Ich hab eigentlich mittlerweile mehr Angst vor einem zweiten Fall Gabriele Sandri, als vor einem zweiten Fall Adrian Maleika.Aebbes hat geschrieben:Noch mehr Polizei? Ab wann, oder für welches Vergehen sollte es automatisch Stadionverbote geben? Der Fall Adrian Maleika ist bereits 30 Jahre her und immer noch habe ich den Eindruck - wir sind heute auf dem gleichen "Stand" wie damals was das "Sicherheitskonzept" rund ums Stadion betrifft
laudrer_buh hat geschrieben:lt. stern.de hat bayern muenchen und borussia dortmund den scheiss zugestimmt!!!
Das mag sogar so sein aber auch populistisches Vorgehen ist legitim.Zumindest bei Wolfsburg, die ja nun auch genug sportliche Probleme haben, kam mir kurzzeitig dieser Gedanke. Wie dem auch sei - so viele Vereine sprechen sich dagegen aus, vielleicht merken die da oben ja etwas.
http://www.sport1.de/de/fussball/fussba ... 29148.htmlDie Deutsche Fußball Liga (DFL) erhält für den Entwurf ihres Sicherheitskonzepts nicht nur Gegenwind von den Klubs.
Für die in der "Arbeitsgemeinschaft Fananwälte" zusammengeschlossenen Juristen steht der Maßnahmenkatalog "mit der bestehenden Rechtslage nicht im Einklang".
Laut der AG sind die Maßnahmen "nicht nur rechtswidrig und unverhältnismäßig, sondern das Papier enthält keine Erklärung, weshalb derartige Eingriffe in Rechte anderer überhaupt notwendig sein sollen."
Die Anwälte der Fans, die regelmäßig Fußball-Anhänger vertreten, benennen zahlreiche Kritikpunkte. So sehe die deutsche Rechtsordnung keine Kollektivschuld vor, demzufolge seien auch Kollektivstrafen nicht zulässig.
Auch die momentane Praxis bei der Verhängung von Stadionverboten sei nicht rechtsstaatlich. Zudem würden bereits derzeit Daten aus laufenden Ermittlungsverfahren von der Polizei an die Vereine ohne Rechtsgrundlage weitergegeben.
Auch die sogenannten "Vollkontrollen" sind laut der Juristen unzulässig, da private Sicherheitskräfte keine Befugnis hätten, Personen zu durchsuchen - außer, die betroffene Person würde einwilligen.
Kann ich mir nicht vorstellen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das jetzt noch nicht alles gewesen sein wird. Schon alleine weil DFL und DFB sich so nicht blamieren lassen werden. Allein die Reaktion aus Dortmund - leicht pikiert - sagt doch alles.Ich weiß nicht, ich weiß nicht, irgendwie ging mir das alles viel zu schnell und zu einfach!
Kommt mir vor als ob die Führung uns erst mal beruhigen will und dann doch alles anderst mach!
http://lmgtfy.com/?q=Berichte+Polizeidi ... erslauternUNBEATABLE hat geschrieben:@Aebbes: Wo kann man diese Berichte einsehen (Link?) Danke
Genauso ist es!palatinat hat geschrieben:Das mag sogar so sein aber auch populistisches Vorgehen ist legitim.Zumindest bei Wolfsburg, die ja nun auch genug sportliche Probleme haben, kam mir kurzzeitig dieser Gedanke. Wie dem auch sei - so viele Vereine sprechen sich dagegen aus, vielleicht merken die da oben ja etwas.
Eine Politik/Argumentation dagegen, die darauf abziehlt, dass jeder Verein, der gegen diesen Vorschlag der DFL stimmmt, damit automatisch falsch liegt und somit "böse/populistisch" oder sonstwas ist, ist in einer offenen Gesellschaft einfach untragbar.
Diese Argumentationsstruktur ist z.B. nach 09/11 in Amerika sehr beliebt gewesen, ersetze nur das Wort "Verein" durch "Amerikaner/Patrioten". Man könnte auch andere Beispiele aus der (deutschen) Geschichte heranziehen...
Hier nochmal das Zitat von Herrn Rauball:
"Das gemeinsame Vorgehen ist das A und O bei diesem Thema. Nur so kann das Vorhaben Erfolg haben. Es darf nicht sein, dass sich einige Klubverantwortliche zu Lasten der Solidargemeinschaft bei den Fans profilieren wollen."
http://www.tagesspiegel.de/meinung/wilm ... 96076.htmlWem gehört der deutsche Fußball?
Mit Milchmädchenrechnungen und einseitiger Berichterstattung wird krampfhaft versucht, der Öffentlichkeit ein Bild vom gefährlichen Stadionbesuch einzubläuen. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Klubs den DFL-Maßnahmenkatalog nun reihenweise abblitzen lassen.