Ich bin der gleichen Meinung von Bää$cht (richtig geschrieben?): es wird nie eine 100%ige Lösung geben, mit der alle einverstanden sind. Eigentlich ist es in der Theorie ja so einfach: man möchte sicher am Stadion ankommen, sicher im Stadion sein, Stimmung machen und sicher wieder nach Hause fahren. Dies kann man 100%ig gewährleisten! Und zwar, wenn man ganz alleine zu einem verlassenen Stadion geht und keiner unterwegs hinzukommt.
Ein Mensch ist intelligent, ab zweien hört es dann schon langsam wieder auf. Wie will man denn ein Stadion und vor allem den Weg zum Stadion hermetisch abriegeln? Das geht überhaupt nicht. Fan 1 kommt direkt aus der Stadt und kennt den direkten Weg, der abgesichert ist. Fan 2 kommt von außerhalb und kennt sich nicht aus, geht unwissentlich einen Umweg, der nicht abgesichert ist und durch ein "gefährliches Viertel" geht. Wie soll das z.B. die Polizei wissen? Geht nicht gibt's doch!
Ich bin eindeutig gegen Nacktscanner! Schon mal etwas von Intimsphäre gehört? Oder von "die Würde eines Menschen ist unantastbar"? Ja? Nun, meine Würde geht dabei flöten, wenn ich mich vor WILDFREMDEN Menschen ausziehen soll!!! Dann gehe ich lieber gar nicht mehr ins Stadion. Und kommt mir nicht mit "dann biste ja auch kein echter Fan". Halloooo?! Geht's noch? Die Verhältnismäßigkeit stimmt bei einer Nacktscanner-Aktion hinten und vorne nicht.
Lass mal 80.000 Menschen sich vor nem Dortmund-Spiel ausziehen. Bloß, um 80 Arschlöcher zu finden, die irgendeinen Scheiß mit ins Stadion nehmen wollen. Verhältnismäßigkeit? Wo ist die dann in diesem Fall? Hm? Neenee, nicht mit mir. Schuhe ausziehen habe ich auch schon gemacht. Abtasten sowieso. Das ist meiner Meinung nach alles i.O. Aber warum muss eigentlich ein V.I.P. sowas nicht mit sich machen lassen? Weil er ein besserer Mensch ist?! Wohl kaum.
(Sorry für verbale Entgleisungen. Aber die müssen dort leider so stehen bleiben.)
Zum Thema zurück: Ich denke nicht, dass die 12 Min. die Entscheidungsträger wirklich beeindrucken. "Die Bevölkerung" und die Medien vielleicht, wenn es wirklich überall oder zumindest in sehr vielen Stadien gleichzeitig durchgezogen wird. Aber diejenigen, die ihr Ding mit dem Stadionkonzept durchziehen wollen wird das nicht interessieren.
@ betzeopa: zu Punkt 3): Sollte in der Tat für jeden normalen Menschen eine Selbstverständlichkeit sein, dass man nicht aufgrund von "Andersartigkeit" (hier: andere Fanzugehörigkeit) jemanden gewalttätig angreift. Das Problem ist nur, dass es bei jedem Verein genug Kloppis gibt, die genau dies tun. Trotzdessen sind diese Subjekte in der Minderheit. Auch bei Dynamo Dresden ist es ja nicht so, dass jeder Dynamo-Fan sich wie ein Arsch verhält. Vielleicht haben die mehr "Problemfans" als meinetwegen der FC Ingolstadt, aber trotzdem gibt es auch genug normale Fans/Ultras/Haste-Nicht-Gesehen, die einfach nur ihre Mannschaft anfeuern wollen. Ich bin gerne für Vorschläge offen, mit denen die "Problemfans" und die "Problempolizisten", die es ja nunmal genauso gibt, "ausgeschaltet" werden, also nicht mehr andere angreifen können. Nein, ich meine es nicht so, wie es sich gerade anhört.
