Das hatte ich heut nachmittag geschrieben und es hat sich bewahrheitet.
Satanische Ferse hat geschrieben:
Die Ausweitung des Stimmungsboykotts auf jetzt schon auf 90 Minuten erachte ich als einen Schnellschuss, und beruht lediglich auf der Trotzreaktion eines Teils der organisierten Fanschaft.
Es musste schnell entschieden werden und etwas leicht organisierbares her, das jedoch ein deutliches Zeichen gegen die Beschlüsse und gegen das Verhalten des Vorstands darstellte.
2:48 Minuten mehr Schweigen, hat der neuen Qualität des Protestes nicht entsprochen, da hätte man schon die 15 Minuten draußen bleiben müssen, hätte aber die Sache dann auch nicht mehr so einfach in der Kurve steuern können. Erinner dich bitte an die Tumulte, als uns Ultras am Betreten des Blocks das letzte Mal hindern wollten. Von daher war die Wahl mit 90 Minuten Schweigen sicher nachvollziehbar. Zudem glaube ich, daß ohne Vorsänger sich die "Stimmung" in Grenzen hält, da auch viele Oldschooler sich auf die eine oder andere Art an der Aktion beteiligen werden und die Süd- und Nord-Aktivisten werden Gesänge, wie wir der JHV gesehen haben, nur mit Vorlage vom Blatt gestalten können.
Der Protest wird also auch in den Wohnzimmern (nicht) hörbar sein.
...und das Argument Mannschaftsunterstützung?
Die Jungs sind gegen Regensburg mit Gesang nicht gelaufen, da sollte es jetzt ohne zumindest etwas besser gehen. Außerdem ist die West doch nur noch richtig gut, wenn es darum geht sich selbst zu feiern. Da es momentan aber nichts zu feiern gibt, sollte das "Mund halten" doch ganz gut klappen.
Und wenn der Protest nicht funktioniert, haben sich die Ultras selbst kastriert und singen dann halt im Knabenchor, bzw. sind aus der "politischen" Diskussion erst einmal verschwunden. Von daher ist doch auch was für die Ultrahasser dabei.
