Ich gehe mal von mir aus. Und da ist immer die Lust und der Reiz am Gewinnen vorhanden und ein innerer Antrieb.
Kämpfen? Klar gehört dazu. Interpretiert jeder anders. Vom fairen Tackling bis zum gelbwürdigen Foul bis zu Wegen die man halt zusätzlich geht. Also Gras fressen!
Historisch in Vergessenheit geraten: die
spielerische Komponente. Wieder aufgeblitzt als der Betze einen Sforza ertragen musste. Gott sei Dank ist der geldgeile Schweizer wohl anderweitig beschäftigt. Aber Sforza war halt schon ein Antreiber mit spielerischen Momenten, bei dem man auch eine gewisse Spielintelligenz erkennen konnte.
Aktuell denke ich ist das
Umschaltspiel ordentlich, wenngleich Eintracht Braunschweig dort relativ an der Spielerqualität am effektivsten und effizientesten spielt, auch weil am längsten in der Besetzung. Auch im kollektiven Pressing ist man einiges voraus, wenngleich das wohl sehr trainingsintensiv zu sein scheint. In der 2. Liga natürlich ein probates Mittel mit einem sehr schnellen Kumbela und dem Kruppke. Und Hertha ist qualitativ und von der Flexibilität klar besser aufgestellt als der Rest der Liga.
Was mir missfällt ist der Schlendrian, der sich personifiziert mit Baumjohann leider irgendwie in Teilen der Offensive eingeschlichen hat und der macht sich dann auch in der Vorbereitung auf ein Spiel schon bemerkbar (wenns du schaust auf Kollege Fortounis z.B.). Da fehlt halt schon die Entschlossenheit und auch das Gefühl für einen sicheren (vertikalen) Pass in die Spitze und wenn das nicht klappen kann(!), dann eben die Möglichkeit in die Breite zu spielen. Bei Baumjohann hat man halt das Gefühl, dass da kein Mannschaftsspieler auf dem Feld steht sondern z.Z. eine Primadonna, die drei Mann ausspielen kann und auch innerlich wohl will, aber auch beim ersten Mann schon hängen bleiben kann. Also den Pass oder die Flanke in die Spitze auch mal auf mehr Spieler verteilen.
Die Rolle als Taktgeber und evtl. Spielgestalter traue ich aktuell De Wit zu, wenngleich der wohl auch Trainingsrückstand hat. Im Vergleich zu den Jugendspielern ist das in erster Linie eine Frage der Erfahrung.
Potential nach oben ist bei den Standards und Flanken - gerade mit Mo - vorhanden. Wie man von Union Berlin gegen uns gesehen hat ein einfaches Mittel (!), bei Temperaturen wo du "kämpferisch" und auch körperlich dagegenhalten musst.
Egal wer spielt: Siegeswille zeigt sich dann auch in der 90. Minute wenn Du ordentlich dagegengehalten hast. Und wird belohnt!!! Siehe Köln vs. Braunschweig (gutes Ergebnis!)
Mit den
Betzetugenden verbinde ich in erster Linie eine Aufholjagd aus scheinbar aussichtsloser Situation: also z.B. aus einem 1:4 noch ein 7:4 machen zu wollen!
Kopf in den Sand stecken? Aufgeben?
Never!
