Das stimmt zum Teil gar nicht! Mit dem langsamen Umschaltespiel gebe ich dir Recht. Aber wo laufen wir gegen eine Wand von Gegenspielern? Nicht in deren Hälfte, das Problem beginnt viel früher! Nahezu jeder Gegner spielt ein leichte Form des Pressings gegen uns, die stehen nicht tief! Die arbeiten und verschieben das Mittelfeld so, dass sie maximal destruktiv sind. Und irgendwann kullert dann ein Solo beim Gegner und der Ausgleich hinter Tobi rein.dimi73 hat geschrieben:Leider rennen wir gegen zumeist defensiv eingestellten Mannschaften gegen eine Wand.
Gegen tief stehende Abwehrreihen ist es schwierig mal eine Überzahlsituation herauszuspielen,entweder weil keiner einen offensiven Zweikampf gewinnen kann, damit es Räume gibt, oder weil einfach das Aufbauspiel viel zu langsam ist.
Die Folgen des "Pressings": Querpass, Querpass und nochmal Querpass. Und nähert sich der Ball dann mal Richtung Mittellinie, wird der er zu den 6ern gepspielt, die mit dem Rücken zum gegnerische Tor stehen. Dann verschiebt der Gegner und die Querpässe der IVs fangen wieder an. Wir kommen mit der verhalten aggressiven Spielweise der Gegner nicht zu Recht. Theoretisch könnten die mit einem bis zwei Marathonläufern unser komplettes Aufbauspiel zum erliegen bringen (passiert ja häufig so). Die Drehung an der Mittellinie, um das Spiel vor sich zu bringen, findet in 1 von 20 Angriffen statt. Das ist der Mist!!!
Wo liegt, für mich, der Fehler? Ganz klar im Spiel ohne Ball. Und da nehme ich in unseren Offensiv-Abteilung keinen raus. Wenn Johann sich mal dreht stehen alle da als ob sie Hodenmumps hätten. Das kanns nicht sein! Und selbst ohne Drehung laufen sich unsere Jungs zu wenig frei. Die unnötigen Wege müssen gegangen werden, die dann irgendwann im Spiel dann doch mal einen Gegenspieler mitziehen, wodurch Platz in der Mitte für die Kollegen entsteht. Bei unseren Angriffen spielen wir gefühlt Manndeckung und machen es dem Gegner einfach das Spiel zu unterbinden. Und in der Verteidigung wird konsequent die Zone verteidigt, anstatt den Spieler rechtzeitig zu stellen und am Flanken zu hindern.
Ich hatte gehofft, dass dieses Jahr die individuelle Klasse da ist, um ein Spiel aufbauen und dominieren zu können. Leider ist dem nicht so. Ich hoffe der Coach bekommt die alte Lethargie der Vorsaison, die sich schon auf die Neuen überträgt bald in den Griff. Sonst sehe ich uns als langweiliger Verfolger der TOP3 mit unter 30K Zuschauern.
Finger ausm Arsch und zwar jetzt, bevor es zu spät ist!
