akis hat geschrieben:@playball.
Siehst Du das nicht zu schwarz?
Laut kicker soll Toppmöller "jegliche Kompetenz in der sportlichen Führung erhalten." Das kann doch nur heißen, dass MS entmachtet wird und die anderen AR-Mitglieder den Mund halten, wenn T. sportlich entscheiden will, oder? Somas müsste natürlich Gegenstand des Gesprächs sein.
So verstehe ich den Kicker auch. Bleibt mal abzuwarten, ob das stimmt und wie das ausgestaltet werden soll.
@playball, du hast natürlich im Grundsatz recht, dass der Aufsichtsrat nichts mit dem operativen Geschäft zu tun hat, hier im Fall aber meines Erachtens nicht unbedingt. Deine Äußerung trifft z.B. auf AG's zu. Im Aktiengesetz ist derartiges entsprechend Vorschrift. Im Vereinsrecht haben wir eigentlich aber keinen Aufsichtsrat. Gleichwohl kann ein solcher qua Satzung, wie bei vielen Fussball-Clubs der Fall, installiert werden. Man kann daher meines Erachtens den Aufsichtsrat mit operativen Kompetenzen ausstatten, die aber, und da wird es dann etwas kompliziert, der Vorstand gleichwohl mitzuverantworten hätte. Bei der Frage einer Spielerverpflichtung sehe ich die Frage aber weniger. Unterstellt, ich bin halbwegs richtig informiert, muss der Aufsichtsrat einer Verpflichtung eines Spielers vor dem Hintergrund der Kostenseite sowieso zustimmen. Ein Aufsichtsratsmitglied kann daher allenfalls theoretischen Schaden anrichten, wenn es sich um entsprechende Verfplichtungen bemüht. Prickelig wird es nur dann, wenn ein solches Aufsichtsratsmitglied und der - rechtlich verantwortliche - Vorstand zu einer Ansicht kollidieren. Dann wird sich sicher das Aufsichtsratsmitglied zunächst nicht durchsetzen können. Gleichwohl kann der Aufsichtsrat dem Vorstand dann aber dienstrechtlich Kompetenzen entziehen. Wenn sich das Vorstandsmitglied dies nicht gefallen lassen will, wird das eine Sache für die Gerichte. Gleichzeitig ist ein derartiger Kompetenzentzug wohl nur übergangsweise denkbar, da meines Erachtens der Vorstand, um seiner Verpflichtung der rechtlichen Vertretung nachkommen zu können, insoweit alsbald wieder installiert sein muss. Das erst mal aus der Hüfte geschossen. Wenn ich mir allerdings die Satzung ansehe, wäre es rechtstechnisch wesentliche einfacher, Toppi als ehrenamtlichen Vorstand mit entsprechenden Kompetenzen auszustatten. Es bliebe aber abzuwarten, ob die rechtlichen Probleme real werden. Insoweit hängt vieles von der jeweiligen Beschlusslage vom Aufsichtsrat ab.
Das halte ich entgegen playball aber nicht für eine Augenwischerei. Toppi, eine wenn auch ggf. nur ehrenamtliche Vorstandsposition zu übertragen, könnte vom Aufsrichtsrat jederzeit widerrufen werden. Auch im Falle eines dotierten Beratervertrages könnte der Aufsichtsrat jederzeit Einfluss dahingehend nehmen, dass ein solcher Vertrag gekündigt wird. Ein undotierter Vertrag wäre noch problematischer. @playball, deine Skepsis zu Ende gedacht, würde bedeuten, dass Toppi so etwas wie bezahltes Vorstandsmitglied werden solle, wenn nicht sogar gleich Vorsitzender oder Sportlicher Leiter oder Trainer. Das, mein Lieber, will aber keiner, auch Toppi nicht. Also meine ich, dass es im Wesentlichen darauf ankommt, wie ein auch immer angedachtes Konstrukt mit Leben gefüllt wird. Und da, meine ich, ist allen klar, dass wir den Karren mit "verein"ter Kraft aus dem Dreck ziehen müssen. Für Spielereien oder Egoismen sehe ich keinen Platz mehr. Wer da Mist baut, ist raus.
@playball, übrigens danke für deine Klarstellung zu meinem vorausgegangenen Post. Da gäbe es noch einiges zu zu sagen, worauf ich bei Gelegenheit nochmals zurückkomme, aufgrund der weiteren Entwicklung jetzt aber nicht. Außerdem liegt mir an deiner Gesundheit, da ich dir weiteren Herzkasper vor dem Hintergrund der sich überschlagenden Informationen nicht auch noch von meiner Seite aus zumuten will. Jedenfalls wollte ich dich nicht unfair angehen, so wie es bei manchen ankam, wofür ich mich entschuldige.