Hm, komisches Spiel. Einfach alles sehr, sehr doof.
Irgendwie schade, dass die Bayern lediglich den Erfrierungstot verhindern wollten und nicht mehr um so dann den ein oder anderen zusätzlichen Kopf wachzurütteln. Andererseits: Hätte das wirklich etwas geändert, außer dem signifikanten Absinken unserer Tordifferenz?
Also irgendwie komisch das ganze, mit der kämpferischen Komponente bin ich gar nicht sooo unzufreiden. 2 Dinge sollte man dabei nicht außer Acht lassen:
1. Sobald es härter wurde hat die DFB-Schwullette dazwischengefunkt, sodass ich phasenweise ganz froh war, dass das Spiel schnell entschieden war, weil auch bei dem Kasper das Fehlentscheidungs-Potential unheimlich hoch war. Wenn du für die Aktion von Petsos gelb bekommst, gehst du automatisch bissl lockerer hin.
2. Die Bayern sind durch die Bank schneller und ballsicherer. Es gibt nicht viele Teams, die gg. die Bayern das Spiel in so enge Räume zwingen können, sodass es zu Zweikämpfen kommen muss. Schon gar nicht eine Mannschaft wie wir, die nicht einmal den Kölnern das Spiel aufzwingen kann.
Gut, ansonsten gab es nat. viele andere Defizite. Die Intention des Doppelns war durchaus da, wurde aber selten konsequent durchgezogen. Alleine Sahans sporadisches Zulaufen vor dem 0-1...
Klar, sowas kann man trainieren. Allerings bedarf es da mehr als eine lächerliche Trainings-Einheit pro Tag. Ich habe vor dem Spiel von etwas Besonderem gesprochen, als ich die Aufstellung thematisierte. Besonders war, dass der völlig formlose Fortounis mitmachen durfte. Und der als allenfalls (Joker)Stürmer brauchbare SuPA nicht auf der falschen Position, sondern gar auf der falschen Seite spielte. Und Jessen...naja, uns fehlen halt die Alternativen.
Zu den einzelnen Spielern lohnt es sich kaum etwas zu sagen. Ich machte nicht nur einen Klassenunterschied aus, sondern in weiten Teilen des Spiels gar einen Unterschied in der Ausübung der Sportarten. Und so wuchs ob des wenig erwärmenden Auftritts die Angst, mit einer Lungenentzündung die Heimreise antreten zu müssen. Und das nicht deshalb, weil es etwas Atemberaubendes gab...
Zwei Personalien aber dann doch noch.
Tiffert:
Und wieder war sie da. Die Meckerziege. Selbst in einem solchen Spiel. Ich weiß nicht, was sich seit dem Überstreifen der Binde in seiner Birne abspielt. Aber es ist definitiv nichts Gutes. Er reißt Niemanden mit, fügt sich in eine Reihe profilloser Mitläufer und reibt sich in Streitereien mit Mitspielern und dem Ball auf. Als integrative Figur hat er sich spätestens letzte Woche disqualifiziert. Und aufbauen? Tut er lediglich die Schiris, mit denen ein Date nach dem anderen abgreift.
Trapp
Schon wieder ein Trefer, der voll auf ihn geht. Dazu einmal Glück, dass Alabas Freistoß den Pfosten passierte. Die Dinger, die er hielt, sahen zwar gut aus. Aber mal im Ernst: Welcher Landesliga-Torhüter wäre nicht vom Sportheim-Wirt mit dem Regenschirm vom Platz gejagt worden, wenn er nur einen von den gehaltenen Bälle nicht pariert hätte?
Man sagte überkäufig, dass vor allem seine Verlässlichkeit auf einem gewissen Niveau für ihn und gg. Sippel spricht. Sippel, der zwar zu fantastischen Aktionen in der Lage ist, aber diese überströmende Energie oftmals dazu führte, dass er die weniger spektakulären Dinge mit einer Seriösität bedient, die ihn zu einer Bank macht.
Die Sache ist nur die: In der Spitze war Trapp nie so stark wie Sippel. Und die Verlässlichkeit? Ist schon längst flöten gegangen. Da die Mannschaft aber mittlerweile selbst gg. Kölner eine Reihe von 100-Prozentigen gewährt brauchen wir hinten mittlerweile Jemanden, der nicht die 2-3 "Kann-Chancen"-Bälle hält, sondern Einer, der die 2-3 "100-Prozentigen" entschärft. Da ist mir Sippel sprunggewaltiger, mutiger und reflex-stärker.
Trapp machte schon in der Hinserie selten einen schier unüberwindlcihen Eindruck. Diese Vorzeichen haben scih mittlerweile potenziert und verschärft. Und dass in einer Art und Weise, dass ich mir nicht mehr die Frage stelle, ob Trapp gg. Sippel ausgetauscht wird, sondern nur noch WANN.
Das, ja das, wäre meine tatsächliche Meinung, wenn unser Trainer nicht Marco Kurz heißen würde. Aus dem ich zunehmend nicht schlau werde.
Wir stehen miserabel da. Spielen miserablen Fußball. Und der Kerl hat nichts besseres zu tun, als unseren Herren Profis weiter Puder in den Hintern zu blasen, und den freien Montag zu gewähren?
Mittlerweile frage ich mich, ob dieser Schmusekurs, der zumindest am Di. mit zwei Trainingseinheiten ein wenig mehr verdrängt wird, an seine Profis oder nicht viel mehr an sich selbst gerichtet ist?
Wer scheiße ist, muss mehr tun, um gold(ig) zu werden.
Ansonsten gibt es wenig zu sagen. Die Bayern zu stark, wir zu reserviert. Und ohne Plan, hier wirklich etwas mitzunehmen.
PS: Arschkalt war es. Das fiele mir noch ein.