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@OWL-Teufel
Interessanter Ansatz den Du da verfolgst Werner. Bitte bedenke aber bei den "deutschen Unternehmen", dass mittlerweile auch dort das "Shareholder Value" Prinzip zu merkwürdigen Entscheidungen führt und es in den Führungsetagen dieser Unternehmen mittlerweile nur noch nach dem Motto "Fressen oder gefressen werden" geht. Da ist nichts mehr mit "Nachhaltigkeit", Zukunftsperspektive oder gar sozialem Gewissen. Es geht einzig und alleine darum, noch mehr Geld für noch weniger Qualität zu erwirtschaften. Wo also ist der Unterschied zum FCK?
Jeder der "Ich AGs" auf dem Platz ist damit beschäftigt, seinem Ziel, das Lebenseinkommen in noch kürzerer Zeit zu erwirtschaften, schneller entgegen zu kommen. Jeder in der Führungsetage versucht, das verpasste Ziel des Lebenseinkommens doch noch irgendwie nachzukommen (und verschanzt sich hinter §286 Abs. 4 HGB gegenüber den Mitgliedern).
Am Ende sind es die "schreienden Chaoten", die Jahr für Jahr diesen Zielen einen wirtschaftlichen Rahmen geben und leider nur noch zu knapp einem Drittel die Kosten decken. Die restlichen Drittel werden durch Sponsoren und die Fernsehrechte gedeckt. Natürlich erwarten die Sponsoren, ihre Marketing und Unternehmensziele durch das Sponsortum besser zu erreichen - aber warum muss der Verein dafür herhalten und nicht irgendein "Verbraucher"?
Die Kurzlebigkeit von Entscheidungen, die "Halbwertszeit" von Aussagen ist, nicht nur bei Fußballvereinen, mittlerweile so kurz, dass selbst das "Goldfish memory" (immerhin drei Monate) schon wie eine Ewigkeit erscheint.
Sanierungsüberlegungen der Vereinsführung - oder sollte ich doch Vorstand schreiben? - werden ad absurdum geführt, wenn man sich so manche Zahl der Bilanz ansieht. Keine Idee, wie die diesjährige ausfällt, aber alleine im vergangenen Jahr waren da einige interessante Zahlen - die offenbar nur ich hinterfragt habe. Erklär mir mal einer, dass die Ausgaben für Werbung des FCK um 1,6 Mio Euro ansteigen. Oder das die Reisekosten um 200.000 Euro steigen. Bewirtungskosten gehen um 300.000 Euro un die Höhe. Warum? Dagegen stagnieren die Ausgaben für die "anderen Fußballmannschaften".
Wenn ich mir die Werte des "Spielerkapitals" im Anlagenspiegel der letzten Saison ansehe und dabei sehe, wie wir gerade dieses "stille Vermögen" zerstören und dafür Millionen ausgeben, um neues Kapital im Verein zu binden, dann tut mir das weh. Gerade wenn man dann sieht, wie blutleer auf dem Platz herum gestolpert wird.
"Stell Dir vor es ist Abstieg und keiner sagt was". So einen leisen Abstieg eines "Traditionsvereins" gab es wohl selten zuvor.
Wir werden derzeit irgendwie alle "gleichgeschaltet". Bloss nicht aufmucken. Könnte ja Druck auf die Mannschaft ausüben, das will doch keiner - oder?
Bloss nichts kritisieren. Bring ja Unruhe in den Verein. Will doch keiner - oder?
Bloss nichts sagen, was gegen die Vereinsführung ist. Führt doch nur zu Hetzkampagnen der Medien. Kann doch keiner wollen - oder?
Wir wurden desillusioniert, demoralisiert und nun auch noch "entmündigt". Man muss sich ja schon schämen, wenn man "Wir haben die Schnauze voll" ruft. Es soll "Lautrer geben niemals auf, sie kämpfen" gesungen werden oder die dritte Strophe des Betzelieds. Dabei geht es um Zusammenhalt, Moral und Kampfgeist. Kann das bitte mal einer simultan übersetzen? Ohne jetzt rassistisch klingen zu wollen, wer auf dem Platz versteht, was wir da wollen? Wer ist Lautrer? Will da wirklich jemand "siegen"? Die Spielweise erweckt zeitweise den Eindruck, dass es um das Ablaufen einer Zeitstrafe geht, für die die ICH-AGs auf den Platz verdonnert wurden. Bloss keine Verantwortung übernehmen, bloss keine Entscheidung treffen. Grausam, blutleer und vor allem ignorant. Das ist alles, was man von einem FCK Spiel heute mitnimmt.
Vor vier Wochen, als Otto Rehhagel nach Berlin verpflichtet wurde, sprach unser großer Vorsitzender noch von der "Medienverpflichtung". Heute bzw. letzte Woche macht er das Gleiche. Aber OK, es muss ja ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Irgendwas muss verändert werden. Ja, klar, wir bei DBB sind dran Schuld
Keine Ahnung, warum ich das alles hier reinschreibe. Jeder blickt auf Gladbach letzte Saison oder auf uns 2008. Auch damals waren die ersten ein, zwei Spiele mit neuem Trainer nicht die Creme de la Creme. Aber es herrschte bei uns (2008) und auch bei Gladbach irgendwie eine andere Mentalität. 2008 kam Stefan Kuntz und alle hofften, dass es wieder aufwärts geht - was es dann auch tat. Bei Gladbach gab es Zoff ohne Ende und eine Pseudo-Opposition verursacht heftigen Wirbel und Gladbach schaffte die Relegation.
Wir haben nun seit einer ganzen Halbsaison nicht mehr gewonnen. Schaffen einen neuen Vereinsrekord nach dem anderen - aber in negativer Hinsicht. Wo soll das Feuer für die Hölle herkommen? Man liegt 1:0, 2:0 hinten. Na und? Gegen Bayern lag man mal 1:4 hinten und kam zurück. Was hat Hoppelhausen am Wochenende gemacht? Drehen in 8 Minuten ein Spiel. Und wir? Öhm ??
Wer zum Henker erklärt und übersetzt es mal diesem Haufen ICH-AGs, dass Fußball ein Kampfsport ist und das Abstiegskampf sehr wohl das Wort Kampf beinhaltet?
Mit Herzblut zurück ...
Wer hätte gedacht, dass dieses Motto so ekelhaft schmeckt. Ich freue mich schon heute auf die Gesänge. Und wehe, irgendwer stimmt das "Nie mehr zweite Liga" in meiner Umgebung an...
Habe fertig - fühle mich wie Flasche leer ...
