Nach Steinwurf auf Polizisten: Belohnung ausgesetzt
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen, der vor dem DFB-Pokalspiel der Eintracht gegen den 1. FC Kaiserslautern am 26. Oktober einen Polizisten durch einen Steinwurf schwer verletzt hatte. Unterdessen zog die Polizei eine Zwischenbilanz ihrer Ermittlungen.
Frankfurt. Bei Ausschreitungen von Frankfurter Fans vor der Commerzbank-Arena war ein Beamter der Bundespolizei durch einen Steinwurf schwer verletzt worden. Insgesamt waren acht Polizisten verletzt sowie neun Randalierer festgenommen worden.
Aus dem Hinterhalt heraus, so die Schilderungen der Polizei, hatte der Täter einen 1,7 Kilogramm schweren Stein von hinten auf den Beamten geschleudert. Der Stein habe beim Aufschlag den Nackenschutz des Schutzhelmes aus der Verankerung gerissen und den Beamten schwer am Nacken verletzt. Der Beamte ist nach Berichten der Polizei noch immer dienstunfähig.
Zu den Ermittlungen können Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, unter der Telefonnummer 069/3400 6953 direkt der Bundespolizeiinspektion gemeldet werden.
Um die Ausschreitungen aufzuklären, hatte die Polizei eine Ermittlungsgruppe namens "EG Reflex" gebildet. Deren Zwischenbilanz: Gegen insgesamt 120 Personen seien Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch, eingeleitet worden.
49 Personen konnten identifiziert werden. Gegen 20 von ihnen habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt Strafbefehle beantragt, 13 der verfahren seien mit Geld- und teilweise Bewährungsstrafen rechtskräftig abgeschlossen.
Weitere vier Beschuldigte seien angeklagt worden, gegen 14 wurde das Verfahren eingestellt.
Bislang noch ungeklärt sei die Identität von insgesamt 71 an den Krawallen beteiligten Rowdys.
Zum Link: http://www.fnp.de/fnp/sport/fussball/rm ... 782.de.htm


