Sport: 1. FCK
Die Qual der Wahl
Fußball: FCK morgen im Pokal-Hit bei Eintracht Frankfurt - Kevin Trapp verletzt - Leon Jessen fit - Rodnei-Sperre abgelaufen
Früher im Trikot des 1. FCK, jetzt ein Frankfurter: ''Jimmy'' Hoffer. Foto: Kunz
Der Respekt spielt mit: Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern sieht sich beim Zweitliga-Zweiten Eintracht Frankfurt morgen (20. 30 Uhr) in der 2. DFB-Pokalrunde mit einem "Gegner auf Augenhöhe" konfrontiert, sagt FCK-Trainer Marco Kurz.
"Frankfurt, das ist das Format einer Bundesligamannschaft, die in der Zweiten Liga spielt", verdeutlicht der Lauterer Coach seine Wertschätzung vor der Eintracht. Den Kader des Kollegen Armin Veh sieht er in seiner Gesamtzusammensetzung stärker an als jenen, mit dem die Eintracht völlig überraschend abgestiegen ist.
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Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von FCK-Torhüter Kevin Trapp. Er hat sich im Spiel gegen den SC Freiburg am Samstag einen starke Knieprellung zugezogen und vermochte gestern auch noch nicht wieder zu trainieren. "Stand heute, wäre Kevin nicht spielfähig", informiert der Coach, der aber mit dem Mitwirken des 21-Jährigen im Pokalschlager in Frankfurt rechnet. "Wir tun alles dafür", versichert Kurz.
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"Es ist ein Auswärtsspiel, das macht die Sache nicht leichter", sagt Marco Kurz, der die Qual der Wahl bei der Nominierung des 18-Mann-Kaders hat. Denn Leon Jessen ist wieder fit, Rodnei nach seiner Ein-Spiel-Sperre wieder einsatzberechtigt. In Alexander Bugera hatte Jessen in der Linksverteidigung in den beiden letzten Spielen einen guten, stabilen Ersatz. Mathias Abel spielte für Rodnei bemerkenswert gut - und hofft natürlich darauf, erste Wahl zu bleiben. "Ganz normal, jeder will spielen", sagt Routinier Abel.
"Ich bin froh, dass ich diese Alternativen habe", frohlockt der Trainer. Er sieht durch den gewachsenen Konkurrenzkampf auch eine Qualitätssteigerung: "Hier darf sich keiner ausruhen." Was für die Abwehrrecken gilt, trifft auch auf die Offensivabteilung zu. So hat sich zuletzt Ilian Micanski als Stürmer in den Kader gekämpft. "Für Ilian ist es eine schwierige Situation, aber er wurde für seine Trainingsleistungen belohnt", attestiert der Coach. (...)
zur Rheinpfalz
Sport: 1. FCK
Zur Sache: Auch ''Jimmy'' Hoffer weiß nicht, wer Favorit ist
42. Minute im Spiel der Frankfurter Eintracht gegen den MSV Duisburg. Florian Fromlowitz pariert einen Schuss Alexander Meiers, ohne den Ball festzuhalten. Erwin "Jimmy" Hoffer, sieben Minuten zuvor Schütze des 1:0, setzt nach - und liegt verletzt am Boden.
Hoffer erzielt später noch das 2:0, fasst sich bis zu seiner Auswechslung in der 77. Minute jedoch immer wieder an die Leiste. "Jimmy ist kein Schauspieler, er ist knüppelhart. Wenn er sich da hingreift, ist da auch was", grübelt Trainer Armin Veh laut. Gestern Mittag hebt Hoffer den Daumen nach oben: "Ich spüre es ein klein bisschen. Aber ich denke, dass ich am Dienstag ganz normal trainieren kann", sagt er nach dem Auslaufen.
Erwin Hoffer gewöhnt sich in Frankfurt langsam ein. Beim 2:0 in Bochum stand er ebenso in der Startelf wie beim 3:0 gegen den MSV, nachdem er in sechs Zweitliga-Begegnungen davor bestenfalls zu 30-Minuten-Auftritten gekommen war. Hoffer, 27-maliger Nationalspieler Österreichs, profitiert von der Umstellung des taktischen Systems auf zwei Spitzen und von seiner Eigenschaft, sich immer voll einzubringen. "Ich gebe in jedem Training hundert Prozent. Und wenn du das tust, bekommst du irgendwann deine Chance. Ich habe sie bekommen, und das, was ich in Bochum und gegen Duisburg gespielt habe, war so schlecht nicht", findet Hoffer. (...)
zur Rheinpfalz
DFB-Pokal
Beißt HOFFER morgen auch Lautern weg?
Erwin „Jimmy“ Hoffer lässt sich in den Zweikämpfen (hier gegen Duisburgs Bollmann/r.) nichts gefallen. Seine Zähne verlor er allerdings bei einigen Zusammenstößen Foto: Heiko Rhode
LEIF SUNDERMANN und DANIEL FISCHER 24.10.2011 — 22:55 Uhr
Erwin Hoffer (24), der neue Tor-Held der Eintracht.
2010 wurde er in der Bundesliga als Zahnlos-Jubler bekannt. Gleich dreimal wurden Hoffer in seiner Karriere die Frontzähne ausgeschlagen, zuletzt im Juli 2010 in einem Test in Hauenstein sogar sieben Stück. Damals stürmte Hoffer noch für den 1. FC Kaiserslautern.
Ausgerechnet morgen (20.30 Uhr, live Sky) sieht er seinen Ex-Klub in der 2. Runde des DFB-Pokals wieder. Hoffer, das sehen wir auf Fotos, hat sich inzwischen Implantate einsetzen lassen. Sein Lächeln ist so schön wie nie. (...)
zur BLÖD
Eintracht Frankfurt
Der Stellvertreter
Matthias Lehmann kommt im Pokalspiel von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern vielleicht die wichtigste Rolle zu. Ob er dafür bereit ist? Zumindest Armin Veh zeigt sich bei dieser Frage optimistisch.
Noch nicht in tragender Rolle: Matthias Lehmann. Foto: imago
Frankfurt – 15 fröhliche Frankfurter feierten am Sonntagnachmittag Arm in Arm, manche in weiß-blauen Zebra-Hemdchen, gemeinsam mit den Fans den nächsten Sieg, den fünften in Folge, und gleichzeitig auch den erfolgreichsten Saison-Start in der Vereinsgeschichte in der Bundesliga (eins und zwei). Bei den Feierlichkeiten fehlten: Constant Djakpa, der verletzungshalber schon in die Kabine gehumpelt war, sowie Ersatztorwart Thomas Kessler und − Matthias Lehmann.
Das muss jetzt keine tiefere Bedeutung haben, aber womöglich war dem 28-jährigen Lehmann nicht so richtig nach Feiern zumute: Er hatte ja keine Minute gespielt am Sonntag, konnte somit keinen Beitrag leisten zu dem sehr souveränen 3:0-Sieg gegen den MSV Duisburg. Er wäre gerne dabei gewesen, der Matthias Lehmann, aber für ihn ist kein Platz mehr im Mittelfeld. Trainer Armin Veh hatte vor Wochen das Frankfurter System umgestellt und dabei die Position des zweiten „Sechsers“ gestrichen − Lehmanns Position. Seit der Partie in Cottbus, als der gebürtige Ulmer schon nach einer halben Stunde vom Feld geholt wurde, hat er nie mehr in der Anfangself gestanden, allenfalls als Einwechselspieler kam er seither zum Einsatz. (...)
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