja ich habe vorschnell geurteilt, meine aber auch damals schon auf den "derzeitigen Kader" eingeschränkt zu haben 8-)
Egal, was ich meine ist, dass aber doch noch vor der Saison die Verhältnisse so waren, dass vieles, was in diesem Thread so geschrieben und an tiefer Enttäuschung postuliert wird, vehemt geleugnet wurde.
Da geht es auch nicht ums Recht haben, sondern um einen gefühlten Dammbruch.
Der Artikel hat seine Wirkung nicht verfehlt. Ich sehe viele Leute, die noch vor einem Jahr vehement gegen jeglich Kritik waren heute ratlos, mutlos, perspektivlos - denken drüber nach, ob sie sich bewußt abwenden sollen.
Noch schlimmer, ich habe mich immer beschwert, dass sich die Leute so in die Tasche lügen und so unrealistisch positiv alles verklären.
Heute wäre ich froh, wenn ich nicht so offene, beeindruckende und zugleich depremierende Posts wie hier (Artikel und OWL) lesen müsste.

Ich finde das erschreckend, mir macht das große Sorgen.
Zugleich weckt es wieder den Zorn in mir auf Kuntz und seine letztjährige "Horrortour".
Ich glaube das merkt man, das geht nicht nur mir so.

Ich weiß nicht, ob wir als Fans wirklich so machtlos sind. OWL hat einen Ansatzpunkt formuliert: Man muss den Geldhahn abstellen. Ok.

Nur @OWL, damit triffst Du zuerst den Verein und wenn ich alle Statements hier richtig gelesen habe, dann habe ich noch keinen gehört, der nicht an den FCK und diesen Verein, diese Institution glaubt. Ob das dann wirklich der richtige Weg ist, muss jeder für sich entscheiden.

Ich finde das nicht, ich denke, wenn der FCK "weg" ist, ist´s rum. Aber noch besteht die Chance einzulenken, noch besteht die Chance dagegen zu halten und noch besteht die Chance den FCK wieder zu einer Institution zu machen, die auch die Fans wieder anspricht.

Nur: ob das mit Kuntz & Co. nochmal was wird, daran habe ich starke Zweifel. Ob Kuntz das schnallt, ob er kapiert, was gerade an dramatischen Veränderungen bei den Fans abgeht, oder ob das rotzige Statement aus der Presseabteilung des FCK doch eher die Haltung von ihm zu den Fans wiederspiegelt, das muss jeder für sich entscheiden.

Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich eher ihm den Geldhahn abdrehen wollen, als dem Verein. Ich bin Lautrer und ich kenne seit meiner Kindheit nichts anderes als diesen Verein. Wenn ich sehe, was momentan abgeht, dann nimmt das schon Ausmaße an, die ich in keinem Horrofilm angenommen hätte.

Die Frage, die ich allen stelle, die sich wie OWL hier offen und gut nachvollziehbar erklären: Sind wir wirklich so machtlos? Können wir das Geschehen beim FCK nicht auch irgendwo doch beeinflussen?
Zuletzt geändert von werauchimmer am 18.12.2012, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
grasnarbe
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Registriert: 19.01.2011, 20:35

Beitrag von grasnarbe »

wkv hat geschrieben:
grasnarbe hat geschrieben:Ich hab Angst um den FCK.
..........
Kann ein Aufstieg das kitten?
Hat der Abstieg das verursacht? :nachdenklich:
Bei der Frage nach dem kitten=bekämpfen des Auseinandertriftens kann ein Aufstieg, der den ganzen Verein wieder beflügeln würde, schon helfen.
Natürlich hat der Abstieg an sich die aktuellen Probleme im Verein nicht alleine zu verantworten. So war das ja auch nicht gemeint.
Aber ein weiteres Dümpeln in der zweiten Liga, in Konsequenz dazu wiederum ein Neuaufbau der Mannschaft, würde weiteren Frust freisetzen.

Ab welchen Punkt sollen wir Fans denn bereit sein, die abgehobenen Entscheidungen der Führungsebene mitzutragen? Kann man deren Beschlüsse überhaupt wieder korrigieren?
Oder gilt knallhart der Satz: wem es hier nicht mehr paßt der kann ja gehen? DAS wäre das Ende sämtlicher FCK-Kultur.
Die Roten Teufel vom Betzenberg
werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

grasnarbe hat geschrieben: Aber ein weiteres Dümpeln in der zweiten Liga, in Konsequenz dazu wiederum ein Neuaufbau der Mannschaft, würde weiteren Frust freisetzen.

Ab welchen Punkt sollen wir Fans denn bereit sein, die abgehobenen Entscheidungen der Führungsebene mitzutragen? Kann man deren Beschlüsse überhaupt wieder korrigieren?
Nein und nochmals nein, das sehe ich nicht so: Wenn es der Weg wäre den FCK richtig aufzustellen, so dass wieder die Identität des Vereins gelebt wird, dass wieder die Fans auf Ihre Kosten kommen und ein wirklicher Aufbau praktiziert wird, dann wären sicherlich viele bereit den Weg mitzugehen.
Dass keine, nullkommanull Entwicklung erkennbar ist - das sorgt für Frust!
Wurschdbrot
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Registriert: 25.03.2011, 09:44

Beitrag von Wurschdbrot »

Lonly Devil hat geschrieben:
Thomas hat geschrieben: .........
.....................
Summa Summarum

Ich bin mir nicht sicher, wie ich meine Kinder und Enkel irgendwann mal vom FCK begeistern soll. Nur von Erzählungen und der glorreichen Vergangenheit kann keine feste Bindung entstehen. Ich würde mich freuen, wenn ich ihnen sagen könnte: Kinder, wenn ihr wissen wollt, was den FCK besonders macht,................
...................................
Quelle: Gastautor paet_fck für "Der Betze brennt" und "Fankultur.com"
Da passt leider dieser Abschied dazu.

OWL-Teufel-Huldigungs-Thread

von Drachenfelsteufel » 17.12.2012, 18:35
"Da ich irgendwie das Bedürfnis hatte meinen Entschluß, mich vom Fußball und dem FCK nach 46 Jahren abzuwenden,irgendwie publik zu machen, habe ich diesen Thread gewählt.
Den Fanclub "Die Drachenfelsteufel" mit ehemals 36 Mitgliedern gibt es nicht mehr. Der Clubkeller aufgelöst, Sky gekündigt.
.................................
.........................................
Wie kann man so eine Arbeitsverweigerung als FCK`ler abliefern, wieder und wieder ?
Ich war dieses Jahr oft die 550 KM unten, erst mit meinen drei Kindern, die längst keine mehr sind. Dann wollte keiner mehr mit. Unvorstellbar, es wollte keiner mit ! Wen willst du mit solchen Darbietungen für den FCK begeistern?
.........................
....................................."


Als ich das gelesen habe, hatte ich Tränen in den Augen. Keiner wollte mehr mit, keiner wollte mehr den FCK sehen. Das ist alles nur noch traurig...
WernerL
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Beitrag von WernerL »

grasnarbe hat geschrieben:Ich hab Angst um den FCK.
Dies ist nicht mal so sehr dem Gedanken geschuldet, dass wir den Aufstieg verpassen könnten.
Das Einheitsgebilde FCK scheint auseinanderzubrechen. Die Führungsebene, die Fans (egal ob DK-West oder überzeugter Gelegenheitsbesucher), die Mannschaft: sie reden nicht mehr mir einer Stimme, ziehen nicht mehr an einem Strang.
Kann ein Aufstieg das kitten?
Genau das ist es...wir haben alle Angst etwas zu verlieren...das ist das Problem...weil wir gedanklich noch deutscher Meister sind...von 1998...!!!!

Der FCK war schon immer ein "kleinerer" Verein der sich selbst durch Leistung und Trotz in die Position der 90er gebracht hat...fast müsste man sagen dass war zu viel Erfolg.
Wie schnell es bergab gehen kann hat unsere geniale Führung damals bewiesen...keine 4 Jahre später hatte man 40 Mio. Schulden...!

Wir haben zudem, durch den Erfolg, keine Geduld mehr...Erfolg muss immer gleich sofort eintreten UND GENAU DAS GEHT NICHT...!

Der FCK MUSS Dinge aufholen die wir jahrelang verschlafen haben. Wenn ich schon höre, dass wir kein Nachwuchszentrum haben...das ist ein Witz wo die halbe Welt Internate usw aufgebaut hat!
Was wurde da geschlafen...
Der FCK war abgewirtschaftet und muss noch viele Jahre abarbeiten..WIR MÜSSEN GEDULD HABEN.

Wenn sich alle abwenden nur weil Aalen nicht geschlagen wird, dann sollen alle von mir aus nach Mainz zum geschichtslosen Emporkömmling fahren.
Schalke verliert momentan auch jedes Heimspiel gegen jeden...So what!

Der FCK benötigt locker noch 3-4 jahre um sich in der Bundesliga zu etablieren..vorher geht das nicht...nicht bei den wirtschaftlichen Bedingungen...

Trotzdem muss man von FF verlangen eine Truppe aufzustellen die was reissen möchte..und ein spielsystem haben was auf den FCK passt und angenommen wird udn natürlich auch erfolgreich ist...

Für mich als Fan ist es in erster Linie wichtig dass der VEREIN erfolgreich spielt...der rest ist erstmal zweitrangig..wir können auch mit Antifussballern Bundesliga spiuelen..egal.

Denn denn Hoppenheims inetresiert NULL die Geschichte des FCK..die werden uns in der Relegation bekämpfen bis wir unten bleiben..dieser Kackverein...

Unsere Geschichte nimmt uns keiner...aber zu erwarten dass wir wieder alles genauso machen geht nicht
Zuletzt geändert von WernerL am 18.12.2012, 15:15, insgesamt 3-mal geändert.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
grasnarbe
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Beitrag von grasnarbe »

werauchimmer hat geschrieben:
Nein und nochmals nein, das sehe ich nicht so: Wenn es der Weg wäre den FCK richtig aufzustellen, so dass wieder die Identität des Vereins gelebt wird, dass wieder die Fans auf Ihre Kosten kommen und ein wirklicher Aufbau praktiziert wird, dann wären sicherlich viele bereit den Weg mitzugehen.
Dass keine, nullkommanull Entwicklung erkennbar ist - das sorgt für Frust!
Mit den jetzigen Strukturen und verantwortlichen Personen wird ein Neuaufbau nach einer verpatzten Saison in der von dir beschriebenen Form aber nicht stattfinden.
Von daher wird auch mit einer neuen Mannschaft keine Euphorie in einer neuen Zweitligasaison ausbrechen, leider!!
Die Roten Teufel vom Betzenberg
wkv
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Beitrag von wkv »

chou hat geschrieben:
wkv hat geschrieben:Ich hab dieses Trikot getragen, leider hat mein Talent nicht ausgereicht...
Hattest Du auch Patrick Tessier als Trainer? Den scheint es immer noch zu geben.

Bei mir hat es auch nicht gereicht. Ich war einfach kein Kopfballungeheuer. :lol:
Patrick, Jean-Pierre, Jean-Luc, Bernd Kitter, Eigendorf,Diehl

die Jugend des FCK war früher ein Tessier-Revier....

und ja, Patrick gibt es noch. Und daran sehe ich, wie alt ich geworden bin....ich war dabei, wie er seine Frau kennenlernte (Schwester eines Spielers von ihm damals), und die Kinder ...nun ja....

Um die Frage zu beantworten: Ja. hatte ich....ich bin auf dem Betzenberg aufgewachsen, mit 6 in den Verein, die Jugendmannschaften bis zur A-Jugend durchlaufen.

Fritz Walter schaute ab und an mal bei den Jugendmannschaften vorbei, ich hab heute noch Bilder davon, wie wir einmal im Jahr im Stadion für unsere Erfolge geehrt wurden... Norbert...

Eine große Familie. Sagt dir der Willy noch was, Chou? Auch so eine traurige Geschichte....FCK 2012.

Und jetzt schon eine dicke Entschuldigung für alle, die das off-topic finden, aufschneiderisch, Prahlend, oder was auch immer, you name it....

Und ja, ich bin ein Arschloch, Prolet, Wichtigtuer...ebenfalls frei nach Gusto.
Zuletzt geändert von wkv am 18.12.2012, 15:24, insgesamt 3-mal geändert.
chou

Beitrag von chou »

werauchimmer hat geschrieben: Nur: ob das mit Kuntz & Co. nochmal was wird, daran habe ich starke Zweifel. Ob Kuntz das schnallt, ob er kapiert, was gerade an dramatischen Veränderungen bei den Fans abgeht, oder ob das rotzige Statement aus der Presseabteilung des FCK doch eher die Haltung von ihm zu den Fans wiederspiegelt, das muss jeder für sich entscheiden.
Ich bin überrascht, daß gerade jetzt der ganze große Aufschrei kommt. Diese Entwicklung ist doch schon sehr lange absehbar. Also ich habe mich emotional nach der Meisterschaft 98 (so ab der Jahrtausendwende) mehr und mehr vom FCK entfernt und meine Bindung zum Verein ist heute unverändert verglichen mit den Jahren 2006/2007 etc. Der FCK ist weiterhin mein Verein, aber bei einer Niederlage wie gegen Aalen bin ich eher peinlich berührt als am Boden zerstört.

Die Konstellation, die wir heute haben ist doch auch nicht schlimmer, als unter der Ägide von Jäggi.

Wenn man die Kommentare hier liest, dann muss man festsetellen, dass eigentlich alle Trainer seit Rehagel unglaublich unfähig waren. Das kann aber eigentlich auch nicht sein. Vielleicht liegt das Problem tiefer...
Nk-Town
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Beitrag von Nk-Town »

Auch ich gebe gerne zu: Die letzte Saison steckt mir noch in den Knochen.
Niemals, aber wirklich niemals habe ich zu träumen gewagt, mir solche Darbietungen (Leistungen kann man das ja nicht nennen) auf dem Betze anschauen zu müssen.

Da ist richtig viel kaputtgeschlagen worden. Und die Meinung habe ich nicht exclusiv, das kann ich aus meinem West-Umfeld nur bestätigen.

Aber die Mannschaft ist nominell gut besetzt und war bis vor 4 Spieltagen locker in der Lage, aufzusteigen. Daher war ich auch gewillt, die letzte Saison aus meinem Gedächtnis zu streichen.

Die Chance hat die Mannschaft aber innerhalb von ganz kurzer Zeit drangegeben. Dabei wurden auch für den größten Laien spielerische, taktische und kämpferische Defizite offensichtlich, die vorher nur durch die Punkte- und Torausbeute überdeckt wurden.

ABER: Letztendlich zählt nur der Erfolg und hätten wir jetzt 9 Punkte mehr auf´m Konto und wären an Hertha und Braunschweig dran, würden wir nicht solche Beiträge auf DBB lesen.
Ganz sicher.
wkv
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Beitrag von wkv »

Nk, nicht in der gehäuften Form.

Aber kritische Beiträge, was den FCK unter der Führung von SK angeht, die gab es schon lange.

Der relative Erfolg hat eben den Deckel drauf gehalten. Das bricht jetzt heraus.

Wobei, ich hab auf die Tabelle geschaut, der dritte Platz an sich kein Anlaß für so einen Dezember-Blues sein dürfte.

Du würdest die Symptome behandeln mit Platz 1, aber nicht die Krankheit.
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Beitrag von baeckerman83 »

Wurschdbrot hat geschrieben:
Lonly Devil hat geschrieben:
Da passt leider dieser Abschied dazu.

OWL-Teufel-Huldigungs-Thread

von Drachenfelsteufel » 17.12.2012, 18:35
"Da ich irgendwie das Bedürfnis hatte meinen Entschluß, mich vom Fußball und dem FCK nach 46 Jahren abzuwenden,irgendwie publik zu machen, habe ich diesen Thread gewählt.
Den Fanclub "Die Drachenfelsteufel" mit ehemals 36 Mitgliedern gibt es nicht mehr. Der Clubkeller aufgelöst, Sky gekündigt.
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Wie kann man so eine Arbeitsverweigerung als FCK`ler abliefern, wieder und wieder ?
Ich war dieses Jahr oft die 550 KM unten, erst mit meinen drei Kindern, die längst keine mehr sind. Dann wollte keiner mehr mit. Unvorstellbar, es wollte keiner mit ! Wen willst du mit solchen Darbietungen für den FCK begeistern?
.........................
....................................."


Als ich das gelesen habe, hatte ich Tränen in den Augen. Keiner wollte mehr mit, keiner wollte mehr den FCK sehen. Das ist alles nur noch traurig...
ja irgendwie komisch, früher man wann nicht konnte wurde einem die DK aus der Hand gerissen und es war sofort jemand da der statt dessen gegangen ist. Jetzt konnte ich die Saison 3 mal nicht wegen den Anstoßzeiten und habe es welchen Angeboten die hätten gehen können. Da kam niemand der sie wollte. :(
Nk-Town
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Beitrag von Nk-Town »

wkv hat geschrieben:Du würdest die Symptome behandeln mit Platz 1, aber nicht die Krankheit.
Aber die Krankheit hat doch auch nicht der FCK exclusiv, die Krankheit ist auch nicht Kuntz oder die Führungsmannschaft da oben.

Die Auswüchse produziert doch das moderne Fussballsystem selbst. Das gipfelt doch darin, das bei Misserfolg selbst bei einem halbbankrotten Verein wie dem FCK halbe Mannschaften zur Winterpause ausgetauscht werden. Und der Rest der Mannschaft wird nach der Saison komplett entsorgt.

Die Auswüchse sind doch, dass ein Aufsteiger wie D´dorf die neue Saison mit 18 neuen Spielern bestreitet.

Und wir machen das nur solange mit, weil es sich einzig und allein nur noch über Erfolg definiert. Und wenn der ausbleibt, dann springen die Leute ab. Dann bleibt nur noch die "Tradition". Aber wer von den Nachwuchsleuten kennt die denn noch live? Ja, der 18. Mai... aber das war ein Tag zum Vergessen, da wurden keine Legenden geboren...

Tut mir leid, da könnt ich noch so viel zu sagen, da reichen die Tasten nicht...
WernerL
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Beitrag von WernerL »

@Nk-Town


Japp...sehe das genau so..letztlich ist es IMMER der Erfolg der einen irgendwo bindet...und zwar aktuell und nicht in der Vergangenheit.
Wir sind aufgrund der Geschihcte früher auch heute noch Fans...aber jüngere Fans heute..die schauen doch natürlich vor allem darauf:
Wer ist meister, wer spielt europäisch, wer schlägt Real-Madrid...

Wen interessiert heute was der FCK vor 20 Jahren veranstaltet hat...das interessiert nicht..der FCK ist HEUTE 2. Liga und die ist eben nicht attraktiv...mir selbst fällt es schwer dieses gegraupe mitanzusehen wenn ich auf dem nächsten Kanal Messi sehen kann der jeden Gegner weghaut im Alleingang...

Viele Vereine leiden darunter, man muss nur schauen was aus vielen großen Vereinen des Ruhrgebiets geworden ist...wer will schon nach Duisburg/ Bochum oder gar Uedringen...oder Wattenscheid..hehehe
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